typische Equalizer-einstellungen

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Gestern hab ich meine Akustik-gitarre (Yamaha CPX 900) direkt in den PC gespielt und mit den Equalizer-Einstellungen rumgespielt. Kriegt man ja doch recht verschiedene Klänge aus dem Instrument, ne :)

Na, jedenfalls interessiert es mich nun, ob es typische Einstellungen für den 3-Band EQ gibt, vllt. passend zu irgendwelchen Stilrichtungen?

Wie siehts bei einem externen Equalizer (bspw. der viel-diskutierte Boss AD5 hat doch einen oder?)? Gibts da Erfahrungswerte, was man einstellt um bspw. einen typischen Strumming-Sound oder Picking-Sound zu erhalten?
 
Eigenschaft
 
Ich denke das ist eine Frage ohne wirkliche Antwort...
EQ Einstellungen hängen immer davon ab was dahinter hängt.
Mal ein paar Beispiele:
Wenn du über den PU in den PC recordest: Dann ist der EQ am Preamp der Gitarre völlig schnuppe, weil der EQ im Bearbeitungsprogramm um längen besser ist (da normalerweise nicht nur 3-Band, sondern Zig-Bänder, oder eben vollparametrisch).

Live kommt es eben auch drauf an, wo man reingeht: Ein vernünftiges Mischpult hat normalerweise auch eine wesentlich bessere Klangregelung als der Preamp der Gitarre, beim A-Amp kommt es auf das Modell an.

Dann spielt die Raumgröße und Position der Boxen eine elementare Rolle: Wenn ich mit meinen Boxen über das Publikum hinwegkomme, brauche ich viel weniger Höhen, als wenn meine Boxen auf Brusthöhe der ersten Reihe sind und ich die Höhen zwar in die erste Reihe schieße, die zweite Reihe aber schon nix mehr abbekommt. Je größer der Raum, desto mehr Bass brauch ich auch, damit der überhaupt ankommt etcetc.

Dann ist auch die Frage, ob andere Instrumente dabei sind, die im gleichen Frequenzbereich liegen (Keys, Gesang), dann kann man überlegen, ob man die Keys höhenmäßig anhebt, und die Gitarre etwas runterschraubt, damit man die Instrumente besser differenzieren kann und nicht so ein Soundbrei entsteht.

Da gibt es einfach total viele Faktoren die eine Rolle spielen, dass eine Gitarre in einem Raum/Kontext gut klingt, und die Einfluss auf die EQ Einstellungen haben...
 
Also die Ausführungen von Disgracer finde ich sehr gut! :great:

Du wirst Dich jetzt höchstens fragen, warum so ein Pickup-Preamp einen EQ hat?
Nun, es gibt immer spezielle Stücke, bei denen der Musiker etwas den Bass anheben will etc.
Hier kann vielleicht etwas am EQ gedreht werden.
Für grundsätzliche Soundvarianten ist das Ding aber nicht geeignet, dazu hat es einfach viel zu wenig Frequenzbänder.

Etwas OT, aber eine interessante Sache in diesem Zusammenhang ist der StudioLAG-Preamp der LAG-Akustikgitarren: Video
Die haben den Dreiband-EQ abgeschafft und dafür verschiedene Presets eingespeichert.
Diese Presets wurden mit einem komplizierten EQ (31 Bänder!) ermittelt.
Auch ein Ansatz ...
 
Kann ich diesen 31-band EQ nicht eigenlich nachstellen, indem ich mir bspw. einen 31-band-equalizer kaufe?

Die Studiolag hat ja die Presets eingebaut. Daraus kann ich doch schließen, dass bestimmte EQ-Einstellungen schon typisch sind oder?
http://www.youtube.com/watch?v=MgLzs3GsZwc
 
Kann ich diesen 31-band EQ nicht eigenlich nachstellen, indem ich mir bspw. einen 31-band-equalizer kaufe?

Ja. Das hab ich eingangs ja schon erwähnt. Jede DAW (Digital Audio Workstation im PC) hat heutzutage mindestens nen 31-Band EQ dabei. Oder noch professioneller, wie in Logic: ein EQ, bei dem man in mehreren Bändern die Anhebung und die Güte (Breite) der Frequenzanhebung einstellen kann (vollparametrik).
Und jedes Digitale Mischpult stellt soetwas zur Verfügung, und jeder analoge Mischer sollte zumindest ein paar 31-Band EQs dabeihaben.

Die Studiolag hat ja die Presets eingebaut. Daraus kann ich doch schließen, dass bestimmte EQ-Einstellungen schon typisch sind oder?
Naja.. Du kannst daraus schließen, dass die Entwickler bei Lag einige Sachen für typisch halten. Klar, wirst du vllt für bluesige Sachen eher einen mittigen Sound bevorzugen, ebenso mag es verschiedene Präferenzen für Fingerstyle etc geben. Aber die sind sicherlich nicht allgemeingültig und in jeder Situation angebracht.
Ein Beispiel: Hab mit einer Band akustisch im Club um die Ecke gespielt. Wir hatten zwei Gitarren. Um die für das Publikum gut hörbar zu machen, haben wir eine recht klar und brilliant eingestellt und bei der anderen die Höhen extrem gekappt, so das der Sound der weich und dick war. Das geht auch mit nem 3-band-EQ. Bei den 5 Presets vom Studiolag war sowas z.B. nicht dabei. Daher empfinde ich das Lag System als deutlich einschränkender als einen normalen EQ. Ich find die Idee mit Presets gut, aber man müsste die selbst erstellen können. Wenn einem die vorgefertigten nicht gefallen hat man Pech.. Aber ich nehm an die spekulieren darauf, dass eh notfalls jeder am Amp oder der PA noch nen EQ für den Notfall hat. (was auch stimmt)

Bei mir ists übrigens noch anders: Mein Sonic System hat nur Volume und Tone (quasi ein Regler, der Höhen, Mitten und Bässe in bestimmten Verhältnissen ein und ausblendet) sowie einen Mischungsregler zwischen den beiden Pick-Ups. Im Grunde ist da kein echter EQ mit dran, brauch ich aber auch nicht: wenn ich was aufnehme, hab ich den DAW EQ und bei Auftritten hab ich nen Mischpult.
 

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