Um wieviel kann man eine PalisanderGriffBrett abschleifen?

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don pepe
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Möchte gerne Neubundieren.
GriffBrett, Palisander, exakt 5mm stark, mit Dellen von 0,5mm. Kann ich das GriffBrett um die 0,5mm runterschleifen, damit das
GriffBrett wieder einheitlich eben ist, oder nicht?

`/:)>
 
Eigenschaft
 
Klar kannst Du das. Aber of Du es solltest, wenn Du kein Experte bist, ist eher die Frage.
I c h würde mir das nicht zutrauen. Es sei denn, ich hätte eine Gitarre, die höchstens 50 € wert war und sowieso im Eimer ist!

In jedem anderen würde ich den Gelben Seiten trauen und das jemandem übergeben, der da was von versteht. Einem Gitarrenbauer beispielsweise. Kostet je nach Gitarre
(mit oder ohne Binding ist da unter anderem wichtig) vielleicht 120 bis 250 €! Und Deine Gitarre ist wie neu.

Das Griffbrett 'runterschleifen halte ich sowieso für - naja - suboptimal!
 
Stören Dich de Dellen beim Spielen oder nur optisch? Ich habe zwei Gitarren mit ebensolchen Dellen, bei mir ist es nur ein optisches Problem (also doch wieder kein Problem). Falls Du das machen (lassen) solltest, dann sollte auch eine Neubundierung drin sein. Von der Stabilität des Griffbretts sollten 0,5mm drin sein.
 
Wenn du das Neubundieren tatsächlich selber machst und dir das handwerklich zutraust, dann ist auch das Abschleifen kein großes Ding. Voraussetzung ist allerdings, dass du den Griffbrettradius kennst und dir einen entsprechenden Radiusschleifklotz bastelst oder besorgst (z.B. bei Rockinger). Evtl. brauchst du auch noch eine Bundsäge, um die Schlitze nachzusägen, aber auch das ist machbar.

Wenn die Gitarre nicht allzu hochwertig ist, würde ich es einfach mal versuchen.

Gruß

Toni

€: Grad fällt mir auf, dass wir hier bei den Klassikgitarren sind. Wenn mich nicht alles täuscht, haben die in der Regel keinen Griffbrettradius. Das erleichtert die ganze Sache natürlich enorm.
 
Zuletzt bearbeitet:
Kostet je nach Gitarre (mit oder ohne Binding ist da unter anderem wichtig) vielleicht 120 bis 250 €! Und Deine Gitarre ist wie neu.
Nicht VIELLEICHT, sondern ganz konkret, belaufen sich die eingeholten KostenVoranschläge im GroßRaum der Heiligen Stadt zwischen 180 und 350 Euro.

`/:)>

- - - Aktualisiert - - -

Stören Dich die Dellen beim Spielen oder nur optisch?
Nein, sie stören mich beim spielen nicht, lediglich in der Optik.
Danke Dir für Dein Statement, das spart mir eine Menge überflüssige Arbeit.

`/:)>
 
Griffbrett sauber abziehen und schleifen, Neubundierung plus Abrichten und Verrunden......
Ich würde da auch eher auf die 300-350 Euro tippen. :redface:
 
Gut in der Heiligen Stadt mölgen das die Preise sein. In HH habe ich gerade für eine Neubundierung einer Gibson Hummingbird incl. Stegeinlage korrigieren und einstellen mit neuen Saiten genau 300 € bezahlt.
Da ich - ohne da ein Gitarrenbauexp0erte zu sein - glaube, dass diese Arbeiten bei einer Konzertgitarre eher schlichter sein dürften, fände ich das ziemlich teuer!

Aber um es nochmal zu sagen: lieber ein bißchen was investieren, als eine Gitarre endgültig versauen. Und bei diesen Arbeiten kann man eine Menge falsch machen.

Aber natürlich muss das jeder für sich selbst entscheiden.
 
Gut in der Heiligen Stadt mölgen das die Preise sein. In HH habe ich gerade für eine Neubundierung einer Gibson Hummingbird incl. Stegeinlage korrigieren und einstellen mit neuen Saiten genau 300 € bezahlt.
Da ich - ohne da ein Gitarrenbauexp0erte zu sein - glaube, dass diese Arbeiten bei einer Konzertgitarre eher schlichter sein dürften, fände ich das ziemlich teuer!

Mmmhhh....

Joa, Bünde ziehen (bestenfalls ohne große Schäden) plus Abziehen kostet halt auch Geld. Egal, ob Berlin oder Hamburg.
Letztendlich bedarf eine solche Reparatur ja Optimierung des gesamten Instruments (Sattel, Stegeinlage usw.).
Ich hab das (trotz professioneller Ausrüstung eines Schreiners) einmal gemacht, nie wieder nicht.
Und ob E-Gitarre oder klassische, der Aufwand dürfte derselbe sein.
 
Nein, sie stören mich beim spielen nicht, lediglich in der Optik.
`/:)>

Was ich noch vergaß, zu sagen: Ein Instrument ist meine erste Gitarre überhaupt, eine Hopf, die ich vor 37 Jahren für 170 DM neu gekauft habe und immer noch (wenngleich selten) gerne spiele. Hier hat sich die insgesamt nur "aufgedampfte" Griffbrettauflage, vielleicht insgesamt max 1mm dick, bei den üblichen Tönen etwas "durchgegriffen".

Das andere Instrument ist eine US-Steelstring, die ich vor 24 Jahren mit dieser Macke - hier aber stärker, auch fühlbar - gebraucht gekauft hatte und die sich immer noch nicht verändert hat (und gerade fleißig von einem Freund gespielt wird, den das auch nicht stört).
 
Stören Dich die Dellen beim Spielen oder nur optisch?

Nein nicht wirklich. Danke für Deinen Hinweis, der meinen Enthusiasmus zur rechten Zeit gebremst hat.

Neubundierung_01.jpg

Das Projekt NEUBUNDIERUNG ist komplett abgeschlossen. Bericht und weitere Bilder folgen in Kürze.


Schon mal ein erster Eindruck nach der Reparatur.

Neubundierung 004.jpg

`/:)>
 
... sieht doch gut aus!
 
... sieht doch gut aus!

Danke, fühlt sich auch richtig gut an.

Zwei Merkwürdigkeiten haben sich eingeschlichen:

Beim Stimmen der Saiten gibt es ein knarzendes Geräusch ?

Beim spielen von Akkorden ist der Klang der Gitarre klarer/brillianter geworden ?

Kann das sein bzw. woran kann es liegen.

`/:)>
 
... keine echtes Wissen, nur Vermutungen:

Zum Stimmen: War das Geräusch denn vorher nicht da oder hast Du das Stimmen ob des Zustands gar nicht ausprobiert? Dass alte Saiten auf alten Mechaniken ab&an mal Geräusche von sich geben, ist nicht soo selten. Noch eine bloße Mutmaßung: Der Nullbund ist auch mit poliert?

Zum Klang: Wenn es einen Unterschied zwischen Knochen- und Plastiksätteln gibt, dann sollte es auch einen zwischen verschiedenen Bundmaterialien bzw. zwischen angelaufenen/dreckigen Bünden und neuen geben.

Ansonsten: Prima Beschreibung im Nachbarthread!
 
... keine echtes Wissen, nur Vermutungen:
Zum Stimmen: War das Geräusch denn vorher nicht da oder hast Du das Stimmen ob des Zustands gar nicht ausprobiert? Dass alte Saiten auf alten Mechaniken ab&an mal Geräusche von sich geben, ist nicht soo selten. Noch eine bloße Mutmaßung: Der Nullbund ist auch mit poliert?
Nein, die Gitarre war auch vor der Neubundierung ständig in Betrieb und hatte stehts gute Saiten drauf.
Ja, den Nullbund habe ich auch poliert.

Da kommt mir eine Idee, ich habe auch den Sattel sauber gemacht, da war vorher etwas Graphit drin. Gleich mal checken.

...Zum Klang: Wenn es einen Unterschied zwischen Knochen- und Plastiksätteln gibt, dann sollte es auch einen zwischen verschiedenen Bundmaterialien bzw. zwischen angelaufenen/dreckigen Bünden und neuen geben.
Zum einen das und ich denke mal, dass dadurch das die neuen Bünde höher sind spanne ich sie beim runterdrücken etwas mehr als bei den alten Bünden.

...Ansonsten: Prima Beschreibung im Nachbarthread!
Besten Dank, die Aktion hat riesig Spass gemacht.

`/:)>
 
... Wenn es einen Unterschied zwischen Knochen- und Plastiksätteln gibt, dann sollte es auch einen zwischen verschiedenen Bundmaterialien geben.
Ja, das ist jetzt amtlich, ein Kumpel von mir - der spielt so richtig gut klassische Stücke - meinte zum Spass, ob das eine andere Gitarre wäre. Puh, da habe ich aber Glück gehabt, dass es sich für die Gitarre zum guten ausgewirkt hat :( Der Kollege sagt: Je härter die Bünde (und die sind besonders hart), je härter oder auch klarer der Klang.

`/:-|>
 
Moin,
wenn die Bünde vorher runtergespielt waren, ist es klar, dass die Gitarre jetzt klarer klingt. Der Auflagepunkt war vorher flächiger, jetzt ist er runder und kleiner. Eine breite Auflagefläche führt zu einem matteren Klang.

Zum knarzen der Saite: Wenn es die Saite ist, liegst du mit dem Sattel vermutlich gar nicht so falsch. Es könnte aber auch die Mechanik sein, die du ja ausgebaut hattest (warum eigentlich?). In dem Fall wieder ausbauen und die Bohrlöcher bzw. den Wellenbereich, der im Holz steckt mit Wirbel- oder Kernseife einreiben.
 
...wenn die Bünde vorher runtergespielt waren, ist es klar, dass die Gitarre jetzt klarer klingt. Der Auflagepunkt war vorher flächiger, jetzt ist er runder und kleiner. Eine breite Auflagefläche führt zu einem matteren Klang.
Moin,
ich habe irgendwo gelesen, dass die Breite der Auflage keine Rolle spielt, sondern nur der Punkt wo die Verbindung zwischen Steg und Sattel ihren ersten Kontakt hat. Hast Du dazu weiterführende Informationen?

...Zum knarzen der Saite: Wenn es die Saite ist, liegst du mit dem Sattel vermutlich gar nicht so falsch. Es könnte aber auch die Mechanik sein, die du ja ausgebaut hattest (warum eigentlich?).

Es lag an den - durch die Reinigung - nicht mehr geschmierten SattelKerben, ein BleistiftStrich hat Abhilfe geschaffen.
Ausgebaut, um die Optik und die ZahnRäder zu säubern.

`/:)>
 
Moin,
ich habe irgendwo gelesen, dass die Breite der Auflage keine Rolle spielt, sondern nur der Punkt wo die Verbindung zwischen Steg und Sattel ihren ersten Kontakt hat.

Auch moin,
grundsätzlich ist es der "Punkt", aber wenn Du flache, runde Bundstäbchen hast, dann ist der "erste Kontakt" auch nicht so ganz eindeutig als bei einer "klaren Kante", kann man sich vielleicht geometrisch mit einer im Maßstab übersteigerten Zeichnung klarmachen. Und durch den erhöhten Saitendruck tritt das auch noch klarer hervor.
 
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Moin,
ich habe irgendwo gelesen, dass die Breite der Auflage keine Rolle spielt, sondern nur der Punkt wo die Verbindung zwischen Steg und Sattel ihren ersten Kontakt hat. Hast Du dazu weiterführende Informationen?
Wenn die Kontaktfläche zu groß wird, hast du eben keinen Punkt sondern eine Fläche. Das klingt dann ähnlich, wie wenn du die Stegeinlage flach schleifst oder rausnimmst. Ich habe deswegen auch schon mal eine Gitarre neu bundieren lassen müssen. Bundstäbchen, die eher flach sind, z.B. nach dem zweiten, dritten abrichten, neigen schnell zu solchen Phänomenen. Dann hilft eben nur neu machen, und genau das hast du ja getan.
 
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