Umsstieg von WIN 10 auf Linux (aber welches Linux) mit Wine, oder doch WIN 11

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Hi Folks
ich brauche eure Unterstützung, eure Kenntnisse, eure Erfahrungen.

Ich habe auf meinem Laptop WIN 10, bis ende Oktober gibt es von Microsoft noch den Support, dann kommen keine Updates. Gleiches für das Desktop, das auch noch mit WIN 10 läuft.

Beide Systeme (Laptop und Desktop) kann ich hardwaremäßig aufrüsten, es sind Systeme, die man aufrüsten kann. Beide Systeme laufen stabil und zuverlässig, schreibe ich deshalb, falls Ideen für Neukauf kommen sollten.
Beide Systeme haben das "Problem", dass sie für ein Upgrade nicht geeignet sind (laut Microsoft), da das MTP entweder nicht aktiviert ist, oder nicht vorhanden ist (muss man über BIOS aktivieren, falls möglich). Für andere Fälle (MTP nicht möglich) wird eine saubere Installation empfohlen, es ist immer die bessere Vorgehensweise. Das ist aber nicht unbedingt das Thema.

Falls ich mich für Linux entscheide:

berufsbedingt arbeite ich mit CAD-Software, die für WIN oder MAC verfügbar sind. Wie zuverlässig ist die Wine-Umgebung? CAD Anwendungen sind sehr rechenintensiv, kann Wine hier der Flaschenhals sein? Das ist im Prinzip meine Hauptsorge, wenn das nicht flüssig läuft, werde ich auf WIN 11 gehen.

Neben CAD, geht es um Photoshop, das ich auch gerne weiter verwenden möchte (weil eben alle in dieser Sparte PS verwenden). Falls Wine da schon schwierig werden sollte, ist WIN 11 dann doch die bessere Wahl.

Für Audio Anwendung sehe ich keine Probleme mit Linux, hier wäre die Frage, welches nimmt man. Meine Tendenz wäre das Ubuntu Studio, da es auf die Aufgaben Audio oder Fotobearbeitung "getrimmt" ist. Hier sind die Pakete enthalten. Aus meinen frühen Recherchen, soll man möglichst Derivate nehmen, die auf Debian basieren, soweit ich weiss, ist Ubuntu eines davon.

Wie auch immer, ist Wine eine zuverlässige Umgebung?

Ich hoffe auf fundiertes Wissen und bedanke mich schon mal im Voraus.
 
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  • #3
Danke, das ist eine Dokumentation von Wine, welche Versionen von PS lauffähig sind. Ich habe CS 6. Es geht mir tatsächlich um eine professionelle Unterstützung/Umgebung, also unter Dauerlast ohne Abstürze oder fehlerhafte Darstellung.
 

Ich habe gute Erfahung mit Zorin OS
 
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Du wirst um's Ausprobieren nicht herumkommen. Ob und wie gut was läuft, hängt von auch von Hardware, verwendeten Treibern, installierten Bibliotheken, etc, ab. Auf dem einen Rechner läuft's super, auf dem anderen gar nicht. Wenn man etwas Zeit investiert, bekommt man durch Gefrickel viel zum Laufen (unterschiedliche Wine-Versionen testen, dlls nachinstallieren, ...). Kann aber auch passieren, dass man Zeit investiert, man aber dann schlussendlich doch aufgeben muss und es nicht klappt.
Ich hatte aber auch schon Spiele, die unter Wine besser liefen als unter Windows.

Wenn du mit AIs wie Claude Code umgehen kannst, kann dir das einiges an Arbeit abnehmen. Die schauen sich dann selbstständig die Fehlermeldungen an und suchen nach Lösungen.
 
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Ich selbst nutze seit ca. einem halben Jahr Linux Mint und würde dir das auch ganz klar empfehlen, wenn du mit Linux beginnen möchtest. Es funktioniert nahezu alles "out of the box" und du bekommst auch Online sehr viel Hilfe dafür. Es basiert ebenfalls auf Ubuntu. Die Performance ist zudem auch noch top.

Ich rate dir in deinem Fall aber eindeutig zu einem Dual Boot System, wenn du nicht gewillt bist ernsthaft nach Linux Alternativen für CAD oder andere Anwendungen zu suchen. Ohne es probiert zu haben, vermute ich, dass Dinge wie CAD niemals zu 100% mit Wine, Bottles, etc. funktionieren werden. Solche Konfigurationen sind im Regelfall nur "Notlösungen". Diese Erfahrung musste ich selbst machen beim Umstieg von Windows zu Linux. Ich habe z.B. mein NUX MG-30 in einer VM mit Windows 11 laufen in Linux Mint. Dort das "durchschleifen" des NUX zu konfigurieren war eine heftige Aufgabe, die ich ohne ChatGPT nie gemeistert hätte (und ich bin von Beruf Diplom-Wirtschaftsinformatiker). Wenn du auf eine bestimmte CAD Software angewiesen bist, nutze meiner Meinung nach ganz klar Dual Boot. Wenn nicht, dann einfach FreeCAD nutzen. Das funktioniert super und ist auch noch Open Source.

Zusammengefasst: Meiner Meinung nach nutzt man Linux am besten, wenn man sich von der "Windows Software" löst, das macht viele Dinge leichter. Ich weiß aber auch, dass dies nicht immer geht. Ich selbst nutze z.B. gerne GuitarPro (auch wenn es natürlich TuxGuitar gibt, welches ich ebenfalls installiert habe). Am liebsten hätte ich auch Citrix Workspace genutzt um meinen Firmen Laptop nicht anschliessen zu müssen, aber leider funktioniert die Software nicht zuverlässig.
 
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WINE ist ein Emulator, kein natives Betriebssystem. Es interpretiert das was die Win-Anwendung an das Betriebssystem sendet und übersetzt das für Linux. Das hat zwei strukturbedingte Nachteile: 1. es ist eine zusätzliche Softwareschicht zwischen Anwendung und Betriebssystem bzw. Hardwareschicht. Und 2. es gibt sicherlich Kompromisse, die besonders bei High-End-Anwendungen wie CAD oder PS zu Fehlern oder gar Inkompatibilitäten führen können. Dazu kommt die Frage, wie die Linux-Unterstützung eines PCs ist, dessen Hardware (Grafikkarte etc) eher nicht "von der Stange" ist.

Ich denke auch, dass Du das speziell für Deinen Fall (Deine Hardware, Deine Anwendungen) testen musst. Mit einem Dual Boot-System hast Du beide Welten parallel und brichst nicht gleich die Brücken zur "alten Welt" ab.
 
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WINE ist eben *kein* Emulator, es ist eine Laufzeitumgebung für Windows Programme.
Du hast also keine "Wine-Umgebung" sondern eine Linux-Umgebung, die versucht, den Windows-Code auszuführen.
Der Vorteil ist, dass es eigentlich keine Performanceinbußen gibt. Der Nachteil ist, dass es eben keine vollwertige Windows-Umgebung simuliert und leider viele Programme daher nicht funktionieren.
Du kannst ein Linux auf einem USB-Stick installieren und mit diesem einmal Deinen Rechner booten, dann kannst Du in Ruhe testen, was alles geht und was nicht.

Die Benutzeroberfläche ist eher Geschmackssache, ich verwende auch Linux Mint, weil es von der Haptik her dem Windows recht ähnlich ist und man
sich nur geringfügig umgewöhnen muss. Bei Ubuntu Studio sind zahlreiche Tools installiert und vorkonfiguriert, die man zum Musikmachen eventuell gebrauchen kann - allerdings kannst Du die Programme auch z.B. im Linux Mint bei Bedarf herunterladen.

Ansonsten ist es tatsächlich ein trial-and-error-game. Photoshop habe ich z.B. nie zum laufen gebracht, aber das ist auch schon sehr lange her und mittlerweile verwende ich GIMP und Inkscape. Wine wird ja auch immer wieder verbessert.
Spezielle Software (z.B. Dein CAD Programm) wird vermutlich nicht funktionieren,

Wenn es (im plugin Bereich) Probleme gibt, dann entweder gleich am Anfang (Installer startet nicht oder bricht ab) oder es gibt Probleme mit der Grafik.
Vor allem NVIDIA GraKa-Besitzer können davon ein Liedchen singen, aber auch hier gab es in den letzten Jahren viele Verbesserungen.

Beispielsweise friert bei 2 von meinen Ample Guitar plugins nach einem plugin-update neuerdings der GUI ein, aber ich kann das Instrument ganz normal verwenden...

Dual Boot kann man machen, allerdings würde ich Dir aus der Erfahrung heraus empfehlen, 2 physische Festplatten zu verwenden.
 
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Wie viel Zeit kannst du in einen Umstieg investieren? Wenn du erwartest, dass du Linux (welches auch immer) installierst, ne Stunde konfigurierst und dann alle deine Windows-Anwendungen laufen, würde ich dir davon abraten und eher empfehlen, Windows 11 zu nehmen. So ein Umstieg braucht etwas Zeit, sich einzuarbeiten, ein paar Dinge auszutesten und evtl. auch die Bereitschaft/Möglichkeit, sich nach Software-Alternativen umzuserhen (z.B. Gimp statt Photoshop).

Vielleicht wie @gospat83 schon geschrieben hat, erstmal ein Dual-Boot System aufsetzen (aktuelle Linux-Distributionen sollten sich neben ein schon vorhandenes Windows 10 packen können), damit du deine vertraute Umgebung nicht komplett aufgeben musst und eine Fallback-Lösung hast, falls es doch Teile gibt, die mit Linux nicht laufen.

Auf der anderen Seite ist Linux aber auch ein fantastisch stabiles und ausgereiftes Betriebssystem, nur bei proprietärer Software hakt es noch ein Bisschen. Ich trauere immer mal Cubase nach, aber mit Fender* Studio Pro (ex Studio One), Ardour, Reaper etc. gibt's da auch reichlich Alternativen.
 
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  • #10
seit ca. einem halben Jahr Linux Mint
Funktioniert bei mir auf 2 alten Rechnern (ein Mini PC und ein Laptop, beide HP) ganz gut für Büro Anwendungen (Surfen, Mail, Libre Office). Musik habe ich damit aber noch nicht gemacht. Keine Probleme mit Treibern. Vor allem interessant beim Laptop mit Touch Pad und Akku-Management.
Das Problem war das gleiche: beide nicht Win11 - fähig und nachher liefen sie schneller als vorher mit Win10.
Was aber einfach auch daran liegen kann, dass es ein frisches Betriebssystem ist, das nicht den Müll von vielen Jahren mit sich rumschleppt.
 
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  • #11
Das ist wohl wahr, Windows wird immer langsamer im Laufe der Zeit. Mein Arbeits-Laptop braucht über eine Minute zum booten, bis mal der Login erscheint
und nach der Anmeldung rödelt Windows sicher noch mal eine Minute herum, um den Rest zu laden.

Linux Mint bootet in 8 Sekunden und ist nach dem Anmelden einsatzbereit.
 
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  • #12
Mit Linux Mit sehr gute Erfahrungen gemacht. Läuft stabil und zuverlässig.
Am anderen Rechner hab ich Ununtu Studio, läuft auch gut, gefällt mir von der Oberfläche nicht so gut.
Mit Dual Boot Systemen habe ich bei beiden schlechte Erfahrungen.
 
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  • #13
Dual-Boot lief bei mir viele Jahre völlig stress- und problemfrei. Spätestens seit der Umstallung von MBR auf UEFI ist das alles total entspannt geworden. Ganz selten zerschießt Windows mal beim Update die Boot-Reihenfolge, das stellt man das im BIOS wieder um und gut.
 
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  • #14
Ich arbeite seit 15 Jahren mit Debian. Wine funktioniert im Allgemeinen sehr gut, aber im Speziellen übersteigt es die Grenzen. Z.B. wenn spezielle Hardware verwendet wird, zu denen es sehr aufwendig ist, den richtigen Treiber zu finden und zu installieren. Ich denke CAD-Programme sollten mit Wine problemlos laufen. Besser ist es allerdings, wenn du native Linux-Programme wie FreeCAD verwendest. Das ich im Übrigen sehr gut finde, im Speziellen für den 3D-Druck.

Solltest du nicht wie ich computeraffin sein und gerne Fehler finden und beheben, dann empfehle ich dir dringend Win11, aber - wenn es dir finanziell möglich ist - mit einer leistungsstärkeren Hardware.

Es würde mich freuen, zu hören, zu welcher Variante du dich entscheidest.
 
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  • #15
zunächst vielen Dank für die rege Beteiligung!

Ich habe gute Erfahung mit Zorin OS
werde ich mir auch anschauen, soweit es YT Vids gibt.
Btw, bist Du nicht auf Mac umgestiegen, arbeitest Du noch mit Zorin? Hast Du auch die Wine-Umgebung genutzt?
Du wirst um's Ausprobieren nicht herumkommen. Ob und wie gut was läuft, hängt von auch von Hardware, verwendeten Treibern, installierten Bibliotheken, etc, ab. Auf dem einen Rechner läuft's super, auf dem anderen gar nicht. Wenn man etwas Zeit investiert, bekommt man durch Gefrickel viel zum Laufen (unterschiedliche Wine-Versionen testen, dlls nachinstallieren, ...). Kann aber auch passieren, dass man Zeit investiert, man aber dann schlussendlich doch aufgeben muss und es nicht klappt.
Ich hatte aber auch schon Spiele, die unter Wine besser liefen als unter Windows.
ja, ums Ausprobieren kommt man nicht rum. Das ist aber derzeit das, was ich vermeiden möchte, ich habe nicht die Zeit (bzw die Nerven), um hinterher festzustellen, dass ich doch besser einfach WIN 11 hätte installieren sollen.
Leider habe ich keinerlei Erfahrung mit Wine, um es selbst irgendwie einschätzen zu können.
Ich habe vor längerer Zeit Linux (komme gerade nicht drauf, welches) auf einem Laptop installiert, das läuft gut, wenn man die systemeigene Software nutzt.
Ich rate dir in deinem Fall aber eindeutig zu einem Dual Boot System, wenn du nicht gewillt bist ernsthaft nach Linux Alternativen für CAD oder andere Anwendungen zu suchen. Ohne es probiert zu haben, vermute ich, dass Dinge wie CAD niemals zu 100% mit Wine, Bottles, etc. funktionieren werden. Solche Konfigurationen sind im Regelfall nur "Notlösungen". Diese Erfahrung musste ich selbst machen beim Umstieg von Windows zu Linux.
Dual Boot habe bislang nicht ausprobiert, wenn es keine zusätzlichen Umstände (zb Rechenleistung) bereitet, ist es eine Lösung. Auf Notlösungen habe ich halt keinen Bock.
Wenn du auf eine bestimmte CAD Software angewiesen bist, nutze meiner Meinung nach ganz klar Dual Boot. Wenn nicht, dann einfach FreeCAD nutzen. Das funktioniert super und ist auch noch Open Source.
FreeCad habe ich schon ausprobiert, scheint sehr brauchbar zu sein, gelernt habe ich auf AutoCad, womit ich blind arbeiten kann. Arbeitgeber haben eine Voraussetzung, mit dem man umgehen können sollte, AutoCad oder Revit ist zB eine Adresse, neben ArchiCad oder Vector Works. Ob diese Programme über Wine flüssig laufen, wäre die Frage.
Mit Dual Boot Systemen habe ich bei beiden schlechte Erfahrungen.
schon mal ne Ansage
Dual-Boot lief bei mir viele Jahre völlig stress- und problemfrei. Spätestens seit der Umstallung von MBR auf UEFI ist das alles total entspannt geworden. Ganz selten zerschießt Windows mal beim Update die Boot-Reihenfolge, das stellt man das im BIOS wieder um und gut.
auch ne Ansage, wenn es nur das BIOS bleibt.
Das ist wohl wahr, Windows wird immer langsamer im Laufe der Zeit. Mein Arbeits-Laptop braucht über eine Minute zum booten, bis mal der Login erscheint
und nach der Anmeldung rödelt Windows sicher noch mal eine Minute herum, um den Rest zu laden.
Letztlich habe ich mit Win nie Probleme gehabt. Über XP wurde viel geschimpft, WIN 7 war wohl der Erfog, über WIN 10 hat man auch so ziemlich abgeledert. Als reines Betriebssystem lief, oder läuft es bei mir immer zuverlässig. Es hängt sehr viel von der Konfiguration ab. Wenn es Probleme gibt, sind es oft die Programme selbst.
Was aber einfach auch daran liegen kann, dass es ein frisches Betriebssystem ist, das nicht den Müll von vielen Jahren mit sich rumschleppt.
eigentlich soll man immer das Betriebssystem frisch aufsetzen, weil es sonst mit dem Müll zu kämpfen hat.
Dual Boot kann man machen, allerdings würde ich Dir aus der Erfahrung heraus empfehlen, 2 physische Festplatten zu verwenden.
das ist eine gute Idee
Solltest du nicht wie ich computeraffin sein und gerne Fehler finden und beheben, dann empfehle ich dir dringend Win11, aber - wenn es dir finanziell möglich ist - mit einer leistungsstärkeren Hardware.
tatsächlich habe ich kein Bock auf Fehlersuche :geek:, obwohl ich mich gerne mit Computern beschäftige,auch vieles selbst machen möchte Win 10 habe ich auch selbst frisch aufgesetzt, auf einen Win7 Rechner.
Beinahe bin ich der Überlegung erlegen, Win 11 zu fahren, es sei denn, es wird mir dringlich davon abgeraten.

Ich würde auch sofort bedenkenlos ein Linux-Derivat installieren, wenn es nicht dieses Problem gäbe, mit Photoshop oder CAD.

Vielen Dank soweit
Beitrag automatisch zusammengefügt:

Es würde mich freuen, zu hören, zu welcher Variante du dich entscheidest.
klar, werde berichten.
 
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  • #16
Btw, bist Du nicht auf Mac umgestiegen, arbeitest Du noch mit Zorin? Hast Du auch die Wine-Umgebung genutzt?
Ich war nach 25 Jahren vom Mac auf Zorin umgestiegen (aus politischen Gründen). Ich habe über WINE und yabridge Windows VSTs in Ardour laufen gehabt.
Aber dann irgendwann festgestellt, dass mir die ganze Konfiguration Zeit und Nerfen kostet, wenn ich was neues installieren wollte und mich das vom kreativen Arbeiten abhält. Außerdem wollte ich Sachen nutzen, die nicht lauffähig waren, weil sie mit einem eigenen Installer daher kommen (z.B. Native Instruments, Universal Audio*). Also bin ich wieder zurück zum Mac. Man kann von Apple als Unternehmen sagen, was man will, aber auf MacOS läuft alles stabil, unkompliziert und zuverlässig.

Anders gesagt: Man kann mit Linux Musik machen, wenn man sich nicht scheut, Zeit und Kopfarbeit für Konfiguration zu investieren. Und es akzeptiert, dass bestimmte Sachen dann eben trotzdem nicht lauffähig sind und mit diesen Einschränkungen leben kann.
Ich denke, wenn man richtig professionell Musik produzieren möchte, dann kommt man um einen Mac (oder meinetwegen auch Windows) nicht rum.

Für reine Büroanwendungen und Internet würde ich sicher ein Linux nutzen.
 
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  • #17
aber auf MacOS läuft alles stabil, unkompliziert und zuverlässig.

Ich bin auch generell kein Fan der Apple-Politik, nutze aber ein iPad für die Musik. Die Programme laufen stabil, das passt wirklich. Vieles andere nervt mich auf dem Gerät.
Es ist halt eine Frage der Prioritäten. Und wie Du sagst, kann man da ja differenzieren je nach Anwendungsfall Musikproduktion / Büro / Surfen usw.
 
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  • #18
(1) Vermutlich wird es bei Dir auf diesen Endzustand hinauslaufen:
  • die meisten produktiven Tätigkeiten kann man heute gut unter Linux ausführen (alles Richtung Libre Office usw.)
  • ein kleiner Rest wird auch weiter auf einen Windows-Rechner mit Win-OS angewiesen bleiben
  • zumindest zeitweise wäre ein dritter Rechner mit Linux sinnvoll, etwa zum Ausprobieren ... man muss ja nicht gleich sein lauffähiges System ruinieren
Zum letzten Punkt könnten die Beelink EQ-Boxen ausreichen, im Bereich um die 500 EUR.

(2) Um Windows auf Linux zu bringen brauchst Du in jedem Fall ein lizensiertes Windows-Image ... und mit Win11 wenigstens ein Vorgaukeln der von Misosoft erwarteten Hardware. Unter Linux kenne ich wenigstens diese Möglichkeiten:
  • Wine + Windows-Programme (Deine Frage)
  • Virtuelle Maschine + Windows-Image (s.o.)
  • Dual Boot (mal Linux, mal lizensiertes Windows)
Der Wine und Bottles-Weg überzeugt mich bisher nicht ... bin wohl nicht die Zielgruppe, die das mal eben so hinkriegt. Wenn's läuft, ist es hübsch, und streut auch gerne einmal Artefakte in die Graphik ... Und für neue Programme bzw. deren Updates kann das schon mal dauern, bis das Jemand hinbekommt und unter dem Link aus #2 beschreibt.

(3) Ein dritter Rechner mit Linux für die Hauptarbeit kann zusammen mit einem der beiden dann unsupporteten Win10 Rechner neue Möglichkeiten bieten:
  • LAN Netzwerk zwischen beiden herstellen
  • Remmina u.Ä. Programme nutzen (Fernbedienung, Fernübertragung usw.)
Solange Deine CAD-Anwendungen nicht auf Internetbenutzung angewiesen sind, wäre auch das Virenproblem auf dem angeschlossenen Win-Rechner entschärft.

(4) Letzter Hinweis: Linux wird schon lange nicht mehr von freiwilligen Enthusiasten gebastelt ... da stecken heute Großunternehmen dahinter, wie etwa Canonical für Ubuntu. Siehe dazu auch "Linux is Built by Voluteers" vom IT-Journalisten Bryan Lunduke.

In weiteren Beiträgen beschreibt er auch, wie stark KI/AI mittlereweile Einzug in die unterschiedlichen Distributionen hält, mal mehr (nahezu religiös, wie er sagt), mal weniger. Das oder eins der nächsten Ubuntu-Releases wird das auch genutzt haben. Es gibt offenbar momentan generell den Trend bei Linux, jahrzehntelang bewährte Treiber ohne ersichtlichen Grund gegen AI-Erzeugtes auszutauschen ... das findet nicht Jede/r in der Linux-Gemeinde gut.

Sollte man als Hintergrundinfo haben, doer wenigstens beobachten.

Gutes Gelingen
Beitrag automatisch zusammengefügt:

Beinahe bin ich der Überlegung erlegen, Win 11 zu fahren, es sei denn, es wird mir dringlich davon abgeraten.
Die traurige Realität ist leider, dass mit Win11 und der/dem TPM jeder Rechner gläsern wird, quasi einteignet. JEDE unserer Transaktionen wird nun eineindeutig rückverfolgbar.

Rob Braxman (Win 11 secret spy chip) ist hierzu sicher nicht die verlässlichste Quelle, aber bietet immerhin Recherchepunkte ...
 
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  • #19
Ich verwende seit Jahren Ubuntu daheim.
Es gab mal mit älteren Wine Versionen Probleme bei windows plugins.
Inzwischen läuft es aber Recht zuverlässig.
Mit einem aktuellen yabridge, Wine 11 und Ubuntu 26.04 kann ich diverse Win-Plugins (EZDrummer, EZKeys, sine player für Orchester sounds, ...) problemlos verwenden.
 
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  • #20
bis ende Oktober gibt es von Microsoft noch den Support
Mit ESU endet der Support erst im Oktober 2027 (Quelle). Mit MS-Konto ist ESU kostenlos, ohne MS-Konto kostet es einmalig 30 €. Das wäre wahrscheinlich erstmal die günstigste Variante und Du gewinnst Zeit, um zu überlegen, wohin Du in Zukunft möchtest.

Ansonste gibt es eine Webseite von WINE-HQ zu AutoCAD. Derzufolge hat man mit aktuellen AutoCAD-Versionen unter WINE nicht wirklich Freude, lediglich mit deutlich älteren Versionen scheint es klappen zu können.
Für ein beruflich genutztes Produktivsystem mit einer halbwegs aktuellen AutoCAD-Version würde ich daher ganz klar von WINE/AutoCAD abraten, weil mir das Risiko, dass AutoCAD nicht stabil läuft, für den beruflichen Kontext viel zu hoch (=teuer) wäre.

Mir ist ehrlich gesagt, aus Deinen Posts auch noch nicht ganz klar geworden, wo Deine Prioritäten liegen. Deshalb gibt es auch eine recht breite Palette an Antworten.
Möchtest Du a.) weg von Windows, b.) bei Deiner gewohnten Version von AutoCAD bleiben, c.) möglichst kostengünstig weiter arbeiten können, d.) möglichst wenig Zeit für die Einarbeitung in ein neues CAD-Programm aufwenden, e.) auf Linux umsteigen, f.)…?


Beide Systeme (Laptop und Desktop) kann ich hardwaremäßig aufrüsten
Heißt das, Du könntest Deine Hardware auch Windows-11 kompatibel aufrüsten?


Beinahe bin ich der Überlegung erlegen, Win 11 zu fahren, es sei denn, es wird mir dringlich davon abgeraten.
Das kommt darauf an, wie wichtig es Dir wäre, von Winzigweich weg zu kommen, je nachdem, was Deine Prioritäten sind. :)
 
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