Umstieg von A- auf E-Gitarre: Marken, Grundformen, Größen? Komplettsets? Unterricht?

von Goodie, 07.08.19.

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  1. Goodie

    Goodie Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 07.08.19   #1
    Hallo zusammen,

    ich erbitte freundlich Infos zu E-Gitarren für ein Kind...

    Mein Sohn wird in Kürze 11 Jahre alt und spielt seit vier Jahren Akkustikgitarre. Er nimmt auch weiterhin Unterricht, möchte aber jetzt gerne auf eine E-Gitarre umsteigen. Einem Wunsch, dem wir gerne nachkommen möchten. Leider können wir seinen Gitarrenlehrer nicht mehr vor dem Geburtstag erreichen (Urlaubszeit) um ihn um Rat zu bitten. :(
    Ich benötige also ein paar Grundinformationen, mit denen ich dann in den Fachhandel gehen kann. (Kind nehme ich mit, eine Überraschung muss das nicht werden). Wenn wir so gar nicht klar kommen, muss er halt auch noch bis nach den Ferien warten, das wäre aber nicht soooo schön.

    Ich vermute, wie in allen Bereichen gibts unterschiedliche Segmente und Marken, die diese bedienen. Welche Marken / Typen bedienen den Einstiegsbereich?
    Ist die Form einer Gitarre irgendwie relevant oder fällt das nur unter Geschmack?
    Muss man beim Verstärker auf irgendwas achten (außer auf einen Kopfhörerausgang zur Schonung meiner Nerven)?
    Oder kann man einfach ein beliebiges Set kaufen weil alle ganz ok sind?
    Bei der Akkustikgitarre hat er eine 3/4 die auch gut passt. Gibt es bei n E-Gitarren auch unterschiedliche Größen und Gewichten?


    Wie gesagt: immer dran denken, dass wir über eine Gitarre für ein Kind reden. Bevor sie genial klingt sollte sie also lieber leicht zu spielen sein.
     
  2. dSmith

    dSmith Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 07.08.19   #2
    Hallo Goodie,

    ihr solltet in ein Fachgeschäft gehen und einfach verschiedene Gitarrenformen ausprobieren (im Sitzen und im Stehen mit Gurt). Die unterschiedlichen Formen haben durchaus ihre jeweilige Daseinsberechtigung neben den Geschmacksrichtungen. Auch die Hälse sind unterschiedlich dick, genauso wie es unterschiedliche Mensurlängen gibt. Eine Gitarrenform, die optisch gut findet, dann aber am Körper einfach nicht passt, bringt deinem Sohn auch nix. Ein Verstärker, der mit zu vielen Einstellungen überfordert, ist auch nur wenig hilfreich. Wenn dein Sohn schon seit 4 Jahren Gitarre spielt, kann ja mit ihm bekannten Songs selbst ausprobieren, wie er klar kommt.
    Mein Tipp wäre: Gitarrenform nach Anprobe festlegen, Farbe nach Wunsch, zwei Tonabnehmer reichen, auf Tremolohebel nach Möglichkeit verzichten. Beim Verstärker würde ich auf einen vorhandenen Kopfhöreranschluss achten, und eher ein günstiges Markengerät (z.B. Fender Champion 20, Fender Mustang I V.2 oder Marshall MG15GR) - diese Dinger wird man meist gut wieder los. Dazu noch der Kleinkram wie Kabel, Pleks, Transporttasche, Gitarrenständer, Kopfhörer.

    Wie sieht denn das finanzielle Budget aus? Das wäre eine nicht unwesentliche Grundinformation... ;)

    Grüße,

    Daniel
     
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  3. Palm Muter

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    Erstellt: 07.08.19   #3
    Hi

    Also mitnehmen musst du den Sohnemann sowieso, weil ganz egal was wir dir hier alles sagen ein simples "Aber die fühlt sich besser an als die" von deinem Sohn dann wichtiger ist.
    Schonmal alleine deswegen, weil er nach 4 Jahren Akkustikgitarre dazu ja auch eine wirklich valide Aussage treffen kann.

    Geben tut es alles, du wirst sicher auch eine 3/4 E-Gitarre finden - bei 11 Jahren, vor allem wenn er ja auch schon was kann, würde ich das auch so machen, er wird nicht viel Freude haben, wenn er feststellt, dass er auf der neuen Gitarre einiges was er schon beherrscht nicht spielen kann weil die Bünde weiter auseinander liegen als seine Finger reichen. Aber du kannst ihm natürlich wenn ihr schon mal im Shop seit eine Erwachsenengitarre in die Hand drücken und schauen, was er dazu sagt^^ Welche Marken da in Frage kommen hoff ich mal das sich hier wer meldet, der damit Erfahrung hat.

    Die Form ist relevant, aber da geht's in erster Linie um die Bespielbarkeit der höheren Bünde - wird deinem Sohn recht egal sein, wenn er schon 4 Jahre A-Gitarre gespielt hat, die sind von der Haptik unterm Strich auf jeden Fall schwerer als E-Gitarren.

    Ob sie "Leicht zu spielen" ist kann dir nur dein Sohn mit der jeweiligen Gitarre in Händen beantworten - wie dSmith ja auch schon sagte, es gibt verschiedene Halsformen, verschiedene Mensuren, usw. und nur weil Gitarre X für irgendjemanden super in der Hand liegt bedeutet das bei weitem nicht, dass das allgemein für diese Gitarre gilt.
    Eventuell auf die Potis achten (die "Drehknöpfe" direkt unter den Tonabnehmern), sowas hat eine A-Gitarre nicht, habs schon erlebt, dass jemand erst später drauf gekommen ist, dass ihn der idR. oberste Regler stört weil er dauernd dran anstößt.

    Grüße :)
     
  4. QuidProQuo

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    Erstellt: 07.08.19   #4
    Ich würde in den sauren Apfel beissen und auf die Rückkehr des Gitarrenlehrers warten - hauptsächlich aus einem Grund: Er kann am besten beurteilen, ob eine Gitarre in 3/4 Grösse oder Normalgrösse angeschafft werden sollte.

    Ich habe mal beim Versandhändler thomann geschaut und war überrascht, wie viel Auswahl bei Shortscale Gitarren es gibt. Ein normaler Gitarrenladen wird aber sicherlich wesentlich weniger Modelle vorrätig haben. LEIDER, da gerade in eurer Situation antesten wertvoll wäre. Aber, es spricht ja nichts dagegen, mal testen zu gehen. Solange ihr euren Filius darauf vorbereitet, dass es um Gucken und nicht um Kaufen geht.
    Eine Besonderheit bei E-Gitarren: Es gibt alle möglichen "Übergangsformen" zwischen 3/4 und Fullsize Gitarren, da durchaus auch Erwachsene verschiedene Mensurlängen spielen. Schon die normale Mensur gibt es in zwei Ausführungen: 648mm bei Fender Stratocaster und verwandten Modellen sowie 628 mm bei Gibson Les Paul und verwandten Modellen.

    Ein Wort zu Sets: Einsteiger-Sets sind auf den ersten Blick bequem und preiswert. Hier ist aber (wenn überhaupt) häufig nur die Gitarre von einigermassen erträglicher Qualität und der Rest ziemlicher Schrott. Von daher würde ich sowas erst nach Beurteilung der Einzelkomponenten kaufen. Ausserdem kann man durchaus auch Kombipreise verhandeln, wenn man sein "Set" aus Einzelkomponenten zusammenstellt. Wertvoll sind Sets vor allem, weil man hier eine Orientierung bekommt, was man mindestens alles an Komponenten kaufen sollte.

    Übrigens: willkommen "an Board". Und dem, was meine Vorposter gesagt haben, kann ich mich nur anschliessen. (Ausser: Marshall MG Verstärker haben wirklich keinen guten Ruf, obwohl ... besser als der typische Übungsverstärker im Set sind sie natrürlich allemal)

    Ja, bei der Fender Stratocaster. Man kann aber auch einfach den Knopf abziehen und muss dann ein wenig mehr Kraft beim Drehen aufwenden (hab ich so gemacht). Oder sich einfach dran gewöhnen
     
  5. Palm Muter

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    Erstellt: 07.08.19   #5
    Ich hab das Problem nicht, bin selber Fenderspieler ;)
    Aber eben regelmäßig andere, die meine "Hauptklampfe" ausprobieren^^
     
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  6. QuidProQuo

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    Erstellt: 07.08.19   #6
    PS: Noch ein Tip zur Verstärkerauswahl, falls das geplante Budget dafür ausreicht (kost' ca. 250 Euro):




    Vorteil: Das ist ein Verstärker, der speziell zum Üben entwickelt wurde und der schon bei Zimmerlautstärke sehr gut klingt. Klein, praktisch und auch transportabel, Batteriebetrieb möglich, Anschlüsse für Kopfhörer, Computer und MP3-Player, hat Bluetooth. Stimmgerät ist auch schon eingebaut. Die Bedienung ist einfach erlernbar, trotzdem kann man alles an Klängen rauskriegen was man jemals brauchen wird (ausser heftig exotischen Klängen). Nicht für das Zusammenspiel mit einer Band, aber ansonsten wird nicht nach einem Jahr oder so der Wunsch nach einem Upgrade entstehen. IMHO sein Geld mehr als wert.
     
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  7. nasi_goreng

    nasi_goreng Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 07.08.19   #7
    Hi,
    wurde ja schon sehr viel Gutes geschrieben, aber noch zwei kurze Anmerkungen von mir:
    1. Warten bis Lehrer wieder da ist und zum Gitarrenkauf mitnehmen
    2. Gitarre nicht rein nach funktionalen Aspekten aussuchen - sie muss vor allem auch Deinem Sohn gefallen. Er muss sie gerne in die Hand nehmen wollen.
     
  8. Uhu Stick

    Uhu Stick Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 08.08.19   #8
    Zuallererst: Es gibt keine Einstiegsgitarren! Es gibt preisgünstige Gitarren, die gerne als Einstiegsgitarre bezeichnet werden. Eine „Einstiegsgitarre" ist weder einfacher zu spielen, noch besser geeignet für den Spieler als eine „Profigitarre". Das ist alles Werbung, wenn das irgendwo drann steht.

    Preisgünstige Marken und Marken mit preisgünstigen Gitarren sind: Squier (Tochtermarke von Fender), Epiphone (Tochtermarke Gibson), Ibanez, ESP LTD, Schecter, Cort, Jackson, Harley Benton. (Die schräg gestellten markieren insbesondere die Marken, die vor allem den Rock Bereich bedienen)

    V-Formen, und sonstige extreme Formen sollte man nicht nehmen. Darüber hinaus ist es Geschmackssache. Wichtig ist, dass die Gitarre auf dem Schoß und im Stehen nicht zur Seite weg driftet.

    Röhrenverstärker immer mit einer angeschlossenen Box einschalten. Fehlt diese verringert sich die Lebenserwartung der Röhren auf 5min. Darüber hinaus eigentlich nicht. Ich würde auf nicht zu viel Leistung achten (sofern der Einsatzzweck das Üben zuhause und keine Bandproben ist). 15W sind für zuhause mehr als ausreichend. Für eine Bandprobe sage ich einfach mal sind um die 20 bis 40W ausreichend.

    Modellingamps kann man eh stufenlos bis zur völligen Stille runterregeln.

    Ich halte ja von den Billigsets (unter 300€) rein gar nix. Es hat keine Vorteile. Es ist wenn schon nur marginal günstiger, wenn man alles auf einmal kauft. Das Beiwerk (Tasche, Gurt, Kabel, Heft) kann man meistens sofort in die Tonne treten, weswegen man es besser gar nicht erst mitkauft, sondern was Vernünftiges kauft. Man Amp und Gitarre nicht einzeln aussuchen (Was nutzt einem, wenn die Gitarre geil ist, aber der Amp einem nicht gefällt).


    Gewichte auf jeden Fall. So eine Les Paul kann über 5kg wiegen. Nach unten knacken die leichtesten E-Gitarren die 3kg. Wenn er 11 ist halte ich persönlich es nicht für nötig eine 3/4 Gitarre zu kaufen. E-Gitarren haben ohnehin einen kleineren Korpus als Akustikgitarren und er ist bald in dem Alter wo eine 3/4 Gitarre ein bissl klein wird.


    Was noch nett zu wissen ist: Manche Marken bedienen mehr die Rockgitarrenschiene, andere Gitarren eher cleane Sachen wie Pop und Country. Prinzipiell kann man mit einer Gitarre die für Cleane Sounds gemacht ist auch den härtesten Metal spielen und andersrum, klingt dann aber natürlich nicht so ganz authentisch. Welche Marken eher die Rockecke hab ich ja oben schon gesagt. Woran man auch noch gehen kann ist der Tonabnehmer. Ein Humbucker in der Stegposition ist für Rock und verwandte Musikstile sehr sinnvoll, weil: a) typischer Sound und b) brummt unter Verzerrung nicht so.

    Und was auch gilt: All das was dir hier im Forum gesagt und empfohlen ist dann hinfällig, wo deinem Sohn etwas anderes besser gefällt.

    Grüße
     
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  9. Fp85

    Fp85 Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 08.08.19   #9
    Bei einem Röhrenamp sind 15 Watt für zu Hause völlig überdimensioniert. Ich habe einen 1 Watt Röhrenamp zu Hause. Ich kann zu Hause auch lauter machen als die meisten anderen, aber wenn ich die Lautstärke auch nur halb aufdrehen würde, dann würde mein Nachbar oben vom Stuhl fallen.
    Bei nem Transistoramp ist das natürlich was anderes. Der Vox Adio Air GT, der oben empfohlen wurde, hat z.B. sogar 50 Watt und den kann man gut für zu Hause benutzen. Den hatte ich auch selbst schon und der ist wirklich äusserst Variabel und klingt leise nicht schlecht.

    Bei der Gitarre würde ich ebenfalls einfach mal ins Geschäft gehen.
    Theoretisch wäre wohl eine leichte Gitarre mit 24,75" Mensur vorteilhaft, da die Finger noch im Wachstum sind und man bei dieser Mensur die Finger nicht ganz so stark spreizen muss wie bei längeren Mensuren. Ich merke den Unterschied jedenfalls recht deutlich.
    Aber das ist nur Theorie. In der Praxis muss es halt einfach vom Gefühl her passen.
     
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  10. Goodie

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    Erstellt: 08.08.19   #10
    Oh, wow, das sind ja mal tolle Antworten. Damit fühle ich mich nicht mehr so ganz blank, wenn wir in den Laden fahren.
    Vielen Dank an alle, die sich die Zeit und Energie genommen haben, mich aufzuklären.

    Der Gitarrenlehrer ist eher distanziert, außerhalb seiner Unterrichtsstunde wird der sich keine Zeit nehmen, da bin ich mir relativ sicher. Dennoch wird es wohl darauf hin laufen, schon mal etwas ins Auge zu fassen, das Setup mit dem Gitarrenlehrer zu besprechen und dann ggf. zu kaufen.

    Wenn sich alles unter 300 € eher nicht anbietet, dann wirds wohl so ne Mischung aus neu und gebraucht werden. Ne neue Gitarre und einen gebrauchten Verstärker o.ä.
     
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  11. OliverT

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    Erstellt: 08.08.19   #11
    Hallo Goodie,

    bin auch Gitarrenlehrer und dies Frage kommt natürlich immer wieder ;)

    Anbei ein Link mit ein paar Gitarren zur Auswahl die sich für Anfänger bewährt haben, nach dem Motto: günstig und gut (ST Form, da meist für alle angenehm und meist auch nicht zu schwer)
    https://www.thomann.de/de/st-modelle.html?price-first=174&price-last=199&ls=25&oa=pra&filter=true&manufacturer[]=Fender&manufacturer[]=Ibanez&manufacturer[]=Yamaha

    Das gleiche für Verstärker:
    https://www.thomann.de/de/modeling_...&manufacturer[]=Blackstar&manufacturer[]=Boss

    Damit ist er für den Anfang wirklich gut ausgestattet und dem lernen steht nichts mehr im Wege ;)

    Budget ca. € 300!

    Viele Grüße
    Oliver
     
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  12. DerZauberer

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    Erstellt: 08.08.19   #12
    Ein Tipp noch: Gebt bei einer neuen Gitarre, gerade in der Preisklasse, ein paar Euros für ein vernünftiges Set-Up aus. Einstellen von Saitenlage, Hals-Krümmung, usw. - das lohnt sich eigentlich fast immer, und auf einem gut eingestellten Instrument spielt es sich nun mal viel leichter als auf einem schlecht eingestellten. Viele neue Instrumente sind "auf Sicherheit" eingestellt so dass nix schnarrt und klappert, aber das kann man oft deutlich optimieren und hat viel mehr Freude am Instrument! Vielleicht macht das der Gitarrenlehrer als Service, sonst halt ein Profi in einem Laden.

    Zum Thema "Short Scale" habe ich eine Meinung ... und die ist, dass der Sohnemann sicherlich ab in 1-2 Jahren nicht mehr mit einer "Kindergitarre" gesehen werden will. Mit einsetzender Pubertät wird er - so er denn in dieser kritischen Phase noch Spass am Musizieren hat - auf jeden Fall ein Erwachsenen-Instrument wollen. Ich schließe mich den Empfehlungen von @OliverT an - was Strat-artiges, schlanker Hals, nicht zu wuchtig und schwer.
     
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  13. OliverT

    OliverT Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 08.08.19   #13
    In der Tat, nichts schlimmer als eine Kindergitarre ;) Dann doch lieber etwas mehr quälen müssen und die Finger bekommen schon früh das benötigte Stretching ;)
     
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  14. dSmith

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    Erstellt: 08.08.19   #14
    Es gibt ja auch "Erwachsenen"-Gitarren mit kürzerer Mensur, z.B. Fender Mustang oder Jaguar mit 810mm (https://www.thomann.de/de/fender_squier_ltd_bullet_mustang_hh_s.htm, https://www.thomann.de/de/fender_sq_cv_70s_jaguar_lrl_bk.htm), oder Epi Les Pauls mit 628mm (https://www.thomann.de/de/epiphone_les_paul_sl_vintage_sunburst.htm) - wenn man die Möglichkeit hat auszuprobieren, ob die Mensurlänge einen Unterschied macht, sollte man das auch tun. Die Saitendicke kann auch noch einen Unterschied machen, insbesondere in Kombination mit der Mensurlänge.
     
  15. QuidProQuo

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    Erstellt: 08.08.19   #15
    Ja, gibt es - und wenn du die vorigen Posts gelesen hättest, hättest du auf den Post verzichten können oder sinnvoller ergänzend antworten ... siehe zB.:

    Die angesprochenen Mustang/Jaguar haben übrigens eine 610 mm Mensur
     
  16. Goodie

    Goodie Threadersteller Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 08.08.19   #16
    Ich bin heute wie jeden Tag an der Musikschule vorbei gekommen und dort wuselte zufällig der besagte Gitarrenlehrer rum. Ich habe ihn angesprochen und er hatte auch ein paar Minuten Zeit für mich. Er riet mir auf jedenfall, für meinen Sohn noch ne kleinere Gitarre anzuschaffen. Er zeigte mir die Modelle, die er zur Verfügung hat und erklärte mir am Objekt worauf ich achten sollte. Aber irgendwie widerstrebt es mir für nur einige Monate ein wertiges Instrument zu kaufen...
    Wir kamen dann gemeinsam zu dem Punkt, dass es für ihn sinnvoll ist noch einige Monate eine kleine über die Musikschule zu mieten (10€ mtl.) und erst nach dem Wachstumsschub eine große anzuschaffen. Eine hätten sie noch in der passenden Größe im Fundus. (Fender Stratocaster) Diese Lösung finde ich ganz cool und damit ist auch mein Junior einverstanden.
    Somit gibts also nen Verstärker zum Geburtstag und mit der Gitarre sehen wir dann weiter, wenn er von oben auf mich herab schaut. (Kann so lange ja gar nicht mehr dauern, so wie der zur Zeit wächst)
     
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  17. dSmith

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    Erstellt: 08.08.19   #17
    Mea culpa, das war ein Tippfehler.
     
  18. blechgitarre

    blechgitarre Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 11.08.19 um 19:08 Uhr   #18
    gute Lösung wenn dein Sohnemann ein richtiger Gitarrist werden will wird er bald eigene (Vor)urteile über die "richtige" Klampfe entwickeln:evil:
     
  19. HD600

    HD600 Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 11.08.19 um 20:02 Uhr   #19
    ...und wenn nicht ist bei der Mietlösung auch kein Vermögen versenkt worden... :D
     
  20. QuidProQuo

    QuidProQuo Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 11.08.19 um 20:42 Uhr   #20
    Obwohl von mir der Rat stammt, auf den Rat des Gitarrenlehrers zu hören:

    Je nachdem wie lange die angepeilte Mietzeit ist, lohnt es sich vielleicht, für die Übergangszeit eine preiswerte Gitarre mit kürzerer Mensur zu kaufen. Das Geld ist ja nicht verschenkt, da so eine Gitarre als Alternativinstrument weitergenutzt oder weiterverkauft werden könnte. Die Miete hingegen ist weg, wenn das Instrument zurückgegeben wird.

    Kommt natürlich auch darauf an, wie knapp die zur Verfügung stehenden Mittel sind.
     
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