Unterschiedliche Gitarren im (Metal-)Mix verwenden

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Dieter B.
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Hallo Forum,

Ich fahre grad ne Metal Produktion mit meiner eigenen Band und da gilt: Alles muss 100% passen.
Deswegen wollen wir auch 2 verschiedene Gitarren benutzen, die in ihrem jeweiligen Aufgabenbereich die passenden Sounds liefern.

http://dl.dropbox.com/u/4477139/ScreamMomma Anfang.mp3

Eine Dean ML mit EMG HZs hört man bis 0:30, danach eine ESP M-III mit Original PUs.
Saiten sind auf beiden (sehr höhenreiche) DR Strings, .10-.60 auf Drop B.#
Eingespielt durch ein Focusrite Saffire 40, Lepou ENGL simu drauf in Lepou Cabsim mit der Standardmäßigen IR.

Die Dean hat nen sehr Dicken Bassbereich, der sich durch Palm Mutes nicht so sehr verändert.
Daher eignet sie sich vorallem für die hier gezeigte Art von offen gespielten riffs, für Akkorde und für Single Note Riffs a la Pantera(Klar, is ja ne Dean ;-))).
Die ESP bringt eher den klassischen Thrash Sound mit stark herausstechenen PMs.


Ich hab gehört, dass unterschiedliche Gitarren/Amps in größeren Rockproduktionen oftmals benutzt werden, um etwas Dynamik in den ansonsten voll an die 0db-Wand rangefahrenen Mix zu bringen.
Die Idee find ich sehr spannend.


Meine Fragen:
- Wie findet ihr die Gitarrensounds an sich?
- Ist der Unterschied zwischen den Sounds zu stark/schwach?
- Wie setze ich die Idee mit den verschiedenen Gitarrensounds gut um(ich weiß, kleine Frage, großes Thema)?

Für die eine oder andere Anregung wäre ich wirklich sehr dankbar. :)
 
Vendo
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Also ich bin mir recht sicher, dass man eher nur 1 Gitarre nimmt (z.B. für die Rhythmus Spuren), 1 Gitarristen der alle Rhythmus Spuren einspielt und je nach Bedarf 1 Amp oder 2 verschiedene (also bei 2 Spuren 1 Amp und bei 4 Spuren 2 Amps oder wenn man will halt nur einen). Opeth z.B. haben ja für die Rhythmus Gitarren ne Gibson genommen und die Leads wurden mit ner PRS eingespielt.

MfG

Edit: Habs mir auch mal angehört. Also für den Unteschied wäre mir der Aufwand gar nicht wert ne 2. Gitarre zu verwenden. Also einen wirklichen Nutzen sehe ich da jetzt nicht drinne....

Wieso nehmt ihr nicht richtige Amps, wenn schon alles 100 % passen soll?
 
Rubbl
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schwer zu beurteilen, wenn man nicht genau das selbe riff hört.
dennch klingt im moment für mich die zweite gitte besser. könnte aber am riff oder auch an meinem kopfhörer liegen.
ich würde mich aber für eine der beiden entscheiden (egal welche), weil ich der meinung bin, dass der sound dadurch ausgewogener ist. mich stört in der aufnahme der wechsel zw. den instrumenten. das klingt irgendwie "zerrissen".
 
monsy
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Seh ich auch so wies schon gesagt wurde... du sparst dir auch Arbeit damit. Ich würd nur verschiedene Klampfen für verschiedene Anwendungen nehmen... Leads, Cleans, Rhythm, Crunches. Also für Sounds wo man sowieso nen eigenen Sound erstellen muss....
 
Dieter B.
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Ich hab mich jetzt entschieden das mit den 2 Gitarren zu machen.
Mir bleibt eigentlich auch nix anderes übrig, da die beiden Gitarren an sich zu extreme Sounds haben.
Ha wohl vergessen zu erwähnen, dass die oben genannten Attribute der Gitarren der jeweils anderen abgehen.
Akkorde klingen mit der ESP untenrum sehr undefiniert und schnelle PMs mulmen mit der Dean nur so dasses kracht.
Wir ham halt recht unterschiedliche Rythmusparts, da wir alles zusammenwürfeln was uns auf dem Klo so einfällt, das war aus dem ersten Snippet natürlich nicht so ersichtlich, aber vielleicht mit nem längeren: http://dl.dropbox.com/u/4477139/ScreamMomma Anfang2.mp3

Im Endeffekt kann ich mir das mit den beiden Sounds auch ganz gut zusammenmischen, im Prechorus/Breakdown und Refrain spielen beide Gitarren.

Aber allgemein find ich das Thema ganz interessant, also kann ruhig weiter diskutiert werden. :D
*händereib*

Also ich bin mir recht sicher, dass man eher nur 1 Gitarre nimmt (z.B. für die Rhythmus Spuren), 1 Gitarristen der alle Rhythmus Spuren einspielt und je nach Bedarf 1 Amp oder 2 verschiedene (also bei 2 Spuren 1 Amp und bei 4 Spuren 2 Amps oder wenn man will halt nur einen). Opeth z.B. haben ja für die Rhythmus Gitarren ne Gibson genommen und die Leads wurden mit ner PRS eingespielt.

Naja mir gings jetzt ja eher darum für unterschiedliche Parts verschiedene Sounds zu finden, die zueinander passen. Aus Produzenten-Sicht, nicht aus Audio Engineer-Sicht.


Edit: Habs mir auch mal angehört. Also für den Unteschied wäre mir der Aufwand gar nicht wert ne 2. Gitarre zu verwenden. Also einen wirklichen Nutzen sehe ich da jetzt nicht drinne....

Wieso nehmt ihr nicht richtige Amps, wenn schon alles 100 % passen soll?

Ja gut, es geht durch den gleichen Amp, aber die unterschiedlichen, oben beschriebenen, Attribute bleiben ja erhalten.

@Amps:
Wenns mir nicht gefällt, kann ichs immer noch reampen(Oder gleich zu Lasse schicken:D ). Da entscheidet das Ohr...

schwer zu beurteilen, wenn man nicht genau das selbe riff hört.
dennch klingt im moment für mich die zweite gitte besser. könnte aber am riff oder auch an meinem kopfhörer liegen.
ich würde mich aber für eine der beiden entscheiden (egal welche), weil ich der meinung bin, dass der sound dadurch ausgewogener ist. mich stört in der aufnahme der wechsel zw. den instrumenten. das klingt irgendwie "zerrissen".

Ja der Wechsel hat mich auch gestört. Deswegen lasse ich die Gitarren bei dem Wechsel jetzt ineinanderfaden. Aber grundsätzlich is das durch das Arrangement bedingt, an der Stelle setzen die Vocals ein und man wird durch nen 7bpm großen Temposprung etwas in den teil "reingekickt".

Seh ich auch so wies schon gesagt wurde... du sparst dir auch Arbeit damit. Ich würd nur verschiedene Klampfen für verschiedene Anwendungen nehmen... Leads, Cleans, Rhythm, Crunches. Also für Sounds wo man sowieso nen eigenen Sound erstellen muss....

Zeitersparnis is nu ja keine, da ich ja eh konstant beide Gitten benutzen müsste, wenn ich nen einheitliche Sound wollte, da sie einzeln zu extrem sind.
Ich kann mir auch irgendwie garnicht vorstellen, wie eine Gitarre das alles leisten soll.
 
Vendo
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Wenn ich mir das so durchlese und die von dir angesprochenen Attribute betrachte, würde ich mir eher Gedanken über die Gitarren an sich machen und nicht über sonne Spielereien, wie du sie jetzt vor hast. Ich mein: Akkorde klingen mit der ESP undefiniert? Wie wärs mit neuen Pickups oder anderem Amp? Dean mulmt bei PM? Same as before.....

Zum Thema verschiedene Sounds: Wie wärs einfach mal mit einem konstant guten Sound?
 
Dieter B.
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Ich glaub du verstehst mich immer noch nicht, diese schwarz/weiß denke bringt einen nicht weiter in Richtung konstant guten Gitarrensound für verschiedene Rythmusparts. Das sind auch keine Spielereien, sondern, wie gesagt, Gang und Gäbe im Rock bereich.

Ich erklärs mal anhand der Beispiele der Gitarren:
Die ESP klingt bei Akkorden untenrum undefiniert, d.h. die Töne kommen nicht so gut durch. Damit scheidet sie für viele Anwendungsgebiete, wie z.B. Nu-Metal-Akkordrumgeschiebe, aus. Andererseits ist das genau die Grundeigenschaft, die man für Thrash Riffs braucht, mit etwas aufgeblasenerem Amp gibts nen super Sound für Hardcore Riffs. Und thrash riffs auf Drop B definiert in die DAW zu kriegen, is doch schonmal ne heiße Sache. ;)

Die Dean mulmt bei PMs. Gut, dann spielt man damit lieber keine schnellen Sachen. Br00tal Breakdowns klingen mit dieser Axt wiederum sehr fett, da hat der Bass ne richtig schöne Fahne, ohne am Anfang zu laut zu sein und den Amp damit zum kollabieren zu bringen.

Und den von dir angesprochenen kompromiss-Sound kriege ich, wenn ich beide gitarren Mische.
Die Rythmusparts, die ich hier angesprochen hab und noch viel mehr verbauen wir halt auch in unseren Songs.
Von daher erscheints mir mittlerweile ein Glücksfall, dass ich das wohl alles mit 2 Gitarren abgedeckt kriege. :great:

@Amps:
Für so tiefe Tunings braucht man mMn Amps, die offen klingen und daher die Charakteristik der jeweils angeschlossenen Gitarre nicht so sehr beeinflussen.
Das trifft eigentlich afaik auch auf fast alle teuren High Gain Amps außer den typischen Marshalls und deren Soundkopieen zu(Das ist mal wieder NICHT wertend gemeint).
In sofern ist es für mich in diesem Fall nicht logisch, unterschiede im Bassbereich mit nem Amp auszugleichen.
 
monsy
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Ich muss an der Stelle auch sagen, dass ich alle ESPs und LTDs die ich bisher in der Hand gehalten hab, für nen Haufen Sperrmüll halte.

Allgemein mal am Rande: Ich krieg mit EMGs auch wirklich nen Anfall, da in meinen Augen richtig geile Zerrsounds auch erst dadurch entstehen, dass der Sound relativ unverzerrt ist und man entsprechend geil zockt. Da sind die EMGs der natürliche Feind dessen...
War neulich mit nem Kollegen von mir Klampfen anchecken weil er sich ne Telecaster holen wollte. Hab die auch mal (American Standard) an nen Engl Blackmore gepackt... Gain rein (scho highgain, aber am unteren Limit) und hab mal härteren Scheiß gezockt. Mein Gott! Das war jenseits von gut und böse... richtig richtig geil.
Wir haben auch noch Paulas gezockt. Auch mal ESP kontra Gibson... 125:0 für Gibson.. obwohl ich auch Gibsonklampfen nich mag.

Ich bin letzendlich aber auch der Ansicht, dass man sich um eine Klampfe bemühen sollte, die den eigenen Ansprüchen genügt. Wir waren so lange im Musik laden, dass ich aus Langeweile alle möglichen Klampfen durchgecheckt hab und da is mir wieder aufgefallen wie unmenschlich schlecht viele (auch teure) Gitarren sind...

Letzendlich lassen sich aber doch auch die Nachteile der Klampfen im Mix kompensieren, wobei ich auch der Ansicht bin, dass im Mix andere Faktoren wichtiger sind, als die Tightness oder Untightness im Bassbereich der Gitarre... z.B. dass die Gitarren gute Mitten hat und nich zu stumpf klingt. Im Bassbereich ist es viel entscheidender wie Kick und Bass klingen und vor allen Dingen dass alles tight zusammenspielt. Da funktionieren auch Gitarren gut mit nem Lowcut bei 140 Hz, wenn der Rest sich entsprechend einfügt...
Keep it simple dude!

Schönes Wochenende :)
 

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