wenn Du „so manche“ und „streckenweise“ näher ausführst.
So, jetzt mal kurz dazu. Allerdings alles auf dem GP-50 basierend. Das Teil bietet u.a.:
- Quasi MIDI-Vollbedienung. Man kann das über "traditionelle" MIDI-Kabel, über USB oder per BT mit MIDI beschicken. Zudem hat es sogar noch einen MIDI-Through.
Ferner kann man alle wichtigen Parameter per MIDI fernsteuern.
Das alleine ist fast schon sensationell und ich kenne tatsächlich nicht ein anderes Gerät, welches das so beherrscht - und in der Preisklasse natürlich sowieso nicht.
- Exzellente Bedienbarkeit sowohl direkt am Gerät, noch mehr aber über die per BT angebundene App. Das ist alles selbsterklärend und sehr einfach zu bedienen.
- Sehr gut konfigurierbare Fußtaster. So kann man bspw. den internen Fußtastern bis zu 3 on/off Funktionen zuweisen. Ich habe mir damit in Windeseile einen Patch gebaut, der mich als Havarie-Lösung durch so gut wie jeden Gig bringen würde, ein Schalter macht 'nen Zerrer an, der andere einen Pre-Boost. einen Post-EQ und ein Delay. Damit habe ich zwei Grundsounds (clean bzw. leicht angezerrt und verzerrt) plus Lead-Variation. In so einer Konstellation könnte man dann bspw. einen externen Doppeltaster zum Aufrufen des Tuners oder für Tap Tempo einsetzen. Oder für Patch +/-.
- Soundseitig sind die "echten" (also immer im Gerät verfügbaren) Amp-Modelle nicht wirklich großartig, aber man kann einige (so etwa den Bassman oder den 800er) durchaus gut gebrauchen. Aber in erster Linie wird man wohl NAM-Captures laden. Was auch sehr einfach funktioniert.
Allerdings...
Kann das GP5 native NAM-Profile laden oder werden die umgesetzt in ein Valetonformat?
Die werden in sog. "Snaptones" umgewandelt. Da gibt es durchaus ein paar klangliche Veränderungen, allerdings scheinen die ziemlich klein zu sein.
Ich konnte, da auf Weihnachtsrundreise, noch keine wirklichen 1:1 Tests machen, aber die Sounds, die ich bisher reingeladen habe, sind sehr brauchbar (kann gerne das ein oder andere Schnipselchen posten).
- Akkubetrieb. Finde ich tatsächlich grandios. Einfach Gitarre rein, KH rein, Handy per BT verbinden und zu was auch immer rumgejammt.
Gibt auch andere Geräte, die das können, aber die mir bekannten klingen nicht so gut oder sind Fehlkonstruktionen (wie etwa leider das Tonex Plug von IK).
- Eingebautes Audiointerface. Aktuell hat das leider zumindest unter macOS mit einem verheerenden Recording-Versatz zu kämpfen (kann man aber bspw. in Logic global kompensieren), ich habe aber auf FB schon Rückmeldung erhalten, man werde sich darum kümmern. Mal sehen.
Auf der Habenseite steht aber, dass man auch auswählen kann, zusätzlich zum (dann allerdings mono zusammengemischten) intern bearbeiteten Signal auch noch das DI-Signal aufzunehmen, welches man dann per Plugin oder auch analog re-ampen könnte. Ziemlich geile Lösung.
So, das soll es jetzt erst einmal gewesen sein - für ein €119 Gerät ist das Teil mMn so oder so absolut unschlagbar.