verarbeitung von birkenmultiplex?

von black drag0n, 05.11.08.

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  1. black drag0n

    black drag0n Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 05.11.08   #1
    Hallo,
    tut mir echt leid, dass ich so eine dumme Frage stellen muss (is mir auch peinlich :o ), allerdings habe ich keine Ahnung von Holzverarbeitung im Allgemeinen.
    Nun zu meinem problem:
    habe Birkemultiplex Platten 15 mm dick.
    Aus denen würde ich gerne sowas ähnliches wie ein Ampcase bauen.
    Es soll quasi eine Kiste ohne Boden, oder ein Case ohne Rückwand werden (ich hoffe ihr wisst was ich meine).Deshalb habe ich 2 Platten 25cm x 29cm und zwei 74cm x 29 cm.
    Da soll ein kleiner Amp rein (ne transe die nicht so warm macht) und oben drauf soll allerdings ein schwererer (wasn wort :screwy: ) Röhrenamp (ca 20 kg).
    Hab im Baumarkt gefragt wie dick das dann sein muss (hab für 30 kg gefragt) und mir wurden 15 mm empfohlen.

    Wenn da jetzt nich mein kostbarer Amp :D draufsollte, würde ichs einfach zusammenschrauben ohne vorher zu fragen, aber so möchte ich sicher gehen, dass da nichts schief geht.
    Also meine Fragen im Kurzformat:

    1.Reichen 15mm Birkemultiplex um das zu tragen?
    2.Kann ich da einfach Schrauben reinjagen und es hält?
    3.Muss ich irgendwas (außer bisschen glätten an den kanten) mit der Oberfläche machen?

    Hoffentlich bin ich hier im richtigen Thema :confused:

    danke schonmal im vorraus

    Pete
     
  2. Arky

    Arky Gesperrter Benutzer

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    Erstellt: 05.11.08   #2
    Hallo,
    groß Einzelheiten kann ich Dir mangels Erfahrung jetzt keine mitteilen, aber die empfohlenen 15 mm reichen für einen Elephanten - totaler Overkill. Typischerweise werden die meisten Amp-Cases schon ab 7-8 mm hergestellt. Klar kann es etwas dicker sein, aber 12 mm wären absolut ausreichend. So wird's halt noch stabiler, aber entsprechend schwerer.

    Die Konstruktion würde auch mit Schrauben halten, aber wenn das Röhren-Top oben draufkommt, wäre es nicht schlecht, die Deckplatte über die Seitenteile ragen zu lassen. Dann hebt das Ganze ja fast von alleine. Ein paar Flightcase-Winkel, die mit Blindnieten befestigt werden, wäre die typischere Herstellungsweise. Zur Oberflächenbehandlung: Gerade im Casebau werden ja gerne Siebdruckplatte verwendet, die auch ohne alles (bzw. nur mit Winkeln versehen) schon ganz OK ausschauen.
     
  3. ElRodeo

    ElRodeo Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 05.11.08   #3
    Bei der Boxenkonstuktion würde ich darauf achten das die Oberplatte auf den Seiten aufliegt und nicht dazwischen. Am besten auch noch die Ecken von innen mit eingeleimten Holzleisten verstärken. Die Multiplexplatten müssen vorgebohrt werden und die Löcher mit einem Senker aufgerieben, damit die Schraubenköpfe nicht vorstehen bzw. das Holz nicht aufplatzt. Eine Rückwand würde ich aus Stabilitätzsgründen nicht komplett fehlen lassen, aber ein 20 - 30 cm breiter Streifen sollte reichen. Zum Befestigen am besten innen Holzleisten anleimen/schrauben und entsprechend der Rückwandstärke versetzt befestigen.
     
  4. black drag0n

    black drag0n Threadersteller Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 06.11.08   #4
    Hm, das mit dem Überstehenlassen ist stabilitätsmäßig schon klar im Vorteil, allerdings siehts (finde ich) recht seltsam aus, deshalb würde ich das lieber bündig machen.

    @elrodeo sorry aber was meintest du mit
    Ich deute das jetzt mal so:
    Die großen (waagerechten) Platten sollen auf den kleinen (senkrechten) aufliegen?
    So wars jedenfalls von mir gedacht, bei der anderen Variante, wär die Belastung auf den Verbindungen ja viel zu groß.

    Also Rückwand is schwer (weil da so viele Anschlüsse sind), aber vllt helfen ja auch schon ein paar "Säulen" a 1,5x 25 cm, die hinten in regelmäßigen Abständen eingesetzt werden?

    Naja und zum Bohren nochmal, also es muss unbedingt vorgebort werden?
    Die Schrauben sollen ja senkrecht in die kleinen Platten, quasi so:

    74cm
    ______________!_
    |_____________| 25cm (tiefe 29cm)

    Das Ausrufezeichen ist die Schraube wie ich sie einbohren will, der Rest soll die box darstellen :D (auch unten sollen die senkrechten Platten auf der waagerechten stehen) .
    Würde dann an jeder Seite 5 Schrauben da reinbohren, denke das reicht?
    Kann mir aber schlecht vorstellen, dass bei dieser Situation das Holz aufplatzt wen ich die Schraube direkt reinbohre, da ich aber keine Ahnung hab, lasse ich mich gerne belehren.

    Pete
     
  5. LoneLobo

    LoneLobo Mod Emeritus Ex-Moderator HCA

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    Erstellt: 06.11.08   #5
    Ich hab mein doppelstöckiges Effektboard mit 7-12 mm Birkensperrholz gebaut - Auf dem Teil kann ich Polka tanzen ;)

    Die 15mm langen lockerst, keine Sorge.
     
  6. black drag0n

    black drag0n Threadersteller Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 06.11.08   #6
    alles klar dankeschön.
    werd mich dann jetzt mal an die arbeit machen.

    pete
     
  7. Fishslaughter

    Fishslaughter Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 30.01.09   #7
    Wo bitte findet man eignetlich die Birkensperrholzplatten in 7 mm? Viele Alu Schienen etc. haben genau den Durchmesser, aber bei den Angeboten im Internet gibts immer nur dünner oder dickere Platten... und unser Toom Baumarkt is echt nich gut sortiert...
     
  8. Bierschinken

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    Erstellt: 30.01.09   #8
    Hallo,

    7mm ist ein ungewöhnliches Maß.
    Normalerweise gibt´s diese Platten in 3mm Schritten, d.h. 6-9-12-15mm

    Im übrigen finde ich für ein Case 15mm schon sehr heftig, da ist das Case ja fast schwerer als der Amp.

    Wenn man das, mangels möglichkeiten, nicht verzapft und leimt gehts auch mit Spaxen.
    Da würde ich aber jedes Loch mit 2mm anbohren, damit es keine Risse im Material gibt.

    Grüße,
    Schinkn
     
  9. Fishslaughter

    Fishslaughter Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 30.01.09   #9
  10. skaguitar

    skaguitar Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 30.01.09   #10
    die nieten brauchst du, um von dir gepostete Profile mit dem Holz zu verbinden.
     
  11. Fishslaughter

    Fishslaughter Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 30.01.09   #11
    ok das teil sieht ja so aus:
    [​IMG]

    Aber steht dann nich der Kopf der Niete hervor?
     
  12. Hans_3

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    Erstellt: 30.01.09   #12
    Oben: Vorher
    Unten: Nachher

    [​IMG]

    Der Stift (grau) wird mit einer Nietzange herausgepresst. Dabei zieht sein Endstück das Material (blau) mit hoher Kraft zusammen. Zugleich bricht der Stift dann innerhalb der Niete an einer Sollbruchstelle.
     
  13. pico

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    Erstellt: 31.01.09   #13
    ... und das verbliebene Stück des Stiftes sollte man auch gleich rauspopeln :D - irgendwann fällt das ohnehin raus. So kleine Metallteile und Elektronik entwickeln dann gerne ganz 'besondere' Effekte.
     
  14. Hans_3

    Hans_3 High Competence Award HCA

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    Erstellt: 31.01.09   #14
    Da gibt's nichts rauszupopeln (das ist auch nicht Sinn dieser Verbindungstechnik), wenn man die im Verhältnis zur Materialdicke richtige Nietenlänge nimmt, und vernünftig mit der Nietzange umgehen kann. Allerdings kann eine Konrolle nicht Schaden, wenn man Gehäuse baut, die anschließend nicht geschäumt werden. Viel wichtiger ist die Entspanung und das gründliche Ausblasen mit Pressluft.
     
  15. pico

    pico HCA-Recording Ex-Moderator HCA

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    Erstellt: 31.01.09   #15
    hast ja Recht Hans_3, aber wie immer Theorie und Praxis sind halt nicht immer identisch ;)
    Habe auch schon bei gekauften Produkten damit schlechte Erfahrungen gemacht.
     
  16. Fishslaughter

    Fishslaughter Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 02.02.09   #16
    Cool danke für die Erklärung, mein alter Herr hatte mir gestern versucht das Prinzip von Nieten zu erklären, aber durch die Grafik isses jetz vollends klar geworden, thx ^^
     
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