Warum aktive Pickups (für eine Metal-Produktion mit Amp-Sim)?

  • Ersteller Michael Scratch
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Bevor ich nun in den Laden renne und eine Metal-Gitarre mit aktiven Pickups kaufe (G.A.S.: Schecter Damien oder Demon, ESP LTD EC-1000 o.ä.) mal blöd gefragt: Warum aktive Pickups? Ich kann die Amp-Sim doch auch "heißer" anfahren, indem ich den Gain am Preamp höher stelle, oder nicht?
Hier also nochmal gefragt: Wozu eine Metal-Gitarre und wozu aktive Pickups in diesem Setting?

Ich glaube, ein Vorteil von aktiven Pickups ist, daß sie nicht matschen. Das hat mit ihrem Frequenzgang zu tun; aktive Pickups klingen unten herum (im Bass- und Tiefmittenbereich) etwas "entschlackter", der Sound wirkt "aufgeräumter". Gerade wenn man einen Sound mit viel Gain und Kompression fährt, ist diese Eigenschaft förderlich für einen präzisen, definierten Sound.
Selbstverständlich kann man auch mit passiven Pickups einen guten Metal-Sound hinkriegen.


Mich würd interessieren was wohl Mark Knopfer, David Gilmore oder Steve Lukather zu dieser Diskussion sagen würde;)

Mark Knopfler und David Gilmour (!) spielen nur live ihre aktiven EMGs, weil sie keinen Bock auf Brummen durch Einstreuungen haben; im Studio spielen sie passive Pickups.

Steve Lukather spielte über drei Jahrzehnte EMGs und selbstverständlich auch Gitarren mit passiven Pickups. In Interviews hat er öfter mal öfter mal erwähnt, daß er zwar für Aufnahmen hauptsächlich seine Music Man Gitarren mit EMGs verwendet, aber auch gerne mal eine alte Strat oder seine originale 1959er Les Paul benutzt.
Letztendlich ist er doch wieder bei passiven Pickups gelandet :cool:





Viele Grüße,
Bowhunter
 
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Und David Gilmor hat im Studio viele Soli mit Telecaster gespielt.
 
Oli von Session Music sagte mal in einem seiner Videos dass eine 59’er Les Paul die “ultimative Metalmaschine” sei. Nicht lange danach betrat Kirk Hammet die Bühne mit seiner Greeny…
Nur so nebenbei…
 
Und weil der Olli das gesagt hat, spielt Kirk jetzt seine teure Greeny ab und an mal live auf der Bühne oder wie darf ich das verstehen?

Nee, war nur Spaß. Kirk spielt hauptsächlich seine EMGs, wie James damals den 81er in der Bridge. Dass er ab und an die Greeny auspackt, ist der Historie der Gitarre geschuldet und dem Respekt der Personen, die vor ihm die Gitarre gespielt haben. Ich würde jetzt nicht soweit gehen und sie als seine Hauptgitarre zu bezeichnen.

Man kann mit jeder Gitarre Metal-Riffs schrubben. Wer einen harten, präzisen Anschlag hat könnte das wahrscheinlich auch mit Alnico 2 PUs machen. Und heutige moderne Metalamps sind so tight und haben soviel Gain und Kompression, dass es gar nicht mehr so sehr darauf ankommt, ob da jetzt spezielle auf Metal getrimmte PUs genutzt werden (aktiv oder passiv).

... kommt halt auch immer auf die Richtung an, ob es unbedingt so tight klingen muss.

Würd mich eher mal interessieren, wie das Recording nun ausgefallen ist. Hat alles mit der Gitarre soweit zufriedenstellend geklappt und welche PUs waren jetzt im Einsatz gewesen?
 
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Ich produziere gerade einen Metal-Song. Ein befreundeter Gitarrist hat mir geraten, Gitarren mit einem aktiven Pickup zu verwenden (mehr Output).

Ich würde ausschließlich auf persönliche Präferenz gehen, was den Klang angeht. Wenn Du keinen Röhren Pre hast, den du boosten willst (wofür der PU alleine wahrscheinlich eh nicht ausreichen würde), ist der Input Gain imho nebensächlich, solange der PU korrekt verlötet ist und nicht rauscht (was aber auch gewollt sein kann).
 
Würd mich eher mal interessieren, wie das Recording nun ausgefallen ist. Hat alles mit der Gitarre soweit zufriedenstellend geklappt und welche PUs waren jetzt im Einsatz gewesen?
Ich habe das Wochenende mit Mischen des Songs verbracht. Jetzt er nur noch gemastert werden. Außerdem schneide ich gerade noch ein Video dazu.

Wenn ich fertig bin und "Das Gewicht des Windes" wie immer im Forum an geeigneter Stelle vorstelle, kann ich ja hier einen Link dahin setzen. Da schreibe ich dann auch gerne dazu, welche Gitarren ich verwendet habe.
Oder Du abonierst gleich meinen YT-Kanal, dann wirst Du auch benachrichtigt ... ;) :)
 
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Ach so, Kirk ist der Maßstab??? Ich blicke es nicht ganz.
 
Nee, Olli ist der Maßstab, Kirk nur sein Apostel.
 
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Bevor ich näheres Verrate, dürft Ihr mal raten: Welche der 3 Gitarren hatten aktive Pickups und welche nicht? Oder alle aktiv? Oder alle passiv? Wer das raushört, der kriegt Das Goldene Ohr von mir verliehen!
 
Dem Hörer ist der PU und der Sound sogar relativ egal. Man nimmt den, den man hört. Und wenn der passt, ist es gut. Der Macher hingegen sitzt im Optionen-Koma und klickt sich nächte lang durch IRs. Ich habe das lange aufgegeben und habe seit locker 3 Jahren immer den gleichen Rhythmsound ausm Kemper.
 
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Man nimmt den, den man hört. Und wenn der passt, ist es gut.
Und wenn der nicht passt ist es nicht gut. ;)


Der Macher hingegen sitzt im Optionen-Koma und klickt sich nächte lang durch IRs. Ich habe das lange aufgegeben und habe seit locker 3 Jahren immer den gleichen Rhythmsound ausm Kemper.
Nächtelang klicke ich mich da nicht durch, auch nicht stundenlang. Aber ein paar Minuten schon, denn ich will ja einen Sound, der zum Song passt. Und es ist eben doch ein gewaltiger Unterschied, ob ich einen Metal-Song mit einem Friedman, einem Mesa Boogie Rectifier und einem Orange fahre (wie im Falle von "Das Gewicht des Windes") oder einen Fender ohne Tretmine davor wähle.
 
... ob ich einen Metal-Song mit einem Friedman, einem Mesa Boogie Rectifier und einem Orange fahre (wie im Falle von "Das Gewicht des Windes") oder einen Fender ohne Tretmine davor wähle.
*Hust*.... ich möcht mich ja nicht schon wieder unbeliebt machen, nur soviel: Metal ist ein Genre, dass man nicht einfach so anzieht, wie Tennissocken. Sagen wir mal so, es ist ein Song mir verzerrter Gitarre.... ;)
 
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Metal ist ein Genre, dass man nicht einfach so anzieht, wie Tennissocken. Sagen wir mal so, es ist ein Song mir verzerrter Gitarre....
Genau.
gerade weil der TE im ersten post ja schreibt:
Ich habe den Eindruck, dass beide am Steg-Pickup eigentlich ganz geile Metal-Sounds liefern
wenn dann irgendein Hansdackel meint, man braucht Gitarre X oder Tonabnehmer Y, dann ist das eher dessen Problem.
 
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Die Amps bzw. Amp-Sims machen da jedoch schon einen gewaltigen Unterschied. Egal ob aktiv oder passiv Pickup.
Ich habe da Friedman, Mesa Recitfier und Orange gewählt. Das klingt schon sehr fett im Vergleich zu manch anderem.
 
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