Ich denke, meine In-Ear-Lautstärke ist wesentlich niedriger, als es vorher im Übungsraum war, als wir noch über die Amps/Gesangsanlage gespielt haben. Obwohl ich da schon mit Gehörschutz gespielt habe, ging ich wesentlich gestresster nachhause wie jetzt.
Aber wir haben auch einen Schlagzeuger, der nicht wie ein Berserker reinhaut.
Unser Übungsraum ist ein Proberaum und ich möchte Rockmusik machen, nur die Drums in den Proben im Raum zu hören und über IEM zu spielen, ist gerade bei Proben für mich ein absoluter Albtraum - da würde ich auf Dauer gestresst nach Hause gehen. So unterschiedlich können Bands bzw. Musiker sein.
Das ist tatsächlich ein Problem. Unser Drummer haut mit Stöpseln im Ohr auch stärker rein. Aber alle anderen haben ja auch Stöpsel drin…
Ja, es ist ja eine alberne Diskussion: Drums sind laut und alles drum herum soll leise sein, damit das Ganze genauer und besser gemixt werden kann. Davon halte ich wenig. Auch wenn es durchaus funktioniert, macht es mir persönlich keinen Spaß, weil man aus meiner Sicht einfach nicht mehr wirklich zusammen musiziert.
ich auch
nö, glaube ich nicht
wir sind immer noch eine starke Truppe
Dann sind wir mindestens schon drei, vermtlich eher mehr. Der Standard bei unserer Musik ist immer noch die laute Stage, selbst wenn einige Bands oder einzelne Musiker IEM nutzen.
Mich hinter Glas setzen zu lassen, nur damit irgendein Techniker live perfekte Kanaltrennung bekommt oder Mitmusiker mich nach Bedarf aus Ihrem Bühnensound eliminieren können, verhindert für mich ziemlich effektiv das Gefühl, mit anderen ZUSAMMEN Musik zu machen.
Jepp. Einer der Hauptgründe warum ich mich immer für Amp+Box auf der Bühne entscheiden würde und warum mein Amp so laut gedreht wird wie der Drummer spielt. Genau das macht einen Gig für uns aus.
Meiner Meinung nach macht es genau dann keinen Unterschied, wenn sich alle Musiker sowie der FOH diszipliniert und professionell verhalten, das ist aber selbst bei (Semi)Profis nicht immer der Fall
Was kein Gig braucht ist ein Mischer der sich zu wichtig nimmt. Die schlechtesten Ergebnisse haben irgendwie immer die "ambitioniertesten" Tonmenschen geliefert - da wo am meisten gefummelt wurde, gab es hinterher trotzdem das meiste Gejammer und eher durchwachsenes Feedback vom Publikum. Da wo wir uns selbst um den Mix kümmern (mussten) war das Feedback kein bisschen schlechter und wir hatten einen nahezu perfekten Sound auf der Bühne. Ist einfach bitter, wenn man sich 15 Songs kaum hört, um dann vom Publikum zu erfahren, dass der Sound bei unserem letzten Gig (wo wir selbst mischen mussten) besser war... Sicherlich nicht der Regelfall, aber es kam bei uns tatsächlich vor.
Wir fahren seit vielen Jahren mit der Hochzeitsband, mit einer Kirchenband sowie mit einer Musical-Band den Ansatz "Silent Stage" und das hat sich extrem bewährt. Beim InEar-Check ist es für viele im Publikum immer eine witzige Situation, wenn alle mit vollem Einsatz spielen und man von außen nur die Stimmen, A-Gitarre und das Klappern vom E-Drum hört
Silent Stage wäre mein Albtraum. Da flattert doch kein Beinkleid auf der Bühne und man spürt 0 bewegte Luft. Für mich ist das nichts.
Ich brauche die Rückmeldung (auch körperlich) von einen Amp bzw. Box neben mir.
Ja voll, das gehört für mich untrennbar dazu. Je mehr ein Gig soundtechnisch einer Probe ähnelt, desto besser!