Warum Silent Stage ?

So viel weniger wird die Schlepperei nicht, wenn man das IEM-Rack, eigene Mikros und Subcores/Kabel etc. mit berücksichtigt.
Das finde ich tatsächlich schon, wenn man bedenkt, dass wir zwar ein Funkrack tragen müssen, dafür aber die Mikrofonverkabelung für die Gesangsmikros und Monitoring entfällt, außerdem ansonsten 3-5 Monitorboxen geschleppt werden müssten. Kemper ist zB. auch wesentlich schneller/einfacher verkabelt/gesoundcheckt, als zB ein Amp transportiert und mikrofoniert ist.
Das komplette Funkrack ist in unserem Fall mit einem 230V-Stecker und einem 0,5 m Netzwerkkabel bereits komplett fertig verkabelt, d.h. bis zu vier Gesangsmikros, 6 IEM-Strecken, und der Talkback vom/zum Mischer sind dann bereits betriebsbereit.

Was tatsächlich gegenüber dem klassischen Ansatz dazukommt: Talkback für Drummer und Band (2 Mikros).
 
wenn ich zum einen Rockkonzert gehe erwarte ich Amps und Boxen auf der Bühne die auch benutzt werden
und es darf auch laut sein
 
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Ich denke, meine In-Ear-Lautstärke ist wesentlich niedriger, als es vorher im Übungsraum war, als wir noch über die Amps/Gesangsanlage gespielt haben. Obwohl ich da schon mit Gehörschutz gespielt habe, ging ich wesentlich gestresster nachhause wie jetzt.
Aber wir haben auch einen Schlagzeuger, der nicht wie ein Berserker reinhaut.
Unser Übungsraum ist ein Proberaum und ich möchte Rockmusik machen, nur die Drums in den Proben im Raum zu hören und über IEM zu spielen, ist gerade bei Proben für mich ein absoluter Albtraum - da würde ich auf Dauer gestresst nach Hause gehen. So unterschiedlich können Bands bzw. Musiker sein.
Das ist tatsächlich ein Problem. Unser Drummer haut mit Stöpseln im Ohr auch stärker rein. Aber alle anderen haben ja auch Stöpsel drin…
Ja, es ist ja eine alberne Diskussion: Drums sind laut und alles drum herum soll leise sein, damit das Ganze genauer und besser gemixt werden kann. Davon halte ich wenig. Auch wenn es durchaus funktioniert, macht es mir persönlich keinen Spaß, weil man aus meiner Sicht einfach nicht mehr wirklich zusammen musiziert.
ich auch :great:

nö, glaube ich nicht
wir sind immer noch eine starke Truppe ;)
Dann sind wir mindestens schon drei, vermtlich eher mehr. Der Standard bei unserer Musik ist immer noch die laute Stage, selbst wenn einige Bands oder einzelne Musiker IEM nutzen.
Mich hinter Glas setzen zu lassen, nur damit irgendein Techniker live perfekte Kanaltrennung bekommt oder Mitmusiker mich nach Bedarf aus Ihrem Bühnensound eliminieren können, verhindert für mich ziemlich effektiv das Gefühl, mit anderen ZUSAMMEN Musik zu machen.
Jepp. Einer der Hauptgründe warum ich mich immer für Amp+Box auf der Bühne entscheiden würde und warum mein Amp so laut gedreht wird wie der Drummer spielt. Genau das macht einen Gig für uns aus.
Meiner Meinung nach macht es genau dann keinen Unterschied, wenn sich alle Musiker sowie der FOH diszipliniert und professionell verhalten, das ist aber selbst bei (Semi)Profis nicht immer der Fall 😉
Was kein Gig braucht ist ein Mischer der sich zu wichtig nimmt. Die schlechtesten Ergebnisse haben irgendwie immer die "ambitioniertesten" Tonmenschen geliefert - da wo am meisten gefummelt wurde, gab es hinterher trotzdem das meiste Gejammer und eher durchwachsenes Feedback vom Publikum. Da wo wir uns selbst um den Mix kümmern (mussten) war das Feedback kein bisschen schlechter und wir hatten einen nahezu perfekten Sound auf der Bühne. Ist einfach bitter, wenn man sich 15 Songs kaum hört, um dann vom Publikum zu erfahren, dass der Sound bei unserem letzten Gig (wo wir selbst mischen mussten) besser war... Sicherlich nicht der Regelfall, aber es kam bei uns tatsächlich vor.
Wir fahren seit vielen Jahren mit der Hochzeitsband, mit einer Kirchenband sowie mit einer Musical-Band den Ansatz "Silent Stage" und das hat sich extrem bewährt. Beim InEar-Check ist es für viele im Publikum immer eine witzige Situation, wenn alle mit vollem Einsatz spielen und man von außen nur die Stimmen, A-Gitarre und das Klappern vom E-Drum hört 🤣
Silent Stage wäre mein Albtraum. Da flattert doch kein Beinkleid auf der Bühne und man spürt 0 bewegte Luft. Für mich ist das nichts.
Ich brauche die Rückmeldung (auch körperlich) von einen Amp bzw. Box neben mir.
Ja voll, das gehört für mich untrennbar dazu. Je mehr ein Gig soundtechnisch einer Probe ähnelt, desto besser!
 
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@tintin1a
Danke. Aus meiner Seele geschrieben. So muss Musik.... :m_git1: :m_git2:
Kekse gesendet. :hi5:
 
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Ich frag mich, wie laut ihr dreht, damit es flattert? Ich stand mal virceinem jcm800 inkl 412 und da flatterte nichts :D

Pro silent stage! Ich mag es, höre alles besser und sowieso…! :whistle:
 
Moin,
Zeiten ändern sich, die Beatles haben aufgehört live zu spielen, als das Publikum die Band auf der Bühne übertönt hat. Wäre mit InEar nicht passiert...
In meiner Wahrnehmung seit 35 Jahren auf der Amateurbühne, waren 100W Stacks eher selten anzutreffen. Viel öfter waren Combos mit 30-50W, auch mal 100W. Meistens Röhre bis vor ca. 10Jahren. Aber laut konnte das trotzdem sein. Situationen, wo ich vor lauter Krach nix mehr gehört hab hatte ich öfter als die Wohlfühlsituationen.
Seit Jahren versuche ich, die Kombilösung zu fahren. Bei der Kapelle hab ich es aufgegeben, da gehe ich per IR in die PA und stelle mir die Box wie ich die brauche. Bei der Rockband haben wir im Jahr nur 1x Auftritt und vorher 2x Probe, da ist es schwierig die Bedingungen zu testen. Beim nächsten Mal mit audience mic an meinem Stativ. Ich bin gespannt...
Das kam garnicht zur Sprache, audience mic...

Um die Frage des Threads für mich zu beantworten: Bessere Kontrolle, geringere Lautstärke auf meinen Ohren.
Mehr oder weniger Silent ist mit InEar auf der Bühne egal. Und wie gut der Sound im Publikum ist, sollte heute nicht mehr von der Bühnenbeschallung abhängen, die Möglichkeiten und das Wissen sollten ja mittlerweile für alle verfügbar sein.

Ciao
Monkey
 
Zuletzt bearbeitet:
Zu Zeiten der Beatles wurde aber doch vermutlich auch noch über die Backline gespielt, oder? Da muss es also laut sein. Und wenn wir heute Backline-Gigs spielen, was ab und zu vorkommt, wären wir mit silent-stage-Equipment aufgeschmissen.
Mal abgesehen davon ist eine 4x12 schnell auf die Bühne geschoben und ein SM57 ist auch schnell davorgestellt. Ich kenne das aus praktischer Erfahrung auch nicht mit inEars und Funkstrecken und Profiling und so...wir spielen Amps mit Gitarrenboxen und das aufzubauen und einen Soundcheck zu fahren ist nach meiner Wahrnehmung auch wirklich keine Raketenwissenschaft und das gehört für mein "Auftrittserlebnis" auch dazu. Ein guter Sound für das Publikum lässt sich mit Sicherheit auf allen hier diskutierten Wegen erreichen. Und wenn der FOH seinen Job nicht kann...dann hat man eh ein Problem. Ich kann mir schon vorstellen, dass mit Silent Stage und In-ears ein differenzierter und konstanter Monitorsound erreichbar ist und vielleicht gibt es auch Bands/Musikrichtungen, bei denen das wirklich hilfreich ist. Für mich sehe ich die Notwendigkeit aber nicht.
 
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Mal abgesehen davon ist eine 4x12 schnell auf die Bühne geschoben und ein SM57 ist auch schnell davorgestellt.

Du hast vergessen zu erwähnen dass die 4x12 auch noch vom Proberaum ins Auto gehievt und vom Parkplatz bis vor die Bühne geschleppt werden muss :evil: :D
 
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Ich frag mich, wie laut ihr dreht, damit es flattert? Ich stand mal virceinem jcm800 inkl 412 und da flatterte nichts :D
Da frage ich mich eher wie leise du spielst, damit wirklich nichts flattert. Deine arme 412er braucht doch mal Auslauf und der JCM800 verkümmert doch sonst. 😁

Sagen wir so: IEM ist kein Grund den eigenen Amp im Raum leiser als die Drums zu drehen. Man kann sich und den Mix vielleicht etwas besser differenzieren, doch der originale, echte Sound im Raum oder auf der Stage ist wichtiger. Wenn der stimmt, ist man zumindest in kleineren Läden schon gut aufgestellt und auch etwas weniger Abhängig vom Mischer. Die Konzerte auf denen ich in letzter Zeit war, hatten jedenfalls sämtlich keine Silent Stage... Es gibt halt viele Wege eine Band live abzunehmen. :nix:
Beitrag automatisch zusammengefügt:

Du hast vergessen zu erwähnen dass die 4x12 auch noch vom Proberaum ins Auto gehievt und vom Parkplatz bis vor die Bühne geschleppt werden muss :evil: :D
Das hat er nicht vergessen, es ist einfach nur nicht der Rede wert und gehört ebenfalls zum Erlebnis dazu. Ich weiß, dass Thema Gewicht spielt für viele eine Rolle, für mich und auch andere nicht. Ich lese es immer wieder, habe da aber selbst noch nie einen Gedanken dran verschwendet: Topteil, Box, Board und zwei Gitarren ins Auto und los geht es.
 
Zuletzt bearbeitet:
Thema vom Donnerstag und schon fast 5 volle Seiten, huiuiui... Da fehlt doch ganz sicher noch mehr ungefragter Senf. Also deshalb:

Silent Stages sind cool. Wirklich. Ich habe Bass bei einer lokalen Metalband gespielt und als ich dazukam (zur bereits seit Jahren existierenden Band) wurde schon digital gespielt, aber über Monitore. Nach einem Gig mit (wieder mal) furchtbarer Monitor-Situation ("Sorry Leute, hab nur einen (1!) Monitorkanal an dem Pult. Also was wollt Ihr druff?") und einer (sonst lieben) dauernörgelnden Sängerin ("Ich hör mich nicht, ich hör mich nicht") konnte ich Mann und Frau überzeugen auf Inear zu gehen. Die zwei Technikspezis unserer Truppe machten sich daran ein Rack vom Feinsten zu bauen. X32, WLAN Modem für die Steuerung des jeweiligen Mixes und eben 6 (ein Reserve) kabellose Inear-Systeme. Alles fest verbaut. Ausladen aus dem Auto, Rack-Klappe uff, Kabel ran und fertig zum Soundcheck. Das ging meistens schneller als der Drummer sich eingerichtet hat.

Der Bau des Racks: Es kostete zeit, es kostete Nerven und es kostete eine Stange Geld. War es das wert? Auf jeden Fall. Oh gott, ich hatte nach den Proben und den Gigs keine klingelnden Ohren mehr von irgendwelchen Cymbals. Nie mehr auf den Monitormix des Tonmanns angewiesen sein. Ich hörte den Bass mal schlechter? No problemo, mein PERSÖNLICHER Monitormix über's eigene Handy in 10sek eingestellt mit entweder mehr Bass oder allen anderen eben weniger. Die Gitarristen dudeln grade rum? Inear ausschalten und die Stille genießen.

Mittlerweile bin ich bei der Truppe nicht mehr dabei und spiele ein einem losen Pop-Punk-Cover-Rock-Trio ohne Gigambitionen Gitarre mit Effektboard, 60Watt Röhrentop und 4x12er. Es ist einfach geil und passt in den Kontext rein von "Rock'n'Roll".

Für mich braucht's immer den Kontext. In ambitionierten Coverprojekten, die große Feste spielen oder eben auch "technischeren" Metalprojekten könnte ich es mir ohne Inear und Silent-Stage nicht vorstellen.

In einem Rock-Kontext, in dem es auch mal laut sein darf und in der es mehr um "Energie" geht, statt um technische Perfektion (oder das Streben danach) finde ich Amps weiterhin ungeschlagen.
 
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