Habe mir mal das vom TE durchgelesen. Sind seine Gedanken und ich finde das beachtenswert, dass er das hier niederschreibt. Mir erscheint es dennoch ziemlich wirr durcheinander und eines fÀllt mir auf: Sein "ich, ich, ich, ich..."
Zwei Sachen aus meiner langen Spielpraxis:
Improvisieren lernst du nur wenn du mit anderen Musikern zusammen spielst. Alles andere ist vertane Zeit.
So ist es. Im Thread kam zu kurz, oder ich habe es ĂŒberlesen:
Die Inspiration, die sich genau dann nÀmlich einstellt, wenn man gemeinsam mit anderen musiziert und das in einem Format, welches das Improvisieren erlaubt. Inspiration ist eigene Weiterbildung, die sich nicht aur auf einen selbst, sondern wiederum auch befruchtend auf das "musikalische Klima", sprich, das Ergebnis des Musizierens auswirkt, bis hin zum Bandklima, etc.
Da erwartest Du zu viel von den Noten.
Aus meiner Sicht Treffer, versenkt!

Ăbt / lernt / spielt man die Noten, dann klingt es
bei mir jedenfalls bei den ersten Malen immer steif, hölzern, technisch, blöd. Warum? Weil man erst mal nur rein technisch umgesetzt hat, was da steht.
Ist wie der Inhalt eines fremden Redetextes, den man vorgegeben bekommen hat, der nicht der eigene ist.
Was macht man daraus?
Man muss ihn sich aneignen, ihn so umformen, als ob man ihn selbst geschrieben hĂ€tte. Das heiĂt, eigene Phrasierungen reinbringen, seine eigene Spielweise. Nicht die von fremden Heroen. Die hört man sich an und gewinnt daraus Erkenntnisse fĂŒr seinen eigenen Improvisierstil.
Das kann man nur
- wenn man ein Feedback bekommt, wie denn das eigene Umgesetzte dieses Redetextes klingt -> Band, Musiker, Publikum
- wenn man erlerntes Handwerkszeug inform von eigener Spieltechnik hat, die auch erlaubt, improvisieren zu können
- wenn man auch ein gehöriges MaĂ an gesundem (ja, fast schon ans Ăberhebliche grenzende) Selbstvertrauen, das anderen zu Gehör bringen zu wollen
Die Quint- oder Oktavessenz

D) davon ist das
gemeinsame Spielen mit anderen zusammen vor Publikum und damit verbunden, die Analyse, wie man in der Band und von einem Publikum angenommen wird. Und davon ist oder scheint der TE meilenweit von entfernt. Wie geschrieben: Zuviel "ich, ich, ich..." rĂŒberkommend, als wĂ€re es aus dem berĂŒhmten, stillen KĂ€mmerlein. Da fehlt mir die soziale Komponente, die Bereitschaft, sich in einer Band oder Kapelle unterordnen zu können.
Ich sehe das als allgemeingĂŒltig. Mit einem bestimmten Musikgenre hat das alles nichts zu tun und schon gar nicht, wenn man nicht aufgeschlossen ist gegenĂŒber eines "fremden" Genres.