Was hat es mit der Empfindlichkeit von Röhren Amps auf sich?

von Superunknown, 16.06.06.

  1. Superunknown

    Superunknown Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 16.06.06   #1
    Hallo,
    ich besitze seit neuestem einen Röhrenamp (Laney LC-30II) und würde gern wissen, warum Röhrenamps so empfindlich gegenüber Stössen sind (vor allem, wenn sie warm sind). Liegt das nur an dem empfindlichen Glas der Röhren, oder an der Heizspiralen? Wie sieht es eigentlich mit dem Hall aus? Bei mir ist der in so einem schwarzen Tuch umwickelt an den Boden geschraubt, der ist in so einer Blechkiste. Mir ist neulich, beim Autotransport, der Amp ein wenig zur Seite gekippt (in der Kurve) und beim aus-der-Kurve lenken wieder auf den Boden gekommen (ca. 20cm über dem Boden). Bei dem Gewicht von 24kg hat das halt ein wenig gerummst :o
     
  2. Fischi

    Fischi Mod Emeritus Ex-Moderator

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    Erstellt: 16.06.06   #2
    funktioniert er noch? ja? fein! :D also. warum fragst du`?? :D

    röhrenamps sind robuste kisten. klar. röhren sind verschleißteile. aber du brauchst die kisten auch net mit nem seidenhandschuh anfassen....
     
  3. Superunknown

    Superunknown Threadersteller Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 16.06.06   #3
    Ich frag eigentlich nur so interesse, weil mans halt in allen bedienungsanleitungen immer lesen kann. Ja, er funktioniert übrigens noch.
     
  4. MAI

    MAI HCA Gitarren/Amps HCA

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    Erstellt: 16.06.06   #4
    Generell sind Röhrenverstärker eigentlich schon recht robust, wenn man ein paar Dinge beachtet.
    1. Man sollte nach dem Ausschalten ein paar Minuten abwarten, bevor man ihn rumtransportiert. Liegt an den Röhren, bzw. dem Glas der Röhren, das noch ziemlich heiß ist und daher etwas unter Spannung steht ( Physiker mögen mich im Ernstfall verbessern ). Wenn man dann etwas übermäßig die Sache erschüttert, kann leicht was zu Bruch gehen. Die Betonung liegt bei übermäßig. Normales Tragen macht auch bei einem noch warmen Röhrenamp nix aus, solang man ihn halt nicht rumhaut oder runterfallen läßt.
    2. Das Schallern der Hallspirale beim Autofahren macht im Normalfall nix aus. Ist halt ne Spirale und da schlägt das Metall halt mal gegeneinander. Wenn Du nicht gerade mit nem warmen Amp mit 80 km/h über nen Acker rast, wird auch der Amp dabei keinen Schaden nehmen.
    3. Mute Deinem Amp kein Klima zu, das Du selbst nix auch gern über Dich ergehen läßt. Also vermeide es, das Ding in die Sauna zu stellen. Normale, durch zentraleuropäisches Klima erzeugte Luftfeuchtigkeit muß der Amp abkönnen. Würde ihn aber jetzt nicht tagelang in der prallen Sonne stehen lassen ( allgemeingültig für jedes elektrische/elektronische Gerät ), oder im Regen usw.
    4. wenn der Amp längere Zeit in der Kälte gestanden ist ( richtige Kälte= Minusgrade ), dann sollte er einige Zeit bei Zimmertemperatur aklimatisieren. Es könnte sich sonst Kondenswasser gebildet haben und dann könnts lustig brizzeln, wenn man ihn einschaltet ( auch allgemein gültig für elektr. Gerätschaften )
    5. Amp immer schön aufwärmen lassen mit Standby verlängert das Röhrenleben.
    6. Moderate Lautstärke und maßvolle Endstufenübersteuerung verlängert das Röhrenleben ebenfalls. Dieser Punkt steht im Einklang mit dem langen Leben der Bandmitglieder und im Konflikt mit dem Soundempfinden des Gitarristen.:D
    7. Immer schön drauf achten, daß der Amp an eine Box angeschlossen ist, oder zumindest an einen adäquaten Lastwiderstand.
    Die Liste ließe sich noch weiter schreiben. Mach Dir keine Sorgen: ein Röhrenverstärker ist recht robust, will aber wie jedes Lebewesen sorgsam behandelt werden. Es gibt ja noch genügend von den legendären Vintageamps aus den 60ern, und die laufen jetzt auch schon 40 Jahre.
     
  5. AintNoEddie

    AintNoEddie Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 17.06.06   #5
    MeinAnderesIch hat's super zusammengefasst - also unterm Strich sind Röhrenamps nicht übermäßig heikel, nicht heikler als jedes andere technische Gerät.

    Mein Amp leidet immer unter meiner schlechten Behandlung :D, fahre 2x wöchentlich mit ihm zum Proberaum und retour, über eine Waldstrecke mit Serpentinen :D:D Da kann ich mich meist nicht zurückhalten, und der Amp wird schon ordentlich durchgerüttelt. Sofern das kein Billigstteil mit miesem PCB ist können da maximal die Röhren leiden und früher über den Jordan gehen...

    Einmal habe ich Chaot sogar den Amp beim Einladen nach der Probe einfach neben dem Auto vergessen und am Parkplatz stehen gelassen. Ich muss dazu sagen, dass es mitten im Winter war mit ordentlichen Minusgraden :rolleyes: Der Keyboarder hat ihn am nächsten Tag geholt, der war angeblich komplett weiß :D Nach einer langsamen Auftauphase hat er geklungen wie am ersten Tag, war echt begeistert. Ich würde das jetzt nicht zum Nachahmen vorschlagen, soll nur zeigen, dass die Dinger durchaus was aushalten :great:
     
  6. georgyporgy

    georgyporgy Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 17.06.06   #6
    Einem Bekannten von mir ist bei einem Autounfall sein Boogie MK2 Combo auf den Acker geflogen. Der hatte außer einer Beule im Frontblech und einem leichten Absplitterer im Holz daneben nix. Ging auch gleich wieder.

    Nein, die mechanische Empfindlichkeit bezieht sich immer auf die heißen Röhren. So wie eine brennende Glühbirne bei Vibration und Stößen schneller kaputt geht als ohne, so wirken sich solche Belastungen auch auf die Röhren aus. Sind ja ebenfalls evakuierte Glaskolben, in denen Drähte zum Glühen gebracht werden. Nicht umsonst stellen Glühlampenfabriken auch Röhren her....:)
     
  7. Dark

    Dark Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 17.06.06   #7
    Und selbst die halten einiges aus: Bin mal bei einer Probe sehr heftig mit dem Amp an den Türrahmen gestossen, als die Röhren noch ziemlich heiss waren und alle vier glühen immernoch wunderbar.
    Trotzdem hab ich mir ein Case für den Verstärker bestellt, sicher ist sicher (müsste nur endlich mal geliefert werden grml!).

    @AintNoEddie: Hehe, geil, wie kann man seinen Amp auf einem Parkplatz vergessen :D.
     
  8. Slaughthammer

    Slaughthammer Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 17.06.06   #8
    mir ist mien amp auch mal aufm bahnhof ne treppe runtergefallen... 4 potis abgebrochen, das wars. potis bei reichelt für 51 cent /stück nachbestellt, selber eingebaut, alles wie vorher (ok, teilweise beser als vorher.... die potis haben teilweise schon gekratzt... aber nur die, die weggebrochen sind, das ist eben ausgleichende gerechtigkeit) ich dussel hab nur den mastervolume falschrum angelötet... wenn man den jetzt auf nul dreht, hat man volle lautstärke... aber da ich der einzige bin der disen amp nutzt, ist das auch egal.
     
  9. Die Locke

    Die Locke Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 07.10.06   #9
    Hallo
    Ich wollt jetz net extra nen neuen Thread aufmachen da der hier ja super passt.
    Wie is das mit Röhrenamps und Amps generell bei Regen. Läuft das irgendwie in die Elektronik rein oder so. Ich hab nen Marshall und der is hinten offen kann da was passieren?
    Weil ich hab gleich Bandprobe und es regnet imemr wieder.
    Ich werd jetz en Tuch oder so drüber legen damit beim Haustür-Auto-Proberaum Tragen nix nass wird. Hoffe ma das reicht
    MfG Locke
     
  10. The_Condor

    The_Condor Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 07.10.06   #10
    Ich schätze es wird ihm nicht gut tun, wie jedem anderen Elektrogerät auch nicht!
     
  11. andi85

    andi85 Mod Emeritus Ex-Moderator HCA

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    Erstellt: 08.10.06   #11
    Ich würde auch was drüber hängen. Wenn du magst, kannst du ja so eine passende Plane kaufen, nähen lassen oder selbst nähen.
     
  12. 68goldtop

    68goldtop HCA classic amps & guitars HCA

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    Erstellt: 08.10.06   #12
    jo, grundsätzlich halten die dinger ewig wenn man sie ein bißchen pfleglich behandelt. ich habe einige amps die 40 jahre und älter sind + die klingen und funzen prima!

    ich würde auch die anschaffung einer schutzhülle für einen amp empfehlen - der amp ist damit halt gegen staub, regen und leichte stösse besser geschützt. die 15,- bis 20,- E. die man anlegt sind ja nicht übertrieben zum schutz eines 1000,- Euro-amps...

    cheers - 68.
     
  13. Ruonitb

    Ruonitb Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 08.10.06   #13
    Hallo!

    Möchte nicht extra einen neuen Thread aufmachen...auf was muss man den generell bei Röhrenamps achten? Ich meine, die sind ja schon etwas anders zu behandeln als Transistoramps. ;)

    Wie lange sollte man vorwärmen? Und wie sieht das dann beim Ausschalten aus? Auf was muss man sonst noch achten?

    Gruß, Flo!
     
  14. Dark

    Dark Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 08.10.06   #14
    - ~1min Vorwärmen langt eigentlich
    - beim Ausschalten gibts eigentlich nichts zu beachten; vllt zuerst den Standby-Schalter umlegen und danach erst den Power-Schalter, damit beim nächsten Einschalten der Amp bereits im Standby-Betrieb ist
    - immer eine Box oder einen passenden Widerstand am eingeschalteten Amp hängen haben
    - immer die richtige Ohmzahl einstellen, es sei denn der Amp verkraftet eine Fehlanpassung (steht eigentlich in der Anleitung bzw. müsste drin stehen)
    - gelegentlich nachschauen, ob alle Röhren glühen (eigentlich nur nötig, wenn man mal heftiger mit dem Amp angestossen ist)
     
  15. Bierschinken

    Bierschinken Mod Emeritus Ex-Moderator HCA

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    Erstellt: 08.10.06   #15
    30sekunden sind schon ausreichend...einfach anschalten, und dann Kabel in Amp und Klampfe un schon kanns losgehen.

    Jaein...also nichts zu beachten, es ist egal ob du nun zuerst Power oder Stand-By umlegst.

    Absolut überflüssig. Wenn was nicht stimmt, dann hört mans. Manchmal glühen Röhren auch kaum, sodass sich Unwissende nur verrückt machen.
     
  16. Dark

    Dark Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 09.10.06   #16
    Ja, es ist egal. Aber wenn man`s so rum macht, ist der Standby schon aktiviert, wenn man den Amp beim nächsten mal einschaltet :D.

    Ehrlich gesagt habe ich es nicht gehört, als ich meinen Amp neu bekommen hatte und zwei Röhren nicht richtig in den Sockeln saßen. Habe erst beim Nachsehen gemerkt, dass eine Röhre nicht, und eine andere nur schwach glüht.
     
  17. Bloodhound

    Bloodhound Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 19.11.07   #17
    Hui.....is ja schon leicht angestaubt der Thread aber ich hoffe mir kann trotzdem jemand helfen!^^

    Also: Spiele einen Switchblade und habe ihn seit fast einem Jahr. Da ich keine Ahnung von den technischen Sachen habe und mir das auch jemand (wenn ich bloß noch wüsste wer :-/ ) gesagt hat, habe ich meine 2x12 Box in den 8 Ohm Ausgang vom Switch gestöpselt. Jetzt erfahr ich nach fast nem Jahr dass das der falsche Eingang ist und ich in den 4Ohm Eingang am Switch muss. (Da die 2 Boxen jeweils 8 Ohm haben und parallel geschaltet sind, richtig!?)
    Jetzt die Frage: Kann man mit Sicherheit sagen dass der Amp dadurch Schaden genommen hat? (Wurde auch schon live stundenlang gespielt bei hohen Lautstärken)
    Wenn ja, welche und wo?

    Ich hoffe auf eure Antwort!
    Thx
    Manuel
     
  18. Breed of Killing

    Breed of Killing Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 19.11.07   #18
    Wenn er jetzt noch geht, dann hat er keinen Schaden genommen.

    Das ist auch nicht weiter schlimm, es gibt auch Leute die extra so eine Felanpassung machen, da sich der Sound dadurch verändert.
     
  19. wary

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    Erstellt: 19.11.07   #19
    Wenn der Amp noch läuft, mach dir da mal keine Sorgen. Generell kann eine Fehlanpassung der Impedanz einen Kurzschluss im Ausgangsüberträger verursachen...
     
  20. Bloodhound

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    Erstellt: 19.11.07   #20
    Ja laufen tut er noch.....aber ich hab das Gefühl dass er sich komisch anhört....ziemlich transig und ziemlich kreischend was die Höhen und Mitten betrifft....aber nur bei hohen Lautstärken.....außerdem pfeift die Gitte sehr schnell was aber denk ich mal eher am PU liegen dürfte.
    Ka.....vielleicht sollte ich ihn mal vorsichtshalber einschicken lassen!? Nicht dass mir in 3 Wochen die Röhren abschmieren oder die Röhrenelektronik kaputt geht!

    Ach und Danke für die schnelle Antwort!
     
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