Was machen Musiker, die keine Noten schreiben könne, um ein Lied festzuhalten?

von Oscar07, 07.09.07.

  1. Oscar07

    Oscar07 Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 07.09.07   #1
    Hallo,

    es gibt ja viele Musiker, darunter auch sehr berühmte, die keine Noten lesen können, aber trotzdem Lieder schreiben.

    Was ich mir dabei frage ist, wie es diesen dann möglich ist, das Musikstück sozusagen festzuhalten?

    Also ein Musiker, der Noten lesen kann, und dem gerade eine gute Komposition im Kopf einfällt, wird wahrscheinlich schnell einen Zettel rausholen und die Noten aufschreiben.

    Wie macht das aber einer, der keine Noten lesen/schreiben kann?
     
  2. ElZacko

    ElZacko Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 07.09.07   #2
    Hello,

    also ich kann keine Noten lesen oder schreiben. Ich kann ein paar Akkorde auf meiner Gitarre und bringe es zusammen diese aneinander zu reihen so das es nach etwas klingt.

    Melodien merke ich mir ganz einfach, vor allem wenn sie von mir sind. Wobei ich dazu sagen muss, dass bei meiner Musik sehr viel improvisiert wird. Ich ändere Wörter wie es mir gerade passt - so lange die Bedeutung gleich gleibt. Tempo, Stil und Melodien ändern sich auch oft.
     
  3. ars ultima

    ars ultima HCA Recording HCA

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    Erstellt: 07.09.07   #3
    Er holt sein diktiergerät raus und summt die Melodie rein :-) Also ich kann Noten lesen, würde aber dennoch nicht darauf kommen, meine sponatne Ideen in Noten aufzuschreiben. Könnte ich wohl auch gar nicht so spontan. Wenn mir die Melodie wirklich einfach so einfällt (ohne dass ich ein Instrument in der Hand habe), dann wüsste ich ohne absolutes Gehört ja schon mal nicht, wo ich anfangen sollte :-) Na ja, und insgesamt ist mein Gehört auch nicht so geübt, dass ich Inetrvalle so mal eben korrekt aufschreiben könnte. Obwohl, jetzt wo du es sagst, habe ich auch makl ein paar Ideen, die ich auf der GEige entwickelt habe, in Noten festgehalten. Aber das klappt eben bei mir nur, wenn ich die Sachen wirklich spiele, und nicht aus dem Kopf heraus aufschreiben soll.
    Ansonsten aber schreibe ich mir Ideen, die ich beim spielen entwickle, eigentlich nie auf, weil ich sie mir merken kann. Oder ich nehme sie dann eben auf. Viele nutzen ja z.B. GuitarPro, um ihre Ideen als Tabs festzuhalten. Bin ich irgendwie noch nie drauf gekommen, dass zu tun.
     
  4. kylar150

    kylar150 Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 07.09.07   #4
    Noten? wat?
    ...ne, ich kann noten lesen (oder? nja, glaub ich habs inzwischen verlernt...), aber das ist doch viel zu umständlich zum Aufschreiben ;)
    Außerdem gibts viele andere Möglichkeiten: Kasettenrekorder, Handy, Mp3-Player, Stift und Papier (als Tabs aufschreiben), Power Tab, Guitar Pro oder andere Proggis....und so weiter...
    Ich benutz einfach immer das was gerade in der Nähe ist ;)
    Aber es passiert mir allgemein in letzer Zeit wenig, das mir auf einmal ein kompletter Song im Kopf rumspukt...das meiste entsteht durch improvisieren und jammen :)
     
  5. JohnniBassplayer

    JohnniBassplayer Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 08.09.07   #5
    also erstmal, wer noten schreiben kann und das auch tut, für den ist das nicht schwerer als tabs. zumal noten sehr viel mehr informationen als tabs beinhalten können.

    kleine melodien merk ich mir, manche dinge gebe ich in guitar pro ein. manche dinge notiere ich mir (als bassist) nur eben als noten bezeichnung, sowas wie: D E Cis B und dann mit ein bisschen zeichnerischem geschick das ganze noch verpackt, dass man noch informationen rauslesen kann, wie z.B. wie lang jetzt auf einem Ton bleibt, oder obs n lauf is oder wie.

    Wenn wir mit der band songs schreiben, kommt es auch vor, dass jemand ne idee hat, jeder sich was dazu ausdenkt, man das kurz zusammen übt und dann aufnimmt(wir haben seit kurzer zeit n PC im Proberaum stehen mit dem das problemlos zwischendurch zu machen ist mit 2 Mikros im raum stehend)

    so schwer ist das eigentlich nicht.
     
  6. alyssa

    alyssa Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 08.09.07   #6
    Das mache ich fast ausschließlich, weil das am Schnellsten geht, wenn ich unterwegs bin. Allerdings nutze ich immer noch die eingestaubte Anrufbeantworter-anrufen-Variante.
     
  7. Cervin

    Cervin Helpful & Friendly User HFU

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    Erstellt: 08.09.07   #7
    Tab gilt nciht als note.
    Die schreiben sich einfach ne tab :great:
    Bzw wenn es eine aufnahme von dem stück gibt, reicht vielen einfach nochmal anhören und die wissen genau wies geht!
     
  8. wiesenforce

    wiesenforce Helpful & Friendly User HFU

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    Erstellt: 08.09.07   #8
    also wir in der band beherrschen alle die theoretische musik eingetlich sehr gut (bis auf den schlagi vielleicht). aber stücke schreiben wir nicht per noten auf. ist viel zu aufwendig. wir merken uns alles^^
     
  9. gorgi

    gorgi Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 09.09.07   #9
    Entweder tabbst du es mit guitar pro oder sonstiger geeigneter Software.
    Oder du nimmst den Song auf und wenn du den hörst weißt du wieder wie der zu spielen war.

    Bei Profis kann ich mir durchaus vorstellen, dass die sich darum keine Sorgen machen brauchen. Die angagieren einfach einen der den Song notiert oder tabben ihn halt selber oder warten bis die ersten Fans vom Song tabs ins netz gestellt haben.
     
  10. DarkspY

    DarkspY Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 10.09.07   #10
    Kauf dir Guitar Pro, schreibe die Tabs rein und danach kannst du dir sie anhören und begleiten.
    Du kannst auch ne Baseline, ein Schlagzeug und ein Orchester als Backingtrack zusammenbasteln und hast dann die optimale Voraussetzung, um zu üben. :D
     
  11. flobotron

    flobotron Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 10.09.07   #11
    Echt? Ich hören es immer wieder das Noten mehr Informationen beinhalten sollen, aber ich seh einfach nicht welche. :confused:
    Abgesehen davon, dass man aus ihnen leichter entnehmen kann in welcher Tonart das Stück steht beinhalten Tabs und Noten doch identische Informationen.

    Oderirre ich hier?

    mfg flobotron
     
  12. DarkspY

    DarkspY Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 10.09.07   #12
    Wer Noten lesen und schreiben kann ist allgemein im Vorteil, da Noten nunmal weit verbreitet sind.
    Stellt euch mal vor, ihr kriegt von einer hübschen Frau ein Liederbuch in die Hand gedrückt und sollte alle meine Entchen am Lagerfeuer spielen, könnt es aber nicht so spielen, wie es dort steht, weil ihr keine Noten lesen könnt und nach Gefühl falsch spielt. Irgendwann seid ihr dann richtig gut an der Gitarre, aber könnt das immer noch nicht so spielen, wie es dort steht...
    Nach Tabs spielen kann wirklich jeder und man sollte lieber von Anfang an mit Noten lernen, da man
    dann auch nicht so an die Fingerpositionen gebunden ist und selbstständig die Saite wechseln kann, wenn man es für richtig hällt.
    Ich habe allerdings auch den Eindruck, dass Tabs vielleicht sogar mehr oder sogar bessere Informationen enthalten können als Noten.
     
  13. ars ultima

    ars ultima HCA Recording HCA

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    Erstellt: 10.09.07   #13
    Wie unterscheidest du bei Tabs eine halbe Note von einer Viertelnote?
     
  14. dave_murray

    dave_murray Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 10.09.07   #14
    ich kann keine einzige note lesen, wenn mir was einfällt, dann spiele ich es auf der gitarre, bis ich es auswendig kann.

    im allgemeinen merk ich mir das dann recht schnell

    mfg
     
  15. Saracan

    Saracan Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 10.09.07   #15
    Ist irgendwie das beliebteste Argument gegen Tabs...
    In der Tat, aus vielen Tabs im Internet sind keine Notenwerte ersichtlich. Offenbar sind die Tabber der Meinung, wer dasspielen will, der hört die Notenlängen schon selbst. Wenn ich mir Tabs notiere - und nicht nur, wenn ich das mit GP mache - dann schreibe ich mir trotzdem die Notenlängen dazu. DA gibts verschiedene mehr oder weniger simple Methoden: Entweder, man teilt das Notationssystem in gleich große "Bereiche" ein (z.B auf Kästchenpapier), wobei ein Notenwert dann ne bestimmte notierte Länge hat - ein viertel zwei Kästchen, ein Achtel eins, ein sechzehntel - zwei in eins. Ist nicht so gut, gebe ich zu; gerade für komplexere Rhytmen. Alternativ kann man auch diese Methode kombinieren mit den "Beinen" von normalen Noten - ganze und halbe unterscheide ich nach gezeichnete Länge, Viertel haben dann ein Bein und dann folgen entsprechend noch die Querbalken, deren Musikwissenschaflicher Name mir nicht bekannt ist. Punktierungen, Bindebögen, Triolenmarkierungen, passt alles rein. Und sollte irgendwas wirklich wirklich so richtig komplex sein, dann male ich mir den Rhytmus drunter; oder wenn es ganz zweifelhaft ist, dann schreib ich mir die Notenwerte nochmal dran. (Allerdings muss ich zugeben, dass ich nen Rhytmus aus Noten lesen kann, die Töne allerdings nicht.).

    Zum eigentlichen Thema: Naja, Singen (und aufnehmen) wäre ne Möglichkeit, aber in aller Öffentlichkeit verzichte ich dann doch meistens drauf ;) Tabs schreiben ist auch mein Mittel der Wahl, entweder per Hand oder - komfortabler - per Guitar Pro.
    Und was die unflexibilität von Tabs angeht: für mich ist es auch nicht unbedingt ein problem, nen alternativen Fingersatz zu suchen, wenn ich merke, der notierte passt nicht. Immerhin ist sogar mir bewusst, dass man einen Ton meist mehrmals auf dem Griffbrett finden kann. Somit kann man zwar nicht alles sofort beim ersten mal vom Blatt spielen, wenn man das Stück nicht kennt; aber das kann man bei Noten vermutlich auch nicht, wenn keine Fingersätze oder Hinweise notiert sind.

    Mal was anderes: ich kenne nicht sooo viele Musiker... diejenigen, die ein klassisches Instrument spielen und Noten lesen können, spielen auch meistens keine völlig unbekannten Stücke vom Blatt perfekt nach. Wenigstens mal die Noten durchsehen und vielleicht mal üben tun sie dann doch schon... und wenn ich sowieso übe, sit es auch mehr oder weniger egal, mit welcher Methode ich die Sachen in die Finger bekomme, oder?
     
  16. Schrax

    Schrax Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 10.09.07   #16
    Sorry- nicht bös gemeinte Frage:
    Bis man sich sowas auscheckt, hat man da in der selben Zeit nicht auch schon Noten gelernt? Und nacher versteht jeder Musiker was gemeint ist...
     
  17. flobotron

    flobotron Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 10.09.07   #17
    Ich verstehe unter Tabs die Guitar Pro Notation. Also sechs Linien, die die Gitarrensaiten darstellen und eine Zahl, die den Bund nenen, den ich zu greifen habe.
    Die Notenlängen werden durch Fähnchen dargestellt, ganz wie bei der Notenschreibweise auch. Die verwendete Taktart wird ebenfalls angegeben, somit ist die einzigste Information, die nicht in den Tabs enthalten ist die Tonart in der das Stück steht.

    mfg flobotron
     
  18. Saracan

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    Erstellt: 10.09.07   #18
    naja, ich weiß nicht. Die Tab-Darstellung ergab sich einfach so für mich, deswegen verwende ich sie. Und andere Fingersätze zu finden kommt wohl eher mit der Übung. Ich versuche auch regelmäßig, mich mal mit Noten auseinanderzusetzen, vor allem, weil ichs für Musik in der Schule bräuchte - aber keine Chance. Ich kann mittlerweile abzählen und weiß dann, was für nen Ton ich habe. Für Akkorde das ganze dann mal Tonanzahl. Aber irgendwie bleiben die Noten nicht bei mir hängen.

    Es ist sicherlich auch besser, Noten zu beherrschen, eben weil man sich dann auch mit Nicht-Gitarristen (oder -bassisten) austauschen kann. Längerfristig wäre es durchaus mein ziel, zumindest einigermaßen Noten lesen zu können, wenn auch vielleicht nicht direkt vom Blatt spielen zu können. Allerdings sehe ich eben Tabs nicht als zweite Wahl für Deppen an, die zu dumm sind, Noten zu lesen, sondern für Gitarristen durchaus als legitime Alternative. Ich kann aus Tabs all das rauslesen, was ich aus Noten auch rauslesen könnte, und ich kann derzeit (besser) danach spielen - also ist es mir im Grunde egal, auf welche Weise ich es lerne, weil angestrebt von meiner Seite eigentlich immer ist, das ganze Auswendig zu können, bzw. ohne bewusste Noten/Tabs mitzulesen.

    Allgemein finde ich eben Tabs für Saiteninstrumente durchaus "übersichtlicher" als Noten. Aber ich werde wohl auch nicht wirklich irgendwas bedeutendes am Musiker-Himmel werden ;)
     
  19. JohnniBassplayer

    JohnniBassplayer Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 12.09.07   #19
    hast du dir mal sowas wie einen partiturauszug angeschaut oder so? oder mal klavierkonzertnoten?

    der komponist muss alle informationen über das stück in die noten einbringen, sodass der pianist, oder welcher musiker auch immer, das stück so wiedergibt, wie es dem komponist nach sein soll. In den Noten stehen Zeichen für dynamik, tempo, tonart, stimmung, anschlag, dinge wie crescendo (lauter werden), abschläge und so weiter. außerdem sind abläufe meistens ganzklar geregelt
    Ich hab och nie ein dal senio al coda in irgendwelchen tabs gesehen.

    deshalb sind noten quasi vielsagender. sicher, wenn so viele informationen in den noten stehen, hat man wenig oder keine freiräume um selbst interpret des liedes zu sein, aber darum geht es hier auch nciht.
     
  20. Saracan

    Saracan Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 12.09.07   #20
    ...Mein Eindruck ist: Die Anhänger von Tabs und die von Noten haben ein leicht divergierendes Bild von Tabs und Noten...

    Für viele Tabanhänger sind "Noten" dieses Kugelartigen Dinger auf den Linien, und vielleicht gehört auch noch der Takt dazu und die Vorzeichen. Und wenn man das so sieht, dann Stecken in Noten nicht mehr Informationen als in Tabs. Weil Dynamik, Tempo, Stimmung kann man auch über ein tab schreiben; dann hat man wieder die gleichen Informationen. Und sie werden auch in ähnlicher/gleicher Form dargeboten. Der einzige Unterschied: Bei Noten muss man wissen, was der Kringel auf der dritten Linie von oben jetzt zu bedeuten hat; und bei nem Tab muss man nur zählen können.

    Für Notenleser meint Noten = Partitur; und gleichzeitig scheinen sie ein eher primitives Bild von Tabs im Kopf zu haben. Klar, mit irgendwelchen drittklassigen Tabs aus dem Texteditor ohne erkennbare Notenlänge oder angabe der Gitarrenstimmung kann man dann nicht in Konkurrenz zu ner Partitur treten...

    Und man kann Tabs tatsächlich so notieren, dass der einzige Unterschied zu Noten für ne Gitarre eine zusätzliche Linie und Zahlen statt ausgemahlten Notenköpfen ist. "Aber warum dann noch tabs benutzen, wenn sie die gleichen Informationen beinhalten wie Noten?"
    Nun, wie gesagt, ich kann einfach nicht schnell sehen, was für nen Ton ich jetzt spielen müsste, wenn ich Noten habe. Bei Tabs funktioniert es, oder wenn man mir den Notennamen aufschreibt. Ich gebe selbst zu, dass das Beherrschen von Noten sicherlich auch Zweckmäßig ist - aber es kommt eben drauf an, was man machen will. Wenn man nicht ganze Sinfonien komponieren will, sondern nur n paar Lieder für Gitarre und Bass, dann tun es tabs eben genauso...

    Abgesehen davon gibt es auch bei herkömmlicher Notation Dinge, die ich nicht verstehe, wie z.B Transponierende Instrumente... warum gibt es sowas, wenn die Notenschrift doch perfektioniert wurde?