Zur Zeit spiele ich besonders gern "Alle mein Entchen." Das hat natürlich seinen Grund...
Vor nicht allzu langer Zeit war ja Weihnachten. Und in der Zeit vor Weihnachten sucht man überall, wo man hingeht, nach Geschenke für Freunde und Familie. Beim Lebensmitteleinkauf bei einem Discounter entdeckte meine Frau in der non-food-Abteilung etwas Interessantes: eine Geschenkpackung mit einer Blues Harp, einem passenden Etui und einem kindlich aufgemachten Lernheft! Sie fragte mich, ob das was für unseren 6-jährigen Enkel sei, und ich meinte, ja. Seine große schwester lernt Geige und Querflöte, sein großer Bruder Horn - aber er hatte noch kein Instrument. Das Lernheft enthielt Standardnotation für die Übungen und Melodien, unterlegt mit Tablatur: die Zahlen 1 - 10 für die Kanzellen, ein Pfeil nach oben für Blasen und ein Pfeil nach unten für Ziehen.
Das Geschenk kam wunderbar an. Der kleine zog sich bald zurück und fing an, die erste Übung durchzuspielen. Zuerst nur die Pfeile! Er ist Erstklässler und kann nur ansatzweise lesen, aber den Zahlenraum bis 10 beherrscht er souverän, was für die Blues Harp reicht! Wir sehen uns einmal die Woche, und mittlerweile kann er nicht nur ein- und ausatmen sondern auch die MuHa hin- und herschieben. Noch ist er etwas unsicher, deshalb nehme ich immer eine Blues Harp mit, wenn wir die Familie besuchen und spiele ihm vor, wie es klingen soll. Zur Zeit steht "Alle meine Entchen" als Übungsstück an - also spiele ich es besonders gern. Weil, es schön ist, jungen Kindern die Musik näherzubringen, wie mein Vater es bei mir gemacht hat - übrigens auch mit der Mundharmonika!
Cheers,
Jed