Welche Frequenzen für Musical eines Laientheaters?

  • Ersteller drumbaer
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Sollten diese Veranstaltungen im Block und in der selben Örtlichkeit erfolgen, dann relativiert sich dieses Thema etwas, denn es ist eher unwahrscheinlich, wie ich finde, dass sich innerhalb einiger Tage am selben Ort die Frequenz-Benutzung gravierend ändert
Ja und nein. Da hier nichts gemessen wurde, ist das grundsätzlich schon Glücksspiel.
 
Na schon. Es muss natürlich erst mal kontrolliert werden, ob der Plan, den man sich gemacht hat auch umsetzbar ist oder nicht irgendwelche Frequenzen schon in Verwendung sind.
Aber es ist doch ein Unterschied, ob man das Zeug stationär über einen begrenzten Zeitraum benutzt oder ob man on Tour ist, wo man an sich diesen ganzen Messaufwand und die Abstimmung der Frequenzen jeden Tag aufs neue machen müsste. Aber ob das wirklich jeder auch immer macht? Ich lasse da sachte meine Bedenken aufkommen.
Und noch etwas, es ist auch eine andere Situation ob ich die Veranstaltung in St. Kathrein am Sessellift durchführe, wo sich Fuchs und Henne nicht „gute Nacht“ sagen können weil sie sich einfach nie treffen. Oder ob ich das in einem Ballungsgebiet mache, bei dem ich rechnen muss,dass solche Funksysteme zuhauf permanent im Einsatz sind.

Und dass ein Vorhaben mit 20+ Funkstrecken kein triviales mehr ist, sollte auch klar sein. Genauso wie dass man mit einfachen, günstigen Funkstrecken eben nicht erwarten darf, dass alles genauso reibungslos von statten geht, wie wenn man Kabel-Mikros benutzen würde. Wobei selbst bei 20+ Kabeln schon mal eines oder mehrere zu zicken beginnen kann. ;)
 
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Aber ob das wirklich jeder auch immer macht? Ich lasse da sachte meine Bedenken aufkommen.
Mit der entsprechenden Technik ist das doch eigentlich nur eine Sache von ein paar Minuten.
Leider muss man meiner leidvollen Erfahrung nach auch am A....uspuff der Welt mit Störfeuer rechnen. Ob das immer andere Funksysteme sind, glaub ich nicht mal unbedingt. So breitbandig, wie das bei mir vor 2 Jahren auf einer VA aufgetreten ist, dürfte das irgendwas anderes gewesen sein. Das Ergebnis war aber genauso unschön. Da ist man dann froh, wenn man ein paar MHz platz zum ausweichen hast.
Leider bin ich zuwenig HF-Techniker, um einschätzen zu können, wie sich die die verschiedenen - ja relativ günstigen - Funken in der Kombination verhalten, wenn in den jeweiligen Frequenzbereichen noch Sender dazukommen.
 
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Das Ganze findet in der Aula eines Gymnasiums statt. Darum herum ist weit und breit nur reines Wohngebiet. Dass da zufällig zur gleichen Zeit viele weitere Funkstrecken auf den gleichen Frequenzen aktiv sind, obwohl sie das wochenlang bei den Proben nicht waren: das halte ich schon für sehr unwahrscheinlich. Eine einzelne Frequenz: ja, kann passieren. Kann aber auch mitten in einer Show passieren, obwohl man vorher gemessen hat, wenn jemand nebenan genau dann seine Funke anschaltet.

Dass es beim letzten Mal geklappt hat, war sicher auch eine Portion Glück. Weil: alle diese Fragen hat sich da nämlich niemand gestellt. Und ich selbst war nur ein Teil der Band und für die Technik Null verantwortlich.
Und darum will ich helfen, dass es beim nächsten Mal besser wird und das Glück eine reelle Chance hat. Es ist ein kleiner e.V. der alles ehrenamtlich macht. Bei normalen Theaterstücken (ohne Tontechnik) gibt es 100-150 Zuschauer pro Aufführung. Beim Musical ist die Aula mit gut 300 Zuschauern dann auch gerne ausverkauft. Messequipment für bestehende Frequenzbelegungen gibt es nicht und wird es auch nicht geben.

Und ich bin trotzdem zuversichtlich, dass es wieder funktionieren wird.
 
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Dass da zufällig zur gleichen Zeit viele weitere Funkstrecken auf den gleichen Frequenzen aktiv sind, obwohl sie das wochenlang bei den Proben nicht waren: das halte ich schon für sehr unwahrscheinlich
Es müssen ja nicht unbedingt Funkstrecken sein. Aber zumindest die Fernsehkanäle etc. sollte man mal statisch abchecken. Ich würde mal jemanden zumindest einmalig messen lassen, der das Eqipment hat (wenn neue Strecken in Planung sind, macht ein Sennheiservertreter das sicher kostenfrei mit). Dann sieht man was in der Umgebung so los ist, und kann drauf reagieren wenn nötig, oder halt nicht.
 
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Wobei regionale TV-Kanäle auch in dem Shure-Tool berücksichtigt sind. Und auch Konflikte zwischen TV und schuleigenem Equipment in der Aula im Tool ausgewiesen werden.
 
Und ich bin trotzdem zuversichtlich, dass es wieder funktionieren wird.
DumDiDei....

300 Zuschauern dann auch gerne ausverkauft.
Eintritt gibt es, liegt ohne Ermäßigung bei 12 €. Beim letzten Musical gab es in 4 Aufführungen etwa 1.000 Zuschauer. Da gehen Kosten für Aufführungsrechte, Kostüme, Bühnenbau etc. ab. Rechtlich ist es ein e.V., also keine Gewinnerzielungsabsicht und alles ehrenamtlich.
Also in Summe 12k - 14k €
Lassen wir es mal abzüglich Ermässigung 10 k€ Einnahmen sein.
Kostüme und Bühnenbau wird bestimmt z.T. ehrenamtlich, also kostenfrei erfolgen. Wie hoch sind die Materialkosten?
Aufführungsrechte... keine Ahnung was da abkassiert wird. Hängt womöglich auch von den Einnahmen ab. Bin nicht im Management für diesen Kram tätig. Bin nur ausführender Dienstleister.

Wenn man ein wenig auf die Tränendrüse drückt und es ein lokaler Dienstleister stemmen kann, dann sind 16 Strecken inkl. Personal zur Miete für alle 4 Aufführungen für 3-4 k€ sicher machbar inkl. guten Headsets.
Das sind jetzt mal so gaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaanz grob geschätzte Preise, welche je nach Gebiet variieren.

Ausgangssituation ist immer noch:
wenig bis kein KnowHow
Sammelsurium an Funkstrecken in allen möglichen Frequenzbereichen
Hoffen dass alles irgendwie spielt
Zahlendes Publikum

Mach halt. Nur hinter wenn's schief geht nicht heulen.
Und ich würde auch am Ende wenn's doch funktioniert nicht wirklich stolz sein. Das ist dann der Nährboden für "ach letztes Jahr hat das doch auch so super funktioniert, also warum Geld für einen Profi ausgeben, wenn wir das auch selbst können."

Zum Thema HF Spezifikationen der verwendeten Strecken.
Hauptsächlich wird an den Filterstufen gespart und damit ist die Trennschärfe weniger gut, was dazu führt, dass Nebenbandstörungen deutlich eher durchschlagen. Also selbst ein recht schwacher Sender auf einem Nebenband kann damit Unfug in der Mischstufe z.B. verursachen und dann ergibt das am Ende sehr unschöne Geräusche, selbst wenn die Signalstärke OK aussieht. Da kann sicher auch @chris_kah etwas dazu sagen.

Deswegen:
ein paar MHz platz zum ausweichen
In diesem Fall quetscht man in die LTE Mittenlücke und ISM einen knapp 50% der Strecken. Halte ich für nicht zielführend, denn gerade da hat man so gut wie keine Ausweichmöglichkeit. Das Frequenzmangement ist hier auf Kante gerechnet. Betriebssicher ist anders.
 
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Hauptsächlich wird an den Filterstufen gespart und damit ist die Trennschärfe weniger gut, was dazu führt, dass Nebenbandstörungen deutlich eher durchschlagen. Also selbst ein recht schwacher Sender auf einem Nebenband kann damit Unfug in der Mischstufe z.B. verursachen und dann ergibt das am Ende sehr unschöne Geräusche, selbst wenn die Signalstärke OK aussieht.
Genau darauf wollte ich oben eben hinaus.

Weiterhin hab ich so meine Zweifel, dass eine Software von Shure die genauen HF-Daten von Sennheiser, LD, AKG usw. kennt, um wirklich genau berechnen zu können, was geht. Die werden sich nicht die Arbeit für die Konkurrenz machen.
Nachdem ich WWB bisher aber nur mal zum herumspielen genutzt hab, lasse ich mich gern eines besseren belehren. 😊
 
Da kann sicher auch @chris_kah etwas dazu sagen.
Im Prinzip ist das so. Wenn man mehr Hardware Aufwand treibt, kann man die Empfänger unempfindlicher gegen Störungen aller Art machen. Zum einen durch eine gute Trennschärfe, vor allem aber das Verhalten, wenn Signale eintreffen, die "irgendwo in der Nähe der Frequenz" sind, und dabei sehr groß, was zu Übersteuerung von Stufen führen kann. Da kann es passieren, dass ein 900 MHz Handy trotzdem in ein 600 MHz System reinstreut, obwohl das von der Frequenz eigentlich weit genug weg ist.

Das mit dem Nutzen von vorhandenem Material kann ich gut verstehen.
Ich hab mal in einem Laientheater mitgemacht, da gab es auch viele Funkstrecken, allerdings weniger als hier. Das wurde da so gelöst, dass zwar alle Solisten ein Mikro angepappt (angeschminkt) bekamen, aber die Senderpacks zwischen den Szenen nach Fahrplan weitergereicht wurden.

Als das noch mit analogem Pult gemischt wurde, haben die dann die Empfänger auf mehrere Eingänge am Pult gesplittet (wilde Konstruktion), so dass jeder Solist seinen eigenen Kanal bekam und damit sein persönliches Preset mit Gain und EQ. Dann wurde je nach Szene der passende Kanal ent-muted. Ich bin inzwischen nicht mehr dabei, aber die haben jetzt ein Digitalpult und da wird der Eingang entsprechend auf mehrere Kanäle geroutet.

Falls das jetzt eng werden sollte, könnte man ja auch auf so etwas ausweichen.

Ganz grundsätzlich ist ja schon gut, dass die vielen Funken auf verschiedene Frequenzbänder verteilt sind, auch wenn manche Bänder leider schon eng belegt sind.
 
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Nachdem ich WWB bisher aber nur mal zum herumspielen genutzt hab, lasse ich mich gern eines besseren belehren.
Du kannst in der wwb fremdgeräte spezifizieren, also wenn du die kenndaten hast diese auch hinterlegen, damit wwb am ende nicht nur das kanalraster kennt sondern auch den frequenzhub und anderen krams.
 
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Nehmen wir mal die 3-4 k€ als Ausgangsbasis bei einer Zumietung, Danke für deine Kosteneinschätzung, yamaha.

Dafür könnten mindestens 4 zusätzliche Sennheiser EW-D samt Splitter und Rack angeschafft werden. Womit die unbefriedigende Frequenzsituation bei S8/ISM deutlich entzerrt werden könnte. Und auf Billigzeug wie das AKG WMS40 Mini verzichten werden. Gleichzeitig wäre dann Ersatzequipment bei defekten Geräten noch vorhanden.

Mögliches Ziel wäre dann:
4x EW-D, Frequenzband frei bestimmbar
4x EW100, 1G8
4x LD U506, 655-679 MHz
4x LD U508, 823-832 MHz
zzgl. Schulequipment, z.B. 2 x EW100, irgendwo bei 560-580 MHz

Das geplante Stück lässt bzgl. der Rollen den Austausch / Weitergabe von Headsets zwischen verschiedenen Szenen in Nebenrollen zu. Und es wird auf jeden Fall ein Digitalpult, vermutlich ein X32, zur Verfügung stehen. Damit ist auch eine Obergrenze von maximal 20 Funkstrecken gegeben, damit die Musiker auch noch ein paar Kanäle haben und nur genau ein Pult für alles benötigt wird.
Ggf. findet man auch im Laufe der verfügbaren Zeit noch gebrauchte EW100, was weiter für Entspannung sorgen könnte.

Wäre noch die Frage bei einer etwaigen Equipmenterweiterung wie den EW-D, in welches Frequenzband man dort am ehesten gehen sollte. Meinungen dazu?
 
Du kannst in der wwb fremdgeräte spezifizieren, also wenn du die kenndaten hast diese auch hinterlegen, damit wwb am ende nicht nur das kanalraster kennt sondern auch den frequenzhub und anderen krams.
Nobel, nobel... 👍

PS: Danke für die Info. Nachdem ich meine SLXD sich ihre freien Frequenzen selbst suchen lasse, hab ich das im WWB noch nie probiert.

Wäre noch die Frage bei einer etwaigen Equipmenterweiterung wie den EW-D, in welches Frequenzband man dort am ehesten gehen sollte. Meinungen dazu?
Solange ihr von den jetzigen Frequenzen weit genug weg seid, ist das mMn eigentlich egal.
Bitte aber noch den (die) Antennensplitter mit einkalkulieren.
 
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Nobel, nobel... 👍

PS: Danke für die Info. Nachdem ich meine SLXD sich ihre freien Frequenzen selbst suchen lasse, hab ich das im WWB noch nie probiert.


Solange ihr von den jetzigen Frequenzen weit genug weg seid, ist das mMn eigentlich egal.
Bitte aber noch den (die) Antennensplitter mit einkalkulieren.
Jep, in WWB gibts von Haus aus schon Geräteprofile von Sennheiser und co - und sollte das eigene nicht dabei sein, lässt sich das anhand der technischen Datenblätter ganz einfach selbst erstellen. Klappt wunderbar, ich betreibe ausschließlich Sennheiser-Strecken und nutze für alle Berechnungen nur WWB ;)
 
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Hast du auch Equipmentdaten für die WWB für Sennheiser EW-D? Da wäre ich dann zwecks weiterer Planung dran interessiert.
 
Jep, habe ich. Bin die nächsten Tage allerdings unterwegs, ich schicke sie dir zu wenn ich wieder zuhause bin!
 
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