Welche Skala über welchem Akkord...und vieles anderes.

von eiskorn, 02.01.06.

  1. eiskorn

    eiskorn Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 02.01.06   #1
    Moin

    Nehmen wir uns ein Jazzstück, zum beispiel "girl from epanema" ausm realbook. Dort sehen wir einzelne Töne ( die Melodie ) und Akkordsymbole.

    1. Frage. Würdet ihr die Akkorde voll ausspielen, oder gibt es da irgendwas, was man meistens weglassen kann?
    2. Frage. Müssen sich Pianisten (so wie ich) nicht bevor sie ein stück spontaner weise bei einer session einfach wie andere vom blatt spielen, erstmal das ganze stück angucken und sich bei jedem einzelnen akkord stundenlang überlegen in welcher lage sie den spielen wollen, das heißt zum beispiel auch in welcher stufe, sodass man in der linken hand möglichst wenig zu tun hat. das müsste man dann auch noch auswendig lernen....?!
    3. Frage. Beim Improvisieren über akkorden..muss man bei jedem akkordwechsel die skala wechseln, oder spielt man in der skala der grundtonart des stücks...wie ist das??
    4. Frage. Was würde man als Pianist machen, wenn zum beispiel ein saxophon die melodie von "girl from epanemadingenskirchen" spielt und für einen nur noch die akkorde übrig bleiben, da man die melodie ja nicht unisono mit den sax spielen möchte??

    weitere fragen könnten evtl. folgen..

    schon mal im vorraus danke

    jonas
     
  2. Bran

    Bran Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 02.01.06   #2
    Also soviel Ahnung hab ich auch noch nicht davon, kommt aber noch :D

    Also zu der vierten Frage kann ich dir glaub ich eine Antwort geben. Und zwar kann man doch drüber improviesieren. Das heisst ja das man in der Tonart einfach was drüber spielt.

    Ich hoffe ich konnte dir irgendwie helfen

    In diesem Sinne
    sers
    Bran
     
  3. Jay

    Jay HCA Piano/Spieltechnik Ex-Moderator HCA

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    Erstellt: 02.01.06   #3
    In der Band lass ich gerne was weg, Grundtöne und Quinten z.B., oder auch Tensions, die mir einfach nicht gefallen an der Stelle. Dafür nehme ich dann andere wieder mit rein, es lebe der Jazz. ;) Girl from Ipanema ist vielleicht ein etwas ungünstiges Beispiel, weil AFAIK alles, was so in Richtung Latin geht, gerne ziemlich unverschnörkelt gespielt wird, also nicht so wilde Tensions, nicht mal unbedingt die 9.

    Ich für meinen Teil kann auch die wenigsten Sachen vom Blatt mitspielen. Im Idealfall sollte man das allerdings können, und mit der Zeit gehen die Akkorde "ins Blut" über. Da muss man sich dann nicht mehr überlegen, wie die liegen, sondern weiß das intuitiv.

    Die Sache mit der linken Hand, was du da gesagt hast, vergiss gleich wieder! Wenn du Solo spielst und dich selbst begleitest, musst du die Akkorde nach links legen. Wenn du nur begleitest, kannst du es machen, wie du lustig bist, bzw. musst dich auch etwas nach anderen richten: Bassist!

    Hängt vom Stück ab. Und natürlich davon, wie du klingen willst, aber bleiben wir erstmal beim Stück. Wenn die Tonart immer die selbe ist, was quasi nie vorkommt :D, kannst du die Skala beibehalten. Beim Blues z.B. geht das. Auch geht das immer innerhalb zusammengehöriger Akkordverbindungen, also eine II-V-I z.B. Wäre in C-Dur Dm7 G7 Cj7, da kannst du immer C-Dur drüberspielen (es sein denn, es kommen Tensions dazu, die eine andere Skala verlangen, z.B. b9). Wenn die Folge dann aber nach Bb-Dur wechselt, solltest du das auch machen: Dm7 G7 Cj7 Cm7 F7 Bbj7. Theoretisch hat also jeder Akkord seine Skala bzw. mehrere passende, aber die bleibt halt auch mal ein paar Takte gleich. Zum Glück.

    Na einen netten Groove, der einem das Gefühl vermittelt, man spaziert gerade am besungenen Strand entlang. :p Eine Begleitung eben, sollte rhythmisch zum Lied passen. Hier hilft viel hören, was machen andere so? Man muss ja nicht genau das gleiche spielen, aber man kann sich das "Feeling" des Songs gut raushören.

    Mit dem ganzen Thema kann man Bücher füllen, das hier soll nur mal zu groben Orientierung sein.

    Gruß,
    Jay
     
  4. parker007

    parker007 Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 03.01.06   #4
    die 2 wichtigsten Töne bei einem Akkord sind Terz und Septime.
    die 13 oder 5 oder Grundton sind alles nur optionstöne
     
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