Ich hab die Bezeichnung zwar nicht gemacht, aber es erscheint mir logisch, dass wenn die Tapedelays "analog" heißen, die Kondensatordelays mit völlig anderem Aufbau das nicht auch können. Mit Solid State haben die sich da glaub ich was dabei gedacht

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Tapedelays heißen Tapedelays. Analog sind sowohl Tapedelays als auch Solid State Delays. Somit heißen beide AUCH Analog Delay.
Ich kenn die Unterscheidung zwischen "Digital, Analog, Tape". Wenn man ein analoges Delay als Bodentreter kauft, handelt es sich NICHT um eine Bandmaschine, sondern eben um ein "analoges Delay" bzw. konkreter, wie du sagtest, ein Solid State Delay.
Und jetzt hören wir bitte auf, den Threadstarter zu verwirren
also:
digital
-> Chip mit Speicher
analog
-> 1. Solid State Delay
-> 2. Tape Delay
und wie Miles schon erwähnte gibt es da unterschiedliche Anwendungsfälle:
Für rhythmische Spielereien, bei denen das Delay wie eine zweite (und dritte, vierte, ...) Gitarre ein Riff ausfüllen bzw. interessant klingen lassen soll, bieten sich digitale Delays an aufgrund ihrer Eigenschaft, das Tempo per Fußschalter einzutappen, ihrer längeren Delayzeiten und ihrer "höheren" Soundqualität.
Für "mehr Tiefe im" und "Anfetten des" Gitarrensound(s) mit kurzen Delayzeiten, klingen analoge Delays meist angenehmer. Sie bringen eine Portion "Schmutz" in den Sound und ermöglichen hohe Feedbackzeiten ohne aufdringlich zu werden (da jedes weitere Signal dumpfer und damit schwächer wahrnehmbar wird)
Tape-Delays haben Tonhöhen- und Temposchwankungen im Sound sowie Bandsättigung als möglichen Effekt, während Solid State Delays den Sound eher verzerren und ... chorus/flanger-artige Elemente einbringen können. (in gewissem Maße)