Eine halbwegs gemeinsame Linie in der Band halte ich schon für wichtig. Also wenn einer nicht so mitzieht wie der Rest, sollte man sich da mal klar und deutlich drüber unterhalten. Es ist weder fair, die Band zu bremsen, noch jemanden mit Vorwürfen wie fehlendem Engagement von seiner Ausbildung abzuhalten (drastisch gesagt). Wenn die Ziele nicht miteinander vereinbar sind, kann schlimmstens eine Trennung die einzige Konsequenz sein. Aber im Regelfall lässt sich sowas mit einem klärenden Gespräch bereinigen.
Nur kurz zu obiger Diskussion von wegen Job hintanstellen und Co.:
Ich kenn genau zwei Leute, die alles inkl. Job aufs Spiel setzen, um nur ja die Band kompromisslos an die erste Stelle im Leben zu setzen. Der eine hat sich gerade noch so mit einem Kredit vorm Privatkonkurs retten können, riskiert permanen den Rausschmiss vom Job und pulvert auch weiterhin jeden Cent, den er nicht hat, in eine Möchtegern-professionelle und irrsinnig von sich selbst überzeugte Band ohne jegliche Erfolgsaussichten, die niemals auch nur in die Nähe von schwarzen Zahlen kommen wird. Der andere hat keinen Job mehr, lebt vom Staat und hat permanent den Gerichtsvollzieher am Hals, der erfolglos versucht, die monatelang überfälligen Alimente für seine
EX-Frau und seinen kleinen Sohn einzutreiben; aber Hauptsache er tut nichts als sich um seine seit 10 Jahren unfassbar erfolglose Band zu kümmern und ist auch noch stolz darauf, sich für die Musik sogar gegen seine Familie und seine Verantwortung als Vater entschieden zu haben, der Idiot
Mein Fazit: Musik ist sehr sehr sehr wichtig im Leben, aber um ein solches überhaupt haben zu können, muss man andere Dinge vornanstellen. Ohne Job und ohne Geld gibts auch keine Musik, so is es leider.
Grühs
Sick
@Peegee: Baden is kein Heavy Metal!
