Wirklich anfangen E-Gitarre zu spielen?

Was vorher schon mal erwähnt wurde, aber das finde ich sehr wichtig. Spare eher an der Gitarre, als am Amp. Denn Gitarren bekommst schon für kleines Geld, richtig brauchbare Stücke. Aber wenn der Amp scheiße klingt, dann verlierst du bestimmt schnell die Motivation, man bezieht das ja dann oft auf einen selber.

Ich hatte jahrelang nen kleinen Übungsamp, der gruselig war für das was ich machen wollte. Er ging clean und bis ins chrunchige. So, aber als Anfänger kann man damit nix anfangen. Ich wollte HardRock und Metal spielen. Irgendwie hing die Gitarre 13 Jahre an der Wand und wurde einmal im Monat zum klimpern runtergenommen... so ungefähr.

Dann hatte ich vor 2 Jahren irgendwie eine Eingebung, weil ich die Gitarre damals aus welchen Gründen auch immer mal öfter in der Hand hatte. Kauf dir nen guten Amp und ich hatte einen, der um Welten besser klang, als der bisherige. Und ungelogen, seit dem Dezember 2016 spiele ich jeden Abend. Glaub die Abende, wo ich nicht gespielt habe, da reichen meine 10 Finger zum zählen.

Also erstmal die Amps anhören, ob sie das können, was du damit spielen willst. Lass dir ruhig vom Verkäufer vorspielen, dafür sind sie da. Und ehrlich gesagt, würde ich auf Modelling verzichten, auch wenn der Katana gut klingt, aber es kann einen doch am Anfang sehr überfordern mit den ganzen Möglichkeiten. Lieber puristisch bleiben, nen Clean und nen Zerrkanal, das sollte doch reichen. Meine Meinung.

Und Lehrer willst ja eh nehmen, das passt auf jeden Fall sehr gut. Und schau dir ruhig auch mehrere an, denn es soll ja passen. Bei mir wars beim ersten so, dass er stur sein Buch durchmachen wollte, ich kam damit gar nicht klar. Bei meinem jetzigen machen wir das, was wir für sinnvoll halten, er geht sehr auf meine Wünsche ein und kann mir das was er vermitteln will auch rüberbringen, so dass ich mit arbeiten kann.

Ich hatte auch einen Lehrer, der bestand auf Noten. Ich bin der Meinung brauchts nicht beim Gitarre spielen und das hätte mich nur aufgehalten, schadet natürlich auch nichts, wenn du mit Noten klar kommst, aber ich komme mit Tabs besser klar muss ich sagen.
 
Und ehrlich gesagt, würde ich auf Modelling verzichten, auch wenn der Katana gut klingt, aber es kann einen doch am Anfang sehr überfordern mit den ganzen Möglichkeiten.
Das Gute am Katana und auch einigen anderen heutigen Modeling Amps: Man braucht von den ganzen vielen Knöpfen bzw. Möglichkeiten nur den für die Auswahl des Verstärker-Sounds (clean, crunch etc) zur Kenntnis zur nehmen, alles andere ignoriert man bzw. es ist so wie an anderen Amps auch.
Da haben die Firmen dazugelernt und auf Benutzerfreundlichkeit geachtet.
 
Das Gute am Katana und auch einigen anderen heutigen Modeling Amps: Man braucht von den ganzen vielen Knöpfen bzw. Möglichkeiten nur den für die Auswahl des Verstärker-Sounds (clean, crunch etc) zur Kenntnis zur nehmen, alles andere ignoriert man bzw. es ist so wie an anderen Amps auch.
Da haben die Firmen dazugelernt und auf Benutzerfreundlichkeit geachtet.
Ja, ich muss dir recht geben. Ich hatte den Katana ja auch mal zwei Wochen daheim. Benutzerfreundlichkeit ist top und er lässt sich sehr intuitiv einstellen. Das war das Erste, was ich mir gedacht hab, der lässt sich super einfach bedienen. Aaaaber... :) Das hab ich so ca. 2 Stunden gemacht, dann gingsn los. Hier kann man dann doch dies... und jenes sollte doch mit der Software gehen... Nach 6 Stunden hatte ihc die Software auf dem PC, massenweise Patches zum Probieren runtergeladen und schon 2 komplette Bänke mit eigenen Sachen voll. Die nächsten Tage gings dann weiter, ach der Patch ist doch lauter als der... wieder rumgestellt. Die Höhen an dem hören sich so penentrant an... tweak hier tweak da....

Ende vom Lied, ich hab ihn wieder verkauft, weil ich einfach nicht die Finger davon lassen kann, wenn man so unendlich viele Möglichkeiten hat. Hab mir nen Marshall DSL20Head geholt, 2 Kanäle, paar Stunde probieren und einstellen. Jetzt spiele ich Gitarre und das ist gut so :D
Das ist klar ne Typfrage, ich kenn auch Leute, die kaufen sich nen Modelling Amp, nehmen die ersten 4 Presets und sind glücklich...
Wenn man das kann, dann gerne, wenn man großen Forscher- und Entdeckerdrang hat, kann das sehr schnell überfordernd wirken als Anfänger oder wenn man weiß, wo man drehen muss, um was bestimmtes zu erreichen, dann eben die Gefahr, dass man ständig nur am Suchen nach "Dem Einen" Sound ist.

Letztendlich muss das jeder selber wissen, was für ein Typ man ist und welchen Gefahren man sich aussetzen möchte ;)
 
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Ich denke auch das man als Anfänger unter Umständen besser dran ist wenn man einen eher "einfachen" Amp hat. 2 Kanäle,Treble,Middle Bass und Gain, ein Reverb ist ganz nett und dann ist man sicher erstmal gut beschäftigt ohne das man sich verrennt.
Aber das ist eben eher Nutzerabhängig. Lassen wir uns überraschen. Dies Auswahl die der Markt bietet ist schon gewaltig inzwischen, auch für den nicht so prall gefüllten Geldbeutel.
 
Nun zweifel ich nur noch daran, ob es denn wirklich etwas für mich ist, denn eine ordentliche Anfänger-E-Gitarre inklusive Zubehör kostet ja auch ein bisschen...
Zudem habe ich mit ca. 11-13 je ein Jahr Geige und Saxophon gespielt, was ich beides wieder aufgehört habe. Die beiden Instrumente haben mir einfach nicht mehr so viel Spaß gemacht zu spielen.
Eine Gitarre (egal ob A oder E) ist einfach vielseitiger als eine Geige oder ein Saxophon. Allein schon deshalb, weil man zur Gitarre auch singen kann. Alleine oder mit Freunden. All das fällt bei Geige oder Saxophon aus...

Und auf einer Gitarre kann man klassisch über rockig bis blues-und-jazz-artig so ziemlich alles spielen. :) Also nur Mut!

Und noch ganz wichtig - wenn es geht, mindestens gelegentlich mit Leuten zusammen spielen (egal ob die jetzt Gitarre oder ein anderes Instrument spielen). Das macht Spaß und steigert ungeheuer die Motivation.

Hallo @m.usic Nützlich, aber am Anfang nicht unbedingt notwendig:
- Gurt zum im Stehen spielen
- Gitarrenständer, damit das gute Stück nicht irgendwo im Weg rumsteht und aus Versehen umgeschmissen wird.
Ausgerechnet da muss ich unbedingt widersprechen - ein Gurt und ein Ständer gehören ins absolute Grundequipment! Was nützt die beste und schönste Gitarre, wenn sie in der Tasche versauert, weil man sie nirgendwo hinstellen kann? Eine Gitarre muss IMMER griffbereit stehen. Nur dann übe ich häufig genug (und wenn es nur 10 min zwischen Frühstück und Arbeitsweg sind). Und ohne Gurt würde ich nicht anfangen, auch nicht im Sitzen. Die Gefahr ist mir einfach zu groß, dass das Instrument aus der Hand rutscht. Gurt und Ständer gibts zusammen für unter 15 €, daran sollte man nicht sparen.

Ich hab mir damals einfach eine Gitarre gekauft die mir gefallen hat...ohne mir ne Birne zu machen das die auch scheiße sein könnte.
Stimmt. :) Volle Zustimmung, als Anfänger kann man das gar nicht beurteilen. Aber mit der Erfahrung nach 2 Jahren habe ich gann gemerkt, dass und wo es ander Gitarre hapert und was an der nächsten besser werden muss...

Einsteigergitarren im Strat-Style wäre die hier oft empfohlene


Schöne Gitarre, mit 41 mm sehr enger Hals. Aber vielleicht gerade deshalb für eine 16-järige das richtige?
 
"Ich hab mir damals einfach eine Gitarre gekauft die mir gefallen hat...ohne mir ne Birne zu machen das die auch scheiße sein könnte."

Ich denke man sollte auch so anfangen. Erstmal Spaß dran haben und sich über das freuen was man hat.
Ich bin auch noch ein "Frischling" habe mir aber auch erstmal gedacht -----scheiß drauf------ Hauptsache los schrabbeln:)
 
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auch wenn das hier vermutlich eher verpöhnt ist, aber neben einem Buch kann man sich auch mal Rocksmith 2014 anschauen.
Hier wird zwar keine Theorie vermittelt, aber es gibt durchaus Übungsspiele und einen Haufen Songs die man spielen kann. (und ist ja auch mit vielen Songs erweiterbar, auch kostenlos)
Man muss natürlich mit dieser Art zu Lernen zu recht kommen.
So braucht man erst mal keinen Amp, dafür aber einen brauchbaren PC mit einer Soundkarte.
 

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