Woher weiss ich was ich beim Komponieren nehmen soll? [Moll, Dur, 7,...]

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Jon2808
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Hey,
ich habe da eine Frage zum komponieren:
Sagen wir mal ich fange mit einem E Moll an und möchte nun ein G spielen.
Aber was für ein Akkord? Moll, 7, Dur, etc...
Kann man sagen das wenn man ein Lied in E Moll schreibt, dass dann für ein G am besten ein G7 z.B. ist?
Ich weiss es geht darum was sich am besten anhört... Aber es wär mal ganz interessant :great:

Danke :)
 
Eigenschaft
 
1 dur major7
2 moll 7
3 siehe 2
4 dur major7
5 dur7
6 moll7
7 moll 7b5

das sind die 7 stufenakkorde einer tonleiter als vierklänge. ergeben sich durch terzschichtung innerhalb einer tonleiter. grundton, ton auslassen, ton für den akkord (große oder kleine terz), ton auslassen, ton für den akkord (quinte oder verminderte quinte), ton auslassen,ton für den akkord (große oder kleine septime)...

dur, moll, 5 oder b5, 7 oder major 7 ergeben sich durch die halbtonschritte einer tonleiter. vom grundton (ionisch ;))aus gesehen liegen die zwischen der 3. und 4. bzw 7. und 8. stufe. der rest ergibt sich dann "automatisch", wenn man das prinzip, welches dahintersteckt mal verstanden hat :).

gruß
 
Besorg dir einen Quintenzirkel ;)
 
Hey,
ich habe da eine Frage zum komponieren:
Sagen wir mal ich fange mit einem E Moll an und möchte nun ein G spielen.
Aber was für ein Akkord? Moll, 7, Dur, etc...
Kann man sagen das wenn man ein Lied in E Moll schreibt, dass dann für ein G am besten ein G7 z.B. ist?
Ich weiss es geht darum was sich am besten anhört... Aber es wär mal ganz interessant :great:

Danke :)

Hast du irgendwelche theoretischen Grundlagen? Falls nein, bleibt vermutlich nur "Versuch macht kluch... äh klug..." ... Weißt du wie Dur- und Moll-Tonleitern aufgebaut sind? Wenn du in "Natürlich Moll" bleibst, entsprechen die Töne der G-Dur-Tonleiter (parallele Moll-Tonart), also E-F#^G-A-B^C-D-E (B = dt. H). Erhöhst du die 7. Stufe (D# statt D) erhältst du "Harmonisch Moll" und für "Melodisch Moll" wird ebenfalls die 6. Stufe erhöht (C# statt C), damit keine übermäßige Sekunde zwischen C und D#, wie bei "Harmonisch Moll", bleibt (beim abwärtsgehen ist dieser künstlich erzeugte Leitton nicht nötig, so dass "Natürlich Moll" gespielt werden kann).

Von dieser Tonleiter ausgehend schichtest du, wie von MOB beschrieben, die Terzintervalle übereinander, um die passenden Akkorde zu erhalten.
 
Wenn du mit e-Moll anfängst und der Ton g harmonisiert werden soll, hast du folgende Möglichkeiten:
C#m(b5) , C, Cm, alle Akkorde mit Grundton G (Gm, Gsus4, etc.), Eb, Em. Bei diesen Dreiklängen ist g direkt enthalten. Du kannst auch Vierklänge verwenden, dann gibt es wesentlich mehr Möglichkeiten, oder Zweiklänge wie Powerchords, dann gibt es weniger Möglichkeiten.

Welcher Akkord nun der beste ist, hängt davon ab, in welchem Stil du komponierst, in welchem Tempo und evtl. auch für welche Instrumente.

Harald
(hab's mal zur Harmonielehre verschoben, da es ja um Harmonisation geht)
 
Einfach nach dem Gehör komponieren.

Oder auch mal eigene Regeln aufstellen. Das macht Spaß!
 
Offen gestanden, ich weiß nicht genau, was dein Problem ist. Wenn du bei Em ein g spielen willst, sollte das das geringste Problem sein, denn der Em-Dreiklang enthält ja bereits ein g. Als Grundlage musst du die Em-Kadenz kennen, du kannst aber jederzeit die Em-Tonart verlassen und beispielsweise auf Cm oder Eb-Dur überwechseln. Das Geheimnis: Du musst wieder zurückfinden auf deine harmonische Grundstruktur, also dein Lied am besten in Em beenden. Bevor du das Lied zu Ende führst, musst du den harmonischen Aufbau (also ohne Melodie) testen. D.h. komplettes Lied nur mit Akkorden spielen (ohne Gesangsmelodie). Erst wenn du festgestellt hast, dass die Akkorde ein geschlossenes harmonisches Gesamtbild ergeben, dann kannst du an der Melodie feilen, so dass sie unbedingt in die Harmonieabfolge passt. Sind da irgendwo Stellen, die sich beißen, musst du die Melodie ändern. Lt. meiner Erfahrung ist die Korrektur der Melodie einfacher, als die Korrektur des gesamten harmonischen Gerüsts, wenn du mehr als nur 3 Dur-Akkorde hast. Lass dich aber nicht von einer Folge interessanter Akkorden verleiten. Deine Melodie ist das Entscheidende. Verträgt die Klarheit deiner Melodie überhaupt Tonartwechsel oder schräge Akkorde? Viele Songschreiber lassen sich von trickreichen Akkorden verleiten und ordnen dann eine Melodie der Akkordauswahl unter. Das ist komplett falsch! Die Melodie, insbesondere deine eigene, ist das Thema. Die Akkorde sind Begleitung, also Beiwerk! Gute Einfälle!!!
 

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