Workshop-Adressen für Hammond/Blues/Jazz/Funk

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uro-frank
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Hallo, spiele seit 48 Jahr Piano, zuletzt seit langem Solo Blues-Sachen. Bin technisch entsprechend kein Anfänger. Trotzdem nun nach Gründung einer Band nach vielen Jahren wieder interessiert an Verbesserung. Habe mir nun auch ein Nordstage 2 gekauft und bin begeistert von den Organ-Möglichkeiten. Nur leider etwas "versaut" durch 25 Jahre Solo-Piano ;).

Würde nun gerne mal einen Workshop für 1-3 Tage besuchen, bei dem ich Tips bekomme für das Spiel einer Hammondorgel und Pianos in einer Blues-/Funk-/Jazz-Band (ich muss mich da total zurücknehmen, spiele viel zu viel und erzeuge dadurch leider etwas "Sumpf", da ich links die halbe Rhythmusgruppe mitzuspielen gewohnt bin als Solist, aber nicht weiß was man wie und wo am besten weglassen kann). Auch neue Blues-/Jazz-/Funk-Harmonien und Akkorde und Läufe für Piano und Hammond würde ich gerne dazulernen.
Wenn ich so gute Hammond-Spieler höre (Simon Oslender z.B.), dann tränen mir die Augen und der Wunsch wächst, sich wieder mal zu verbessern. Technik-Basis ist vorhanden, aber how to play ist verbesserungswürdig... :rolleyes:

Gibt es irgendwo in Deutschland/Österreich Workshops, wo fortgeschrittene Musiker sich weiterbilden können in dieser Stilrichtung? Wißt Ihr ggf. wo ich sowas finde?

Danke für Hilfe! Oder gibt es hier im Forum eine andere Ecke, die ich noch nicht gefunden, wo diese Frage besser platziert wäre (Frage an den Moderator)?
 
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Hallo @uro-frank!

Im Grunde bist du hier schon richtig. Vielleicht weis Kollege @HammondToby Rat?
 
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HammondToby
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Danke @Duplobaustein Wir haben per PN Kontakt aufgenommen. Hier meine Antwort, vielleicht hilft sie ja auch anderen:

ohne Dich gesehen oder gehört zu haben ist es natürlich sehr schwer, spezifische Tipps zu geben. Im Prinzip würde Dir die Jazz-Spielweise weiter helfen: Akkorde in der Mittellage mit linke und mit rechts solistische Einwürfe darüber, bzw. die linke Hand auf dem Untermanual und die rechte auf dem Obermanual mit unterschiedlichen Zugriegelsettings. Vielleicht hilft Dir das "modern Jazz Piano" von Mike Schoenmehl weiter, dort habe ich viel mitgenommen ... oder die Bücher von Phil Moerke.

Ich habe in meiner ehemaligen Soulband viel mit links Rhodes und mit rechts Hammond gespielt. Hier mal ein Beispiel:



Das könnte auch eine gute Herangehensweise sein, damit Du dem Bassisten nicht in die Quere kommst.

Viele Grüße vom Toby
 
uro-frank
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Danke für den Tip schonmal... ich komme aus dem Solo-Piano-Boogie-Woogie-Bereich in den letzten Jahren, also viel linke Hand mit Bassmelodien oder Rhythmik-Figuren und rechts Improvisation darüber, technisch schon fortgeschritten. Durch die Anschaffung eines Nordstage 2 Ex 88 haben sich mir aber die Welten der B3-Hammond, des Fender Rhodes und des Synthesizers erschlossen und durch den Einstieg in eine Band mit Blues-/Soul-Wurzeln will ich dort diese für mich neuen Instrumentenklänge/Spielweisen einbringen. Da stoße ich natürlich mit meiner linken Hand auf den Wiederstand des Bassisten und teilweise auch Schlagzeugers ;) oder erzeuge bei Full-Organ über das volle Keyboard einen ziemlichen Sumpf. Was wäre z.B. für einen Keyboard Split im unteren Bereich (wenn ich nicht sowieso dort ein Grandpiano oder E-Piano rauflege) an Zugriegelsettings zu empfehlen, damit es nicht zu sumpfig wird, sondern pointierter und spielt man dann links eher Einzeltöne, Quinten oder Oktaven, liegengelassen oder rhytmisch mit der Orgel oder ganz andere Sachen?
Und mit "Mittellage" meinst Du von der Tonhöher her? Also bei einem Keyboardsplit die Linke Hand evtl. 1 Oktave höher tunen, weil ich ja sonst eher in der Baßlage bin?
Weil sowas ja immer sehr theoretisch ist, würde ich halt gerne mal einen Live-Workshop besuchen, bei dem erfahrene Keyboarder einem das zeigen, dann könne ich das natürlich viel schneller umsetzen... aber sowas scheint schwer zu finden sein...
 
HammondToby
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Na ja, für das zweimanualige Orgelspiel gibt es so viele Rezepte, wie es Spieler gibt. Ich persönlich favorisiere da links einen etwas leichteren Sound und rechtes etwas, das mehr Durchsetzungskraft hat und spiele dann verschiedene rhythmische Figuren zwischen den Händen in unterschiedlichen Umkehrungen oder kleinere Licks, je nach bedarf auf dem entsprechenden Manual und unter Einsatz des Schwellerpedals. Typische Zugrigelsettings wären da
Rechts: 84 8000 335, Chorus 3, Percussion off (bei Bedarf die 2nd, soft, fast)
Links: 00 0804 000, Chorus 3

Mit Mittellage meinte ich: Dein Spiel hat unter dem 'kleinen c' nichts verloren, das ist das Reich des Bassisten. Ich spiele meistens in der eingestrichenen Oktave und höher, darunter ist auch die Gitarre sehr präsent und es kann auch da zu Frequenzproblemen führen. Klar, manchmal lässt es sich nicht vermeiden, aber tendenziell versuche ich, aus den Bereichen der anderen Instrumente heraus zu bleiben. Entsprechend musst Du die Oktavtransponierung einstellen, in der Regel ist das dann eine, eher zwei Oktaven nach oben.

Ja, die Sache mit den Workshops ist recht knifflig, auch für uns, die wir die ja geben. Oft sind die Anmeldungen dafür nämlich leider sehr überschaubar.

Viele Grüße vom HammondToby
 
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AbuSimbel
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Hi Frank,
Die Tipps hier waren schon ganz gut, aber ich denke auch, wie du schon selbst schreibst, dass dir eine praktische Anleitung viel mehr bringen wird.

Leider sind die Workshops wirklich sehr rar, aber wie wäre es einfach deine favorisierten Keyboarder mal anzuschreiben und nach einem "Privat-Workshop" zu fragen? Viele sind gerne dazu bereit.

Vielleicht hat @HammondToby ja Zeit, sonst hat er sicher den Kontakt zu Simon Oslender. Ich bin leider im Urlaub :)

Meiner Erfahrung nach gibt jeder Keyboarder sein Wissen gerne weiter. Über den Preis werdet ihr euch sicher auch einig.
 
Herby_A
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Hallo.
Ich habe bereits zweimal einen Kurs bei Peter Dennler in der Schweiz im schönen Tessin besucht. Er schneidet seine Wochenkurse individuell auf den Teilnehmer zu. Es ist schon eine Weile her, daß ich dort war, daher kenne ich das genaue Instrumentarium dort nicht. Aber der Charme, auf einer gut gewarteten A100 zu spielen, ist schon toll. Such doch mal im Netz, er ist dort mit einer Seite vorhanden. Den Besuch dort kann man ja auch prima mit einem Kurzurlaub verbinden.
Gruß, Stefan.
 
emanuel
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Salü uro-frank

Gehe mal auf y o u t u b e. c o m
und gib Mal ein: Organ Playing Techniques

Viel Spass!
Freundlichen Gruss
Emanuel
 
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marktheshark
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hi uro-frank,

vielleicht ist ja der jazzlike-Banworkshop (www.jazzlike.net) etwas für dich.
Neben Theorie/Gehörbildung/Harmonielehre stehen gezielter Einzelunterricht mit Jazz/Pop-Bezug und auch Bandcoaching jeden Tag auf dem Plan.
Das Kloster Illbenstadt ist darüber hinaus noch eine Reise wert.

Gruss Mark

P.S. zu Jazzvoicings habe ich 2 Tutorials (PDFs) auf meiner Website
http://www.klavierunterricht-bergstrasse.de/unterrichtsmaterial_klavier.htm#
http://www.klavierunterricht-bergstrasse.de/unterrichtsmaterial_klavier.htm#
Einmal Left-Hand-Voicings/Droptwo und einmal Guidetonvoicings
Das kommt jetzt erstmal vom Klavier, lässt sich aber durchaus auch auf die Hammond übertragen. Im Prinzip geht es darum, wie hammondy-toby schon erwähnt, Konflikte mit dem Bass zu vermeiden.

Wenn du Bock hast, schau doch mal rein
 
uro-frank
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Habe jetzt für 07/2018 einen Blues-Workshop in Bad Radkersburg, Österreich bei Raphael Wressnig gebucht, das Bad Radkersburger Blues-Summit, ein Festival mit Konzerten, Jam-Sessions und Workshops! Freue mich schon total drauf!
 

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