Wozu benutzt man einen Arpeggiator?

von BerndH, 21.11.06.

  1. BerndH

    BerndH Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 21.11.06   #1
    Hallo zusammen,

    ich bin noch Anfaenger im Synthesizer Metier. Nach einigem Lesen im
    Forum ist bei mir (u.a.) die Frage stehengeblieben, was man mit einem
    Arpeggiator macht.
    Ok, ich weiss, dass Arpeggios gebrochen gespielte Akkorde sind. Aber
    wozu benutze ich so ein Ding beim Spielen?

    Wuerde mich ueber eine Erklaerung freuen...

    Danke,
    Bernd
     
  2. tonkind

    tonkind Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 21.11.06   #2
    Hi,
    Du spielst einen Akkord und der Arpeggiator zerlegt ihn in Einzeltöne, die er nacheinander spielt.
    Je nach gewählten Einstellungen genau die gespielten Töne oder über mehrere Oktaven und in auswählbaren Notenwerten und Geschwindigkeiten.

    Es grüßt
    das Tonkind
     
  3. HaraldS

    HaraldS Mod Emeritus Ex-Moderator

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    Erstellt: 21.11.06   #3
    Ursprünglich sollte ein Arpeggiator einen gegriffenen Akkord zerlegen und als Arpeggio (ital.="wie eine Harfe") spielen. Dabei konnte man über einige Parameter einstellen, welches Muster gespielt werden sollte. Das gab es schon im Umfeld der Analogsynthesizer der 70er Jahre.

    Mittlerweile werden (z.B. bei der Korg Triton-Serie und bei vielen Yamaha-Geräten) die Arpeggiatoren ganz allgemein als Abspielsequenzer für wiederholte Muster genutzt. Diese Muster müssen nicht notwendigerweise aus einem Einzelsound bestehen, sondern können beispielsweise Gitarre, Baß+Drums umfassen.

    Das bedeutet z.B. daß man bei der Triton-Serie eine ähnliche Spieltechnik wie bei Portable Keyboards nutzen kann, indem man einen Akkord greift und ein komplettes Playback einer Rhythmusgruppe abgespielt wird. Die Styles von (guten...) Portable Keyboards sind ja auch nichts anderes als ziemlich ausgefuchste Pattern-Play-Generatoren. Bei Arpeggiatoren hat man aber in der Regel mehr Eingriffs- und Programmiermöglichkeiten als bei Portables. Drumpatterns, Gitarren-Strummings sowie bewegende Synthesizerflächen sind die Hauptbereiche für Arpeggiatoren.

    Mit dieser Verallgemeinerung und Ausweitung des Arpeggiatorprinzips kommen die Hersteller der DJ-typischen Tendenz entgegen, Musik aus Loops zusammenzusetzen. Korg war m.E. führend in dieser Tendenz, indem sie die Realtime-Pattern-Play-Funktion (RPPR, in der N-Serie und in der Triton) und die Karma-Funktionen (in der Karma & Oasys) einbauten.

    Harald
     
  4. BerndH

    BerndH Threadersteller Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 21.11.06   #4
    Danke fuer die ausfuehrliche Erklaerung!
    Vorallem der Hinweis, dass ein Arpeggiator als "Patterngenerator" verwendet
    werden kann (mit div. Sounds) hat mir sehr geholfen.

    Gruesse,
    Bernd
     
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