Wozu einen Sequencer ???

von Zebra777, 24.03.08.

  1. Zebra777

    Zebra777 Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 24.03.08   #1
    Hallo liebe Musikfreunde :)

    als blutiger Anfänger möchte ich mir einen Synthesizer kaufen. Jetzt empfehlen viele den Korg X 50. Der hat allerdings keinen Sequencer.

    Jetzt meine Frage. habe schon gegoogelt, komme aber auf keine richtige Antwort:

    1.) Kann mir jemand in "einfachen" Worten erklären, was ein Sequencer ist und was man damit macht.

    2.) Was kann ich mit diesem Ding im Synthesizer machen? Ist er "verzichtbar"

    3.) Kann ich einen Synthesizer OHNE Sequncer mit einer Software (z.B Cubase) nachrüsten? Natürlich über einen Anschuss an meinen Laptop?

    Danke für eure nette Hilfe :great::great::great:
    Stefan
     
  2. HaraldS

    HaraldS Mod Emeritus Ex-Moderator

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    Erstellt: 24.03.08   #2
    Ein Sequenzer ist ein Aufnahmegerät. Es gibt Sequenzer für musikalische Steuerdaten (MIDI) und für Audio-Aufnahmen. Eingebaute Sequenzer in Synthesizern sind sehr häufig MIDI-Sequenzer: es wird aufgenommen, welche Taste zu welchem Zeitpunkt gedrückt wurde. Diese Datenliste aus Zeitinformationen und Tastennummern kann wieder abgespielt werden, sodaß ein einmal aufgenommenes Stück wieder abgespielt wird. Die aufgenommenen Daten kann man bei den meisten Sequenzern verändern, z.B. kann man die Tonhöhen ändern, das Tempo oder die rhythmische Präzision (es wird rhythmisch genauer abgespielt als aufgenommen wurde).

    Dann gibt es Audio-Sequenzer: damit können schlichtweg Audio-Daten aufgenommen und verändert werden. Cubase ist z.B. ein Programm, das sowohl MIDI- als auch Audio-Sequencing beherrscht.

    Einen Sequenzer brauchst du bei Studioarbeit eher im Rechner als im Synthesizer. Der Bedienkomfort von Cubase ist natürlich besser als bei einem Minidisplay eines Geräts. Auf der Bühne kann ein Sequenzer in einem Synthesizer dazu genutzt werden, mehr Parts zu spielen als man Hände hat - also gleichzeitig z.B. Klavier, Orgel, Strings und ein Pad. Dazu muß aber der Rest der Band synchron zum Sequenzer spielen, was nicht ganz trivial ist.

    Jawoll, das geht. Das nennt man dann allerdings nicht "nachrüsten", da du einfach ein zusätzliches Gerät anschließt und nicht den Synthesizer selbst veränderst.

    Harald
     
  3. Zebra777

    Zebra777 Threadersteller Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 24.03.08   #3
    Herzlichen Dank Harald :-)

    jetzt verstehe ich es langsam. Also ist es gar nicht sooo wichtig, dass der Korg X 50 keinen eingebauten Sequencer hat? Ich kann einfach meinen PC anschließen und mit einer Sequencer-Software (Cubase) aufnehmen, verändern und wieder abspielen, was ich gerade in die Tasten "gehauen" habe?

    Von alleine kann ich mit dem Korg X 50 also nichts aufnehmen... auf SD-Karte oder Speichermedium...

    Macht es mehr Sinn, den Sequencer schon "an Bord" zu haben beim Synthesizer? Oder empfiehlt sich die Alternative mit Laptop + Cubase???

    Ich tendiere nun zwischen Korg x 50 und dem Korg TR 61... natürlich liegt zwischen beiden eine ganze Menge Euros !! Zumal der TR 61 wohl eher eine Workstation mit etlich mehr Funktionen ist? Wozu würdet ihr mir raten????

    Danke für die supernette Hilfe für einen wirklich absoluten Beginner :-)
    Stefan
     
  4. Distance

    Distance Mod Emeritus Ex-Moderator

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    Erstellt: 24.03.08   #4
    Die Preisfrage ist, wie immer: Was willst du eigentlich machen?
    Harald hat eigentlich schon sehr gut beschrieben, was man normalerweise mit einem Sequencer macht und wann er sinnvoll ist. Du musst also nur überlegen, was du vor hast und dann entscheiden, ob du einen Seq brauchst.

    Unabhängig davon würde ich aber auch noch dringend dazu raten, andere Geräte anzuspielen (also von anderen Marken), als da wären:
    Roland Juno-D und Yamaha MM6 (als Konkurrenz zum X50) und
    Roland Juno-G, Yamaha MO6 oder auch Alesis Fusion (als Konkurrenz zum TR61)
     
  5. Zebra777

    Zebra777 Threadersteller Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 24.03.08   #5
    Hallo Distance,

    danke für Deine Antwort :-)
    ich will zu Hause spielen... vielleicht mal ein paar Lieder komponieren, wenn ich das Spielen etwas gelernt habe. Kann ich ohne Sequencer beim Korg X 50 nicht aufnehmen an diesem Gerät?? Dann nur über ein zusätzliches Softwareprogramm wie Cubase und eingeschaltetem Laptop?

    Also im Vergleich zum Korg X 50 raten nach intensiver Recherche hier im Forum ja viele vom Juno D ab, der nicht so gut wie der X 50 klingen soll. Der Yamaha MM6 soll schlecht verarbeitet sein und auch nicht der Hit sein, jedenfalls im Direktvergleich zum Korg X 50.

    Yamaha MO6 kommt schon eher an der Korg TR 61. Der TR 61 soll aber leicht vorne liegen und momentan gibt es ja von Korg die 100 €-Gutschein-Aktion (bekommt man beim Neukauf zurück). Auch ein Kriterium.
     
  6. Distance

    Distance Mod Emeritus Ex-Moderator

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    Erstellt: 24.03.08   #6
    Ja. Aber wie Harald schon sagte, zu Hause (was ja unter "Studio", im Gegensatz zu "Bühne" fällt) ist da der Software-Sequencer die bessere Lösung, jedenfalls wenn man die Aufnahmen auch bearbeiten will. Einfach weil es sehr viel komfortabler ist, an einem großen Computerbildschirm und mit Maus zu arbeiten, als an einem kleinen Keyboard-Display.
    Es gibt übrigens auch Freeware in diesem Bereich, sowie kleine Cubase-Versionen als Beigabe zu vielen Interfaces usw., die du zum Anschluss an den Rechner benötigst.
    Der einzige Nachteil ist, dass man nicht "mal eben" was aufnehmen kann - man muss immer erst den Rechner einschalten.

    Stimmt zwar, aber vergleichen sollte man trotzdem. Geschmäcker sind ja bekanntlich verschieden ;)
    Und wenns am Ende dazu führt, dass du dir einen X50 kaufst, ist das ja gut. Dann kannst du aber auch mit dem Gefühl kaufen, die richtige Entscheidung getroffen zu haben und wirst dich nicht irgendwann ärgern "hätt ich doch damals nur..." - das ist in meinen Augen einiges wert ;)

    Das wüsst ich jetzt aber nicht so eindeutig. Allein hier im Board gibt es mittlerweile so viele MO-User, dass das auch eigentlich garnicht sein kann.
    Mit anderen Worten: Hier ist noch mehr Geschmack im Spiel und noch mehr Notwendigkeit zum intensiven Probespiel - natürlich auch, weil es eben noch mehr als die beiden Geräte gibt. :)
     
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