Zehn Gebote zum Gitarrenkauf

  • Ersteller DerZauberer
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OT:
Super Artikel zu den Spinnen.
Jetzt hat jeder, der mal lauter im Schlaf schnarcht, das perfekte Gegenargument, sollte ihm die Partnerin das zum Vorwurf machen: "Wenigstens krabbeln mir im Gegensatz zu dir dann nicht so viele Spinnen beim Schlafen in den Mund!" (muss ich mir auf jeden Fall merken! *g*) .
 
Bin eine Leseratte...und wessen Stoff so qualitativ hochwertig (mit diesem gewissen Etwas) und hilfreich ist wie Deiner, den lese ich dann auch seeehr gerne. Interessant und lebendig; bin gespannt, was Du nach der Sommerpause bringst :great:

Hätte ja eine Idee :gruebel:
Der "Bass-Achim und sein Weg" sagt Dir doch Was...? Und jetzt bitte "Der Gitte-Zauberer: Von damals bis hierher" ;)

sänks schomma :D
 
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Ich freu mir grad ein Loch in den Bauch, daß unser beider Texte zusammengefasst und gepinnt wurden. :) :)

Dabei ist mir grade wieder in die Augen gefallen, daß wir ja auch beide Linkshänder sind. Was'n Zufall. Oder nicht?
Vielleicht muss man als solcher tatsächlich bedachter an Gitarrenkäufe rangehen als ein Rechtshänder.
 
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Ich kann nicht alle "Weisheiten" teilen, die Teil des Texts sind, aber für Einsteiger ist das sicher nicht verkehrt. Nett ;)
 
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Klasse!
Teilweise musste ich herzlich schmunzeln! ;)

Danke!
 
Schöner Text ... vor allem prima, dass er jetzt auf der Homepage prominent platziert wurde ...

Gehöre zwar zur Tieftöner-Fraktion, aber die Zehn Gebote der Bibel gelten ja auch für Katholen wie für Evangelen ...
 
Das 8. Gebot gefällt mir am besten und bringt es auf den Punkt: "Nicht das Instrument ist Schuld, sondern du selbst."

Der Schuldkult der seit Ende des II. Weltkrieges in Deutschland erfolgreich forciert wird, hat nun auch im Musiker-Leben Einzug gehalten :D
 
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Bin gerade erst auf Deinen Beitrag gestoßen, daher erst sehr verspätet ein dickes Lob von mir dafür! Man merkt, Du schreibst gerne und routiniert und Länge schreckt in diesem Fall nicht ab, im Gegenteil. Es steckt viel Wahres darin und ich mußte das eine oder andere Mal auch sehr herzlich schmunzeln. Qualitativ hochwertiger Beitrag, mehr davon! :great:
 
Der Beitrag hat mich so abgeschreckt, dass ich statt ner (weiteren) Gitarre ein Stagepiano gekauft habe...
 
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Der Beitrag hat mich so abgeschreckt, dass ich statt ner (weiteren) Gitarre ein Stagepiano gekauft habe...
Dabei hast Du bestimmt ne Menge falsch gemacht, weil Du bestimmt noch nie was von den zehn Geboten zum Stagepianokauf gehört hast :evil:.
 
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und diejenigen, die ihn bräuchten, werden ihn nicht lesen :D aber dafür ist so ein Forum ja da...

Vielleicht mag ja auch einer der Mod's mal ne Stecknadel dran pinnen, dann besteht vielleicht die Hoffnung das es doch noch ein paar mehr finden!? :engel:
 
Dabei hast Du bestimmt ne Menge falsch gemacht, weil Du bestimmt noch nie was von den zehn Geboten zum Stagepianokauf gehört hast :evil:.

Es war auch ohne schon eine Odyssey! Wahrscheinlich muss sich der Autor jetzt auf eine Klagewelle von Saiten der Gitarrenverkäufer gefasst machen... :D

Und immer daran denken: Jeder nur ein :govampire:
 
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Ich würde das eher in Fragen umwandeln und dabei braucht es keine zehn Fragen:

1. Wie viel Geld bin ich bereit für meine zukünftige Gitarre auszugeben?
Das sollte die erste Frage sein, denn nichts ist bitterer, wenn man nicht aufs Preisschild kuckt und die Gitarre ist ein Traum. Nun ja und für 500,- Euro bekommt man heute ein solides Instrument, aber auch nicht mehr, da muss man schon zwei Lilane über den Tisch ziehen und selbst dann ist es noch nicht gewährleistet ein sehr gutes Instrument zu bekommen.

2. Soll es eine Gitarre ersetzen, ein Backup sein oder einen anderen Sound reflektieren?
Nichts ist blöder, wenn man sich zwei mal das Gleiche holt und am Ende braucht man einen ganz anderen Sound. Hollow, Semi, Solid, Singlecoil, Humbucker, P90... gibt so einige Unterschiede, auch Mensurlänge, Brückenkostruktion, Headstockwinkel sind auch nicht zu unterschätzende Klangmerkmale. Holzarten im übrigen spielen bei E-Gitarre eine eher untergeordnete Rolle und man sollte eher auf das Ganze Konstruktionsgerüst achten als auf ein, zwei Punkte sich zu versteifen, gerade Holz wird (im elektrischen Bereich) überbewertet und man versteift sich zu sehr auf die Klangeigenschaften einer Holzart. Die wiederum komplett anders sein kann, selbst wenn sie die gleiche wäre, da noch andere Faktoren wie Alter, Wetter und Boden eine Rolle spielen. Holz ist organisch und heterogen.

3. Für die Bühne, fürs Studio, für den Urlaub, für Zuhause (oder für den Glassarg)?
Man sollte sich im Klaren sein, welche Anforderungen die Gitarre entsprechen muss, denn wenn man ein Arbeitstier sucht und ein Blingblinginstrument kauft, ist das teilweise rausgeschmissenes Geld, sowie man für die Bühne auch etwas solideres holen sollte und eine supertolle Porno-Akustik-Klampfe fürs Lagerfeuer im Urlaub doch etwas mehr Strapazen abbekommen könnte als vielleicht einem lieb ist. Ein One-Trick-Pony fürs Studio ohne weitere Gitarren könnte auch etwas fehl am Platz sein, wenn man sehr unterschiedliche Sounds sucht.

4. Gefällt mir die Gitarre?
Ist eine Kernfrage, die man sich zurückstellen sollte, da wie Punkt eins man sich nicht alles leisten kann und erst den Preisrahmen festhalten sollte. Gefällt eine Gitarre nicht, spielt man auch gleich schlechter. Die Gitarre sollte nur dir gefallen. Meiner Meinung aber den Vibe des Musikstils bei Bühnengebrauch definitiv abdecken. Denn wir schauen in der heutigen Zeit Musik!

5. Ist die Gitarre für mich und ihren Anforderungen bequem zu spielen?
Tja, was nützt eine göttliche Flying V, wenn man damit hauptsächlich im Studio spielt und sich einfach nicht mit der Sitz-Klemm-Technik anfreunden kann.
Ebenso sollte die Haptik im Stehen was hergeben. Kopflastige Instrumente sind out, außer sie erfüllen den Zweck für Frage vier oder drei.
Was nützt eine gut klingende Gitarre wenn das Greifen generell Unbehagen auslöst oder die Gitarre schwer zu bespielen ist, weil die Bünde scheiße abgerichtet sind oder an den Bunddrahtenden scharf sind? Deswegen immer an testen im sitzen wie auch im stehen!!!

6. Bekommt die Gitarre und die Firma gute Feedbacks in Bezug auf Service, Stabilität, Dauerhaftigkeit, Funktionalität?
Jetzt hat man alles und nach einiger Zeit merkt man, dass man wieder ein Schlagbrett braucht, original versteht sich, oder Stoptailpiece oder oder oder und kein Mensch von der Firma geht ans Servicetelefon oder schreibt Emails zurück.
Nichts ist wichtiger geworden als Serviceleistungen!
Gleichermaßen wenn Headstocks schneller brechen von einer Serie, was man im Internet bei einschlägigen Foren ;) erfahren kann, ob es Kleinkinderkrankheiten gibt. Manche (erst)Serien haben so etwas.
Informieren muss man sich selbst!

Generell würde ich mich von Marken nicht beeinflussen lassen!
 
Ich stimme dem Verfasser dieses Textes in fast allen Bereichen zu, und bedanke mich. Hätte ich das vor 10 Jahren gewusst, hätte ich sicherlich einige Euros und Fehlkäufe gespart!

Ich denke, dass es es auf der anderen Seite normal ist, dass man diese Weisheiten als Anfänger nicht kennt, und viel Lehrgeld bezahlt. Es gibt viele schöne Instrumente auf der Welt, und natürlich ist man am Anfang von Vorbildern beeinflusst. Vor etwa 12 Jahren musste es bei mir eine rote Gibson SG sein, wie sie Angus spielt. Vor einigen Monaten ist mir erst klar geworden, dass mir SGs einfach nicht liegen und das viele Spielfehler daher kommen. Wie lange hab ich mich selbst dafür getadtelt, bestimmte Licks nicht richtig spielen zu können. Irgendwann hab ich dann gemerkt, mit einer Strat oder Les Paul geht das für mich viel besser. Von daher denke ich schon, dass verschiedene Gitarrentypen dem einen liegen, dem anderen aber nicht, und dass der Ton so vom Instrument beeinflusst ist. Gleichzeitig ist es aber das Selbstbewusstsein, dass mir hilft das passende Instrument für mich durch ausprobieren zu finden, und nicht durch hören sagen.

Ich möchte hier bei aller Kritik aber auch eine Lanze für dieses Forum brechen. Habe u.a. eine Diego Tele, eine Tokai Japan und eine Lâg Arkane 1000 hier stehen, und ohne dieses Board wäre ich nie auf die Idee gekommen, solche seltenen Instrumente überhaupt zu probieren. Liest man sich hier ein, ist es sehr wohl möglich für überschaubares Budget ein Instrument zu finden, was woanders mit einem anderen Namen viel teurer ist.

Deshalb: Es mag hier viele Streitereien geben, aber wenn man sich ein bisschen Zeit nimmt, ist es möglich richtige Qualität zu sehr guten Preisen zu bekommen. Teurer ist nach meiner Erfahrung nicht grundsätzlich besser.
 
Hey, erstmal: ein super Text hast du geschrieben und wenn du genauso gut spielen kannst, wie schreiben, dann Hut ab.

Ich persönlich habe bei mein allerersten Kauf den klassischen Fehler gemacht und habe eine billige gekauft, ja billige nicht günstige. Und die klingt auch dementsprechend. Allerdings bin ich trotzdem am Ball geblieben, wo die meisten wahrscheinlich das Gitarrespielen aufgegeben hätten und bin dann erstmal zur E-Gitarre gewechselt. Hier habe ich dann den Fehler nicht mehr gemacht, hatte auch auch schon ein bisschen Erfahrung, auch dank euch, und habe heute auch noch viel Spaß damit und es sind mittlerweile zwei E-Gitten.

Aber jetzt komm ich zum Punkt, worauf ich eigentlich hinaus will: Ich habe im Sommer den Entschluss gefasst, dass ich eine neue akustische Gitarre möchte, die qualitätiv hochwertiger ist. Und nach einen Anspielen einer Gitarre (Gitarre A), fand ich die so gut, dass ich die eigentlich sofort haben wollte, aber mein objektiver Verstand hat mich davon noch abgehalten und ihn zu beruhigen, habe ich noch mehrere Läden abgeklappert (ich distanziere mich bei Gitarren vom online Handel) und dort habe ich auch die selbe Gitarre mit großer Vorfreude angespielt, bis ich dann eine (Gitarre B) zur Hand genommen habe, wo ich im ersten Moment gar nichts bei dachte und beim ersten anspielen, ein paar Akkorde und ich dachte nur so: Okay (in sehr positiven Sinne).

Am nächste Tag bin ich dann nach Köln ins Musicstore gefahren und habe u. a.beide angespielt und viele andere, die wesentlich teurer waren und den gewissen coolness-Faktor besassen und letzten Endes habe ich mich dann für Gitarre B entschieden, womit ich jetzt immernoch auf Wolke sieben bin.

Was ich damit sagen will und warum ich bewusst keine Gitarrennamen und -modelle geschrieben habe:

1. Man soll sich nicht sofort festlegen, sondern sein Horizont erweitern und auch mal Marken anspielen, von dem man evtl. noch noch so viel von gehört hat oder die man eigentlich nicht bevorzugt (obwohl man das ja objektiv wiederum gar nicht festlegen kann, wenn man sie nicht richtig kennt)

2. Die beste, bekannteste, teuerste und hastenichtgesehen Gitarre nützt einen überhaupt nicht, wenn man sich persönlich damit nicht identifizieren kann.

3. Billige Gitarren gehören Verboten (auch hier nicht mit günstig zu verwechseln), ich könnte mir heute noch selbst so eine reinhauen, das ich so eine schlechte erste Gitarre gekauft habe.

Joa da gibts noch so ein paar Punkte, aber das waren im wesentlich die, die mir jetzt sofort in den Sinn gekommen sind, als ich deinen Text gelesen habe.
 
Bescheidenheit und Demut in allen Ehren, aber erstmal eineinhalb Absätze zu lesen dass der Autor von sich denkt dass er nichts kann und nichts weiß (überspitzt formuliert), macht keine große Lust das Folgende zu lesen. Da frage ich mich als Leser: Ja wieso machst du das dann?

Du brauchst dich doch nicht selbst klein machen und dafür entschuldigen, dass du hier deine Erfahrung weitergibst, im Gegenteil! Man kann das gerne am Ende des Artikels anbringen, aber doch nicht bitte mit sowas einsteigen, damit verliert man gleich Leser.

Egal ob es sich um einen Zeitungs-Artikel, Fernsehbeitrag, Radiosendung oder ein Online-Posting handelt, der Einstieg muss mir so viel Lust und mich so neugierig machen, dass ich dranbleiben und den Rest erfahren will.
 
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Ich möchte mal noch was hinzufügen:

"Wer im Jahre 2014 rund 500 Euros für eine E-Gitarre ausgibt, kann ein ziemlich sehr gutes Instrument erwarten, da sollte eigentlich nix „dran“ sein."

Ein KP von 500€ gehört immernoch zur preislichen "Unterklasse", auch wenn das Preisempfinden heute diesen Eindruck etwas verfälscht hat. Die Mittelklasse für eine E-Gitarre BEGINNT erst bei etwa 1000€.
Natürlich bekommt man auch gute Instrumente für 350€, aber man sollte nicht in den Glauben sein, dass 500€ schon zum Bereich "ziemlich sehr gut" gehört.

Aber im Groben hast Du schon recht.... im Werkstattbetrieb beginnt ab 500€ KP (neu) etwa der "wenig fehlerbehaftet"-Bereich.
 

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