Zischlaute unterdrücken.

von Riss, 18.06.06.

  1. Riss

    Riss Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 18.06.06   #1
    Moin,
    ich hab ein Studio Projekts B1 Mic mit einem Behringer Eurorack UB1002FX Mischpult. Benutze eine alte Cubase 1 Version zum recorden. Hab das Problem bei aufnahmen von Vocals das man die Zischlaute wie Sch so stark höhrt dass es schon störend ist.

    Was macht ihr z.B. um diese Laute zu unterdrücken? Nutzt ihr gewisse Filter?

    Auf Antworten würde ich mich sehr freuen. Vielen Dank schon mal im Voraus.
     
  2. lemursh

    lemursh Mod Emeritus Ex-Moderator

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    Erstellt: 18.06.06   #2
    DeEsser ist das Stichwort! :great:
    Und mit einem Kompressor kannst Du die Impulsivlaute etwas eindämpfen, dass die Vocals dann eine gleichmässigeren Pegel erreichen.
     
  3. Gast 23432

    Gast 23432 Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 18.06.06   #3
    Jaaaaa, ich würd es "Zauberwort" nennen...
    Für Live hab ich einen ensoniq DP4 - den ich nicht vollkommen zu bedienen verstehe, Hall, Echo, Pitch etc, alles ok und klar, auch mehrere Effekte in Reihe, der DP4 hat 4 DSPs...
    ABER - mit dem DeEsser komm ich nicht klar...:confused:

    Bei Aufnahmen kenne ich diese Problem eigentlich gar nicht, da kann ich nur vorschlagen, einen Poppschutz zu verwenden (auch wenn Poppen eigentlich was anderes ist = Explosivlaut...) (lol, was schreib ich denn hier eigentlich...:screwy: )
    Oder das Mikrofon etwa 20...30° aus der Achse zu drehen, so daß der Mund nicht in grader Linie davor ist.
     
  4. KlausP

    KlausP HCA Gitarre HCA

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    Erstellt: 18.06.06   #4
    Als "Poppschutz" :-)D ) kann man ohne Geld auszugeben einfach zuerst mal der Mama (oder Freundin oder Gattin) einen Nylonstrumpf abluchsen und über das Mikro ziehen.
    Sozusagen ein "safer S..." für kleine Leute ;)
    Kann aber wirklich helfen.
    Und natürlich die Position des Sängers zum Mikro wie tonstudio 2 oben schon geschrieben hat.
     
  5. spiralspark

    spiralspark Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 19.06.06   #5
    War heute auf nem Stadtfest. Dort war so eine RockeBilli Band die über ne halbe Stunde Soundcheck gemacht hat. Irgendwann fing der Sänger an an Zisch Laute ins Micro zu geben und der Mischer hat dann nen Effekt gefahren. Man konnte echt mithören wie die runtergereglt wurden
     
  6. TravelinLight

    TravelinLight Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 19.06.06   #6
    Neben den anderen Guten Tipps zur Info:

    Die neueren Cubase-Versionen (z.B. SX) haben DeEsser und Compressor und vieles mehr "an Board"...
     
  7. KlausP

    KlausP HCA Gitarre HCA

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    Erstellt: 19.06.06   #7

    So eine Profi-Software habe ich nicht ;) . Ich habe bisher zwei (wahrscheinlich eher "billige") De-Esser ausprobiert und habe es gleich wieder sein lassen weil sie den Gesamtsound deutlich verschlechtert haben.
     
  8. kizm

    kizm Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 19.06.06   #8
    ich sehe folgende möglichkeiten für das entfernen von zischlauten:

    1. de-esser
      (pro: automatisch / contra: reduziert die komplette spur in dem frequenzbereich)
    2. sänger dreht kopf bei der aufnahme
      (pro: gute aufnahme ohne zischen / contra: sänger muss das können)
    3. automation von lautstärke
      (pro: keine nebeneffekte / contra: zeitaufwendig)
    4. kompressor über sidechain steuern
      (pro: automatisch / contra: sehr aufwendig)


    vielleicht ist ja eine für dich dabei :)
     
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  9. TravelinLight

    TravelinLight Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 19.06.06   #9
    Hi Klaus, das war auch eher als Antwort an @Riss gedacht, da er ja von Cubase sprach... . Natürliche Mittel - wie Nylonstrumpf und Gesangstechnik - würde ich auch stets vorziehen!
     
  10. Riss

    Riss Threadersteller Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 20.06.06   #10
    1. de-esser hab ich ausprobiert, hab da keinen Unterschied gemerkt
    2. Kann man auch wohl machen, ist nur beim den aufnahmen sehr ätzend da man sich auf die Kopfposition konzentrieren muss. Aber Aufnahme ist gut.
    3. und 4. Würd ich gern mal ausprobieren, hat jemand ein paar Tips für mich?
     
  11. kizm

    kizm Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 21.06.06   #11
    also die kopfposition sollte ein guter sänger sowieso immer der lautstärke bzw. den lyrics entsprechend anpassen können.

    automation von lautstärke kannst du normalerweise in deiner daw machen. ich nutze z.B. SX3, da kann man sehr leicht in die lautstärke-automationsspur einzeichnen. du musst dann lediglich alle zischlaute für ihre dauer etwas runterregeln. wieviel und wie lange und mit welcher kurve probierst du einfach am besten an einer spur aus.

    für die sache mit dem kompressor brauchst du einen kompressor, der von einem signal gesteuert wird, aber die kompression an einem anderen signal wirkt. denkbar wäre folgender signalweg:

    • die vocalspur wird über send geteilt
    • auf der zweiten vocalspur kommt ein eq drauf, der eine üppige anhebung der problematischen frequenzen macht, selbst aber im mix nicht hörbar ist
    • dieses signal wird als steuersignal für den kompressor verwendet
    • der kompressor komprimiert die originale vocalspur jeweils dann besonders stark, wenn ein zischlaut kommt, da dieser über den eq gesteigert wird und hier einen hohen lautstärkepegel erreicht. die einstellungen am kompressor musst du einfach mal antesten. schneller attack und release wird wahrsch zum besten ergebnis führen.
     
  12. Hans_3

    Hans_3 High Competence Award HCA

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    Erstellt: 21.06.06   #12
    Sssszzschisch im Vorfeld vermeiden ist natürlich erste Pflicht. Wenn das Kind aber schon im Brunnen liegt, ist ein deEsser auf jeden Fall einen Versuch wert. Die Teile von Steinberg sind aber irgendwie nix, dann schon eher diese Freeware:

    http://www.digitalfishphones.com/main.php?item=2&subItem=5

    Ich habe damit neulich eine Clean-Gitarre, die in einigen Spitzen leicht übersteuert brizzelte super hinbekommen. Man darf's halt net zu brutal machen, sondern nur soweit, dass die Störungen im Gesamtmix nicht mehr hörbar sind, auch wenn beim Solohören der Spur noch Störreste zu hören sind. Anschließend noch mal vorsichtig mit nem EQ in den Hochmitten und Höhen drüber.

    Bei GEsang ist das alles noch eine Nummer kritischer, wegen der Sprachverständlichkeit und den unverzichtbaren Höhenanteilen für Präsenz und Glanz in der Stimme, die den Song verkaufen soll. Aber wenn eine fehlerhafte Aufnahme nicht mehr durch Neuaufnahme zu reproduzieren ist - einen Versuch ist das DeEssing immer Wert.

    Nicht vergessen: Unbedingt WAV-Kopie der Spur anlegen, bevor man einschneidende Maßnahmen destruktiv reinrechnen lässt. Sonst gibt's am nächsten Tag kein Zurück mehr.
     
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