Zum Verzweifeln ++ wo sind all die Basser?

  • Ersteller smack1081
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@MatthiasT

Klasse Kategorisierung! :great:


Die erste spielt für gewöhlich 4-Saiter, zockt einfache Linien, bringt immer eine Kiste Bier mit und ist auch sonst sehr pflegeleicht.

Wobei anzumerken ist, dass er diese auch zur Hälfte selber trinkt...

Gruesse, Pablo
 
palmann schrieb:
@MatthiasT

Klasse Kategorisierung! :great:

ich fühle mich gerade auch mächtig ertappt ey...vor allem das mit dem bier hmm... :)

habt ihr irgendwo in der nähe ne uni? wenn ja, macht da aushänge...bei uns ist es jedenfalls so, dass hier jedes jahr massenweise musiker herziehen und viele auch ne band suchen. und dabei sind verdammt viele bassisten!
 
MatthiasT schrieb:
Und als Gitarrist kann man noch so lange am Ton arbeiten, ein Fretless klingt immer geiler.;)

Vielleicht mal 'ne bundlose Gitarre versuchen...

Wobei nach meiner Beobachtung zwei Arten von denen, die Arbeitstiere und die mit Komplexen:rolleyes:
Die erste spielt für gewöhlich 4-Saiter, zockt einfache Linien, bringt immer eine Kiste Bier mit und ist auch sonst sehr pflegeleicht.
Die zweite ist ein wenig neidisch auf die Gitarristen, die bei Rockmusik leider das alleinige Recht haben, viel zu viele mittelmäßige Soli zu spielen.
Das Resultat ist meist viel Slapperei und Griffbretter breit wie Skateboards.
Ich gehöre zum Leidwesen meiner Bandkollegen wohl eher in die zweite Kategorie...

Oft sortieren sich aber ganze Bands danach auseinander, es sei denn die brauchen die ständige Reiberei aneinander... Es gibt eben Bands, die proben gerne nur so zum Spaß mal einen Kasten Bier leer, und andere bestehen aus überwiegend bis ausschließlich Arbeitstieren.

Man kann vordergründige Einfachheit natürlich mit weniger augenscheinlichen Komplexitäten unterlaufen. Das macht so manches Projekt ja erst wirklich interessant.
 
Ich bin Non Konformist und schwimme somit gegen den Strom ;) trinke gern nen Kasten bier und versuch dann noch in die komplexe Gruppe zu kommen was mir dann nicht mehr gelingt
 
Es passt zwar nicht ganz zum Thema, aber mal die andere Seite, die gibt es auch:

Ich bin Bassist, spiele seit einem dreiviertel Jahr und suche fast genauso lange eine Band. Bis auf die Schülerband meiner Schule, in der ich (mangels Alternativen) spiele, kam da nix gescheites. Insgesamt gab es 2 (!) Angebote, beide verliefen sich nach einiger Zeit im Sand, weil da einfach nichts mehr kam. Da könnt ihr euch sicher vorstellen, wie bescheuert ich mir vorkomme, wenn es immer heißt "ein guter Bassist kann sich vor Angeboten kaum retten", oder "Bassisten werden immer gesucht" usw.

Wer mir jetzt vorwerfen will, dass ich nicht Suche, dem sei gesagt, dass ich meinen kompletten Bekanntenkreis abgeklappert habe, zwei Threads hier im Forum gestartet habe und in so ziemlich jeder blöden Musiker-Sucht-Band Kartei im ganzen Netz (also alle kostenlosen) eingetragen bin, die ich finden konnte.

greetz

M.U.Y.A.

P.S: Sorry für OT, aber vielleicht kann mir mal einer sagen, was ich falsch mache, wo doch Bassisten mit Angeboten zugeschmissen werden. So schlecht bin ich wirklich nicht, wie ich nach dem letzten Auftritt mit der Schülerband wieder erfahren durfte, als mich wildfremde Leute angequatscht haben, wie toll ich doch wäre.
 
Ich glaube der schwerste Schritt ist die erste Band. Wenn du mal in einer Band warst, ein paar Auftritte hattest und die Leute dich gesehen haben spricht sich auch schneller rum, dass dieser oder jener Basser gerade frei ist und dann kommen auch Angebote.
Gerade in Musikerkreisen spricht sich sowas schnell rum und es kommt immer wieder zu Projekten von verschiedenen Musikern verschiedener Bands, denen dann meist noch der Bassist oder Sänger fehlt.
Wenn dich dann mal einer von denen gesehen hat, oder von nem Kumpel oder dergleichen weiß, dass es da nen Basser gibt, dessen Band sich gerade aufgelöst hat usw., dann kommen die Angebote von ganz alleine...:)
 
Haha, ich such auch noch meine erste Band, entweder gibts hier Bassistenüberschuss oder Bandmangel :D
 
M.U.Y.A. schrieb:
Da könnt ihr euch sicher vorstellen, wie bescheuert ich mir vorkomme, wenn es immer heißt "ein guter Bassist kann sich vor Angeboten kaum retten", oder "Bassisten werden immer gesucht" usw.

Nee, so einfach ist das wirklich nicht, zumindest, wenn man nicht egal was spielen will...

Sorry für OT, aber vielleicht kann mir mal einer sagen, was ich falsch mache

Wir wohnen am falschen Ort. Köln ist wirklich berüchtigt dafür, daß einer nicht weiß, was der andere tut. Da sind schon genug Leute alsbald wieder schreiend davongelaufen.
 
also als ich so 1974 eingestiegen bin haben auch alle nach Bassisten gesucht.
Offensichtlich hat sich nix geändert :redface:
 
Also, die meisten "Angebote", die ich in meinem Basserleben bekommen habe, waren Schrott. Es hat schon einen Grund, warum gewissen bands/MUsiker immer nach anderen Musikern suchen und niemanden finden: weil man mit manchen leuten einfach nicht zusammen spielen kann. Die richtig guten bands in meinem leben sind auf zwei Arten entstanden:

1) Ich hab selbst begonnen, Leute zu suchen, hab meistens mit einem angefangen, und dann haben wir uns gemeinsam weiter bewegt. Teilweise haben wir saugute Musiker auf empfehlungen von anderen bekommen. zB einer der Gitarristen, mit dem ich heute noch in Projekten zusammen spiele, ist uns von seinem Gitarfrelehrer als damals blutjunger Typ empfohlen worden. Wir - ein Sänger, ein Schlagzeuger und ich - wollten eigentlich den Lehrer überreden, bei uns einzusteigen, doch der hatte schon zu viele Bands laufen. Einen meiner heute besten Freunde, er ist ebenfalls noch Projektpartner, habe ich über ein Suche-Schlagzeuger-Inserat (das waren die frühen 90er, Internet gabs nur für das US-Militär ;)) kennen gelernt.

2) Bei Parties, Konzerten, Festivals, Sessions, Clubabenden hab ich mich mit anderen Musikern klassisch zusammen gesoffn, um am Ende des Abends bzw. am nächsten Morgen (mit schwerer Zunge, aber voll motiviert!) zu verkünden: "Mia mochn hjetz a Bänd!". Fazit: Geh dorhin, wo Musiker sind! (Musikläden nicht vergessen!)

Es man vielleicht untypisch sein für uns Bassisten und -innen, dass wir in einer Band bzw., für eine Band die Initiative ergreifen. Ich hab das - nach meinen Anfangsjahren - aber stets gemacht und mir deswegen vielleicht auch beim Songwriting und beim bestimmen der musikalischen Richtungen immer mehr Teilhabe und Mitsprache rausholen können, als das möglicherweise bei vielen anderen Bassisten der Fall ist.
 
Ich hab auch erst mit 17 'ne Band gehabt. Da war ich gewissermaßen auch der Leader. Mit dabei waren immer Bekannte, von denen später auch viele das Musikmachen wieder sein gelassen haben. Ich wurde auch ein paarmal von der Schulbigband angesprochen, aber das war nicht mein Bier. Ansonsten war es musikalisch sehr mau in dieser Zeit in meinem Städtchen, da musste man einfach selbst die Initiative ergreifen.

Dann spielte ich mal in einer Metalband, mit G'n'R, Maiden, AC/DC und Metallica covern und dem ganzen Kram. Die haben irgendwie erfahren, dass ich ganz gut Bass spielte und mich angesprochen. Wir waren technisch ganz gut, aber stilistisch war das Thema Anfang der 90'er doch ziemlich abgefrühstückt. Auch meinen persönlichen Geschmack traf es nicht so wahnsinnig. War für mich trotzdem eine gute Zeit, vor allem für das Zusammenspiel Bass/Schlagzeug. Und Spass gemacht hat es auch. Bandleader war ich in dieser Band allerdings nicht.

Dann hatte ich eine Rockband mit Danzig-ähnlichen Songs und auch ein paar Danzig-Coverstücken. Diese Band existierte zwar bereits als ich sie kennenlehrnte, aber ich hatte, gemeinsam mit dem Gitarristen, diese Band gewissermaßen co-geleaded, wobei ich einfach ein wenig erfahrener war als er. Fast alle Songs in dieser Zeit waren von mir.

Anschließend war ich immer ,,nur'' noch Bandmitglied und wurde auch von den anderen angesprochen mitzumachen.

Man muss halt immer schauen was geht. Wenn sich nichts anbietet, selbst was machen. Leute sehen einen dann beim Konzert und du prägst dich in ihre Gehirnwindungen ein. Wenn sie dann in einem halben Jahr jemanden suchen, fällst du ihnen ein.

EDIT: Gab noch einige Bands mehr, bei denen ich teilweise Bass gespielt hatte, jetzt nur mal so das Wichtigste herausgegriffen.

Gruesse, Pablo
 
Gonzo44 schrieb:
also als ich so 1974 eingestiegen bin haben auch alle nach Bassisten gesucht.
Offensichtlich hat sich nix geändert :redface:

Wundert mich nicht, dass es damals noch keine ordentlichen Bassisten gab, '74 wurd ich ja gerade erstmal geboren... :p

Gruesse, Pablo
 
Also ich hab in der Schulbigband gespielt, und als Bassist kann man immer was lernen grad als Anfänger. An unserer Schule mit ca. 1000 SChülern gabs halt auch ca. 3-4 Bassisten überhaupt von daher war klar das ich als Kandidat für die Schulband oder auch für Bandprojekte mit Schülern immer gefragt war.
 
Heike schrieb:
Nee, so einfach ist das wirklich nicht, zumindest, wenn man nicht egal was spielen will...
Ein ganz wichtiger Punkt. Bei 90% der örtlichen Bands könnte ich mir auf keinen Fall vorstellen mitzuspielen.

Ansonsten ist es wohl auch einfach Glücksache die richtige Band zu finden. Ich hab damals nachdem ich gerade erst ein 1/4 Jahr Bass gespielt habe sofort zwei andere Leute gefunden mit denen ich dann ne Band gegründet habe. Ich konnte damals wirklich nur sehr bescheiden spielen, aber die beiden waren wohl froh überhaupt 'nen Bassisten gefunden zu haben. Nachdem dann der Keller meiner Eltern zum Proberaum umgebaut worden war, war ich dann eh nicht mehr so leicht rauszuwerfen... :D ;). Naja und in dieser Band bin ich bis heute, nur die Formation hat sich geändert. Wir hatten einfach das Glück zwei sehr gute Gitarristen dazu zu bekommen, mit denen es auch menschlich funktioniert. Glück gehört eben bei der ganzen Sache auch dazu (das fehlt uns nur bei der Sängersuche bis zum heutigen Tag ;)).
 
Hmm, ich hab grad ein ziemliches Band tief. Bin seit gestern aus meiner alten Band ausgestiegen, der Grund: die Musik (Alternative) liegt mir nicht mehr so, dazu kommt noch das unser Gitarrist keine Ahnung von Theorie hatte und somit mir noch nicht mal sagen konnte was er da spielt. Eigentlich schade, da hätte was draus werden können. Momentan bin ich auf der Suche nach einer neuen Band doch ich muss gestehen das sich das relativ schwer gestaltet. Es gibt kaum Leute in meinem Alter (16) die gern Soul, Funk, Jazz oder Blues spielen, wenn dann wird man meist nur von Metallgitarristen etc. angesprochen ob man nicht lust hätte, aber das lehn ich dann auch getrost ab.

Es soll also nicht gesagt sein das nur Bassisten suchen schwer ist! :)
 
MatthiasT schrieb:
Hi

Ansonsten stimmt es, Basser sind selten. Wobei nach meiner Beobachtung zwei Arten von denen, die Arbeitstiere und die mit Komplexen:rolleyes:
Die erste spielt für gewöhlich 4-Saiter, zockt einfache Linien, bringt immer eine Kiste Bier mit und ist auch sonst sehr pflegeleicht.
Die zweite ist ein wenig neidisch auf die Gitarristen, die bei Rockmusik leider das alleinige Recht haben, viel zu viele mittelmäßige Soli zu spielen.
Das Resultat ist meist viel Slapperei und Griffbretter breit wie Skateboards.
Ich gehöre zum Leidwesen meiner Bandkollegen wohl eher in die zweite Kategorie...


Gruß
Matthias


Bis auf den Kasten Bier bin ich ziemlich genau in die erste Gruppe von Bassisten einzuordnen. Aber dazu steh ich und ich denke mal das is in manchen Situationen auch vorteilhaft.

Naja ich hab auch schon einiges hinter mir und hab das Gefühl bekommen, dass es als Bassist nicht schwer ist "eine" Band zu finden, aber dafür umso schwerer die "richtige".
Ich hab erst mit nen paar Freunden zusammen gespielt, das war musikalisch genau richtig damals, aber nach nem 3/4 Jahr ham wir einfach gemerkt, dass wir menschlich nich zusammen passen und uns einen Tag nach dem ersten Gig auch wieder getrennt.

Die zweite Band hab ich hier durchs Forum gefunden bzw. toeti hat mich gefunden und das war dadurch, das alle Musiker eher Arbeitstiere waren, ziemlich genial für mich, da die Proben extrem diszipiniert abliefen und für mich ist das nervigste, wenn nich ordentlich geprobt wird. Leider ham wir keinen Proberaum mehr gefunden und mussten so das Projekt auf Eis legen.

Das ist jetzt gut nen 3/4 Jahr und seit dem hab ich, bis auf einen kurzen Versuch nich mehr iner Band gespielt, da ich zeitweise auch gar keine Lust mehr hatte Musik zu machen und ich dann wieder mit der Musik von den Bands die mir angeboten wurden nich klar kam (im Metalbereich muss man schon eher in die Gruppe der Komplexen gehören, sonst kann man da kaum was interessantes machen, imho ;) ).
Naja ich hab den smacks mal angeschrieben, um vielleicht sein Bassistenproblem zu lösen, dann hat der Thread sogar noch was gebracht. :D
 
@spawn_ric ich spiel sogar am liebsten jazz und funckrock hab aber das glück das ich nen jazz gittaristen nen guten drummer und einen göttlichen jazzpianisten kenn
 
Also ich weiss nicht, wo das Problem liegt.
Ich bin selber Bassist (wenn ich mich mal so nennen darf) und ich verfolge auch immer den Musiker-Gesuche-Anzeigenmarkt. Mehr oder weniger aus Interesse.
Aber dass da was potenziell Interessantes für mich dabei wäre, kommt relativ selten vor.
Das liegt nicht daran, dass ich eingebildet, arrogant oder voreingenommen bin sondern es existiert in 98 % aller Fälle entweder eine grobe Stil-Barrikade oder ein Alterskonflikt, wenn nicht sogar Generationskonflikt, wo das eine oder andere mal das Gegenüber ziemlich schlucken musste.

Als wir mal mit 15 Jahren nen Schlagzeuger gesucht haben, kam einer an, der war knapp 50! Ohne Scheiße jetzt!
 
Alterskonflikt? Generationskonflikt?
Die Begriffe würde ich jetzt mit Familie/Schule/etc. verbinden als mit einer Band. Ich hatte mal das Vergnüngen in einer Band spielen zu können, in der alle übrigen Mitglieder doppelt so alt waren wie ich. Genialer Jazzgitarrist und Organist von denen ich einiges lernen konnte. Leider ließ das Studium es nicht weiter zu mit ihnen zu musizieren. Mit sehr erfahrenen Musikern spielen zu können würde ich als Privileg ansehen denn als Hindernis gemeinsam Musik zu machen.
 
nightwatchman schrieb:
naja so einfach ist die Sache eben nicht immer...

Mit unserer Band suchen wir z.B. seit 2 Jahren einen zuverlässigen Sänger, mit dem wir auch menschlich auf einer Linie sind (was eigentlich nicht so schwer sein sollte, da wir alle umgängliche Menschen sind). Wir finden jedoch keinen. Es gibt zwar immer wieder Kandidaten die zum Vorsingen kommen, aber aus zig verschiedenen Gründen klappt es irgendwie nicht dauerhaft.

Bassisten gibts genauso selten wie Sänger

Das hat nix mit dem Instrument zu tun, sondern mit den Menschen.
Leute, die sich in den Stil einleben, gut spielen, sich auch mal (oder auch öfter mal) was sagen lassen, unkompliziert sind, Humor haben und auch mal zurückfahren können, wenn's dem Song zu gute kommt, gibt's praktisch nicht. Und zwar egal, auf welchem Instrument.
Solche Mitmusiker sind ein Lottogewinn.

Zumindest unter Hobbymusikern. Bei Profis findet man sowas vielleicht dann wieder öfter.
 

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