Zupfinstrumente Identifikation/Wertschätzung Sammelthread

  • #161
Zeit, sich neuen Projekten zu widmen.

eine Mandriola, ganzfrisch eingetroffen.

les gibthier im Board Hinweise auf den Hersteller bzw. die Marke, würde mich freuen, mehr zu erfahren.
Danke!

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  • #162
hier im Board Hinweise auf den Hersteller bzw. die Marke

Natürlich: https://www.musiker-board.de/threads/mandolinen-dachboden-fund-korri-wert-zustand-und-tuning.510305/
Korri steht für das frühere Musikhaus Korn und Richter im bayerischen Feldkirchen. Besonders unter Schlagzeugern ist der Name noch bekannt. So wie dort Produkte aus der DDR vertrieben wurden, dürfte sich der Herstellungsort dieses Instruments auch in der ehemaligen DDR, sprich im Vogtland, befunden haben, weil dort ähnliche Instrumente gebaut wurden.
 
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  • #163
Danke für den konkreten Hinweis. Dann wäre ehestens etwas über das Museum Markneukirchen zu erfahren
 

  • #164
Hi, ich bin ziemlich neu hier und möchte mich an eurem Wissen bereichern ^^

Ich habe vor kurzem ein altes Banjo meines Opa's im Keller gefunden und hab von Banjos absolut keine Ahnung xD

Vielleicht wisst ihr ja was es für ein Modell ist?

Leider steht kein Hersteller etc. drauf, lediglich auf dem Gurt steht U. 6. / A. R. 15

Lg und schonmal danke

Edit: ich habe gerade noch erfahren, dass das banjo etwa 70-80 jahre alt sein könnte


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  • #165
Hi & willkommen im Forum!

Das ist zumindest schonmal kein "echtes" Banjo, sondern eine Mandoline in "Banjo-Bauart".
 
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  • #166
Okay, schonmal einen schritt weiter ^^
 
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  • #167
So etwas wurde seit den 50er Jahren z.B. auch von Framus gebaut.
Patentiert mit 8 Saiten ca. 1900.
 
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  • #170
Also ist es ein bandolim?
Nein - "bandolim" ist bloß das portugiesische Wort für "Mandoline!"

Dein Fundstück ist ein Hybrid, das im Deutschen meist "Mandolinenbanjo", im Englischen meist "banjo-mandolin" genannt wird. Es kommt recht häufig vor.

Banjo und Mandoline sind die beiden genialsten Saiteninstrumente überhaupt (ich spiele beide, also muss ich es wissen:evil:). Die Seele der Mandoline ist deren Quintenstimmung (GDAE) mit doppelchörigen Stahlsaiten, und die lässt sich vom ursprünglichen Rundbauchkorpus auf flache oder gewölbte Korpusse übertragen.
Die Seele des Banjos ist der energische Klang des gespannten Tierfells als Resonator, und die lässt sich auf verschiedene Besaitungen übertragen.
So ist es kein Wunder, dass sich Mandoline und Banjo gegenseitig befruchtet haben - die Besaitung der Mandoline passt sehr gut auf den Korpus des Banjos.

Ich spiele gern auch Banjo-Mandoline. Für mich ist sie eine Mandoline, weil ich meine eingeübten Mandolinenstücke darauf spielen kann. Allerdings ist sie lauter, rauer, sodass nicht jedes Mandolinenstück bei ihr gut klingt. Aber wenn es rau und doch melodisch zugehen soll, da ist die Banjo-Mandoline richtig!
Cheers,
Jed
 
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  • #171
Also ist es ein bandolim?

Ein Bandolim ist eine brasilianische Mandoline, das ist eine Banjoline/Bandoline.

Ist Esculpida A ggf die Produktbezeichnung?

Nein, es soll nur heissen, dass die Instrumente sich ähneln.

Von gibson von 1914?

Nein, sonst hätte es wahrscheinlich eine geschlossene Kopfplatte.

Bei Deinem Instrument scheint es sich um ein Mandolinenbanjo aus der Werkstatt des Pariser Gitarrenbauers Vincent Jacobacci zu handeln, vergleichbar mit diesem Modell. Weitere Beispiele findest Du auf dieser Seite.
 
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  • #172
Leider ist auf dem Instrument kein Hersteller oder ähnliches verzeichnet, allerdings scheint Vincent Jacobacci als hersteller bislang am ehsten zuzutreffen, vielen Dank für den tipp ^^

Gibt es ggf noch eine Empfehlung, wo man das Instrument aufbereiten/restaurieren lassen könnte? Es ist einfach zu schade als Wallhanger :/
 
  • #173
Gibt es ggf noch eine Empfehlung, wo man das Instrument aufbereiten/restaurieren lassen könnte? Es ist einfach zu schade als Wallhanger
Ja, ein hübsches Instrument - und nach deinen Fotos zu urteilen, in gar keinem so schlechten Zustand!
Klar, du brauchst neue Saiten - aber irgendwann braucht sie jedes Instrument, und die normalen Mandolinensaiten, die dein Instrument braucht, sind überall erhältlich.
Das geplatzte Fell ist zwar nicht zu reparieren, aber ein neues Fell ist im Internet für so um die 25 EUR zu haben. Und um das Fell auszutauschen braucht man keinen gelernten Instrumentenbauer sondern eine gute Anleitung und etwas Fingerspitzengefühl.
Auffallend sind die rostigen Schraubenköpfe; womöglich handelt es sich hier um Flugrost, der sich mit Putzmittel oder feinem Schmirgelpapier entfernen lässt - die Schrauben muss man sowieso entfernen, um das Fell auszutauschen.
Ansonsten könnte man bestimmt mit Metall- und Holzpflegemittel alles aufhübschen.

Ob sich diese Arbeiten lohnen, hängt allerdings davon ab, ob das Instrument danach gut spielbar ist. Das hängt wiederum davon ab, ob die Saiten in gespanntem Zustand tief genug über dem Griffbrett liegen. Dies ließe sich nur dann beurteilen, wenn du den Steg auf seine Beine stellst, die paar noch vorhandenen Saiten darüber spannst und ein Foto von der Seitenansicht machst.

Cheers,
Jed
 
  • #174
Also ist es ein bandolim? Von gibson von 1914?

Das verlinkte Banjo in der eBay-Auktion ist nicht von Gibson, das ist eher ein frommer Wunsch oder eine freche Behauptung des Verkäufers, das nur am Rande.

Banjo
 
  • #175
Hallo Leute,
ich hoffe, ich bin hier richtig und es kann mir eventuell jemand weiterhelfen... Ich habe ein Banjo geerbt (siehe Photos). Leider habe ich keine Ahnung davon und wollte mal in die Runde frage, ob jemand weiß, um was es sich hier handelt (Art, Ausführung etc...). Kann auch nicht einschätzen, ob dies nur "Schrott" ist oder etwas "Cooles".
Würde mich sehr über eine Antwort freuen - Danke vielmals
 

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  • #176
Das ist kein Schrott, sondern ein feines Paramount-Tenorbanjo so ca. aus den zwanziger Jahren des letzten Jahrhunderts (plus minus 10 Jahre) aus der Hochzeit des Dixieland-Jazz.

Leider bin ich dafür nicht so der Experte für Paramount, wenn hier nicht noch was kommt, kannst du eventuell mal banjoworld.de kontaktieren, der kennt sich mit Jazzbanjos gut aus. Wenn Du seine Banjos zum Verkauf durchschaust, findest Du vielleicht sogar was Vergleichbares zur Einschätzung.

Banjo

P.S. Hier hab ich noch eins im Netz gefunden:

http://buddysbanjos.com/for-sale/paramount-aristocrat-special-1930/
 
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  • #177
Super. Das hilft mir auf jeden Fall weiter.
Vielen Dank!!
 
  • #178
Hallo liebe Musikerkollegen,
ich bin gerade in den Besitz eines Banjos gekommen und finde jedoch die genaue Modellbezeichung nicht. Ich weis bereits das ein es Johnson ist aber es ist keine beschriftete Abdeckung am Headstock, die Inlays passen zum JB 200 oder 300, die Handablage jedoch eher zum 100... ich bin verwirrt... Leider konnte die die Verkäuferin keine weiteren Angaben zu möglichen Moddings etc machen.

So schaut das gute Stück aus:
bj1.webp
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Habt Ihr eine Idee?
 
  • #179
Eventuell wurde früher am 300er ein einfacherer Armrest verbaut. Vom Hals und der Form der Kopfplatte her deutet jedenfalls alles auf ein JB 300 hin.

Banjo
 
  • #180
Huhu,

hat jemand eine Idee, wie dieses Saiteninstrument heisst, woher es kommt und für welche Musik es üblicherweise eingesetzt wird? Ich bin momentan nicht einmal so sicher, ob es eher gezupft oder gar gestrichen wird. Glaube aber eher gezupft, weil ein hoher Steg wie bei Geige/Cello/Kontrabass ja offenbar nicht vorhanden ist. Sieht für mich irgendwie orientalisch aus, aber bei einer Saz oder Oud oder etwas ähnlichem ist ja meistens weniger robuste Technik verbaut. Also eher einfach gesteckte Stimmwirbel. Hier sind ja richtige Zahnradmechaniken dran und die zugehörige Tasche sieht auch eher nach einer professionellen Machart aus. Denke also mal, dass das Teil nicht unbedingt ein Unikat aus einer Bastelwerkstatt ist.

Habe ich so noch nie gesehen.

keep on stringin`
 

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