Empfehlung steirische für Einsteiger

  • Ersteller hAnSI91
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Hallo Wanopa,

mich fasziniert die steirische wegen ihrer Vielseitigkeit. Alpenländische Musik - klar, aber auch Seemanslieder, Volksmusik und rheinisches Liedgut wie Fastelovend-Lieder (für Imis: Karnevalslieder) hören sich - für mich - auch gut an.

Gruß Handi
 
Noch ein Tip für Neueinsteiger:

Franz Fuchs, Volksmusikant und Musiklehrer aus Niederösterreich, hat eine Menge an Informationen zur Steirischen zusammengestellt
http://www.volksmusikschule.at/fragen_steirische.htm

...und zum Thema "Moll" und dessen Ursprung (eben nicht Michlbauer-Erfindung!) findet sich bei ihm folgendes:

"Auf der Bassseite sind für mich Mollbässe wichtig, da in der Volksmusik doch immer wieder Mollakkorde vorkommen, als 2. Stufe oder als 6. Stufe, oder sogar als ganze Mollmelodien. Traditionell wurden in der Steiermark immer Harmonikas mit Mollbässen gebaut. Heute muss man sie beim Kauf ausdrücklich verlangen, oder nachträglich ändern lassen, selbstverständlich sind sie nicht mehr. Besonders in Bayern und Westösterreich werden fast nur mehr Harmonikas mit Durchgangsbässen bzw. doppelten vierten Stufen in unterschiedlichen Bauarten verwendet. Schade, weil dadurch nicht mehr die volle Breite unserer Volksmusik gespielt werden kann.

Durch Mollbässe hat man die Möglichkeit, vieles aus der alpenländischen Volksmusik harmonisch richtig zu spielen, das sonst nicht oder nur mit Krampf möglich wäre. Ich möchte auch gewisse Mollstücke spielen können, etwa die bei uns sehr beliebten Volkstänze "Topporzer Kreuzpolka" und "Warschauer", oder den Herkuleswalzer und vieles andere aus der alpenländischen Überlieferung, möchte doch das eine oder andere Wienerlied singen und bin daher für Einbau und Verwendung von Mollbässen.

Allerdings ist es möglicherweise leichter, einfache Stücke mit Durchgangsbässen, ohne Mollbässe zu spielen. Für mich ist es jedoch unlogisch, einfache Stücke noch einfacher spielbar zu machen, und dafür harmonisch anspruchsvollere Stücke überhaupt nicht spielen zu können."

...und "Um die volle Breite unserer Volksmusik spielen zu können, empfehle ich trotzdem, schon am Anfang das überlieferte steirische System mit vollständigen Mollakkorden zu verwenden, das sich sicher nicht grundlos gerade in der alpenländisch geprägten Steiermark bereits an die 140 Jahre gehalten hat."

Anmerkung:
Das "überlieferte steirische System mit vollständigen Mollakkorden" - wie Franz Fuchs es auf seiner Seite http://www.volksmusikschule.at/basssysteme.htm darstellt - hat auf Druck Dur- und auf Zug 2 Moll-Bässe (entspricht also der Michlbauer-Logik, der offensichtlich das traditionelle System favorisiert hat).
 
Grund: Ergänzung
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Hallo Anna,

Laut Wikipedia hat die Steirische Harmonika nichts mit dem Bundesland Steiermark zu tun.

Wiki-Zitat: Das Wort „steirisch“ hat nur wenig mit dem Land Steiermark zu tun. Diese Bauart des Akkordeons wurde in Wien erfunden.

Gruß Handi
 
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Wie wahr, wie wahr! - hier das komplette Zitat aus Wikipedia: "Das Wort „steirisch“ hat nur wenig mit dem Land Steiermark zu tun. Diese Bauart des Akkordeons wurde in Wien erfunden. Durch den diatonischen Aufbau ist sie besonders geeignet, alpenländische Volksmusik zu spielen, diese Musik wurde in Wien „steirisch“ genannt als Synonym für ländliche Musik, und daher wurde das neue Instrument Steirische genannt."

...und daher auch der originäre Bezug zur ländlichen alpenländischen Volksmusik und Wiener Liedern ("moll-lastig") gleichermaßen ;)
 
AnnaZiach
  • Gelöscht von Wil_Riker
  • Grund: Crosspost
Ein prominentes Beispiel, dass es doch eher auf das Können des Musikanten als auf das Gerät ankommt:

 
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Nach den ersten beiden Monaten habe ich bereits den dringenden Wunsch nach einer kleinen, leichten, feinen und leise-verträumten Rucksacksteirischen mit eher weniger Tremolo (Schwebung), die mich auch im Urlaub auf Flugreisen im Handgepäck begleiten soll. Sie wird 3reihig/2chörig mit Mollbässen und Halbtönen, um leise und verträumt alles an "Folklore" spielen zu können

Nach fast 4 Monaten "Work-out" mit meiner Müller 4R/3C GCFB und diversen Recherchen, sehr viel Spielen und zum Ende des 2.Lehrheftes kurz vor Moll und Halbtönen (Michlbauer) ist nun meine Entscheidung rechtzeitig zum Urlaub gefallen: eine kleine Beltuna Alpstar II D 3R/2C in BEsAsDes, flugtauglich im Handgepäck mit 4,7 kg lt. Prospekt (gemessenen 4,9kg incl. Riemen und 6,2 kg incl. Rucksack) mit allem, was ich spielerisch so brauchen möchte (2Halbtöne, 1 Mollbaß), bewußt in der anderen Stimmung zur Erweiterung des Spektrums des Mitspielbaren und mit dem "besseren" Stimmzungenmaterial. Die Helikonbässe (3einzel+3doppel) sind nicht gar so kräftig/vordringlich wie die in der Kärntnerland Junior (vermutlich dort für die ca. 200gr. Mehrgewicht sorgend). Somit ist der Klang der Beltuna ausgewogener, der Baß wirkt als angenehme Begleitung. Entsprechend günstig ist auch der Luftverbrauch.

Tatsächlich ist die kleine für mich sehr viel angenehmer (leichtgängiger) zu spielen als die große! Zwar werde ich meine Müller nicht so schnell hergeben wollen, aber nachdem ich mich bereits an einem einzigen Abend so richtig mit meiner kleinen angefreundet habe, mag ich sie kaum mehr aus der Hand legen. WAS für ein Erlebnis! Mir macht es nun aber so richtig Spass, endlich "mit links" den Balg viel leichter bewußt einsetzen zu können, ohne durch (zu)viel Gewicht auf der großen immer noch irgendwie "behindert" zu sein. Diese Erfahrung hätte ich mir von Anfang an gewünscht!!!

Daher kommt nun meine Empfehlung für Einsteiger:
Eine kleinere (30er/32er) gute dreireihige mit besseren Stimmzungen und voller Ausstattung für den Anfang kostet derzeit ca. EUR 2.000 bis EUR 2.500 und ist evtl. erst einmal für ein halbes Jahr ausreichend zu leihen. Sie erzeugt mehr Freude und ermöglicht ein einfacheres Beherrschen dieses Instrumentes auch den Erwachsenen! Wenn es dann erst einmal läuft, kann man leicht auf eine vierreihige wechseln. Nach meinem heutigen Erkenntnisstand wäre dies (zumindest für mich) die bessere Wahl gewesen, wenn ich denn eine entsprechende Beratung hätte bekommen können.

BeltunaAlpstar II D.jpg
BeltunaAlpstar II D_zu.jpg


Steirische Harmonika BELTUNA ALPSTAR II D de Luxe mit Michlbauer-System Ausstattung, Nuß Opac
Die Disposition wurde passend zum Michlbauer-System zum einfachen erlernen der Steirischen Harmonika angefertigt. Sie beinhaltet zwei zusätzliche Halbtöne, markierte Gleichtöne, einen Moll-Bass/Akkord und X-Bass.
  • 3-reihig / 2 chörig in Nußbaum Opac (matt)
  • Tonarten B-Es-As
  • patentierte Diskantmechanik
  • 35 Diskanttasten
  • 12 Basstasten mit Helikonbässen (3+3) + X-Bass
  • 1A Konzertstimmzungen (tipo-a-mano)
  • samtgepolsterte Lederriemen in Edelweiß-Optik
  • verstellbarer Handriemen
  • Balgschoner
  • Luxus-Plüschkoffer
  • Pflegetuch
  • 2 Paar Schnallenschoner
  • Maße 320x190 mm
  • Gewicht 4,7 kg
  • 3 Jahre GEWÄHRLEISTUNG
 
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Ist ja ein schickes Teil!
Diese Erfahrung hätte ich mir von Anfang an gewünscht!!!
Manchmal weiß man aber bestimmte Dinge erst zu schätzen, wenn man den direkten Vergleich hat oder eine andere Erfahrung VORHER machen durfte / musste.

Wenn du nun nach erst 4 Monaten schon zwei verschiedene Instrumente hast, die sich gut ergänzen und spezielle Einsatzbereiche haben, dann bist du ja schon gut ausgestattet.
Du scheinst ohnehin alles in Riesenschritten zu machen...

Wünsche dir weiterhin viel Spaß mit deinen "Kisten"!

:)
Lieben Gruß von Karin
 
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In der Regel ist es üblich, dass man AUS dem Urlaub was schönes mitbringt. Anna, du drehst den Spieß um und nimmst was schönes IN den Urlaub.

Hab' viel Spaß und weiterhin viel Enthusiasmus! Du hast für dich die richtige Wahl getroffen.

Gruß Handi
 
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Manchmal weiß man aber bestimmte Dinge erst zu schätzen, wenn man den direkten Vergleich hat oder eine andere Erfahrung VORHER machen durfte / musste.

Wenn du nun nach erst 4 Monaten schon zwei verschiedene Instrumente hast, die sich gut ergänzen und spezielle Einsatzbereiche haben, dann bist du ja schon gut ausgestattet.

Also, liebe Karin, :gruebel: mir ist es wichtig zum Ausdruck zu bringen, dass es bestimmte Erfahrungen gibt, die man eben nicht unbedingt machen muss :nix: ! Zwei Instrumente nach 4 Monaten wären eben echt nicht nötig gewesen, denn "die große" wäre vermutlich erst in ein bis zwei Jahren fällig geworden. So würde ich den derzeitigen Zustand eher "komplett überversorgt" nennen (statt "gut ausgestattet") :mad: Dazu steht die Frage sehr realisitisch im Raum, ob mit weiter entwickeltem Spiel die Große nicht eine ganz andere Qualität haben sollen wird, womit sich der Bedarf nach einer dritten stellt. Komplett überflüssig!

Also, liebe Einsteiger: Es gibt Erfahrungen, die braucht kein Mensch!
 
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:great: schick, schick, sieht toll aus,
viel Spaß mit der neuen Harmonika :)

Gruß Kurt
 
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@AnnaZiach:
Ich wollte dich nicht verärgern mit meinem Beitrag!
Da steht ja auch manchmal und nicht man muß immer...

Ich weiß auch erst seit meinem Schumann, daß die Tasten des Meteors etwas schwerfälliger sind (nicht viel, aber doch deutlich) - OHNE das Meteor würde ich das gar nicht zu schätzen wissen!
Man wird zwar beim Spielen dadurch nicht behindert, aber u.a. deswegen bleibe ich auch beim Schumann.

Und ich habe mir VOR dem Beginn des Akko-Lernens (das kam zu plötzlich!) darüber leider überhaupt keine Gedanken gemacht - schon gar nicht darüber, daß die unterschiedlichen Baumaße und andere, weitere Punkte so entscheidend sein können.
Ein Akkordeon war für mich erstmal nur ganz simpel ein Akkordeon - klingt blöd, war aber so!
Klar war mir damals eigentlich nur, daß ich nicht 120 Bässe brauche / haben möchte - mehr nicht.
Auf alles andere wollte ich mich erstmal einlassen.

Und ganz unabhängig davon, daß ich finanziell sehr stark limitiert und die Auswahl dadurch enorm eingeschränkt war, hätte ich mir doch sehr unterschiedliche Erfahrungen gewünscht - denn es passt ja nicht alles für jeden (schon wegen der eigenen Körpermaße und dem rein subjektiven Gefühl für das jeweilige Instrument).
Daher kommt meine Meinung.

Andererseits kann man das (etwas extrem) auch mit dem Fahren eines fremden Fahrrades vergleichen: zum Anfang fühlt sich das vielleicht scheußlich an und nach einiger Zeit hat man sich daran gewöhnt und es fällt kaum noch auf.
Natürlich wird es auch da immer Punkte geben, an die man sich nicht gewöhnt, weil man sich daran nicht gewöhnen WILL.

Summa summarum kann man aber - sehr nüchtern betrachtet - schon sagen, daß unsere Wünsche in Bezug auf die Instrumente etwas Luxus sind.
Das ist ja auch nicht schlimm oder negativ: denn uns allen ist die Musik ja viel wert!

Viele der User hier haben die Erfahrung mit mehreren (manche mit vielen) Instrumenten gebraucht, bevor sie wussten, WAS ihnen denn nun wirklich wichtig ist.
Denn das entwickelt sich ja meist erst während des Fortschreitens im Lernprozeß oder auch durch zusätzliche Musikrichtungen, an die man vorher gar nicht dachte.

Was ich hier schreibe, ist nur meine Meinung und macht an deiner Aussage überhaupt nichts kaputt.
Zumal ICH ja nun keine Erfahrung mit Steirischen habe - meine Antwort war ganz allgemein gedacht, weil es ja auch in eurem Bereich sehr große Unterschiede gibt und das daher in gewisser Weise übertragbar ist.

:)
Lieben Gruß von Karin
 
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@Karin66 Klar haben die Erfahrungen sehr viel mit der eigenen Person zu tun, NUR darüber schreibt hier JEDER! Und wenn Du bei uns Steirern Deine Akko-Erfahrungen postest, ist das für uns Steirer ja auch nur bedingt verwertbar ;)

Nur woher soll das ein Steirer-Einsteiger wissen, für den DIESER Thread gedacht ist ??? Der kann sich sein eigenes Bild doch eher aus den konkreten Erlebnissen anderer Einsteiger in die Steirer-Welt schaffen (und eher weniger aus teils spekulativen oder allgemeinen OT-Kommentaren anderer).

Aus gegebenem Anlaß hier nochmal ein paar Daten zusammengefaßt zur Info (nicht nur für die Akkos hier):

Gewicht der Steirischen ab 1,5 kg (Mini) über 3 kg (Rucksack) bis ca. 5 kg (Kinder-/Lernmodelle) und die "Normalen" bis 7-9 kg für die 4-5-reihigen. Mit 10-12 kg dürfte normalerweise das Ende der Fahnenstange erreicht sein bei den Steirischen.

Gehäusegröße der Steirischen ab 25x17 bzw.27x15 (Mini) bis 30-32x19 (Kinder-/Lernmodelle) und die "Normalen" 34-40cm (Kopf bis Fuß) x 20-22cm (Brust bis Außenkante) für die 4-5-reihigen.

Preise für die Steirische
gibt es derzeit (für einigermaßen sinnvoll brauchbare) neu ab ca. EUR 2.000 (Kleine!) und gehen auch noch über EUR 7.500 mit Spezialausstattungen.

Die Miete kostet ca. EUR 300-500 für die ersten Monate, die man sich ans Bein streicht, wenn man nach der Mietzeit genau das Instrument dann nicht kaufen möchte (Achtung: die Wahrscheinlichkeit ist vergleichsweise hoch!).

Gebrauchtkauf
ist keinem Anfänger zu empfehlen, weil ihm schlicht die Ahnung fehlt und er für eine Steirische schnell einen vierstelligen Betrag für Schrott ausgeben könnte (das weiß er i.d.R. auch). Ausnahme: er verfügt über einen echt kompetenten Berater, der einem dennoch die individuelle, weil subjektive Tauglichkeitsprüfung nicht abnehmen kann! Die dreistelligen Angebote sind schon durch die Bank weg und i.d.R. mit Ansage im Text fragwürdig in ihrer Qualität!

Die Fehlkäufe sind anscheinend nicht so ungewöhnlich bei den Steirern, die hier im Netz unterwegs sind! Daher kommen wohl die ganzen Fragen, die die Auswahl und den Kauf der Steirischen betreffen. Bei den Erwachsenen (vor allem im "fortgeschrittenen Alter") ist offensichtlich die Versuchung sehr groß, sich gleich "was Solides" kaufen zu wollen.

Das Problem für den Einsteiger ist eben, dass Du ein Instrument erst dann "probieren" kannst, wenn Du darauf auch einigermaßen spielen kannst! Vorher hast Du keine Ahnung, was Du da eigentlich tust, aber jede Menge Angst, mit dem Kauf einen Fehler zu machen. Und im "Laden" zur Probe zu spielen ist auch nicht ausreichend, um die Tauglichkeit einer Steirischen für sich selbst zu prüfen! Was ich von den Akkos so lese, können die sich mit Geräten für unter EUR 100 und spielerischer Erfahrung über drei-vierstellige Summen so langsam in die Höhe schrauben. Allgemein scheint mir die Akko-Welt für "Normalos" deutlich preisgünstiger zu sein als die Steirische.

Und genau deshalb sollte DIESER Thread dazu dienen, den STEIRISCHEN EINSTEIGERN etwas an die Hand zu geben, was ihnen hilft, sich gerade am ahnungslosen Anfang zu orientieren. Mehrere Instrumente sollten sich dann normalerweise erst später "im Lauf der Zeit" ergeben, wenn man denn dabei bleibt und nach und nach sein Spiel entwickelt. Und das IST es ja gerade: Wozu schon am Anfang nach 4 Monaten, wenn es denn (mit guter Beratung) gar nicht nötig gewesen wäre!

Und die Moral von der Geschicht': Besser am Anfang
entweder "irgendeine" leihen und sich kalkuliert einen 3stelligen Betrag für die Miete ans Bein streichen oder eine "gute! Kleinere" kaufen, ein echtes "Lernmodell"
und keinesfalls eine "gute-normale-solide", die dann schon so richtig Geld kostet, bevor man gelernt hat, mit dem Instrument umzugehen und in etwa weiß, was man dann später braucht.
 
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Die Miete kostet ca. EUR 300-500 für die ersten Monate, die man sich ans Bein streicht, wenn man nach der Mietzeit genau das Instrument dann nicht kaufen möchte (Achtung: die Wahrscheinlichkeit ist vergleichsweise hoch!).
Es ist vielleicht zu erwähnen, dass es auch Läden gibt, in denen man die angesammelte Leihgebühr beim Kauf einer neuen (auch anderen) Harmonika aus dem Laden verrechnen kann.

Ansonsten stimme ich dir da weitgehend zu.
 
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Es ist vielleicht zu erwähnen, dass es auch Läden gibt, in denen man die angesammelte Leihgebühr beim Kauf einer neuen (auch anderen) Harmonika aus dem Laden verrechnen kann.

Klar! Also sollte der Satz besser heißen: ...wenn man nach der Mietzeit genau das Instrument bzw. genau dort dann nicht kaufen möchte... was man ja zu Anfang noch nicht weiß ;)

Der wichtige Punkt daran bleibt, dass die Vorabkalkulation ("was tun?") in der Risikobewertung auf "worst case" zu setzen ist. Wenn es dann besser läuft - um so besser :D
 
Auf eine PN-Bitte hin hier eine Zusammenstellung der üblichen Stimmungen bei 4reihigen (3ern fehlt die 4.Reihe und die 5er haben i.d.R. noch eine Reihe darunter, also die hier jeweils genannte 1.Tonart in der 2.Reihe):

FBEsAs
- Klang tief
- Tonumfang ungefähr A – as’’’ (variiert nach Anzahl Diskant-Tasten und Belegung)
- Einsatzbereich
Sehr gut für Gesang untrainierter Stimmen geeignet; gutes Begleitinstrument für Tanzmusik; tiefer, warmer Klang, schöne Solostimmung; für Bläser sehr gut geeignet

GCFB
- Klang mittelhoch
- Tonumfang ungefähr H – b’’’ (variiert nach Anzahl Diskant-Tasten und Belegung)
- Einsatzbereich
Sehr gut für Gesang trainierter Stimmen geeignet; häufigste Stimmung gut für das Zusammenspiel mit anderen Ziachern; sowohl für Saiten- als auch für Blasinstrumente noch relativ gut zu begleiten; schöne Solostimmung

ADGC
- Klang eher hoch
- Tonumfang ungefähr cis - c’’’’ (variiert nach Anzahl Diskant-Tasten und Belegung)
- Einsatzbereich
Tonartbedingt vor allem für Saitenmusik geeignet; schöne Solostimmung; für Gesang in höheren Lagen gut geeignet; für Bläser schwierig

BEsAsDes
- Klang hoch
- Tonumfang ungefähr d – des’’’’ (variiert nach Anzahl Diskant-Tasten und Belegung)
- Einsatzbereich
gut für Bläser geeignet; schöne Solostimmung; gutes Begleitinstrument für Tanzmusik; sehr häufige Stimmung; durchdringender Klang

CFBEs
- Klang sehr hoch
- Tonumfang ungefähr e – es’’’’ (variiert nach Anzahl Diskant-Tasten und Belegung)
- Einsatzbereich
in Verbindung mit BEsAsDes sehr gutes Begleitinstrument für Tanzmusik; eher seltene Stimmung
 
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Ich kann 4-reihig auch nur empfehlen ,da ich viele Lieder mit meiner 3-reihigen Flatscher Harmonika einfach nicht spielen kann ,oder nur sehr schwierig
 
Hallo,

möchte mich als Anfänger auch mal zu Wort melden.
Kurz vor Weihnachten, hat mich das "Ziach-Virus" auch gepackt.
Das Instrument faszinierte mich enorm und ich schaute mir erst mal verschiedene Youtube Videos, Berichte, Bilder usw. an.
Durchforstete Kleinanzeigen und rätselte, was wohl das richtige Instrument für mich ist. (spiele übrigens noch Klavier, Kontrabass & Gitarre).
Schnell merkte ich, dass ein Gebrauchtkauf von privat wohl nicht in Frage kommt, da ich ja überhaupt nicht spielen konnte
und es doch sehr viele Fehlerquellen bei gebrauchten Instrumenten gibt.
Im Internet wurde ich dann auf ein Fachgeschäft aufmerksam, dass auf Akkordeons und Harmonikas spezialisiert ist (auch Reparaturen und Umbauten).
Und das Beste, es ist nur 50km von mir entfernt.
Hab dann dort mal angerufen und mein Problem geschildert.
"Ich solle doch mal vorbei kommen, wir werden schon etwas passendes finden".
Bin dann gleich losgefahren.
Um das Ganze dann etwas abzukürzen:
Verlassen habe ich das Geschäft mit einer Beltuna Alpstar 4 D 2-Chörig, gebraucht.
Ich konnte das Instrument zu einem super Kurs mieten, die Miete wird bei Kauf auf dieses, oder ein anderes Instrument voll angerechnet.
Nun spiele ich seit ca. 6 Wochen jeden Tag mindestens eine Stunde und es macht einen riesen Spaß.
Am meisten haben es mir die Stücke von Herbert Pixner angetan, Beautiful Seeres klappt schon ganz gut (natürlich nicht so schnell wie im Original).
Noch nie hat mich ein Instrument so fasziniert wie die Steirische-Harmonika!

Grüße
Timo

IMG_20160120_163431.jpg
 
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Hallo Timo;

...schönes Gerät.

Dass du aber mit Beautiful Seeres anfängst erstaunt mich jedoch. IMO nicht gerade ein Stück für Anfänger. Bei mir stand am Anfang die mehrtönige Tonleiter auf Druck UND Zug, und dann die typischen einfachen Sachen.

Beautiful Seeres lebt von seiner ausgefallenen Rhythmik und für mich wäre es nicht das Ideale, um ein neues Instrument kennenzulernen. Aber sei's drum, wenn DU damit klar kommst ist es richtig. Hast du vor ohne Lehrer weiter zu lernen?

Viel Spaß und Erfolg weiterhin!

Gruß Handi
 
Hallo Handi,

ich hab nicht mit "Beautiful Seeres" angefangen sondern mit dem "Kufsteinlied" und "Der alte Holzknecht".
Die Pixner Sachen gefallen mir halt recht gut .
Ich habe mich dann mal dran gewagt und es geht voran.
Wie gesagt, es macht höllisch Spaß.
Einen Lehrer konnte ich bei uns in der Nähe (Baden-Baden/Karlsruhe) noch nicht auffinden.

Grüße
Timo
 
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