Rückbau einer 1960er Gibson Les Paul Special

  • Ersteller Da Prinz
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Mega geile Arbeit!
 
..sondern um die Wiederauferstehung einer 59 Jahre alten Lady :D
Jau, sehr geiler Thread, danke dafür!!! :great:
3) Anschließend wurde ein sorgfältig ausgesuchte, passgenaues Stück Holz (kein Kit!) eingesetzt
Das Ganze macht er mit einem sogenannten "Pin Router" (BJ 1959) der bereits bei Gibson Kalamazoo verwendet wurde. Der Router wurde von ihm und einem Harley-Davidson-Mechaniker vollständig restauriert.
Ich hatte eh keine Minute daran gezweifelt und jetzt durch diesen geilen Fred hier, nur noch einmal eine Bestätigung bekommen, dass meine SG bei Florian in den allerbesten Händen sein wird!!!
 
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Und zum Wochenende nochmal ein Bild der Decke (Leute... die Reparaturen, NICHTS zu sehen!!!).
Der Lack ist übrigens noch NICHT fertig, daher bitte nicht denken, dies sei das Endresultat!

Da Florian heute mein Paket mit den Parts von MojoAxe bekommen hat, wurde getestet ob später alles zusammen passt:

IMG_4798.jpeg


Zwischen dem Bridge Pickup und dem Pickguard gibt es einen Spalt - das ist aber auch auf vielen Fotos mit Originalparts zu sehen, daher alles historisch korrekt:

IMG_4797.jpeg
 
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B B

Bin baff, super gute Arbeit!!!!
 
Moin, moin!

Da ich am Wochenende verhindert war, gibts hier die Bilder von Samstag.

Zwischen den einzelnen Lackschichten hat Florian einen Zwischenschliff gemacht. Dies macht er einerseits um eine geschlossenporige Oberfläche zu erhalten und andererseits um die Kontrolle über die Schichtstärke zu haben:

IMG_4812.JPG


Und dann. Samstag war es soweit. Die LETZTE Lackschicht wurde aufgetragen. Diese ist bereits so gut, dass man sie faktisch nicht mehr polieren müsste. Wird aber natürlich trotzdem noch gemacht, wenn der Lack ausgehärtet ist.
Das dauert circa eine Woche. Florian verwendet hier eine spezielle Technik des Finishs, die Gibson (und so ähnlich auch Fender) in den 50ern praktiziert haben. Welche - kann er natürlich nicht "offenbaren":

IMG_4813.JPG
IMG_4814.JPG



Sooo nun heißt es warten, warten, warten...
 
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Das sieht sehr gut aus :great: und vintage korrekt....
 
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Gegen so manche verpfuschte Pseudo-Burst ist dieser Rückbau doch bemerkenswert gelungen.
Lässt du sie künstlich altern oder übernimmst du das selber, Da Prinz?
 
grandiose Handwerkskunst... man schaue nochmals auf die ersten Bilder! Wow!

Diese Gitarre hat bereits jetzt einen wesentlich höheren Wert (in jeder Hinsicht), als zuvor!

fJ ist wohl auf dem Zenit seines Schaffens angelangt Ich kann mir nicht vorstellen, wie man diesen Job besser erledigen könnte.

Bin sehr gespannt auf das allerletzte Bild in diesem Post.
 
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That's a freakin sweet paint job :great:
 
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Gerade erst gefunden, der absolute Oberhammer, ich habe allergrößten Respekt vor dieser Handwerkskunst. Einfach Wahnsinn!
 
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Moin, moin!

nachdem der Lack nun durchgetrocknet ist wurden die Bünde gestern mit dem Schleifklotz abgerichtet. Die kleinen Unregelmäßigkeiten des Halses, die über 59 Jahre entstanden sind, können über den verwendeten Dunlop 6100 leicht ausgeglichen werden, da diese ausreichend Substanz besitzen. Das Griffbrett soll kein Zehntel verlieren:

IMG_4959.JPG


Anschließen wurden die Bünde mit einer diamantbesetzten Bundfeile gecrowned:

IMG_4960.JPG


Zum Abschluss wurden die Bundenden noch mit einer kleinen, feinen Feile rundgefeilt, damit sich diese super smooth anfühlen:

IMG_4963.JPG
 
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Mal eine Frage: Wäre es bei Vintageinstrumenten nicht naheliegend, sie mit Edelstahlbünden auszustatten ? Das ist zwar nicht besonders Vintage - aber wenn es darum geht in den nächsten Jahren Substanz zu schonen und eben sehr lange nicht re-fretten zu müssen, würde sich das doch anbieten .... Neubundierung birgt ja immer die Gefahr, dass doch mal etwas Holz flöten geht bzw. absplittert.

Schätze, bei jemanden der großen Wert auf die Vintage Specs legt wird das eher Entsetzen auslösen - ich frage trotzdem mal :)
 
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Mal eine Frage: Wäre es bei Vintageinstrumenten nicht naheliegend, sie mit Edelstahlbünden auszustatten ? Das ist zwar nicht besonders Vintage - aber wenn es darum geht in den nächsten Jahren Substanz zu schonen und eben sehr lange nicht re-fretten zu müssen, würde sich das doch anbieten .... Neubundierung birgt ja immer die Gefahr, dass doch mal etwas Holz flöten geht bzw. absplittert.

Schätze, bei jemanden der großen Wert auf die Vintage Specs legt wird das eher Entsetzen auslösen - ich frage trotzdem mal :)

Moin @Kluson ,

Entsetzen nicht aber irgendwie "gehört" es auch vom Feeling nicht drauf. Ich persönlich habe aber auch noch nie den Fall gehabt, dass ich ein Instrument durch eigenes Spielen so hart gefordert habe, dass die Bünde abgerichtet werden mussten oder gar neue Bünde fällig wurden (na gut eventuell so meine ersten 1-2 Gitarren - aber das waren mit Sicherheit auch keine tollen Bünde). Wenn waren die Bünde schon beim Erwerb des Instruments runter gerockt. Mag daran liegen, dass ich einfach auf eine so große Auswahl zurück greife, immer wieder durchwechsle und sich die Abnutzung daher gut verteilt.

Mache mir daher auch mit nicht Edelstahl Bünden wenig Sorgen, dass ich in absehbarer Zeit neue Bünde benötige ;)
 
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Edelstahl Bünde klingen auch anders als Neusilber... für Vintageinstrumente no go :evil:
 
Mache mir daher auch mit nicht Edelstahl Bünden wenig Sorgen, dass ich in absehbarer Zeit neue Bünde benötige ;)

War jetzt auch nicht zwangsläufig auf deine Situation bezogen, fiel mir nur gerade ein als ich die Bilder sah.
Wenn jemand aber wirklich sehr viel spielt, wird er immer mal wieder neue Bünde brauchen. Ich dachte, dass jeder Eingriff in ein mehr oder weniger wertvolles Instrument möglichst vermieden werden sollte. Da sind die Edelstahlbünde eher präventiv gedacht gewesen
--- Beiträge wurden zusammengefasst ---
Edelstahl Bünde klingen auch anders als Neusilber... für Vintageinstrumente no go :evil:
Ohne dass ich hier an unpassender Stelle eine OT Diskussion starten will, nur kurz die Bemerkung: Ich habe nur eine Gitarre mit Edelstahlbünden und konnte da keinen Unterschied feststellen. Da halte ich es immer so: wenn ich 10 x mit Kopfhörer genau hinhören muss, ob da ein Unterschied besteht ... ist wohl keiner da ;-) Aber wie gesagt, in dem Thread geht es ja um was anderes ... war nur so ein Gedanke
 
Weiter gehts...

Die Bünde wurden nun mit 500er Schleifpapier zuerst längs...

IMG_4975.JPG


...und dann quer geschliffen, um alle noch vorhandenen Spuren der Bearbeitung zu eliminieren.

IMG_4976.JPG


Das Board bleibt dabei unberührt. Für den extra "Vintage-vibe" sind alle Spuren des Spielen und bisheriger Bundarbeiten erhalten geblieben.

IMG_4977.JPG


Zum Abschluss der Bundarbeiten wurden die Bünde auf Hochglanz poliert. Damit sollten Bending- und Slideperformances keine Probleme darstellen und der Greifhand ist ein hervorragendes Spielgefühl geben.

IMG_4984.JPG
IMG_4985.JPG
 
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Die Klampfe kann ja nicht gut klingen, bei den offenen, rießigen Poren des Griffbretts:evil:;)
 

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