Fender wird Preismanipulation vorgeworfen

  • Ersteller milamber
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Was willst du uns damit sagen? Wer hat gewonnen? Vielleicht wär' ja ein Link zu einem entsprechenden Artikel ganz hilfreich.

Oh Gott ... die Namen der Firmen weiß ich jetzt nicht mehr, es ging glaube ich um eine Firma, die Einkaufs- und Fahrradkörbe herstellt und nur mit Fachhändlern arbeitet. Sie wollten nicht, dass andere als diese Fachhändler die Waren bei Amazon anbieten und haben geklagt. Ende vom Lied: Die Marke darf nicht mehr bei Amazon verkauft werden. Ich glaube Birkenstock hatte auch mal geklagt, angeblich wegen Piraterie durch Dritthändler. Deswegen darf glaube ich, Birkenstock auch nicht mehr über Amazon verkauft werden.

Das ist natürlich etwas anderes als bei Fender - mir ging es ja nur darum, dass ich nachvollziehen kann, dass Hersteller dabei mitreden wollen, wer, was und zu welchem Preis verkauft. Gründe können unterschiedlich sein. Entweder man will ein Premiumprodukt Image beibehalten und zu billige Preise verhindern oder wie im Falle Fender seine eigene Preisgestaltung nicht kaputtmachen lassen
 
Hier wird gross und breit diskutiert, aber es gibt irgendwie nicht viel harte Fakten.
im übrigen ist das eine Spezialität hier im Board - wir haben ja schliesslich auch über ein Jahr über den Untergang von Gibson diskutiert, ohne irgendwelche Fakten zu kennen. Aber dafür großartig Lösungen angeboten, am Laufenden Band. :evil:
 
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Aber dafür großartig Lösungen angeboten, am Laufenden Band. :evil:

Nun ja - es soll Firmen geben, die soclhe Dinge / Anforderungen / Wünsche der Konsumenten im Blick haben - sei es in sozialen Medien oder Foren, und es gibt solche, die komplett daran vorbei entwickeln und agieren. Ich denke Firmen können aus soclhen Diskussionen und Vorschlägen durchaus Input ziehen. Deswegen finde ich die Diskussionen gar nicht verkehrt. Marketinganalyse auf dem Präsentierteller :)
 
Danke für die Antwort @Kluson .

dass ich nachvollziehen kann, dass Hersteller dabei mitreden wollen, wer, was und zu welchem Preis verkauft.
Gerade das ist aber zumindest zum Teil per Gesetz untersagt. Wie genau die Regelungen aussehen, weiss ich leider auch nicht. Du kannst natürlich der Meinung sein, dass diese Regelungen falsch sind, aber deswegen werden die Gesetze auch nicht anders.
 
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Ich denke Firmen können aus soclhen Diskussionen und Vorschlägen durchaus Input ziehen.
Und du glaubst wirklich, dass Gibson oder Fender da auf ein deutschsprachiges Forum schauen? Je grösser die Firma desto mehr sehen sie solche Foren nur als weitere Marketingplattform und weniger als Ort wo es Feedback gibt.
 
Und du glaubst wirklich, dass Gibson oder Fender da auf ein deutschsprachiges Forum schauen? Je grösser die Firma desto mehr sehen sie solche Foren nur als weitere Marketingplattform und weniger als Ort wo es Feedback gibt.
Man weiß es nicht, wer so mitliest :) Aber egal. Diskussion/Spekulation und Whatever sind nun mal AUCH ein großer Teil dieses und generell von Foren. Was soll man auch sonst hier posten und schreiben ? ? Dafür ist es ja ein Forum mit diversen Bereichen. Ist doch i.O. Wer nicht will, schreibt nicht...oder lacht sich nen Ast oder schaut nicht hier rein :) Was hab ich schon für einen Unfug hier gelesen und auch selbt verzapft...oh mann...
 
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Dann bräuchten wir vielleicht zuerst mal die, um eine sinnvolle Diskussion überhaupt führen zu können ...

Gruß
Martin
+++++Lieferanten oder Hersteller dürfen ihren Händlern keine Ladenverkaufspreise vorgeben, sondern nur unverbindlich empfehlen (Stichwort „Unverbindliche Preisempfehlung“ – UVP)
Abgesehen von der Buchpreisbindung sind Vereinbarungen von Fest- und Mindestpreisen in Deutschland und der EU kartellrechtlich verboten. Denn sie schwächen den Preiswettbewerb auf der Händlerebene (Intra-Brand-Wettbewerb) und nehmen Endkunden die Möglichkeit, günstige Händler zu finden.
Verboten sind etwa die Vereinbarung eines Ladenverkaufspreises (LVP), einer konkreten Spanne zwischen Einkaufs- und Ladenverkaufspreis oder die Kopplung des LVP an den Verkaufspreis anderer Händler. Kartellrechtlich zulässig ist nur, einen Höchstpreis zu vereinbaren.++++

....nachzulesen beim Bundeskartellamt.:)
 
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Es ging um die Regelungen zu Preisabsprachen - also die Gesetze ... Die sind selbst in deinem Link jetzt nur angerissen ...

Da hilft mir auch dein Beitrag #6 nicht weiter. :D

Gruß
Martin
 
Es ging um die Regelungen zu Preisabsprachen - also die Gesetze ... Die sind selbst in deinem Link jetzt nur angerissen ...

Da hilft mir auch dein Beitrag #6 nicht weiter. :D

Gruß
Martin

Ich dachte es steht in meinem Beitrag #29. Wenn Du die genauen Paragrafennummern willst, bitte beim Bundeskartellamt, oder dem Gesetzbuch nachschauen.:)
 
Ich dachte es steht in meinem Beitrag #

Unsere Beiträge haben sich überschnitten. Bei mir ging es um Bruce_911 - ich wollte nur ein nicht nötiges Zitat verhindern.

Einen Max Preis festzulegen ist ok ... ich finde aber auch, dass es für Ware die sich nicht im Auslauf befindet, ein Minimum geben dürfte, welches „Nachhaltigkeit“ für die Serie gewährleistet. Aber das bin dann wohl nur ich, der das befürworten würde.

Gruß
Martin
 
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... ich finde aber auch, dass es für Ware die sich nicht im Auslauf befindet, ein Minimum geben dürfte, welches „Nachhaltigkeit“ für die Serie gewährleistet.
Gruß
Martin
Genau das eben nicht.
Wenn ein Unternehmen gut wirtschaftet, dadurch niedrigere Preise anbieten kann und diese an die Endkundenpreise weitergibt, hat es sich einen Wettbewerbsvorteil erarbeitet. Der Lieferant hat da nichts zu melden.
 
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Wenn ein Unternehmen gut wirtschaftet,

Ist es gut gewirtschaftet, wenn der VK eines Produktes 259 EUR ist ... und der EK 252 EUR war ... :nix: ... Das Produkt selbst nicht End of Life ist, also weg muss.

Das hat dann für mich nichts mehr mit gut wirtschaften zu tun - daher sorry, bin ich nicht mit dabei - muss das aber auch nicht ...

P.S. in dem Artikel steht drin, dass UK ca. 440 Millionen Umsatz in Musikinstrumenten hat - also ungefähr 2/3 von Thomann ... Die sind auch größer als Gibson und Fender zusammen - also bitte den Einfluss des Handels auf den Markt nicht unterschätzen.

Gruß
Martin
 
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Ist es gut gewirtschaftet, wenn der VK eines Produktes 259 EUR ist ... und der EK 252 EUR war ... :nix: ... Das Produkt selbst nicht End of Life ist, also weg muss.
Bei entsprechender Mischkalkulation und der Einhaltung der gesetzlichen Vorgaben (Verkauf unter Einstandspreis nicht generell wettbewerbswidrig) kann das sehr wohl gut gewirtschaftet sein.
Es gilt nun mal, bis auf wenige Ausnahmen (z.B. Buchpreisbindung, Honorarordnung für Architekten) , Preisgestaltungsfreiheit für Waren und Dienstleistungen. Und somit auch für die Händler. Auch dann, wenn sie Preise kalkulieren können, bei denen andere nicht mithalten können.
 
Es ist IMO schwer zu durchschauen, welche „Strategie“ die Hersteller bei ihrem Vertrieb da immer so fahren. Vertriebsbindung ist aber wohl etwas was, die Großen der Gitarrenbranche gerne machen, d.h. sie beliefern halt nicht jeden, der etwas bestellen möchte, sondern stellen Forderungen: Ein bestimmtes Volumen, entsprechende Lokalität,... , selten, dass der Händler auch Ahnung vom Produkt hat.
„Unter der Ladentheke“ wird dann als weitere Forderung, aus UVP auch mal VP und schon hat man Kartell-artige Strukturen mit Preisabsprachen. Darf so nicht sein, wird aber so „gelebt“.
Das Ei, dass sich die großen Hersteller damit legen, ist dann ein „Grau-Markt“. So mittelgroße Anbieter sind mit den Volumina, die sie abnehmen müssen, oft auch überfordert und verkaufen zum EK an kleine Krauter weiter, um ihr Zeug los zu werden. Da wird dann Jagd auf diese schwarzen Schafe gemacht... ein ziemlich krankes System.
 
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Es ist IMO schwer zu durchschauen, welche „Strategie“ die Hersteller bei ihrem Vertrieb da immer so fahren. Vertriebsbindung ist aber wohl etwas was, die Großen der Gitarrenbranche gerne machen, d.h. Sie beliefern halt nicht jeden der etwas bestellen möchte, sondern stellen Forderungen: Ein bestimmtes Volumen, entsprechende Lokalität,... , selten das der Händler auch Ahnung vom Produkt hat.
„Unter der Ladentheke“ wird dann als weitere Forderung aus UVP dann auch mal VP und schon hat man Kartell-artige Strukturen mit Preisabsprachen.

Nach den Erfahrungswerten des Kartellamts steigen die Preise für den Verbraucher durch solches Verhalten im Schnitt um ca 25%.

Bundeskartellamt: "Jede Branche ist anfällig".

Volkswirtschaftlicher Schaden duch Kartelle auf 260 Milliarden in EU pro Jahr geschätzt.


Die Berichte sind schon etwas älter.
 
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Und du glaubst wirklich, dass Gibson oder Fender da auf ein deutschsprachiges Forum schauen? Je grösser die Firma desto mehr sehen sie solche Foren nur als weitere Marketingplattform und weniger als Ort wo es Feedback gibt.

ich meinte Foren im Allgemeinen. Die Diskussion, die hier geführt wurde, gab es ja in einer Menge anderer Foren auch, weltweit. Egal ob bei Facebook oder sonst irgendwo. Ich denke nur, dass Firmen nicht schlecht beraten sind, ein Auge darauf zu werfen. Es gibt ja auch Crawler Software, die das Netz nach Schlagworten und negativen Äußerungen durchsucht um negatives Feedback im Blick zu behalten.
--- Beiträge wurden zusammengefasst ---
Danke für die Antwort @Kluson .


Gerade das ist aber zumindest zum Teil per Gesetz untersagt. Wie genau die Regelungen aussehen, weiss ich leider auch nicht. Du kannst natürlich der Meinung sein, dass diese Regelungen falsch sind, aber deswegen werden die Gesetze auch nicht anders.

im Einzelnen kann ich es dir natürlich auch nicht sagen. Ich denke nur, dass es ja auch beim Thema Preisabsprachen Konstellationen gibt, die auf jeden Fall gesetzlich verboten sind, und das zu Recht. Stichwort Kartell. Aber es kann doch niemand einen Hersteller zwingen, wie er seinen Händler VK gestaltet. Würden sich Gibson, Fender, Ibanez und Co verabreden, dass Gitarren in bestimmten Segmenten bei keinem weniger als Summe X kostet - dann wäre das schon was anderes. Aber was die einzelnen Firmen mit ihren Preisen machen ist, finde ich, ihre Sache. Sie leben dann auch damit, dass es Konkurrenz gibt, die günstiger anbietet und ihnen dadurch Kunden abwerben.
--- Beiträge wurden zusammengefasst ---
Vertriebsbindung ist aber wohl etwas was, die Großen der Gitarrenbranche gerne machen, d.h. sie beliefern halt nicht jeden, der etwas bestellen möchte, sondern stellen Forderungen: Ein bestimmtes Volumen, entsprechende Lokalität,... , selten, dass der Händler auch Ahnung vom Produkt hat.

Darin sehe ich aber nichts Verwerfliches. Man kann ja niemand verpflichten sein Zeug an jeden zu verkaufen. Eine Mindestabnahmemenge hat ja auch mit Verwaltungsaufwand zu tun. 1 x 1000 Stk an einen Händler zu verkaufen, macht weniger Arbeit als 100 x 10 Stk. Eine bestimmte Größe des Händlers soll auch Retourenmanagement oder eine ISO Zertifizierung sicherstellen. Kleine Läden können das u.U. nicht so gut. Eine bestimmte Präsentation der Ware ist auch nachvollziehbar. Das ist in jedem Supermarkt so - oder warum hat zB Lindt Shokolade sehr oft eine eigene Auslage an einem Punkt im Laden, an dem viele Leute vorbeigehen oder längere Zeit verweilen ?

Wenn sich Hersteller untereinander absprechen, dann geht das nicht. Da bin ich ganz dabei.
Einen Porsche oder Maybach findet man auch nicht bei jedem Händler, sondern nur bei ausgewählten.

Wenn ein Hersteller ein "HighClass" Image hat und behalten will ( ob gerechtfertigt ist die andere Frage ), dann kann es nicht in seinem Interesse sein, dass seine Produkte zu Schleuderpreisen verkauft werden. Jeder Käufer kann ja entscheiden, ob er die Fender oder die Harley Benton nimmt.
Deswegen sehe ich hier auch keine Kartellstruktur. Würde jetzt jede, zB Entry Gitarre von Squier, Epi oder HB mindestens 400 € kosten, weil man sich hier untereinander abspricht, wäre das hingegen nicht i.O.
 
Wenn ein Hersteller ein "HighClass" Image hat und behalten will ( ob gerechtfertigt ist die andere Frage ), dann kann es nicht in seinem Interesse sein, dass seine Produkte zu Schleuderpreisen verkauft werden. Jeder Käufer kann ja entscheiden, ob er die Fender oder die Harley Benton nimmt.
Deswegen sehe ich hier auch keine Kartellstruktur.
Es geht aber nicht nur darum, daß der Käufer entscheiden kann ob Fender oder Brand X. Sondern auch darum den Käufer vor (künstlich)überhöhten Preisen zu schützen.
Das kann nur funktionieren wenn der (Intrabrand)Wettbewerb der Händler untereinander nicht manipuliert wird.
Deine Logik, "kann ja etwas anderes nehmen" ist zu einfach gedacht.
Auch wenn der Käufer sich für Fender entscheidet hat er ein Recht darauf diese zu nicht seitens des Herstellers illegal manipulierten Preisen zu erwerben.
Aber, ob Fender überhaupt illegal gehandelt hat wird sich erst noch zeigen.
 
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