"Mängel" bei NEUEN Gitarren -> Akzeptanz, Q-Kontrolle, Rabatte, Shop-Verhalten etc.?

  • Ersteller Marschjus
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Darauf hast du laut BGB auch keinen Anspruch. Die Versandkosten müssen erstattet werden, sonst nichts.
Das hab' ich auch nicht ernst gemeint. Sollte nur ein kleiner Hinweis sein, dass ich anstatt einer neuen Gitarre nur Erfahrungen bekommen habe.
 
Wir sehen hier einfach die Nachteile des Versandhandels.
Die Wahrscheinlichkeit, sich eine Gurke einzufangen ist groß.
Ich habe mich entschieden, kein Instrument mehr per Versand zu kaufen (Erfahrung: hoher Gurkenanteil bei mir).
Qualitätskontrolle ist der Kunde.
Wenn ich im Laden ein Instrument anspiele, sehe ich Fehler sehr schnell und habe schnell ein Gefühl dafür, ob es passt. Direkt beim Händler ist oft noch ein Setup mit drin, wenn es nicht vorher schon gemacht wurde. Wenn es gar nicht passt, bleibt das Instrument einfach stehen. Es findet dann eventuell jemanden, der es mag, oder es wird zum Ladenhüter.

Ein Neuinstrument durch Reparaturen überhaupt bespielbar zu machen, kommt nicht in Frage, weil man sich damit ggf. den Anspruch auf Garantie/Gewährleistung kaputt macht. Ich will nicht erst am Sattel modifizieren müssen, damit es spielbar wird. Einstellarbeiten, die man mit dem Schraubenzieher erledigen kann, sind noch ok.
 
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Wir sehen hier einfach die Nachteile des Versandhandels.
Die Wahrscheinlichkeit, sich eine Gurke einzufangen ist groß.
Ja und Jain, man weiß doch garnicht so genau wie viele zufriedene Käufer auf einen unzufriedenen kommen. Also ich nicht, du?
Ich habe mich entschieden, kein Instrument mehr per Versand zu kaufen (Erfahrung: hoher Gurkenanteil bei mir).
Das kann man natürlich machen, aber je nach Wohnort bleibt einem dann halt auch einiges unzugänglich. Ich hatte den gleichen Gedanken, und T ist halt für einen spontanen Ausflug zu weit weg.
Ich hab KEINEN Laden in der Region gefunden der das Modell da hatte. Und da bin ich denke ich im Dresdner Umland noch gut aufgestellt. Wer irgendwie in der Pampa wohnt hat da noch mehr das Nachsehen.
Aber egal.
Ein Neuinstrument durch Reparaturen überhaupt bespielbar zu machen, kommt nicht in Frage, weil man sich damit ggf. den Anspruch auf Garantie/Gewährleistung kaputt macht.
Sehe ich auch so. Aber ich habe bisher 2 grobe Tendenzen wahrnehmen können. Zum einen Mängel die die Bespielbarkeit negativ beeinflussen scheinen im Großen und Ganzen abgelehnt zu werden (logisch) und zur Retoure geraten.
Bei Mängeln die keinen wirklichen Einfluss auf die Verwendbarkeit haben scheiden sich hier die Geister. Die einen fordern (evtl. sogar in jeder Preisklasse) ein nahezu perfekt verarbeitetes Instrument, das andere Extrem ist dann "so lange es gut klingt ist der Rest doch egal".
Für beides habe ich persönlich nur bedingt Verständnis. Zum einen bin ich bei günstigen Gitarren eher bereit optische Makel/Mängel zu akzeptieren als bei teureren oder gar hochpreisigen ( für mich ab ca 2k€) Instrumenten.
Dennoch sehe ich halt auch keinen Grund warum man z.b. 800,1000 oder 1500€ für etwas bezahlt und dann mit Lackfehler, Unsauberen Bindung, Schiefen Mechaniken, kleinen Beschädigungen oder oder oder leben sollte.
Das hat der Hersteller ja nicht angepriesen. Und teilweise sind gerade solche Fehlerchen nur mit großen Kostenaufwand zu beseitigen. Ne kaputte Buchse, oder falsch gekerbter Sattel lässt sich recht günstig beheben. Aber Fehler beim Lack können schnell teuer werden und dann immer mit ungewissen Ausgang.
Und zumindest bei mir war es so und das lese ich hier des Öfteren, ist nicht selten die Summe der Kleinigkeiten die für Unzufriedenheit sorgt. Und das sind meist auch die Mängel die hierbei:
Haptische oder visuelle Prüfungen haben, wenn sie sehr sorgfältig durchgeführt werden, einen Schlupf von ca. 10%.
auch feststellbar sein sollten.
Ansonsten hat Glombi recht, vieles müsste dann bei der Fertigung schon verbessert werden. Darauf hat dann der Händler oder Importeur keinen Einfluss mehr oder nur mit so großen Aufwand das sich das nicht lohnt.

Und dann gibt es ja auch noch Mängel die für den Moment zumindest korrigierbar sind. Wie ein Bundstab der nicht richtig sitzt. Da fällt das Einem auf, er denkt das der nicht richtig eingesetzt wurde, schnappt sich ein Kunststoffzylinder und Hämmerchen und erledigt das. Dann geht die Gitte zum Händler, liegt da 1 Monat im Lager und dann zum Kunden....aber leider ist der Bundschlitzt mangelhaft und der Bundstab hält nicht richtig und hat sich wieder etwas gelockert.
Der Kunde (wie ich z.B.) ärgert sich drüber und bemängelt das. Aber in dem Fall kann weder der Händler, noch der Importeur etwas dafür, das ist ein Problem bei der Fertigung.

Wackelkontakte auch so ein Ding. Wie oft hat man es das man ein Kabel oder Stecker testet, durchmisst und für gut befindet und unter bestimmten Betriebszuständen geht es auf einmal nicht mehr. So eine Überprüfung ist halt nur eine Momentaufnahme, egal wie gut diese durchgeführt wurde.

Qualitätskontrolle ist der Kunde.
Ich sage es mal so, viele Händler scheinen sich darauf zu verlassen das dass was sie bekommen einfach durchgereicht werden kann. Vielleicht sind wir als Kunden da auch ein Stück selber schuld wenn es vielen um die letzten 20€ geht.
Aber bei einem anderen Händler (nicht T) wurde mir explizit gesagt das die keine Überprüfung vor Versand machen können, weil die Gitarren aus dem Zentrallager kommen. Nur was im Laden hängt könne man anschauen. Ist dann auch etwas schade wenn nicht einmal die Möglichkeit besteht.

Sorry für den langen Text
 
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Bei mir ist das eher einfach.
Kleinigkeiten hinsichtlich irgendwelcher Einstellungen mache ich lieber selbst oder ggf. auch Gitarrenbauer. Da hätte ich auch gar keinen Nerv auf hin- und herschicken. Dann passt das bei nächsten mal wieder nicht, das Paket geht verloren, auf dem Versand geht noch mehr kaputt, man verpasst den Paketboten und muss wieder durch die Gegend eiern, etc..

Billigstschrott online und dann vielleicht auch noch als B-Stock zu bestellen, so etwas würde mir im Traum nicht einfallen. Für Leute die eine E-Gitarre für 150,00 EUR kaufen und dann die Erwartung haben eine brauchbare Gitarre zu bekommen, da habe ich dann dochwenig Verständnis. Geiz ist geil...Gier frisst Hirn? Bei allen anderen Produkten haben wir doch auch gelernt das wir mit den allerbilligsten Produkten oft schlechte Erfahrungen gemacht haben?

Ich kaufe Gitarren grundsätzlich nicht gern online. Wenn/dann ist das in der Regel aber kein Kernschrott und ich weiß auch genau was ich bestelle und auch warum. Das letzte mal war es wegen diesem ganzen Corona-Murks eine bestimmte Tele in mittlerer Preisklasse (knapp unter 2.000,00). Wenn da etwas technisch wirklich nicht ok gewesen wäre was ich nicht auf den ersten Blick hätte feststellen und in Ordnung bringen können, dann wäre die spätestens am nächsten Tag wieder auf die Reise gegangen. Böse Kratzer, Dellen, etc.. War es aber alles wirklich absolut ok. Ob jetzt ein "Staubkorn im Lack" akzeptabel ist, dass muss jeder selbst wissen. Ich selbst bin da weniger empflindlich wenn es denn wirklich Kleinigkeiten sind. Noch spätestens drei Monaten sieht keine Gitarre die oft spiele mehr aus als wäre sie neu. Ok, bei den hochwertigen akustischen Gitarren bin ich da vielleicht etwas vorsichtiger. Aber auch nicht überempfindlich.

Mein Lieblingsladenlokal hat übrigens auch eine (wie ich finde) gute Werkstatt in der auch wirklich erfahrene Gitarrenbauer arbeiten. Wenn man das möchte, dann checken die wirklich jede Gitarre liebevoll durch und stellen sie ggf. ordentlich ein. Die fragen natürlich vorher auch wie man das haben möchte. ;-) Andere Saiten? Saitenstärke? Saitenlage, etc.. Das nennt man dann Service und das ist beim Kauf inklusive. Kaffee und ein Wässerchen gibt es auch immer. Die versenden aber auch.

Was ich manchmal befremdlich finde, dass sind diese manchmal ellenlangen Diskussionen hier. Ist das ein Mangel? Soll ich zurückschicken?
Vielleicht einfach mal selbst ein Entscheidung treffen? Das kann doch nicht so schwer sein? Zumindest nicht bei erwachsenen Menschen. Davon abgesehen empfinde ich selbst einige Kunde dann doch als besonders "pingelig". Aber ok, das mag halt jeder anders sehen. Ist ja auch ok. Es macht ja auch wenig Sinn sich hier über so etwas auseinanderzusetzen. Wenn ich etwas "so" nicht will, dann darf ich es halt zurückschicken und alles wird gut. ;-) Shit hapens...

Klar habe ich ein gewisses Verständnis dafür wenn man einfach mal frustriert ist und vielleicht einfach mal mitteilen möchte was schiefgegangen ist. Das ist doch nur menschlich. Das stört mich auch nicht. Da gibt es ja auch mitunter durchaus krasse Fälle und da leidet man ja schon auch mal etwas mit.

Ich selbst kann mich aber nicht wirklich erinnern ob und wann ich mal eine Gitarre gekauft habe, die so einen technischen Mangel gehabt hätte das ich sie deswegen nicht hätte haben wollen. Und ich habe nun wirklich schon so einige Gitarren gekauft. ;-) Des Setup der Gitarre gehört für mich da nicht dazu, sofern es nichts mit wirklich defekt oder echt vermurkst zu tun hat.

Ansonsten habe aber auch schon einige Gitarren gekauft wie gesehen und "Probegefahren" um dann später doch festzustellen, dass wir wohl auf Dauer keine engen Freunde werden. Aber das hatte dann immer andere Gründe.

Andere technische Produkte machten da bei mir schon eher Ärger. Amps die seltsamste Nebengeräusch machten, ein Röhrenamp den ich heute noch für eine gefährliche Fehlkonstruktion halte, Wackelkontakte bei neuen Geräten, defekte Netzteile bei neuen Geräten, gar keine Funktion bei neuen Geräten und all so ein Murks.
 
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Worum geht es bei der Ausgangsfrage eigentlich?
Ok, eine eigene „Standort-Bestimmung“ Bin ich pingelig oder nicht nicht? kann man ja machen. Da stört mich persönlich ein Kratzerchen eher nicht so sehr.

Bei vielen Posts hier, wird klar, dass die Diskussion eng mit Bestellen im Online Handel verknüpft ist und da so eine „moralische“ Komponente hinzukommt Was muss/sollte ich da noch akzeptieren?
Diese Diskussion ist IMO „schwierig“. Das Fernabsatzgesetz ist da (IMO zu Recht!) sehr auf der Seite der Käufer:
Man muss gar nichts akzeptieren! Man kann völlig mängelfreie Produkte, ohne Begründung zurücksenden, schlicht weil man es sich z.B. anders überlegt hat. Der Fernhandel lebt aber auch zu einem sehr guten Stück davon, dass Leute Dinge bestellen, die in real betrachtet, nicht das erfüllen, was man erwartet hat. Doch rein aus Bequemlichkeit, werden die Sachen nicht zurückgeschickt. Zu diesen Leuten gehöre ich letztlich idR auch.
Aus der Verpflichtung wirklich alles (in gegebenen Fristen und "schadfrei") zurücknehmen zu müssen, entstehen natürlich zusätzliche Kosten für den Online Handel! Doch genauso natürlich hat der Online Handel das bei seiner Preisfindung/-kalkulation mit eingeplant und so zahlt jeder der sein Zeug behält, die Rücksendungen mit. Da kommt ein kleiner moralischer Aspekt mit hinein: Wer die Rechtslage ausnutzt und sich haufenweise Zeug bestellt, um es letztlich auch zu "nutzen" (um z.B. die eigenen Neugier/den Spieltrieb zu befriedigen) und dann vor Ablauf der Fristen alles wieder zurückschickt, macht das natürlich auf Kosten der übrigen Kunden.

Eine ähnliche Betrachtung kann man für das Thema "Preisnachlass" aufmachen.
Preisnachlass-Diskussionen sind IMO aber eigentlich pre se schon "fishi".
Jeder Händler, der sich auf ein Preisnachlass einläßt, zeigt damit eigentlich nur, dass sein Preis von vorherein wohl höher, als notwendig war. Dieses transparent intransparente Verhalten, ernährt zu einem guten Teil zwei komplette Berufszweige, nämlich die der Einkäufer und Verkäufer in Unternehmen. Erstere schwatzen da letzteren die Prozente ab, die letzere zuvor als Verhandlungsmarge einkalkuliert haben. Ein eigentlich völlig albernes Vorgehen!
Daher bin ich ziemlich froh, dass zumindest im nördlichen Europa im Endkundengeschäft Preisnachlass Verhandlungen eher wenig verbreitet sind. Dieses Gefeilsche ist IMO letztlich verlorene Lebenszeit... (Mir ist klar, dass sich auch uns im Endkundengeschäft bei ein paar Branchen diese "Rituale" durchaus eingebürgert haben...)
Eine etwas andere Geschichte ist es, wenn ein Preisnachlass mit weniger "Leistung" verbunden ist. Es ist ja überhaupt kein Problem zum günstigeren Modell zu greifen, dass weniger aufwendig gemacht ist! Ist billiger, ist aber auch "weniger".
Im Falle von Mängeln, ein Preisnachlass zu gewähren, ist dann aber wieder ähnlich "fishi", wie oben beschrieben. Der Händler hat das Mängelmodell (hoffentlich) doch nicht günstiger eingekauft. Wie kann er da einen Preisnachlass gewähren, ohne in "Probleme" zu geraten? Den Mangel müsste der Händler mit dem Hersteller diskutieren. Der Hersteller hat den "Fehler" gemacht und nicht der Händler!
D.h. wenn ein Händler das auf seine Kappe nimmt, finanziert er diese "Nonconfomance Costs" vor und packt die am Ende auch wieder als zusätzliche Marge in den VK und so zahlen wieder die anderen Kunden diese Kosten (und nicht die Hersteller, die es eigentlich verbockt haben...).

So kann man an dieses Thema auch etwas rational herangehen. Niemand muss ein schlechtes Gewissen haben, wenn er im Online Handel etwas zurückschickt. Das ist Teil des Business! Ob es die "Mühe" lohnt, muss jeder für sich entscheiden.
 
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Billigstschrott online und dann vielleicht auch noch als B-Stock zu bestellen, so etwas würde mir im Traum nicht einfallen. Für Leute die eine E-Gitarre für 150,00 EUR kaufen und dann die Erwartung haben eine brauchbare Gitarre zu bekommen, da habe ich dann dochwenig Verständnis.
Da gehören die Harley Benton Besteller ja voll rein. Thomann meint zumindest offiziell auf der Website was anderes:
Seit 1998 bedient die Marke Harley Benton die Bedürfnisse vieler Gitarristen und Bassisten. Neben einer umfangreichen Bandbreite an Saiteninstrumenten bietet die Hausmarke des Musikhauses Thomann auch jede Menge Verstärker, Lautsprecher, Effektpedale und weiteres Zubehör an. Insgesamt umfasst die Palette über 1.500 Produkte. Gefertigt von etablierten Herstellern, überzeugen alle Artikel von Harley Benton durch Qualität, Zuverlässigkeit und einen dennoch günstigen Preis.

Meine Position:
Beispiele von einer HB, die mal 350 Euro gekostet hat (ich hab' allerdings nach Preissenkung und als B Stock mit Standardhinweis noch 250 Euro bezahlt): Es gibt Sachen bei denen bin ich nicht pingelig: Das Macassar-Ebenholz Griffbrett ist hellbraun, weder irgendwie dunkel noch interessant gemasert. Obwohl T durchaus mit der Aussage "dunkles Griffbrett" wirbt. Da bin ich nicht begeistert, aber ok. Die Kopfplatte ist vorne in Korpusfarbe lackiert, der Übergang zum Holz an der Seite ist nicht 100% sauber. Ein Handwerker würde sowas von vornherein wahrscheinlich anders machen, z.B den Übergang mit einem Binding abdecken. Würde ich bei einer Edelgitarre nicht akzeptieren, hier ist es IMHO völlig OK. Regler des Potis, das auch zum Umschalten dient, bewegt sich schon bei recht leichter Berührung (Poti hat wenig Widerstand). Und man hat ihn in der Hand, wenn man umschaltet (Knopf nicht fest auf der Welle). Nicht schön, aber akzeptabel bzw. leicht gefixt.
Anders reagiere ich, wenn die Bünde nicht poliert sind, teilweise sogar angeschliffen, aber nicht verrundet. Oder die Brücke nicht richtig montiert, so dass die Saiten stark zur Seite abweichen. Konsequenz ist neben Verschiebung der Saiten auf die eine Seit des Griffbretts, dass beim schräg positionierten Halshumbucker die Pole der einen Spule voll getroffen werden und bei der anderen die Saiten voll zwischendurchlaufen. Und das ist ausgerechnet die Spule, auf die zum Single Coil Betrieb umgeschaltet wird.
Weil ich so etwas schon geahnt habe, habe ich beim Kauf übrigens explizit darauf hingewiesen, dass ich unpolierte Bünde und andere Mängel wie nicht zentral verlaufende Saiten nicht akzeptieren werde. Anscheinend hätte ich das auch in den Wind schreien können - Hauptsache T ist wieder was Instrumentenähnliches los.
Wenn T dann hingeht und die Mitarbeiter im Gegensatz zu den Reklameaussagen so etwas ähnliches wie deine Meinung vertreten (in diesem Fall NOCH nicht passiert, in einem anderen Fall aber schon), hört T für mich auf, eine seriöse Firma zu sein und wird wirklich zu so was wie einem Schrotthändler.

Das Problem ist ja auch nicht nur auf die Erfahrung beim persönlichen Kauf beschränkt, sondern beeinflusst auch die Beratungen, an denen ich hier teilnehme. Viele Anfänger können nur oder wollen im unteren Preisbereich einkaufen. Und wenn ich dann von meinen kürzlich gemachten Erfahrungen ausgehe, kann ich weder die Marke noch die Firma empfehlen, sondern muss vielmehr abraten, wenn andere eine solche Empfehlung aussprechen.
 
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Bei mir ist das eher einfach.
...
Für mich ein absolut gelungenes Posting, an das ich mich anhänge und ergänzen möchte, das ganze Heckmeck hier und mit Post und Kundendienst und Fotos undundund, das darf man gar nicht in Stundenlohn umrechnen, das geht unter den Mindestlohn. Da schaffen hier einige für 4Euro90 die Stunde. Okay, ist deren Sache, ich würde auf die Art und Weise nur in extremen Ausnahmefällen Zeit verbrennen.
 
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Hi,
als Verfechter des Antestens vor Ort möchte ich nur mal meine Erfahrungen von letzter Woche beim Thomann berichten.
Habe eine Gitarre im Laden in Treppendorf ausgiebig getestet, unter die Lupe genommen und für gut befunden. Daraufhin habe ich sie gekauft, aber als ich sie mitnehmen wollte, eröffnete mir der Mitarbeiter, dass ich bei der Warenausgabe eine fabrikneue, Originalverpakte bekäme.
Ich habe entgegnet, dass ich genau diese Gitarre getestet habe und keine andere will, aber der Mitarbeiter hat mir gesagt, dass es aus irgendwelchen buchungstechnischen Gründen nicht ginge. Er wollte sie mir ums Verrecken nicht geben. Falls mir die Originalverpakte nicht gefiele, könnte ich mit ihr ja zum Thomann Servicezentrum gehen und sie auch wieder zurückgeben. Ausserdem wäre eh alle Modelle gleich.
 
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Wahrscheinlich müssen sie sonst zu lange suchen oder die Werkstatt beschäftigen, bis sie wieder eine finden bzw. hinbekommen, die gut genug ist, um in die Ausstellung zu kommen. :D

Gitarren, die Thomann kostenlos an Tester schickt, scheinen übrigens auch immer tiptop in Ordnung zu sein. Fällt bei Youtube auf: Bei Tests von gekauften Gitarren von XY fallen die häufiger mal mit recht offensichtlichen "blöden" Mängeln auf - das Ergebnis ist übrigens trotzdem meistens positiv, meistens mit der Anmerkung, der Fehler sei wohl ein Ausreisser. Bei Tests von bekannten Leuten sind die Gitarren hingegen ok, Bünde sind selbstverständlich poliert etc.
 
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Die Gitarre, die ich dann erhielt war auch in jeder Hinsicht in Ordnung. Auch top eingestellt.
Aber wenn ich jetzt extra einen weiten Weg auf mich genommen hätte um mir persönlich eine Gitarre auszusuchen, wäre ich wohl ziemlich enttäuscht gewesen.
 
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Ausserdem wäre eh alle Modelle gleich.
nathan-fillion-meme.gif
 
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Ich hatte ein ähnliches Phänomen im Music Store vor ein paar Monaten. Nur war die Gitarre abseits vom Floormodel dann nicht Mal auf Lager. Das Ding aus dem Laden mitnehmen unmöglich, selbst zum Neupreis nicht.
Lieferzeit wären etwa 6-8 Wochen gewesen.

Bin also ohne raus und hab sie dann wo anders bestellt. Tut mir leid aber wenn ich eh "irgendwas" aus den Lager bekomme muss ich ja auch nicht warten.
 
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Ich habe entgegnet, dass ich genau diese Gitarre getestet habe und keine andere will, aber der Mitarbeiter hat mir gesagt, dass es aus irgendwelchen buchungstechnischen Gründen nicht ginge.
Mal die ketzerische Frage, ob das bei einer LP aus dem CS auch unmöglich gewesen wäre?!
Ich habe eine HB CST24 und eine SC-550. Beide schon ein paar Jahre alt.
Die CST24 ist eine wirklich prima Gitarre, nicht nur im Hinblick auf den Kaufpreis (EUR 189,-).
Einen kleinen Fehler hat sie, eine leichte Delle seitlich am Hals im Bereich des neunten Bundes. Scheint ein Fehler im Holz zu sein, sieht nicht nach einem nachträglichen Anstoss aus.
Stört mich überhaupt nicht.
Die SC-550 war von Anfang an ein völlig unsinniger Kauf, ich habe eine 2013er Gibson LP Studio. Die ist um Längen besser.
Als ein Freund von mir vor zwei Jahren mit Ü50 Gitarre lernen wollte, habe ich sie ihm spontan als Geschenk angeboten, weil sie bei mir eh nur an der Wand hängt.
Wollte er aber nicht annehmen und hat sich eine günstige Yamaha gekauft.
Aber prinzipiell gibt es auch an der SC nichts auszusetzen, keine Verarbeitungsmängel, sie hält die Stimmung und die Wilkinsons tun auch, was sie sollen.
Hätte ich die Studio nicht, dann würde sie möglicherweise auch gespielt werden.
 
Gitarren, die Thomann kostenlos an Tester schickt, scheinen übrigens auch immer tiptop in Ordnung zu sein.

Glenn Fricker hat neulich gemeint, dass er auch mal Harley Benton Gitarren testen will - und dass er dafür extra einen Freund beauftragt habe, um die Gitarren quasi "anonym" zu ordern.
Ob das alles so stimmt, sei mal dahingestellt - er hat ja schon öfters mit dem Thomann zusammengearbeitet, insofern würde er sich da vermutlich unbeliebt machen, wenn er die Gitarren genauso anschaut wie letztens die Gibson Mustaine V. :D
 
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Glen Fricker ist alles, nur kein Gitarren-Reviewer.
Er kann Lackfehler sichten, Specs runterbeten und das Teil durch einen HighGainer jagen.
Und das war es auch.
 
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Und das war es auch.

Rumschreien kann er noch und Bassisten verärgern. :D

Sein mittlerweise etwas älteres Line6 Spider Review ist ja recht legendär - wo er dann den Amp geschrottet hat.
Stelle mir gerade vor, er würde das mit Harley Benton Gitarren machen, die irgendwelche größeren Mängel hätten - glaube aber auch nicht dran, dass er sich das traut. Das gäbe dann sicher auch einen ordentlichen Shit Storm, wie damals auch schon (von wegen "andere, die kein Geld haben, hätten sich darüber gefreut...").
 
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@nasi_goreng
Meine Frau und ich waren letzte Woche auch mal wieder in Köln im Store. Wir haben es nicht ganz so weit.
Eigentlich eher wegen Kleinigkeiten und einer kleinen Zweitukulele. Gitarren kaufe ich da eher selten.

Aus Jux und Dollerei habe ich dort dann doch mal eine Dobro ausprobiert und meine Frau meinte sehr spontan und völlig unerwartet, dass wir ihr bei uns vielleicht ein neues Zuhause geben sollten. Diesmal war ich definitiv nicht schuld! Ich schwöre!

Die Ablauf dort ist aber schon anstrengend. Man fühlt sich irgendwie ein bisschen wie bei Ikea. Ok, die Kantine ist deutlich besser.

Aber zurück zum Thema....
Lange warten, Gitarre im Glaskasten spielen, haben will, Bescheid geben, wieder lange, lange warten. Raus aus dem Laden. Ab zur Warenausgabe direkt gegenüber. (im gleichen Gebäude)

Gitarre (und Uke) auspacken, gegenüber der Warenausgabe wieder warten, die Teile begutachten stimmen und kurz spielen und zumindest auf Funktion testen.

Sehr erheiternd inmitten der meist vielen Mensch dort. Aber die freuen sich ja auch mal überein bisschen Abwechslung während sie mit ihren Kassenzetteln da rumsitzen wie im Kino und auf die Wartenummern der große Anzeigetafeln starren. Dann feststellen das die ausgegebene Gitarre schon ein bisschen anderes Setup hat. War aber für mich eher ok so. Die Saitenlage war etwas höher, aber dass ist ja wenn man auch mal mit Slide spielt nicht verkehrt.

Der Service-Mensch hat so komische Sachen erzählt, dass ich ihm Gitarre ganz schnell wieder abgenommen bevor er womöglich beginnt da irgendwie hektisch dran zu werkeln. Ich wollte ja eigentlich auch nur wissen ob der Pickup mit mir spricht. Dann nochmal zurück in den Laden, das Ding nochmal in gleicher Umgebung mit dem Ausstellungsstück vergleichen. Diesmal ohne warten, weil schon spät. Die neue Ding gefiel mir definitiv noch ein kleines bisschen besser. Waren aber vielleicht auch einfach die Saiten. Ich hätte in diesem Fall allerdings die Wahl zwischen beiden Modellen gehabt. Es blieb dann aber doch bei der frisch ausgepackten. Mängel konnte ich auch nach einer Wochen noch nicht entdecken. Die Bünde sollte ich aber unbedingt mal polieren. Es gibt oft Kleinigkeiten die man vielleicht noch etwas besser machen könnte, aber man muss halt auch realistisch bleiben. Das ist Massenware und dafür ist es "ok".

Fazit: Je nachdem in welchem Laden man kauft macht das auch nur bedingt Freude und eine wirkliche Qualitätskontrolle ist da mitunter auch schwierig, bzw. anstrengend. Auch wann bei Gitarren scheinbar grundsätzlich mal kurz in die Schachtel geschaut wird und man zumindest auf eventuelle grobe sichtbaren Schäden achtet. Wer möchte und viel Zeit hat, der kann dann aber noch zum Service gehen und das Teil genauer prüfen lassen. Die meisten schleppen ihre Pakete aber doch direkt zum Auto. Wichtig! Wenn im Store vor Ort gekauft wird, dann sicherheitshalber die vollständige Verpackung aufbewahren. Dann nehmen die die Ware auch schon mal aus Kulanz zurück, falls man hinterher doch irgendwie unzufrieden ist.

Das ist aber eigentlich auch nicht so wirklich meine Welt.
Es gibt aber auch zum Glück noch ganz andere Läden. ;-)
 
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Ja, das Einkaufserlebnis wandelt sich im Laufe der Zeit. :nix:
 
Mal ganz ehrlich, wenn ich auch in einem Laden nicht das Exemplar bekomme was ich anspielen konnte und dann noch in Möbelhausmanier am Lager anstehe, dann kann ich mir auch die Zeit und den Weg sparen, wenn ich weiß was für ein Instrument ich möchte und einfach bestellen. Das hat dann auch nichts mit Einkaufserlebnis zu tun. Und der Vorteil vom "selber antesten und entscheiden" ist auch dahin.
 
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