Man kann das mit dem „können wollen“ und dem was dann passiert, IMO nicht vereinheitlichen.
Motiviert und diszipliniert zu sein, ist meist gut. “Ehrgeiz“ und „Selbstopferung“ können aber eben auch „Overdoing“, Blockaden, bis zu Krankheiten auslösen. Wie immer im Leben, ist “zu viel“ dann eben auch zu viel. Welche Dosis, das bei wem ist, ist individuell unterschiedlich.
Ich bin eher jemand, der getrost aufhören kann, etwas zu üben oder zu lernen, wenn sich kein rechter Fortschritt mehr ergibt, es mich beginnt zu langweilen, ich ermüde oder es mir gar Schmerzen bereitet. Meine Grundmotivation ist aber idR auch ganz ok und wenn ich übe, geht das selten mal unter 2h aus.
Doch genau auf den vom TE beschriebenen Effekt, kann ich dann schon auch bauen: Selbst wenn ich mein Übungsziel nicht erreichen kann oder sogar Rückschritte wahrnehme, „reift“ dann doch das bereits Gelernte in mir und ich weiß, ich muss nur dranbleiben, dann wird das schon.
Gitarre spielen ist mein Hobby, wenn da Spaß, zu Stress und „Druck“ wird, läuft da auch etwas nicht richtig.
(Müde und im Halbschlaf, würde ich jedoch nicht als besonders effiziente Übungs- und Lernsituation sehen.)