Welche Leute kaufen teure Gitarren, z.B. Fender CS

Wird zwar Off-Topic, aber das sind Äpfel und Birnen. Wenn man eine E-Gitarre (2 Stücke Holz, ein paar Blech- und Elektro-Komponenten und etwas Lack) mit dem Entwicklungsaufwand (Hard- und Software), den Bauteilkosten und vor allem den Entwicklungskosten eine elektronischen Tasteninstruments vergleichen will, muss man zu den 10T€ für das CS Instrument mindesten nochmal das Gleiche für den Dumble, das Botique Clon oder das High-End-MFX rechen, welche sicher noch öfter getauscht werden, als Pianos...
 
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Aber zum Thema Gitarre zurück. Es gibt unheimlich viele Amateur-Radfahrer
Hihi 😅

Aber Du liegst richtig und musst nicht einmal zu den Amateuren gehen. Auch die Hobby Radfahrer haben Räder, da schlackert man mit den Ohren. Ich war ja früher in der Branche tätig und hatte selber drei Räder in diese Richtung (praktisch wenn man den Kram zum EK kaufen kann). Es gehört also auch eine Menge Liebhaberei dazu, soviel Geld ausgeben zu wollen. Wobei das bei Rädern ja anders ist. Da kauft man nach und nach gerne mal Komponenten dazu und tauscht Teile aus.
 
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Ich denke @DirkS hat da einen interessanten Punkt angesprochen.

Es gibt recht viel Gitarren-Nerds, die neu eher sehr teure Gitarre auch gern gebraucht kaufen. Wenn man da mal eine "kritischen Masse" überschritten hat, dann hat man ja auch irgendwann relativ viel Material zum Tausch oder Verkauf. Da verliert man auch gar nicht so sehr viel Kohle, oder es bleibt manchmal sogar irgendwo ein Euro hängen. Manchmal ist man halt der Hund, manchmal der Baum. :D

Unter dem Strich ist das aber oft weniger dramatisch als man vielleicht annehmen mag.

Klar, die Kohle für das ganze Zeug muss man halt erstmal irgendwo auftreiben. Bei mir ganz persönlich hat es schon der Job möglich gemacht. Sales/Marketing in der IT/TK Branche. Aber ich habe natürlich auch einiges dafür tun müssen.

Tendenziell habe ich insgesamt schon relativ viel für das ganze Zeug ausgegeben. Sicher auch weit mehr als "nötig".
Wir reden hier schon über recht viel "Luxus".

Wenn @soundmunich die Frage stellt: "Welche für Euch sehr teure Gitarre erfüllt Eure Wünsche und warum?", dann finde ich das auch ganz spannend.

Das mit der reinen Kohle ist ja im Grunde einfach. Wer gerade viel hat, der kann auch mal eher etwas in dieser Größenordnung rausballern, ohne da lange nachdenken zu müssen.

Was war aber der Treiber für manchen Kauf?
Bei meinen akustischen Gitarren war es immer ein bunter Mix aus: Wollte ich schon immer mal ausprobieren und spielen, oder auch, dass mir eine Gitarre spontan einfach extrem gut gefallen hat.

Meine J-45 ist für mich halt auch schon immer so ein Jugendtraum gewesen. Ich liebe sie heute noch.
Meine dicke Larrivee habe ich gespielt und nicht mehr losgelassen. War die Einzige im Laden.
Bei der Collings war das genau so. Andere meiner Gitarre decken eher spezielle Bereiche ab. Von der kleinen Blues-Parlor, über Resos, bis hin zur Corbon-Flitsche.

Insgesamt war ich aber schon immer bestrebt, klanglich einfach mehrere Bereiche abzudecken. Monogam war ich zumindest in diesem Bereich nie. ;-)

Meine heutigen E-Gitarren sind hingegen gar nicht mal alle so superteuer.

Die Silversky hat damals eher mich ausgesucht. Gespielt, gegrinst und mitgenommen.
Meine Frau hatte die eigentlich im Laden entdeckt.

Warum die?
Das Spielgefühl insgesamt, auch der 7,25" Radius und der eher klassische Strat-Sound.
Es gibt halt Gitarren, die spielt man und hat sofort das Gefühl, es passt. Die Farbe (Profilbild) hätte ich mir damals eigentlich eher nicht bewusst ausgesucht, aber egal, es gab gerade nur die Eine und die fühlte sich halt richtig an. Ich mag die aber heute genau so, wie sie ist.

Die Letzte, etwas hochpreisige Gitarre, die Patrick James Eggle Macon, hat mich bereits aus weiter Ferne insgesamt so sehr angesprochen, dass ich sie einfach unbedingt mal spielen wollte. Die hat mich echt angezogen, wie schon lange keine mehr. Erstmal auch rein "vom Bauch her". Da fand ich die Specs und die Pickup-Kombi einfach sehr spannend, aber schon auch die ganze Machart. Außerdem wollte ich klanglich wieder eine leichte "LP artige" Ergänzung, nach dem ich meine Gibsons irgendwann mal verkauft hatte.

Im Gegenzug habe ich dafür aber z.B. auch wieder zwei andere Gitarren abgegeben. Die Macon und ich, wir mussten uns aber schon erstmal ein bisschen aneinander gewöhnen. Höhere Bünde, schon ein sehr kräftiger Hals, ganz anderer Sound. Heute finde ich die aber vielleicht sogar noch spannender als damals beim Kauf selbst.

Warum die?
Es ist halt genau dieser "andere Sound" in der Ecke einer LP, den ich auch sehr mag.

Und am Ende ist da natürlich einfach ganz viel Liebhaberei dabei.
Nicht alle Entscheidungen waren oder sind nur "vernünftig".

Wenn darum geht, was man wirklich "braucht", um gute Musik zu machen und auch gut zu klingen, dann sind wir in diesen Regionen aber doch längst deutlich über dem wirklich "Notwendigen".

Im Zweifel reicht ja auch eine einzige und auch relativ günstige E-Gitarre und jemand, der damit umgehen kann.
 
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Ich habe in meiner kurzen Profi-Karriere sehr viele Profimusiker kennengelernt, die Vintage-Schätze hatten. Die brauchten keine CS oder MB. Die hatten den "Real-Deal".

Ich kenne auch einige die "the Real-Deal" hatten, die hatten den i.d.R. aber schon im Original seit den 60ern oder 70ern :m_elvis:
 
Es gibt unheimlich viele Amateur-Radfahrer die schweineteure Fahrräder fahren.
das ist mein Lieblingsbeispiel. Als Radfahrer werde ich ab und zu von anderen Radfahrern gefragt, was so eine Gitarre kostet.
Ich antworte dann: "etwa so viel wie ein Fahrrad."
Dann kommt meistens die Antwort, dass das ja doch drauf ankommt, dass man das so nicht sagen kann, ist ja alles sehr unterschiedlich usw.
Eben.
:D
 
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Da ja nun der Transfer zu superteuren Rennmaschinen kam... Wenn sich der Hobbybiker mit 15 Kg Übergewicht die superleichtgewichtige ErikZabel-Rennmaschine leistet, kann man sich schon fragen, ob er nicht durch kontrolliertes Essen den gleichen Effekt günstiger bekommen kann. Angewendet auf einige CS-Spieler (ich nenne keine Namen😗)... Gitarre stimmen hilft auch schon... so jetzt werde ich gleich vermöbelt... aua🤣
 
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seid Ihr Leute, die gewollt ... alles übrige Geld in diese tolle Gitarren stecken?

Ich fühle mich zwar (noch) nicht vollends angesprochen, aber dennoch falle ich vermutlich in diese Kategorie. Keine Ahnung ob´s wen interessiert, aber so siehts bei mir aus:

- Meine Frau und ich sind beide Akademiker nach/mit klassischer Ausbildung, also haben (lange) dual studiert und immer geknechtet neben dem Lernen/Studieren. Nicht freiwillig, sondern weil´s von Zuhause wenig (finanzielle) Unterstützung gab. Das hatte zwei Folgen:

1. Ich habe seit >15 Jahren (Ich bin 35) eher mehr Geld als Zeit. Sowohl zwar mehr Geld zum Ausgeben, aber auch weniger Zeit um Geld auszugeben. Und ich habe heute immernoch eher kurzfristig Zeit (einen freien Samstag), als drei Wochen Urlaub am Stück. Da greife ich am freien Samstag lieber zur zwei 5k Custom Shop Strat als 7K in einem Übersee-Urlaub auszugeben.
2. Ich bin seit >15 Jahren daran (gezwungenermaßen) gewöhnt, bewusst mit meinem Kontostand umzugehen. Ich weiß seit ich 17/18 bin, dass die Zahlen da im Zusammenhang beudeten: Voller Kühlschrank, Miete/Gas/Strom oder übriges Spaßgeld für XYZ.
3. Seit fast 20 Jahren habe ich (nur) zwei sehr intensive Hobbies, zum einen semi-professionell Sport zu betreiben und die Musik. Sport kostet nur Zeit, kein Geld (übertrieben formuliert). Also fließt das Spaßbudget fast nur in die Musik/Gitarren.

Ich merke aber total, dass sobald sich hinsichtlich Geldausgeben der Fokus weg von der Musik verschiebt, setzt extrem hart mein finanzielles Pflichtbewusstsein ein. Meine Autokäufe werden tausend mal zerdacht und sind sehr wohl überlegt, ein neues Fahrrad für 2k gebe ich nur extrem ungern aus und wenn, dann muss das min. ein paar Jahre halten und auch eine Kaffeemaschine für 1.5k könnte ich mir als Kaffee-Fetischist kaufen - bin ich aber zu geizig für. Ausserdem hält mein Siebträger seit über 10 Jahren.
 
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Da ich selbständig bin, kann ich nie vorhersagen, wie mein Auskommen ausfallen wird, es gibt immer wieder bessere, aber eben auch nicht so dolle Zeiträume.

Wenn einem eine teurere Gitarre gefällt, kann man zur Risikominimierung auf den riesigen Gebrauchtmarkt ausweichen. Sollte dann mal in eine wirtschaftlich schwierigere Phase kommen, dann lässt sich diese Gitarre in der Regel zum gleichen Preis wieder verkaufen. Gerade bei den größeren Marken meist problemlos und schnell, bei den Preissteigerungen der letzten Jahre sogar manchmal mit einem kleinen Gewinn.

Speziell beim Gebrauchtkauf muss man also kein Großverdiener sein, um sich eine teurere Gitarre kaufen zu können, man muss nur in der Lage sein, einmal den Kaufpreis aufzubringen und für einen bestimmten Zeitraum in einer Gitarre zu binden. Unter dem Strich kostet es dann nach dem Verkauf gar nichts mehr und man hatte ein paar Jahre eine schöne Zeit mit der Gitarre.

Schön ist auch, dass das Angebot auf dem Gebrauchtmarkt viel größer ist als auf dem Neumarkt. Wenn man nicht gerade auf ein ganz bestimmtes neues Modell fixiert ist, findet man da immer etwas.

Hinzu kommt, dass die Suche selbst ja auch richtig Spaß macht. Hinzu kommt die Freude, wenn es geklappt hat und man eine gute Gitarre zu einem richtig guten Preis bekommen kann.
das sehe ich genauso
und die Argumentation findet auch meine Frau schlüssig :ROFLMAO:
 
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Wenn einem eine teurere Gitarre gefällt, kann man zur Risikominimierung auf den riesigen Gebrauchtmarkt ausweichen. Sollte dann mal in eine wirtschaftlich schwierigere Phase kommen, dann lässt sich diese Gitarre in der Regel zum gleichen Preis wieder verkaufen. Gerade bei den größeren Marken meist problemlos und schnell, bei den Preissteigerungen der letzten Jahre sogar manchmal mit einem kleinen Gewinn.

Ich teile deine Bewertung, gebe aber zu bedenken, dass das auch kippen kann.

Die typischen Fender-CS oder Gibson MB Käufer sind halt Teil der Boomer- oder der Generation X.

Nach meinem Eindruck ist es auch nicht so, dass die nachrückenden Generationen dann mit dem entsprechenden Alter aufrücken, die sind dann auch eher "diversifiziert" auch bei Schecter, Ibanez und Anderen unterwegs.

Der Vintage und CS-Markt könnte sich ein wenig als Blase erweisen.
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Da ja nun der Tranfer zu superteuren Rennmaschinen kam... Wenn sich der Hobbybiker mit 15 Kg Übergewicht die superleichtgewichtige ErikZabel-Rennmaschine leistet, kann man sich schon fragen, ob er nicht durch kontrolliertes Essen den gleichen Effekt günstiger bekommen kann.

Nein, die Frage kann man sehr einfach beantworten. Und da müssen wir schon garnicht von 15KG Übergewicht reden... die letzten par 100 Gramm beim Fahrrad einzusparen kosten richtig Geld. Die auszugeben und gleichzeitig mit einem für den Zweck zu hohen Körpergewicht rumzufahren, macht sportlich/Ergebnistechnisch keinen Sinn.

Es geht aber diesen Radfahrern in Wahrheit auch nicht darum, dass sie mit der Gewichtsersparnis beim Fahrrad ihre Zeiten verbessern. Es geht darum, dass leichteste Fahrrad zu erreichen.

Genauso wie es dem Sammler von Comics nicht primär um das Betrachten geht oder dem Sammler von raren Bootlegs um das Hören der Aufnahmen. Es geht darum etwas zu besitzen, dass in dieser Ausprägung Seltenheitswert hat.
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Da greife ich am freien Samstag lieber zur zwei 5k Custom Shop Strat als 7K in einem Übersee-Urlaub auszugeben.

Und genau dass fast das Thema doch zusammen. Prioritäten.

10K für Gitarren ausgeben zu können ist mit Sicherheit ein kleines Privileg... aber eines das wahrscheinlich 60 Prozent der Bevölkerung in diesem Land sich durchaus leisten kann... wenn die Priorität dies zulässt.
 
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@wary klar, ich wollte ja auch etwas provozieren. Natürlich geht es (auch) darum zu haben, was eben viele nicht haben. Und man darf Sammler sein ohne Profi-Anspruch usw. Wir leben ja in einer freiheitlichen Gesellschaft.... Gibts ja in allen Bereichen. Viele haben ein Segel- oder Motorboot, fahren aber nicht raus. Hängen am WE auf m Boot am Liegeplatz und saufen.... Kenne ich Fälle... Oder Hobbyfotografen, die nach jeder Messe die neuesten Kameras haben und die alte verkaufen. Wenn man dann sich das Zählwerk anschaut, haben die dann 100 Fotos gemacht. Aber manchmal geht´s um Fachsimpeln, um´s Socialising.... das ist völlig O.K.
 
So manche Ehe endet deutlich teurer.
Weiß ich von einem Freund. :whistle:

Was sind da schon die Gitarren.
Im Zweifel nimmt man die halt und läuft....
 
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Aber manchmal geht´s um Fachsimpeln, um´s Socialising.... das ist völlig O.K.

Fachsimpeln, Socialising oder einfach "Haben Wollen".

Ich denke am Ende braucht man das Thema nicht zu überhöhen. Wenn Menschen mehr Geld haben als sie fürs Nötige brauchen, fangen Sie an auch Unnötiges zu kaufen. Die Ausprägungen sind da unterschiedlich, das Muster ist das Selbe.

Am Ende versucht halt jeder sich seine Jahrzehnte hier so zu gestalten, dass es sich möglichst richtig und gut anfühlt.
 
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Warum habe ich in der Vergangenheit bis zu 3k€ für E-Gitarren ausgegeben?
Bei der ersten (CS Gibson Les Paul), war es eine Überlegung die vielleicht nicht jeder nachvollziehen kann.
Ich hatte eine Worn Brown Studio Les Paul B-Stock für wirklich keines Geld bekommen und war schon sehr angetan von dem Instrument, aber gleichzeitig auch nicht wirklich (wieder...) zu 100% angekommen.
Mal gefiel mir der Sound, mal war ich gar nicht glücklich; kreiselnde Gedanken ob ich doch was anderes brauche... das typische Ding halt.
Das wollte ich nicht mehr! Ich wollte das endlich Schluß ist mit "ach wenn es doch diese oder jene wäre..".
Les Paul war da schon meine "Richtung", und so bin ich mit dem Ziel/Anspruch losgezogen, mir jenseits (fast) aller Budget-Grenzen (da wäre 5k€ mein persönliches noch vertretbares Limit gewesen), die "beste" Les Paul/Single Cut zu suchen, derer ich habhaft werden kann. Ich bin da zu 99% nur nach Klang, Rückmeldung, Spielgefühl gegangen. Optik war fast völlig nachrangig, solange es nicht wirklich "häßlich" war...
Da habe ich mit meiner Studio verglichen und bin durch eine Menge PRS, Nick Huber, LTD/ESP, FGN und Gibson Modelle. Rausgekommen ist am Ende eine CS R7 (...kein "einfache" Standard. Da war die Studio auf Augenhöhe, aber auch keine Nick Huber Orka oder Murphy Lab...).
Bei dieser Gitarre war mir jedoch klar: Wenn es jetzt kacke klingt, liegt es nicht an der Gitarre!!!!
Eine Erkenntnis, zu der man bestimmt auch "billiger" hätte kommen können, aber für mich war das der Weg, aus dem Hamster-Rad "..ach, das kingt doch alles nicht nicht..." final herauszukommen. Für mich eine unheimliche "Erleichterung". Ich habe dann fortan auch nicht mehr einem "Ton Ideal" hinterher gejagt.
Nichtsdestotrotz habe ich anschließend dennoch weitere 2-3k€ Gitarren gekauft.
Entweder ziemlich unnötig, weil ich es einfach "wollte" (Rickenbacker 330), weil es mir die traumhafte Verarbeitung wert war (Musicman Stingray), weil die Gitarren mir - auf dem gleichen Niveau wie die CS Les Paul - in ihrem eigenen Genre super gefallen haben und günstiger so nicht zu haben waren (ES 335, Haar Strat)
Insgsamt - so meine ich zumindest - eher doch rationale Gründe, auch wenn ich idR. für nur ein Krümelchen "Mehr" bereit war, durchaus auch 1000€ und mehr, mehr auszugeben.

...und ich bin dabei nie auch nur in die Nähe dazu gekommen, mein Konto zu überziehen....
 
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die letzten par 100 Gramm beim Fahrrad einzusparen kosten richtig Geld. Die auszugeben und gleichzeitig mit einem für den Zweck zu hohen Körpergewicht rumzufahren, macht sportlich/Ergebnistechnisch keinen Sinn.
etwa so sinnvoll wie die annahme, dass eine teure gitarre mich besser klingen lässt.
genau wie du weiter schreibst: darum geht's ja nicht. (y)

10K für Gitarren ausgeben zu können ist mit Sicherheit ein kleines Privileg... aber eines das wahrscheinlich 60 Prozent der Bevölkerung in diesem Land sich durchaus leisten kann... wenn die Priorität dies zulässt.
Der durchschnittspreis bei einem neuwagen liegt bei über 30k in deutschland, das wird - wie gesagt - nicht als "Privileg" bezeichnet, und mehr als 60% der käufe werden finanziert.
da kann man sich auch eine gitarre für 10k leisten und nen gebrauchten golf fahren.
 
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Ich glaube die Frage ist eher (und im Prinzip die immer vorhandene Kritik an teuren Gitarren) ... welcher Mehrwert ergibt sich? Und der wird immer in der persönlichen Wahrnehmung der Gitarre liegen, die bei Künstlern ja eher "Werkzeuge" sind, bei uns eher "Wert/Kunstgegenstand".

Ich habe durchaus Gitarren in der Liga, allerdings nur zu einer davon eine "emotionale Bindung" (basierend auf Einmaligkeit und ihrer/meiner Geschichte). Sie ist mehr als Gitarre für mich. Ne Murphy Lab und ne Fender MB habe ich auch, einfach weil sie mir gefallen haben und sich toll spielen lassen. Das hätte aber auch jede andere Preisklasse werden können. Ich konnte mir halt erlauben (und das war auch nicht immer so) ohne große Einschränkungen beim Budget zu schauen. Ich habe aber auch keine Hemmungen sie ziehen zu lassen, wenn sie meine Bedürfnisse nicht mehr erfüllen.

Um die Ausgangsfrage zu beantworten. Ich habe die Möglichkeit den "Suchrahmen" großzügig zu gestalten und dann entscheidet meine "linke Greifhand", während die rechte Hand bezahlt. Wie man allerdings im Flohmarkt sehen kann, kaufe ich auch gerne mal aus Neugierde (bis ca. 3k) und nehme in Kauf, das ich beim Platz schaffen - nach mißglückten Experiment - etwas Geld versenke. Auf diese Weise habe ich aber auch schon Keeper im günstigen Segment gefunden.

Gruß
Martin
 
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Ich glaube die Frage ist eher … welcher Mehrwert ergibt sich?
...
Wie man allerdings sehen kann, kaufe ich auch gerne mal aus Neugierde und nehme in Kauf, das ich beim Platz schaffen etwas Geld versenke.
👏
 
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Dann hast du nicht genau gelesen :) ...

Würde jede Gitarre 10.000 EUR kosten, dann würde dies jeder als "Normal" ansehen. Kommt dann jemand und kauft für 100.000, wird ihm zwangsläufig die Frage gestellt, was die mehr kann ... es wird selten die Frage gestellt, welchen Mehrwert (persönliches Glück, Reputation .... ) sie für die Person hat.

Mehrwert ungleich besser ungleich mehr wert ...

Gruß
Martin
 
Würde jede Gitarre 10.000 EUR kosten, dann würde dies jeder als "Normal" ansehen. Kommt dann jemand und kauft für 100.000, wird ihm zwangsläufig die Frage gestellt, was die mehr kann ... es wird selten die Frage gestellt, welchen Mehrwert (persönliches Glück, Reputation .... ) sie für die Person hat.

Und tatsächlich kommt es bei hochpreisigen E-Gitarren eben (fast) nur auf diesen persönlichen Mehrwert an.

Ich behaupte: Selbst bei Herstellung in einem Hochlohnland und von Meisterhand kann man für unter 4.000 € eine technisch und handwerklich nicht objektiv verbesserbare Gitarre bauen. Mit CNC und Herstellung in Niedriglohnländern sogar für einen Bruchteil davon.

Bei E-Gitarren geht es aber selten um technisch perfekt und nur am Rande um handwerklich perfekt. Es geht eben auch um Optik, Geschichte, Story, Mojo und das was im Kopf und im Bauch des Gitarristen passiert (Inspiration) Das muss nicht viel kosten, tut es aber immer wieder mal.
 
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Dann kann sich der Meister das Leben in dem Hochlohnland aber nicht leisten. Deswegen verlangen auch viele Meister mehr als 4k für ihre Gitarren. Die Unterhaltung triftet aber langsam wirklich von "wer kauf eine Gitarre für X?" zu "Gitarren können X gar nicht wert sein". Das sind zwei komplett verschiedene Themen.
 
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Dann kann sich der Meister das Leben in dem Hochlohnland aber nicht leisten. Deswegen verlangen auch viele Meister mehr als 4k für ihre Gitarren.

Da sind dann aber in der Regel schon auch optische Spielereien (besondere Hölzer, Lackierungen) etc. dabei.
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Gitarren können X gar nicht wert sein".

Hat das irgendwer behauptet?

Eine Gitarre kann subjektiv jeden Preis wert sein.
 

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