Warehouse Guitar Speakers User-Thread

  • Ersteller -fuSsy-
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Dann bin ich wohl doch nicht der Einzige der wieder bei Celestion gelandet ist. Ich habe die gängigsten WGS Speaker (Veteran, Retro, HM-75, ET65 und Invader) in verschiedenen Kombinationen getestet. Anfangs war dieser Wow-Effekt, da halt neu. Schlussendlich war ich nie ganz zufrieden und ich bin wieder zurück zum bewährten Celestion Vintage 30 und G12M-65 Creamback. Seit 3 Jahren sehr zufrieden damit.
 
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Dann bin ich wohl doch nicht der Einzige der wieder bei Celestion gelandet ist. Ich habe die gängigsten WGS Speaker (Veteran, Retro, HM-75, ET65 und Invader) in verschiedenen Kombinationen getestet. Anfangs war dieser Wow-Effekt, da halt neu. Schlussendlich war ich nie ganz zufrieden und ich bin wieder zurück zum bewährten Celestion Vintage 30 und G12M-65 Creamback. Seit 3 Jahren sehr zufrieden damit.

Deinem Retro und deinem ET-65 geht's nach wie vor sehr gut ;)
 
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Wobei ich es eigentlich auf die TT Box

Grüß euch!

Also ich hab mich auch im Board hier erkundigt und mir wurde für meine Soundvorstellungen der Invader oder der ET 65 in der Palmer Box ans Herz gelegt. Habe jetzt keinen Vergleich zu einer TT Box, aber die Palmer ist echt gut.
Invader gefällt mir sehr gut, der bleibt drin. Sollte ich mal über einen ET 65 stolpern werde ich den mal reinschrauben.
Aber eigentlich passt alles so ..... weit. :)
 
Der upper Mids Kerrrang, der viele Celestion Speaker auszeichnet ist schon einzigartig. Aber nicht immer ein guter Match mit dem Amp.
In meinem 18w TMB ist das super, aber gleichzeitig kann ich sagen, dass der ET65 einer der besten Lautsprecher ist, die ich je in diesem Verstärker gehört habe. Und das war im Direktvergleich mit dem Original G12-65 aus den 80ern und echten Pre-Rola/Pulsonic Celestions, von denen aktuell ein '69er G12H30 55Hz drin schafft.
Die WGS sind einfach klasse, wenn man etwas mildere und luftigere Höhen haben will und einen runderen (amerikanischeren?) Klang.
Die amerikanische WGS Linie ist ohnehin großes Kino.
 
Der upper Mids Kerrrang, der viele Celestion Speaker auszeichnet ist schon einzigartig. Aber nicht immer ein guter Match mit dem Amp.

Geb ich dir recht. Speaker und Amp sollten sorgfältig ausgesucht und aufeinander abgestimmt werden auf Grundlage persönlicher Soundvorstellungen.

Die WGS sind einfach klasse, wenn man etwas mildere und luftigere Höhen haben will und einen runderen (amerikanischeren?) Klang.

Da habe ich in der 10"er Variante für einen Fender Amp mit dem Eminence GA10-SC64 den Speaker meiner Wahl gefunden. M. E. trifft der genau in meinen Ohren deine Definition eines runden amerikanischen Klangs mit milden und luftigen Höhen. Der WGS Retro war's jedoch nicht für mich.
 
Was ich sagen wollte ist, die WGS klingen insgesamt "amerikanischer" als ihre Celestion Counterparts.
Die amerikanische WGS Linie halt noch etwas "amerikanischerer"...
 
Ich spiele ja einen Victory Kraken. Bin durch Zufall (guthrie hat da mal was von WGS erwähnt) auf die gestoßen. Nachdem ich den Retro, Invader, Veteran und ET65 probiert habe, wobei ich mit den ersten 3 alleine nie glücklich war, hab ich jetzt mal in meiner TT 2x12 (Größe wie die Victory 2x12 closed back) die Kombi Veteran und ET65 drin. Nach der Probe gestern sag ich mal so lapidar, hatte der Kraken noch nie so geil geklungen. Letzte Woche hab ich, auf Grund des Threads hier, wo viele wieder auf Celestion umgestiegen sind, mal meinen Kumpel angehauen, der 4 4x12er hat. Alles Marshall. Eine mit Blackbacks, eine Greenbacks UK, eine V30 UK und eine Mix V30 Greenback. Bei keiner hat mir der Kraken gefallen. Ich spreche hier von spielen ohne Eq-Eingriff; alles flat (is so n Ding von mir, daß der Amp, die Gitarre und die Box ohne Eq schon mal funzen müssen; dann is auch Headroom wenn man mal was braucht). Da sieht man mal wie die Geschmäcker sind. Imo WGS rulez :)
 
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Hi Folks,
gerade diesen Userthread entdeckt, bin ich schwer begeistert von eurem Wissen, insbesondere auch von @Myxin wenn es um die vielen Vergleiche von WGS mit anderen Speakern geht.

Zu meinem Anliegen, bzw. meiner Ausgangssituation:
Ich möchte mir für meinen Madamp A15Mk2 (https://www.musiker-board.de/threads/schickt-mal-bilder-von-euren-amps-part-ii.62996/post-9176175) ein 2x12er Cab von TubeTown bauen lassen und suche dafür die für mich perfekten Speaker.
Bisher war ich eher bei Celestion zu Hause aber für dieses Projekt fühle ich mich nun zu WGS hingezogen.
Als Erklärung wo ich klanglich gerne hin möchte, ich habe zu Hause ein Victory V40 2x12 Cabinet mit Celestion G12M-65 Creambacks.
Diese klingen für meinen V40 Deluxe zwar perfekt, sind mir aber mit ihrem warmen, cremigen Klang in den Mitten viel zu dicht für den Madamp.
Ich muss dazu sagen, dass ich beim Madamp anders als @Clipfishcarsten der den A15Mk2 ja auch hat, zu 90% nur den Clean (Brownface)-Channel nutze.
Der Grundcharakter von den Celestions gefällt mir für den Madamp schon auch, v.a. was die Bässe und die silbrigen Höhen angeht, aber wie gesagt sind sie mir bei dem Brownfacesound des Cleankanals in den Mitten zu warm und zu voll und ich würde mir in der Gesamtheit ein bisschen mehr Presence wünschen.
Ich muss dazu sagen, dass ich in keiner Band spiele, sondern nur für mich alleine. Das Thema Durchsetzungsfähigkeit ist also nicht gegeben. ;)

Auf jeden Fall bin ich bei meiner bisherigen Recherche auf den Retro 30 gestoßen und könnte mir diesen als perfekte Speaker gut vorstellen.
Würdet ihr dies nach meiner bisherigen Beschreibung so bestätigen oder kommen euch da evtl. noch geeignetere in den Sinn?

Vielen Dank schon mal! ;)

Ach ja, noch eins, mit was von WGS würdet ihr denn die allseits beliebten (fenderigen) Jensen C12/P12 vergleichen, bzw. würden die für mich und meine Vorstellungen auch in Frage kommen, falls es kein WGS wird?
 
....Zu meinem Anliegen, bzw. meiner Ausgangssituation:
Ich möchte mir für meinen Madamp A15Mk2 (https://www.musiker-board.de/threads/schickt-mal-bilder-von-euren-amps-part-ii.62996/post-9176175) ein 2x12er Cab von TubeTown bauen lassen und suche dafür die für mich perfekten Speaker...

Hi Honeyspiders,

Der amp schaut ja supercool aus :)

Eher britisch orientierte WGS Speaker hatte ich schon einige, die waren alle recht gut, aber Du willst offenbar in die "amerikanische" Richtung. Da habe ich die entsprechenden WGS-Speaker bisher nicht probiert. Sie haben jedenfalls einen guten Ruf.

Was ich uneingeschränkt empfehlen kann sind die Jupiter 12-Zoll Speaker, sowohl den 12SC (falls der genug Watt aushält) als auch den 12LC (der hält 50W aus, das sollte reichen, oder?). Die gibt es bei Tube-Town und sie sind nicht wahnsinnig teuer. Sie klingen etwas unterschiedlich, was Du Dir im folgenden Video anhören kannst.



Was mir nicht ganz klar ist, wozu Du für zu Hause ein 2x12 Cabinet brauchst, das ist doch nur unnötig groß und schwer. Mit einem Tube-Town Raptor Gehäuse kriegst Du ein sehr kompaktex 1x12 Cabinet, das supergut klingt... (my 2 cents), und Du brauchst auch nur einen speaker...

Cheers, Doc
 
Grund: Vollzitat Vorpost
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Hi @Honeyspiders
ich hatte mich auch Mal durch die WGS Linie gespielt - allerdings mit amerikanischem Fokus.
Die Orientierung an den Jensen ist dabei stimmig - und doch nicht.
Die meisten Jensen Speaker, die man so landläufig im Ohr hat, sind solche mit dem was unter anderen Firmen als Leichtmagneten geführt wird. Also am Ehesten so Richtung P12N aufwärts bei Jensen, weil die amerikanischen WGS abgesehen vom G12Q allesamt ziemlich schwere Magnete haben.
Nichtsdestotrotz ist die G12A / G12C Reihe sehr cool
 
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Hey Doc,
danke für den Tipp mit dem Jupiter, hatte ich noch nicht auf dem Schirm. ;)
Vielleicht konnte ja schon mal jemand die Jupiter mit den WGS vergleichen?
Was mir nicht ganz klar ist, wozu Du für zu Hause ein 2x12 Cabinet brauchst
Die Frage ist absolut berechtigt. (y) Ich hatte mir sogar überlegt, ob ich das gleich in meinem Ausgangspost beschreibe.
Also, eigentlich ist mir bewusst, dass eine 2x12er für zu Hause Quatsch ist.
Der Hintergrund ist folgender: Ich habe auch einen Victory V40 Deluxe und diesen habe ich zunächst über eine 1x12er (Celestion G12M-65) betrieben. Dann bekam ich die Gelegenheit diese gegen eine 2x12er (wie oben beschrieben ebenfalls zwei Celestion G12M-65) auszutauschen.
Der Amp kam dadurch regelrecht zum Leben und alles an ihm hörte sich nochmal um ein Vielfaches besser an. (Von sämtlichen Nuancen bis hin zum röhrengetriebenen Tremolo und Hall).
Nun bilde ich mir deshalb ein, dass das beim Madamp auch so sein könnte. (Ausserdem käme es neben dem Victory auch optisch gut, den ebenfalls auf einer vertikalen 2x12er zu haben, obwohl das nur nebensächlich ist.) Transportieren muss ich sie ja nicht, und Platz habe ich auch.
Es kann natürlich sein, dass der Madamp über eine 1x12 genauso gut klingt wie über eine 2x12, und dass sich das gar nicht so äußert und bemerkbar macht wie beim Victory.
Lange Rede kurzer Sinn, theoretisch könnte mir natürlich auch eine 1x12 reichen. ;)
 
Auf jeden Fall bin ich bei meiner bisherigen Recherche auf den Retro 30 gestoßen und könnte mir diesen als perfekte Speaker gut vorstellen.
Würdet ihr dies nach meiner bisherigen Beschreibung so bestätigen oder kommen euch da evtl. noch geeignetere in den Sinn?

Erstmal danke für dein Lob - freut mich, wenn meine älteren Beiträge auch noch jemand liest. :)

Der Retro30 ist in den Mitten etwas gescooped, hat ein straffes und kräftiges Low End und sehr ausgeprägte Höhen.
Je nach Amp kann das mit den Höhen schon mal zu viel werden, wenn die Zerre dann zu harsch/spitz wird.
Clean fand ich den eigentlich ganz gut, das könnte also funktionieren.
Noch besser fand ich NUR für Cleansound den Reaper HP - aber auch den Brit Lead (wobei der sehr dunkel und warm klingt, also eher was für Jazz Sounds wäre). Die beiden sind glaub ich mittlerweile eingestellt worden.

Die amerikanischen WGS Speaker kenne ich leider nicht so gut, als dass ich da Empfehlungen aussprechen wollen würde.

Mein persönlicher Liebling ist nach wie vor der ET-65H, das ist ein Vorläufer des ET-90, der für Two Rock gebaut wurde.
Der klingt weniger organisch/warm wie ein ET-65, hat ein fetteres und strafferes Low End und überzeugt gerade auch bei Zerrsounds mehr, wenn man Palm Mutes Riffing spielt.
Aber auch Clean finde ich den Top, weil Single Notes ein gutes Fundament und diese "Breite" im Sound gibt bei gleichzeitig vorhandener Transparenz.
Der Creamback 65 kann das mMn nicht so gut, der klingt da weicher und wenn man so will ein bisschen "verwaschener".
Insofern wäre der ET-90 vielleicht auch eine gute Wahl?
 
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So, zweiter Anlauf @Honeyspiders.
Also Film aus und Kinder im Bett... jetzt kann Papa tippen.
Nach einem kurzen Blick auf den Amp, glaube ich, dass Dein Glück für so ein heißes Eisen mit den "amerikanischen" Warehouse leider nur von kurzer Dauer sein würde.
Allerdings könnten die mit dem Victory sehr gut zusammenpassen. Dann würde ich aber auch so etwas wie die Raptor und den G12A 112er nehmen...
Aber eines nach dem Anderen.

Der Speaker, über den Du vermutlich das Meiste finden wirst aus dieser Reihe, ist der WGS G12C.
Ein heavy Magnet Speaker mit einer typisch amerikanischen Membran. Sprich Klebefalz, anderes Papier und auf eine andere Art strukturiert.
Der Lautsprecher macht aus fast Allem was man durchspielt einen Blackface Amp (ich übertreibe). Jedenfalls hat er die ausgedünnten Mitten, einen sehr offenen Treble-Bereich und einen sehr runden, aber dank großer Power und schwerem Magnet (Dämpfung) stabilen Bass. Der upper Mid / Treble Peak liegt so, dass der Lautsprecher ganz schön beissen kann und ich würde vielleicht entweder auf dem Gebrauchtmarkt suchen oder den Einwobbelservice vom TT in Anspruch nehmen.
Interessanterweise, mein HK Puretone, gepimpt mit einer AY7 statt AX7 in V1 klingt mit dem G12C irgendwie SRV-mässig.
Ich selbst habe es gerne einen Tacken wärmer.

Mein Highlight in der Serie ist deswegen der G12A. Es wirkt so, als wäre das gesamte Klangbild ein klein wenig mittiger oder nach unten verschoben.
Das bedeutet, dass der obere Peak etwas weniger beisst, Treble alnicomäßig etwas luftiger sind und die Mitten nicht ganz so hohl. Das sind keine wahnsinnigen Unterschiede, das ist genetisch immer noch der selbe Speaker - aber insgesamt für meine Ohren ausgewogener, nützlicher.

Ein ähnliches Klangbild kann man in einer Zweierbestückung grandios hinbekommen, indem man (Dirks 12"/10" Adapterring sei Dank) den G12C mit dem G10C kombiniert. Der G10C hat deutlich weniger luftige Treble-Response und auch nicht ganz diesen Bass - aber dafür richtig warme, fleischige Mitten. Zusammen mit dem G12C ist das eine echte Wucht. Der Magnet ist exakt der Selbe wie beim 12er. Das Teil ist also schwer, aber liefert einen Punch... holla die Waldfee...
Für eine bezahlbare 212 würde ich das
https://www.tube-town.net/ttstore/tt-converter-12-auf-10-zoll.html
und das
https://www.tube-town.net/ttstore/wgs-g10c-10-75-w-16-ohm.html
und das
https://www.tube-town.net/ttstore/wgs-g12c-12-75-w-16-ohm.html

in die selbe Box stecken. Das ist Bombe.

Wenn es genauso teuer mit kleinem Besteck sein darf, würde ich 112 und den G12A nehmen. Darüber spiele ich auch im Probenraum.

Der Vorteil der dicken Magneten ist die Stabilität im Klang, die Lautstärke (die Angaben sind für mich gelogen, diese Pappen sind nicht ohne und können einem die Ohrwascheln wegbrezeln) und die Weite im Frequenzgang.
Die leichteren Speaker klingen mittiger, weniger HiFi. Das ist irgendwie wie Multicolor vs Sepia. Dafür auch rauher und dynamischer. Ich finde es auch einen Vorteil, dass sie im Vergleich weniger laut sind, weil ich dann bei den selben db den Amp einen Ticken mehr arbeiten lassen kann.

Ganz im Ernst... ich bin von den britischen WGS wieder auf Celestions umgestiegen. Die haben eine Kante, die Warehouse den Speakern nicht ohne Bedacht rausgezüchtet hat. Die aber den eigentlichen Celestion Charme und Charakter ausmachen, finde ich.
Außerdem hab ich noch welche mit Pulsonic Cones hier - da haben es die WGS auch im Direktvergleich etwas schwer.
Davon abgesehen... Warehouse ist und bleibt sehr empfehlenswert.

Was Amerikanisches angeht... spiele ich wieder Jensen. Sorry.
Ich glaube, dass ich das nicht für die heavy magnet speaker tun würde. Die G12C/A und schwermagnetischen 10er von Warehouse sind as good as it gets für dieses Blackfaceige...
Einzig bin ich eher bei blonde und tweed hängen geblieben.
Und da, wenn die Jensen erst einmal eingewobbelt sind...
Ein super Lautsprecher, der runden Bass, etwas zurückgenommene Mitten, ausreichend Stabilität, singende, etwas rauhe Höhen hat...?
Mit dem neuen Jensen Blackbird 40 haben die etwas abgeliefert, das mit dem richtigen Amp unschlagbar ist. Irre Dynamik. Fein abbildend, ohne dabei divenhaft zu wirken.
Aber wie gesagt - ich würden vermutlich den Matamp über die G12-65 schicken und für den V40 eine amerikanische 112 oder 10/12 Mischbox nehmen... oder noch vermutlicherer zwei Blackbird 40 von Jensen.
Können auch scharf - aber man kann mit denen auch ein Bier trinken, nicht nur Prosecco (nix gegen Prosecco).

War viel Geschwafel. Hoffe es hilft trotzdem.

s´Zwieberl
 
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Hey, vielen Dank erst mal, für all die Tipps und Ausführungen! :great:
Ich gehe mal auf ein paar Punkte speziell ein:
Die Orientierung an den Jensen ist dabei stimmig - und doch nicht.
Da ich ja Celestion G12M-65 da habe, wie kann man denn die Jensen (Blackbird und C12/P12) mit ihnen vergleichen? Ich denke doch deutlich weniger Mitten?

@Myxin Konntest du denn die von @Doc Dooley erwähnten Jupiter schon mal testen und hast einen Vergleich zu WGS oder Jensen?
Mein persönlicher Liebling ist nach wie vor der ET-65H, das ist ein Vorläufer des ET-90, der für Two Rock gebaut wurde.
Der klingt weniger organisch/warm wie ein ET-65
Die ET-65H gibt's ja bei TT leider nicht mehr und die ET-90 sind gerade ausverkauft. Sind denn die ET-65 den Celestion G12M-65 sehr ähnlich oder wenigstens in den Mitten etwas zurückhaltender?
Meinst du evtl. wäre für mich auch eine Mischbestückung aus Retro 30 und ET-65 ein Thema?
Es kann natürlich sein, dass der Madamp über eine 1x12 genauso gut klingt wie über eine 2x12, und dass sich das gar nicht so äußert und bemerkbar macht wie beim Victory.
Was meint ihr denn hierzu? Klingt eine 212er immer "besser" als ne 112er, die Lautstärke mal außen vor gelassen? Oder war das eher beim Victory V40 Deluxe ein Phänomen?
Wenn es doch nur ein Speaker werden sollte, dann wäre natürlich auch wieder wichtig, dass die Höhen nicht zu harsch sind und die Mitten nicht so präsent wie beim G12M-65.

Ob ein oder zwei Speaker, da ich wie schon erwähnt nur zu Hause und ohne Band spiele, wäre grundsätzlich vielleicht noch wichtig, das ich Speaker wähle, die auch schon bei geringeren Lautstärken gut klingen. Würden dann bestimmte Speaker eurer Meinung nach schon rausfallen?
ich würden vermutlich den Matamp über die G12-65 schicken und für den V40 eine amerikanische 112 oder 10/12 Mischbox nehmen
Ich schrieb ja weiter oben schon
Celestion G12M-65 Creambacks.
Diese klingen für meinen V40 Deluxe zwar perfekt, sind mir aber mit ihrem warmen, cremigen Klang in den Mitten viel zu dicht für den Madamp.
Für den Victory ist mein Celestion G12M-65 2x12 Cab absolut gesetzt, das habe ich mir ja auch extra von in England von Victory so custom-fertigen lassen:
https://www.musiker-board.de/threads/schickt-mal-bilder-von-euren-amps-part-ii.62996/post-9268286
Und das passt auch klanglich perfekt.
Ich benötige also nur was für den Madamp, was zwar "voll" aber eben weniger mittig klingt als die G12M-65 Creambacks.

Sorry für die vielen Fragen, und einen schönen Samstag euch! ;)
 
@Myxin Konntest du denn die von @Doc Dooley erwähnten Jupiter schon mal testen und hast einen Vergleich zu WGS oder Jensen?

Leider nein.

Sind denn die ET-65 den Celestion G12M-65 sehr ähnlich oder wenigstens in den Mitten etwas zurückhaltender?
Meinst du evtl. wäre für mich auch eine Mischbestückung aus Retro 30 und ET-65 ein Thema?

Das ist eine gute Frage.
Ich habe zwar sowohl Creamback 65 als auch ET-65 hier, habe aber beide noch nie direkt A/B mäßig miteinander verglichen.
So aus dem Bauch heraus würde ich sagen, dass der ET-65 etwas straffer im Low End ist und auch insgesamt etwas transparenter klingt - wobei er schon auch unter den WGS Speakern schon einer der "wärmer" klingenden ist. Ich erinnere mich allerdings auch an einen User hier aus dem MB, der mit dem ET-65 gar nicht klar gekommen ist, weil er meinte, der sei ihm zu "steril" (oder so ähnlich). Ich konnte es nicht wirklich nachvollziehen, möchte das aber hier anmerken, weil das wohl etwas wäre, was man auch dem Creamback 65 wohl kaum unterstellen würde.

Nach wie vor ein gutes Video, um einschätzen zu können, wie der WGS ET-65 klingt, ist das von Shane aka InTheBlues, in dem er diesen mit dem allseits bekannten Celestion Greenback vergleicht:



Die Kombination ET-65/Retro30 ist nach wie vor eine der vielseitigsten überhaupt. Damit macht man kaum was verkehrt.
Dazu habe ich in dem Thread schon viel geschrieben (wirst du wohl auch schon gesehen haben).

wäre grundsätzlich vielleicht noch wichtig, das ich Speaker wähle, die auch schon bei geringeren Lautstärken gut klingen.

Das tun die genannten WGS Speaker alle (bis auf den Reaper HP, den es aber eh nicht mehr gibt).
 
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Hi @Honeyspiders
ich bin mir nicht sicher, vielleicht sitze ich da auf dem falschen Boot...
Aber vor meinem inneren Ohr, ist der V40 so etwas wie ein aufgepimpter Deluxe Reverb. Mehr Headroom, mehr Autorität, aber eigentlich ziemlich die selbe Kiste.
Allerdings hatte ich nie einen und auch nie über einen gespielt...

Den Matamp A15Mk2 hatte ich wegen seiner Gainreserven, insbesondere im 2. Kanal wie ich lese, für sowas wie nen alten Boogie gehalten - nur etwas schmalbrüstiger.
Aber auch den hab ich nie gespielt und daher - kann ich völlig daneben liegen.

Prinzipiell ist meine Erfahrung, dass Lautsprecher mit leichteren Magneten insbesondere noch kleinwattige (aber letzteres ist gar nicht so entscheidend), schneller ansprechen und früher klingen. Das finde ich einfach wohnungsfreundlich und macht früher Spaß. Zudem sind sie meist weniger effizient und komprimieren früher. Das bedeutet, dass man auch den Amp einen Strich oder zwei höher fahren kann, bis man eine vergleichbare Lautstärke erreicht.
Dafür sind sie weniger stabil, im Bass undeutlicher und haben einen überschaubaren Sweetspot. Man kann sie also auch leichter überfordern. Da spielt dann Flux ne Rolle und so (zB bleibt der BB40 länger stabil als der in fast allen Werten vergleichbare P12Q - obwohl sie beide recht ähnlich sind, ist der stärkere Magnet beim BB40 dafür verantwortlich, dass dieser dynamischer reagiert und länger stabil im Bass bleibt).

So, nun konkreter...
Da ich ja Celestion G12M-65 da habe, wie kann man denn die Jensen (Blackbird und C12/P12) mit ihnen vergleichen? Ich denke doch deutlich weniger Mitten?
Also das Wichtigste am Vergleich dieser Lautsprecher ist, dass man sie... nicht vergleichen kann. Was Mitten sind, weiß nur der Herr so wirklich - oder um Vaughn Skow zu paraphrasieren:
Alles was an Frequenzband von Gitarren abgedeckt wird sind... Mitten. Also sprechen wir vielleicht von mittleren, oberen und unteren Mitten, wenn wir als Sechs-Saiter über Treble, Middle, Bass reden. Und was ist dann genau gemeint? Ich lese immer wieder, dass die alten Celestion G12H30 55Hz scooped wären. Das halte ich für völligen Quatsch. Wir haben uns einfach durch Rock´n´Roll so an die obere Mittenkeule gewöhnt, dass das Fehlen der Überzeichnung als "scooped" bezeichnet wird. Leute, lasst uns auf dem Boden bleiben.
Hamburg liegt auch nicht im Tal, nur weil es nicht auf einem Berg liegt. Flach ist flach...
Der G12M-65 ist der Creamback? Ich hatte am Anfang unvorsichtig gelesen und bin vom alten G12-65 ausgegangen. Den Creamback habe ich nie gespielt - soll aber ja mehr oder weniger ein Greenback sein, der mehr Leistung verträgt. Das wurde vom alten G12-65 auch behauptet. Letzterer ist der Pate des WGS ET65. Und hier hatte ich beide gleichzeitig. Der WGS ist "bräver", ohne die ausgeprägte Hochmittenkelle, dafür in den Höhen seidiger, luftiger und in den mittleren Mittenmitten weniger dicht. Sonor, also da wo der Chorsänger den Bariton verortet, hatten sie beide etwas zu bieten.
Ich könnte mir vorstellen, dass das mit dem Matamp funktioniert, vor allem, wenn es nur darum geht, die mittlersten Midmitten ein wenig aufzuräumen und die Hochmittenkelle zu entschärfen. Das gibt sehr schöne Cleansounds, die sowohl mit klassischen amerikanischen als auch britischen Schaltungen harmonieren.
Wenn Du Dir die Cones ansiehst, blickst Du auf alte britische Schule. Ebenfalls siehst Du eine ähnliche Conestruktur (Art des Papiers und der Rippen) beim Blackbird 100. Vermutlich hat der mal Fahrt aufgenommen als ein Versuch eine als Blue zu entwickeln, der aber 100w verträgt. Dafür muss man aber Einiges anders machen und im Ergebnis klingt der Lautsprecher dunkler, wegen der großen Dustcap auch seidiger, warm, aber gleichzeitig klar, mit AlNiCo Chime, wenn er ein bisschen Stoff kriegt. Schön dran, dass er auch ganinige Sounds gut wegsteckt, ohne harsch zu werden.
Er wird aber alleine nicht sehr wesentlich leiser sein als Deine beiden G12M-65. Nur so zum Einordnen. Zwei davon brauchen Dampf um zu klingen. Der Bass ist rund und schwarz, weniger kantig als bei einem Ferrit Magnet Lautsprecher. Das heißt auch, dass man bei Ferrit mehr "Kontur" im Bass hört, vor allem wenn man nicht vollbrat laut spielen kann.
Die Mitten sind sicher wesentlich aufgeräumter als bei ziemlich allen Celestions. Das bedeutet auch: immer kultiviert. Der Lautsprecher unterstützt schön, wenn Du singende Klänge haben willst. Wenn Du ein bisschen unanständig klingen willst, ist er nicht die richtige Wahl.

Der BB40, obwohl er auch Blackbird heißt, ist eine völlig andere Baustelle. Da würde ich sagen, dass der noch mal ne ganze Schippe weniger von dem hat, was die meisten Menschen wohl Mitten nennen würden. Er ist wesentlich heller und dynamischer abgestimmt. Das macht die Abbildung eher körnig und detailreich, dabei rauher und aggressiver als beim BB100. Das zurückhaltende Mittenspektrum macht ihn eindeutig amerikanisch.
Der klanglich irgendwie dazwischen liegende WGS G12A (und C) haben übrigens einen klassich amerikanischen Seamed Cone - da dann aber mit WESENTLICH schwererem Antrieb.
Ich würde denken, dass das ziemlich gut zu einem brownface Kanal passt und vielleicht im weitesten Sinne ein 6G3 Feeling vermitteln könnte. Bei HiGain könnte es hakelig werden. Zu körnig, zu old-School.
Allerdings verbaut Mesa mittlerweile den BB40 in ihrem California Tweed und den zugehörigen Extension Cabs. Das gibt vielleicht etwas Orientierung.
Beitrag automatisch zusammengefügt:

Was meint ihr denn hierzu? Klingt eine 212er immer "besser" als ne 112er, die Lautstärke mal außen vor gelassen? Oder war das eher beim Victory V40 Deluxe ein Phänomen?
NEIN, das tut sie nicht per se.
Interessanterweise habe ich oft das Gefühl, dass sich 112 und 412 im Frequenzgang ähnlicher sind als 212. Das hat vermutlich mit der Bauweise zu tun. 212 (vor allem amerikanische) sind oft breeeeeeeit, was den Bass unterstützt und open back für die Höhenwidergabe. Hierdurch werden die dichten Mitten weniger stark repräsentiert und es wirkt mehr scooped. Zumindest erkläre ich mir das so.
Mein Eindruck ist fast immer, dass 112 auf angenehme Art mittiger sind.
Für alles Richtung Greenback finde ich schon seit Jahren die TT Studio nahezu ideal. Mein Pulsonic Cone G12M und Hs singen darin wie verrückt. Übrigens 55Hz. Ich hab nur einen alten 75Hz und... den mag nicht nicht besonders...
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Ich benötige also nur was für den Madamp, was zwar "voll" aber eben weniger mittig klingt als die G12M-65 Creambacks.

Beitrag automatisch zusammengefügt:

Wenn es doch nur ein Speaker werden sollte, dann wäre natürlich auch wieder wichtig, dass die Höhen nicht zu harsch sind und die Mitten nicht so präsent wie beim G12M-65.

Ich zweifle etwas, ob Du mit amerikanischen Lautsprechertypen glücklich wirst.
Hast Du mal an die Jensen Tornado NEOs gedacht?
Ich hab ein Pärchen von den klassischen 100w JET Tornado NEOs. Das sind coole Speaker, die schon bei geringerer Lautstärke zur Entfaltung kommen, relativ neutral klingen und einen eher milden Treblebereich haben. Die Bässe sind darum definierter, eher wie bei Ferritgesellen, das Höhenspektrum aber seidiger. Nicht ganz AlNiCo, aber etwas Eigenes.
Ich habe das Pärchen gerade in einem Neuerwerb, nämlich einem Low Power Tweed Twin Clone (5e8a). Das machen die eigentlich ganz gut. Hab auch mit Mischbestückung mit dem BB40 probiert... aber das war´s nicht. Vielleicht noch cooler dafür könnte BB100/BB40 Mischbestückung sein, aber dann ist der wieder so schwer...
Ein aufgeräumterer Sound in den Mitten...
Also die NEOs und der ET65 sind da meine ersten heißen Tipps.
Es sei denn Du möchtest den alten 7ender Sound...

Hier bin ich übrigens über einen Vergleich der beiden Blackbirds gestoßen
https://sica.it/blackbirds-singing-in-the-dead-of-night/
 
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Zur 212 vs 112 hier meine 2 cents:

Die Frage ist aus meiner Sicht primär, was Du erreichen willst. Für Recording ist m.E. 112 ideal. Da kriegst Du direkt den Sound vom Speaker, ohne Auslöschungen infolge der Interferenzen mit dem, was der andere Speaker abstrahlt. Außer Du willst 2 Speaker jeweils separat abnehmen und das dann mischen, was aber dank Phasenproblemen eher heikel ist. Wenn Du auf dem Niveau aufnimmst, dass Du mit den Schweineien, die Du da kriegst, kreativ umgehen kannst, dann macht es Sinn. Aber sonst hast Du weit weniger Trouble mit einem 112er beim Recording.

Was anderes ist es, wenn Du einfach den für Dich optimalen Sound in den Raum stellen willst. Da kann 212 natürlich super sein, keine Frage.
 
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FALSCHER FEHLER
ich glaube ich hatte geschrieben, dass der BB40 einen amerikanischen Seamed Cone hat (wohl nicht gut draufgekuckt beim Umbau).
Den hat er NICHT, sondern den typischen Jet/Tornado Cone... sorry...
 
Übrigens habe ich gerade im TT Forum eine kleine Diskussion gefunden in der die angesprochenen Speaker (BB40, BB100, Blackhawk, Jensen NEO, Jensen Tornado... und Andere) verglichen werden. Sogar der ET65 kriegt am Ende ein Gastspiel.
 
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Den Creamback habe ich nie gespielt - soll aber ja mehr oder weniger ein Greenback sein, der mehr Leistung verträgt. Das wurde vom alten G12-65 auch behauptet. Letzterer ist der Pate des WGS ET65.

Ich habe aktuell auch den Greenback und den Creamback 65 hier - und beide mehrfach in meinem Blackstar Combo getestet, weil ich da auch erstmal nicht wusste, welcher da drin nun besser klingt.
Die sind beide ziemlich verschieden und ich persönlich teile die Beschreibung von Celestion, dass der Creamback 65 einfach ein Greenback mit mehr Leistung sein soll, gar nicht.
Es wird auch öfters gesagt, dass der Creamback 65 sozusagen zwischen Greenback und V30 liegen soll - das ist auch etwas irreführend, weil beide Speaker mMn z.B. im Hi Gain Bereich bei Riffs mit Palm Mutes besser funktionieren, der Creamback braucht da wirklich einen tighten, modernen Amp, um das überzeugend abzuliefern, sonst wirds zu weich und zu matschig/verwaschen untenrum.

Das kann der ET-65 auf jeden Fall besser.
Und hier auch noch der Hinweis: Der WGS ET-65 ist älter als der Celestion Creamback 65 - ich sag das nur deshalb nochmal deutlich, weil ich auch schon oft gelesen hatte, dass der ET-65 quasi die WGS Version vom Creamback 65 sein soll. Das kann aber naturgemäß nicht stimmen, wenn der Creamback 65 erst später erschienen ist. Ich hatte damals schon gewitzelt, dass vielleicht Celestion jetzt WGS Speaker kopiert... :D

PS: Ich bin mir dessen schon bewusst, dass es hier nicht primär um Hi-Gain Sounds geht. Bin aber der Meinung, dass man gerade da, im angezerrten und verzerrten Bereich, die Unterschiede noch deutlicher wahrnehmen kann als wenn man die Speaker absolut clean spielt.
 
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