Was ist denn mit den Preisen los?

Die "Großen" haben ja sicherlich Marketingabteilungen oder externe Berater, mit denen die erzielbaren Preise auf dem Markt diskutiert werden.

Wenn eine Gitarre 800,00 € in der Herstellung kostet, ist das schon in vielen Bereichen ein Unterschied ob ich 10 Stück für 1.000,00 € verkaufe oder 5 Stück für 1.500,00 €.

Die meisten Unternehmen sind auf maximalen Gewinn getrimmt, nicht auf "Mutter Theresa". Ob der Markt die Preise annimmt ist immer mit einem Risiko verbunden.

Auch scheinen mir momentan viele Leute ein ausgeprägtes Markenbewußtsein zu haben, bzw. auf Statussymbole zu stehen.
 
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Aber vielleicht wird ja in vierzig Jahren auch eine der heutigen 150,00 EUR Billiggitarren mal so in den Kleinanzeigen landen. ;-)
Zumindest die Modelle, die heute kaum einer kauft, sind dann "Rarität". Vintage ja sowieso.
 
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Stellt euch da mal an einem Samstag oder Sonntag hin und beobachtet mal die Schlangen vor diversen Läden, die z.B. Handtaschen verkaufen. Man glaubt es echt nicht. ;-)

Ist also eine teure Gibson Custom Shop Les Paul für den Gitarristen quasi das Pendant zu einer Louis Vuitton Handtasche für Damen?

Endlich ergibt das alles einen Sinn! :biggrinB:


Und die Les Paul "Kopien" anderer Hersteller sehen dann in den Augen eines Gibson Fans so aus?

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:ROFLMAO:
 
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Ich habe bei vielen Händlern gesehen, dass die Gitarren im Preis deutlich erhöht haben, die sie schon länger im Laden haben.
Das hat also nichts damit zu tun, dass sie diese selbst teurer einkaufen mussten.
Die Beobachtung habe ich auch schon mehrfach gemacht. Aktuelles Beispiel:

Ich hatte seit einigen Wochen bei einem Händler eine Fender CS Strat auf dem Schirm. Vor ca. 4-5 Wochen war ich vor Ort im Shop und habe diese angespielt, konnte mich aber nicht zum Kauf entschließen, weil mir das Halsprofil nicht ganz zusagte. Preis der Gitarre zu diesem Zeitpunkt: € 3.979,-.

Da mir die Schöne nicht aus dem Kopf ging, habe ich danach immer mal wieder im Onlineshop des Händlers geschaut, ob sie noch da ist.

Ist sie, allerdings ist der Preis seither von ursprünglich € 3.979,- über zwischenzeitlich € 4.599,- auf aktuell € 4.999,- gestiegen. Und es handelt sich definitiv um dieselbe Gitarre... :oops:
 
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Ist sie, allerdings ist der Preis seither von ursprünglich € 3.979,- über zwischenzeitlich € 4.599,- auf aktuell € 4.999,- gestiegen. Und es handelt sich definitiv um dieselbe Gitarre... :oops:

Das ist schon heftig, aber leider wenig überraschend.
Wäre mal interessant zu erfahren, wie der Händler reagiert, wenn du ihn fragst, ob er sie dir auch für die ursprünglichen 3979 Euro verkaufen würde - wobei die Nachfrage wohl nur Sinn macht, wenn du wirklich Interesse dran hast, sonst kann man sich das Theater wohl sparen.
 
Ist nicht nur bei Gitarren so. In meinem beruflichen Umfeld geht es seit drei Jahren beständig steil aufwärts, sowohl mit den Preisen als auch mit den Lieferzeiten. Angefangen mit der Blockade des Panama(?) Kanals durch ein havariertes Containerschiff, über Corona über Ukraine Krieg und den daraus entstandenen Folgen (Energiekosten, Inflation etc. etc.).
Aber klar, bei Gitarren fällt es hier eben stark auf. Hatte vor zwei Jahren auch einen ähnlichen Fall, wo die Gitarre lieber für fast ein Jahr gehalten wurde, anstatt 300€ nachzulassen und wir sprechen hier über keine 1K Gitarre sondern eher 5K

cheers.
 
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Aktuell verkaufte ein "seriöser" Händler ein gebrauchtes Pedal mit dem üblichen Sammlerwert blabla für 100€ mehr als auf dem Gebrauchtmarkt
 
Ist sie, allerdings ist der Preis seither von ursprünglich € 3.979,- über zwischenzeitlich € 4.599,- auf aktuell € 4.999,- gestiegen. Und es handelt sich definitiv um dieselbe Gitarre... :oops:

1.020,00 € Differenz ist schon ein netter Batzen; wenn die Gitarre denn mittelfristig einen Käufer findet.

Zumindest zahlt keine Bank solche Zinsen.
 
Wäre mal interessant zu erfahren, wie der Händler reagiert, wenn du ihn fragst, ob er sie dir auch für die ursprünglichen 3979 Euro verkaufen würde - wobei die Nachfrage wohl nur Sinn macht, wenn du wirklich Interesse dran hast, sonst kann man sich das Theater wohl sparen.
Wäre tatsächlich interessant, glaube ich allerdings nicht. Abgesehen davon geht meine Neigung, solche Geschäftspraktiken zu unterstützen, stark gegen Null, auch zum ursprünglichen Preis...

... wenn die Gitarre denn mittelfristig einen Käufer findet.
Kann ich mir eher nicht vorstellen. € 5.000,- für eine Teambuilt finde ich persönlich mehr als grenzwertig. In der Preisgröße hat der Händler noch einige andere Fender CS im Bestand, die z.T. schon 1-2 Jahre im Laden hängen und keinen Käufer finden...
 
Wieder einer gestorben. Da würde ich nicht mal mehr ein Plektrum kaufen. Soll er verhungern.
 
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Bemerkenswert ist übrigens auch der Vergleich der Gebrauchtpreise zu einigen früheren Jahren. Ich habe im Jahr 2014 angefangen, mir den Großteil meines Equipments zuzulegen und damals gingen viele Gitarren zu einem Drittel oder weniger ihres Neupreises oder weniger bei eBay in den Auktionen weg. Ich erinnere mich noch an eine Peavey PXD mit EMGs, die neu 730 Euro kostete und für 80 Euro verkauft wurde. Oder eine meiner ersten Gitarren war eine ESP LTD M-53 mit EMG HZ in der Brücke, die ich für 60 Euro ersteigerte. Oder die MGH Gitarren, die neu 1300 Euro kosteten und für 250 im Neuzustand verkauft wurden. Ähnlich die Fernandes Gitarren im Neuzustand. Hätte man damals alles aufkaufen und nun für das Doppelte oder mehr verkaufen können :D .
 
Der Hättste und der Wennste sind zwei ganz arme Gesellen :D .

Was Du ansprichst, hat mit Preisentwicklung nix aber alles mit Mode und Geschmack am Gebrauchtmarkt zu tun.

Zwischen 2002 und 2018 (in etwa) konntest Du alles hochpreisige, wo z.B. ein OFR dranhing, nahezu geschenkt bekommen. Ich kann mich an eine Flotte endgeiler Kramers, Gunslinger, Vandies, Wolfgangs und Konsorten erinnern, die bei mir durchgelaufen sind und allesamt fabrikneue Closet Queens waren. Wolfgang first Year Quilt für 800 Euro? Vandy Puzzle für 400? Hold my beer. Hätte ich geahnt, wie hart die 80er zurückkommen, ich müsste heute nicht mehr arbeiten, sondern würde Stück für Stück meine Schatzkammer leeren - der Hättste und der Wennste halt.
 
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Wobei an den von mir angeführten Gitarren halt kein OFR dranhing; das ist schon eher als allgemeine Preisentwicklung zu betrachten. Und ich hätte (zu dem Stichwort) die auch mit dem Wissen nicht aufgekauft, das war rein theoretisch angemerkt - mir reicht mein Sortiment.
 
In dieses Thema passt doch die aktuelle Preisgestaltung von Epiphone ganz gut
Die Adam Jones Silverburst Les Pauls fand ich mit ~1.500 € ja schon eher grenzwertig. Künstliche Verknappung und Grafik (wo man sie halt auch nur selten sieht) auf dem Rücken rechtfertigen das jetzt nicht unbedingt.

Auch die Korina Vs und Explorers sind für meinen Geschmack etwas zu teuer geraten.

Jetzt kommt Epiphone auf den Trichter, rund 1.600 € für eine Weinrote SG Bonamassa Signature wäre eine gute Idee.
Ausstattung: drei Probuckern, Maestro Vibrato und als Highlight immerhin Kluson Wafflebacks.

Gibson versucht anscheinend mit den pseudo-High End Epis den Bereich 1.000 bis 2.000 Euro zu füllen. Würde mich nicht wundern, wenn unter 2k bald nichts mehr von Gibson zu bekommen ist.

Das Problem dabei ist, das die Specs größtenteils identisch mit dem günstigeren Bereich 500-700€ sind und dann nur hier und da Mal ein Upgrade bieten. Das die Käufer das Preis Leistungsverhältnis nicht uneingeschränkt akzeptieren sieht man an den letzten Slash Signatures ja schon ganz gut, die werden regelmäßig mit 40%+ rausgehauen.

Bleibt abzuwarten wo die Reise hingeht.
 
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Wieder einer gestorben. Da würde ich nicht mal mehr ein Plektrum kaufen. Soll er verhungern.
Und wenn es ein Custom Shop Teambuilt Louis Vuitton Plektrum ist? Da könnte ich schon schwach werden...

@Ambient777 - da bin ich auch erschrocken, was Menschen gerade auf dem Gebrauchtmarkt veranstalten. Versuche, Produkte für 90% vom NP anzubieten, oder über Verweis auf einen höheren NP als den Aktuellen sogar Ergebnisse über dem Ladenpreis zu erzielen sind sehr häufig geworden.
Ich glaube eigentlich nicht, dass der Kram dann weg geht. Phantasiepreise bei Dingen, die es nicht mehr gibt, kann ich ja nachvollziehen. Da versuche ich auch etwa Level vom NP zu kommen, wenn der Markt es hergibt.
Aber bei Gear von der Stange?
Guter Zustand heißt für mich da 2/3 vom NP.

Aber aktuell scheint es viele Herbert Schmitt-Müller Sondereditionen zu geben, sprich, Menschen verkaufen ihr Zeug, als sei es veredelt worden dadurch dass sie es, als unbekannte Feld-Wald-Wiesen-Gitarrist*innen, tatsächlich besessen hatten.
 
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Ich beobachte ja häufig Pedale und da fällt mir das oft auch. Ganz knapp unter NP.
 
Ist sie evtl jetzt im Wert gestiegen weil Du sie angespielt hast ? :ROFLMAO:
In Anbetracht meines bescheidenen Spielvermögens könnte man mich ggf. dafür verantwortlich machen, wenn andere Kunden fluchtartig das Geschäftslokal verlassen, dafür aber nun wirklich nicht. :ROFLMAO:

Die Gitarre hat übrigens inzwischen einen Käufer gefunden (nicht mich). Zeigt leider, dass solche Praktiken offenbar derzeit auch noch funktionieren und sich der Händler über einen satten Mehrgewinn freuen kann...
 

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