10 User bauen ein Cajon

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Wie auch immer - viele Wege führen zu einer tollen Cajon und aus eigener Erfahrung weiß ich, dass ein wenig Experimentieren nie schaden kann, deshalb einfach einmal anfangen und schauen, was wird.

Och, man hat ja eh nie genug Sitzgelegenheiten (s. GiselaBSEs Post) ;) Dass Leinöl so extrem langsam aushärtet, war mir gar ned bewusst, danke für die Info.

Nachdem nun schon einige Firmennamen gefallen sind, schreib ich halt noch ne Marke dazu :) Ich habe im Baumarkt die "Kreativ-Werkstatt" von Bondex gefunden. Da gibt es verschiedene Grund-Anstreichmittel; ich habe wie geschrieben die Wachs-Lasur gewählt. Als Finish will ich eine Schicht Bienenwachs-Balsam auftragen.

Die Wachslasur werde ich einfärben mit den Kreativ-Konzentraten von Bondex. Und das ist genau das, was mich an der Serie reizt - dass ich die Pigmente extra zugeben kann und nicht x angebrochene Lasur-Dosen rumstehen habe. Die Konzentrate sind laut Hersteller untereinander mischbar, also habe ich mir die Grundfarben Rot, Gelb, Blau und Schwarz besorgt und werde selber mischen (erwähnte ich schon, dass Muttern gemalt hat und mir einiges über Farbmischen beigebracht hat?;))

Ob das ganze dann so klappt, wie ich mir das vorstelle, könnt Ihr dann ja im Review nachlesen :) Und ja, natürlich ist geplant, dass wenigstens der Photo mitläuft, vielleicht auch die Videokamera (ich kann aber ned Video schneiden, weiss ned, ob Männe das beherrscht :redface:)

Rockin'Daddy über Leinöl schrieb:
Ist das nicht das Teufelszeug, welches zu fantastischer Selbstentzündung führt, wenn man bestimmte Dinge nicht beachtet (lose Lappen irgendwo in der Gegend rumliegen lassen etc.)?

Ist es. Steht übrigens bei der Wachslasur auch drauf, also vermute ich, dass da auch Leinöl oder so mit drin ist. Es wird aber alles ned so heiß gekocht, wie es gegessen wird (oder andersrum? :gruebel:). Das passiert, wenn der Lappen mit zu viel Sauerstoff in Berührung kommt. Ab damit in ein Glas, das ganze zum Giftmobil/Wertstoffhof, und fertig. Und natürlich sparsam sein :) Musst ja ned die ganze Dose verpritscheln. Man kann Leinöl auch trefflich streichen ;)

Da fällt mir grad ein, Backstein123, hast Du Terpentin oder Terpentinersatz zuhause? Brauchst zum verdünnen / Pinsel auswaschen. Danach das Zeug zum Sondermüll geben, auch wenn echtes Terpentin natürlich ist - es schadet in Gewässern.
 
Mhhh Leinöl ist so gefährlich?!?! Ich denk ich bring das dann mal besser zurück.
Eigentlich wollte ich nur das Holz irgendwie dunkelrot färben (beize) und irgendwie schützen (Leinöl).
Mein problem war das ich ratlos vor einer riesigen Wand mit Flaschen stand, keine ahnung wofür was genau war (Ja, ich erwarte immer das die Verkäufer ihre Produkte kennen und mich beraten können, falsch gedacht:D) und dann mich einfach entschieden habe. Außerdem hatte ich Wachs in der Hand aber das gab es nur Farblos. :(
 
Mhhh Leinöl ist so gefährlich?!?! Ich denk ich bring das dann mal besser zurück.

In die Hose machen braucht man sich nicht deswegen. Andere Leut essen's im Quark...

Wiki sagt zur Selbstentzündung:
Selbstentzündung [Bearbeiten]

Leinöl neigt bei einem hohen Zerstäubungsgrad zu Selbstentzündung bei Raumtemperatur. Eine unsachgemäße Handhabung von mit Leinöl getränkten Lappen und Pinseln verursacht in Schreinereien und Malerwerkstätten häufig Brände.[5]

Die Selbstentzündung geschieht wahrscheinlich durch Autoxidation von Doppelbindungen bei großer Oberfläche und somit hoher Verfügbarkeit von Luftsauerstoff. Mit einem Flammpunkt von ca. 315 °C (Marcusson) und einem Siedepunkt oberhalb von 350 °C ist Leinöl ansonsten eher schwer entzündlich.

Vorsichtsmaßnahmen: Mit Leinöl getränkte Textilien unbedingt auf nicht brennbarer Fläche flach zum Trocknen auslegen oder in Wasser tränken oder in einem luftdichten Behälter (Schraubglas, Metalldose) aufbewahren bzw. kontrolliert verbrennen. Pinsel mit Leinölseife auswaschen oder bis zur nächsten Benutzung in rohes Leinöl hängen.
 
Rockin'Daddy:

Wie genau man das technisch nennt, weiß ich ehrlich gesagt nicht, Fakt ist jedoch, dass eine Kiste umso besser klingt, je dichter und planer die Schlagplatte auf dem Korpus aufliegt.

Leinölfirnis - da hat moniaqua schon das Wesentliche geschrieben - dem gibt es nichts zuzufügen.

Moniaqua:

Danke für die Info bzgl. der Bondex - Produkte - da werde ich nächste Woche doch gleich einmal schauen, wo es das Zeug bei uns gibt, denn was du da schreibst klingt in jedem Fall interessant genug, es sich genauer anzusehen.
 
...die würde ich mir gerne mal erklären lassen:D
(scnr)

ich meinte natürlich die Fluchtgenauigkeit! Kann mich da nicht so gut ausdrücken. Halt ob die Platte Windschief ist oder nicht.

Backstein123 schrieb:
Schleifpapier 180bis 320 Körnung
Ich weiß ja nicht wie die Verbindungen passen aber gegebenfalls würde ich noch ein etwas gröbers Schleifpapier kaufen.
Faustregel ist: Nie mehr als eine Schhleifkörnung überspringen, sonst tut man sich hart beim Rausschleifen von den Schleifspuren.


Zum Thema Selbstendzündung von Leinöl:


In der Arbeit und Schule hatten wird oft mit verschieden Ölen gearbeitet. Es ist gefährlich wenn man nicht aufpasst:great:. Man kann ruhig mit de Öl arbeiten muss aber unbedingt aufpassen das alles was schnell brennbar ist und mit dem Öl in Kontakt kommt selbstendzündlich ist. Z. B. Ölschwamm(zum auftragen) Öllappen(z.B. Baumwolltuch) und evtl auch Kleidung. Mein Tipp: Wenn ihr mit dem Ölen fertig seit, nässt die Lappen/Schwämme und einem Wasserhahn. Wenn sie gesätigt sind hängt sie draußen auf die Terrasse, Zaun oder Fensterbrett. Lasst es übernacht dort hängen und dann könnt ihr es getrost in den Restmüll werfen.

Bei uns in der Schule hat mal ein zusammengeknüllter Öllumpen im Restmüll nachts etwas Ärger gemacht, aber dank Rauchmelder war das Problem gleich gelöst.

Gruß Quirin
 
Danke für die Info bzgl. der Bondex - Produkte - da werde ich nächste Woche doch gleich einmal schauen, wo es das Zeug bei uns gibt, denn was du da schreibst klingt in jedem Fall interessant genug, es sich genauer anzusehen.

Gern geschehn. Bei uns gab's die im Hagebaumarkt. Dyrup (die Herstellerfirma) hat aber eine Händlersuche auf ihrer Website. Ich hoffe, das Zeug taugt auch :)
 
Leute ich glaube wir missverstehen uns da grade :D

Ich will es nicht umbedingt wegen der "Sicherheit" zurück bringen, ich denke schon das ich Alt genug bin um sicher und verantwortungsbewusst damit um zugehen ;)
Ich hab nur für mich aus Maori's Posting herausgelesen, dass diese färbende Wachs wohl die bessere Alternative wäre.
Somit könnte ich mir das Baizen sparen und müsste auch nicht mit dem Leinöl arbeiten. Das war mein Gedanke zum umtauschen.

Ich will ja nicht einfach das Cajon zusammen bauen, es soll schon ordentlich werden und vorallem am ende brauchbar sein.
 
Backstein123:

Mein Tipp war auch eher in Richtung "gut und einfach zu verarbeitendes Produkt" gemeint, zumal man bei diesen Wachsen erstens die Farben untereinander mischen kann und zweitens die Verarbeitung mit Schwämmchen oder Lappen extrem einfach und kostengünstig zu bewerkstelligen ist.
 
Halli Hallo Hallöle,

ich bin vom Baumarkt bis unter die Zähne bewaffnet :)

und möchte gern 2 farbig beizen:

Folgende Theorie aus meiner Online Odysee und dem Fachverkäufer Rat:

Schritt A: Ich beize eine Holzfläche in einem hellen Ton
Schritt B: Ich klebe auf diese durchgetrocknete Fläche einen Aufkleber mit einem Logo
Schritt C: Ich trage auf die gesamte Fläche die erste Schicht Klarlack auf
Schritt D: Nach einer halben Stunde, wenn der Klarlack ein bischen angezogen hat, ziehe ich meinen Aufkleber ab.
Schritt E: 24Std später wenn alles schön trocken ist, trage ich auf die blanken unlackierten Stellen vom Aufkleber, dunkle Beize auf

Jetzt zur Theorie: Diese Beize soll mit scharfkantigen Logokonturen nur dort halten, wo kein Klarlack ist.
Von den lackierten Stellen soll es ganz einfach wieder abreibbar sein.

Schritt F: Nochmal 24 Std später wird die ganze Fläche nach dem Zwischenschliff mit Klarlack überzogen, unn fertisch !


So.... was halten die Profis von meiner in der Tat vollkommenen Theorie, als Beizneuling.



Vielen Dank im vorraus


Gruß Peter
 
Ich bin zwar kein Profi, aber ich vermute mal, dass die Beize sich nicht an deine Klarlackgrenze halten wird und unter dem Lack auch dort ins Holz einzieht, wo sie eigentlich nicht hinsoll ...
 
ich würd mich dem Peter anschließen, tippe auf faserige Ränder... immerhin zieht die Beize ja in die Holzfasern ein :gruebel:
 
Seh ich auch so. Nimm farbigen und Klarlack. Hat der Fachverkäufer schon mal gebeizt?
 
Wie genau man das technisch nennt, weiß ich ehrlich gesagt nicht, Fakt ist jedoch, dass eine Kiste umso besser klingt, je dichter und planer die Schlagplatte auf dem Korpus aufliegt.

Naja, akustische Kopplung ist ein wesentlicher Teil im Gitarrenbau, bzw.
Dort ist Weißleim "verpönt", da er eine dämpfende Schicht darstellt (Weißleim härtet ja nicht komplett aus, sondern bleibt immer ein wenig "flexibel"). Somit ist die Kopplung von z.B. Hals zum Korpus nicht 100%ig gegeben. Es schwingt halt nicht als Ganzes, sondern wird durch die Leimschicht gebremst.
Viele Boutique-Gitarren-/Instrumentenbauer verwenden daher Knochenleim (der wirklich glashart wird), Hautleim, Hasenleim oder Fischblasenleim oder bestenfalls die Produkte von Titebond.
Vielleicht erkennst Du da als Bauer akustischer Instrumente noch Potenzial nach oben. Austesten?
Ich glaube allerdings nicht, daß das ausschlaggebend für einen 50 Euro Cajon-Bausatz sein könnte.
Da sind andere Parameter sicherlich ausschlaggebender. :)

Greetz,

Oliver
 
Nochmal kurz zum Abschluss: nachdem sich außer qu1r1n niemand mehr gemeldet hat, ist somit der 10. Platz vergeben. Viel Spaß qu1r1n! :great:
 
Rockin'Daddy:

Nachdem beim Verleimen die Teile mit Druck aneinander gepresst werden, ist die Leimschicht zwischen den einzelnen Teilen mikroskopisch dünn, sodass sich hier die Frage stellt, ob ein Leimen mit Knochenleim wirklich hörbare Unterschiede bringen würde.
Abgesehen davon - Geigen, Gitarren und ähnliche Instrumente lassen sich nur bedingt als Maßstab für den Trommel-/Cajonbau einsetzen, da bei diesen Instrumenten doch sehr wesentlich ist, wie das Holz schwingt, etc.

Nur so nebenbei erwähnt - ich hatte einmal die Freude, einen Straßenmusiker kennen zu lernen, der u.a. auch eine Cajon spielte. Die Kiste war mehr oder weniger aus rohen Fichtenbrettern zusammen gezimmert, wobei als Verbindungen schlichte Nägel dienten, mit denen die einzelnen Bretter zusammengehämmert waren. Was soll ich sagen - der Klang war nicht übel und der Typ konnte diese Kiste einfach perfekt spielen und so eventuelle Mängel wettmachen.

Fazit: Ich habe wieder etwas gefunden, was ausprobiert werden will (Knochenleim) und manchmal ist schlichte Einfachheit (Nägel) das Mittel zum Zweck, um etwas Tolles herzustellen.
 
Glückwunsch @ qu1r1n! :)

Ich frage mich, seitdem ich das Video auf der Thomann-Site angeschaut habe, welche Auswirkungen die Größe und Form des Schalllochs haben könnte.

Immerhin gibt es bei Thomann sowas zu kaufen:


Für ein kreisrundes, etwa 120mm Duchmesser großes Schallloch.

Das funktioniert bei Herzchen und ähnlichen Formen natürlich nicht.
Wobei mich gerade die oben verlinkte Cajon Bass Tube daran erinnert, wie akribisch beim Lautsprecherboxenbau, egal ob PA oder HiFi auf die Berechnung der Baßreflexöffnung und der Länge des Reflexionskanales geachtet wird.

Die Konstruktion einer Cajon erinnert mich halt daran, Schlagfläche = Membran, Gehäuse = Resonanzraum, dazu ein exakt abgestimmter Helmholtzresonator... :nix:
 
tonstudio2:

Die Größe des Schallloches (ach dieses wunderbare Wort mit seinen drei L L L) beeinflusst in erster Linie das Sustain der Cajon - die Faustregel gilt:

großes Loch, wenig Sustain (rund 15 cm)
kleines Loch, viel Sustain (rund 12 cm)

Baut man eine Cajon, die gar kein Schallloch hat, dann klingt sie erstens höher als die selbe Cajon mit Loch und hat zweitens ein ziemlich langes Sustain.

Die Form ist eher zweitrangig - es hat sich aber herausgestellt, dass runde Formen (Kreis, Ellipse, etc.) den eckigen Formen vorzuziehen sind, da sich manchmal in den Ecken Spannungsrisse etablieren, was bei runden Formen nie passiert.

So wie bei Trommeln auch, kann man allerdings ein (zu) kleines Loch (und das damit verbundene intensive Sustain) etwas ausgleichen, in dem man einfach ein altes T-Shirt in die Kiste legt.

Was das Cajon-Port anbelangt - da gibt es gewaltige Unterschiede, ob eine Cajon mit so einem Teil versehen ist, oder nicht. Ich konnte auf der MuMe in Frankfurt selbst damit hantieren - es stand eine Cajon zur Verfügung, die eher wenig Bass erzeugte, was sich allerdings nach Einsatz dieses Gummis merkbar änderte.

So gut ich dieses Teil finde - ich versuche schon beim Bau einer Cajon durch die Wahl der Hölzer für den Korpus, bzw. für die Schlag/Resonanzplatte darauf zu achten, sowohl das Bassverhalten, als auch die Ansprache der Snare zu beeinflussen, was mir zumeist auch genau so gelingt, wie ich mir das vorstelle. Mittlerweile gehe ich schon soweit, dass ich für besondere Kisten sogar das Sperrholz für die Schlagplatte selbst herstelle, da ich hier alleine durch die Wahl der verwendeten Furniere Einfluss darauf nehmen kann, wie die Platte klingt - und das ist wichtig, um einem Musiker etwas an die Hand zu geben, womit er sich wohlfühlt und womit er seine Art zu spielen am besten umsetzen kann.

Abgesehen davon kann man auch Bassrutschen einbauen, bzw. werden für Studiocajons allerlei "Schallbrecher" eingebaut, damit sensible Mikros nicht ständig die Nebengeräusche (Nachscheppern der Snareteppiche, etc.) aufnehmen.
 
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Ich freue ich das ich #10 bin der den Bausatz testen darf.

Habt ihr evtl. Ideen für das Schallloch? Soll man es rund machen oder eckig? Welche Größe? Muss es mittig liegen? Ist es möglich es in mehrer Teile zu machen? Was habt ihr für Erfahrungen?

Gruß
Quirin
 
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