35-40m Stromkabel von Steckdose zu Bühne

Ich hatte mal ein Konzert zu betreuen, schon lange her mit vielen 1000W PAR Kannen für das Licht und die PA wurde mit den klassischen Eisenschweinen betrieben. Das ganze passierte auf einer Wiese in einem Zirkuszelt.
Der Verleih verlangte für Ton und Licht jeweils eine 32 A CEE Zuleitung. Prompt fanden wir beim Zelt einen Verteilerkasten mit 2x32 A und einem 16 A Anschluss, letzterer war für die Gastro gedacht, fein säuberlich von einem ortsansässigen Elektro-Installateur bereit gestellt.

Nur, die Zuleitung war ca 200 Meter lang und ..... tata!!!, eine 16 A Leitung mit, ich denke 2,5m² Adern. Ich gab da meine Bedenken ab, aber mit Strom kenne ich mich ja nicht soooo gut aus, bin ja "nur" gelernter Maschinenbauer.
Das Argument war, dass es halt keine so lange Leitung die 64A+ vertragen würde. Hmmm. Zum "Glück" gab es einen Wettersturz inklusive Scheefall für das bevorstehende Wochenende und die Leitung wurde unter gut 25cm Schnee begraben. Vorerst zwei Vorteile, 1) man sah nicht wie dünn sie war und 2) der Schnee sorgte für Kühlung der Leitung. Am zweiten Tag sah man aber schon einen dunklen Strich quer über die Wiese, dort wo die Wärme im Kabel den Schnee zum schmelzen brachte. Und so als Nebeneffekt sorgte jeder Tritt auf die Bassdrum für ein kurzes Flackern der Scheinwerfer, weil halt die Spannung einbrach. Apropos Spannung. Die Gastro hat es da geschafft alle Griller, Kühler und auch die Heizung des Zelts auf genau eine Phase zu hängen. Ich hab da dann mal nachgemessen und auf der der Phase waren dann irgendwie nur mehr 100V. Ob da eventuell auch was mit der Absicherung nicht ganz so korrekt war? wer weiß das schon.

Ja, ja die 80er waren wilde Zeiten ;)
 
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Für eher gemäßigte Temperatur des Frittenöls sorgte bei einem Fest am Reitstall eine (zumindest gut abgewickelte) Kabeltrommel.......welche Strecke der Strom bis da hin schon zu machen hatte, war nicht bekannt.
Die jungen Helferinnen blickten mit Sorge auf die geduldig Wartenden ........wenigstens weniger Unfallgefahr durch heiße Spritzer.....
 
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Wilde Zeiten und 200m ist schon eine Strecke

Heute ist der Botex gekommen , das 2. Paket war nicht zustellbar obwohl gleichzeitig geliefert … Danke DHL :-(

Thomann war wieder mal zackig.

Etwas blöd find ich hier , dass 2x Schuko auf eine Anzeige geht … dann kann diese dann bis 230V und 32A messen weil 2x Schuko je 16A sind 32A

Jetzt könnte man wieder Querdenken und sagen , warum heißt es 32A Anschluss wenn doch 6x 16A hinten raus kommen :)

Das Gerät macht einen hochwertigen Eindruck.
Leider kann ich es jetzt am Wochenende nicht fertig bauen … wird dann Montag Nacht nachgeholt und dann schauen wir mal ob wir damit auch Muster in den Schnee malen können .

Aber wo ist mal ein Elektriker genau dieses erklärt .

32A 400V auf im Endeffekt einzeln abgesichert 6 Steckdosen 230V ca 3.5 KW

Und warum 2x 230V ca 3.5 KW auf eine Lastanzeige des Botex 321 ?

Weil dort redet man von L1 L2 L3 aber nicht von 6x …..

L1 hat auch hinten 2 Steckdosen 230V ca 3.5 KW zugewiesen .

Hat das was mit 2x 16A 230V zu tun und die ges Last die auch auf 32A geht.

Da hört mein Horizont leider auf und mich interessiert es einfach …

Ich weis , dass ich mit 32A 6 vollwertige 230 V Stromkreise habe wo ich ca 3.5 KW ziehen kann aber dann hört es bei mir auf .

Ich würde es gerne verstehen
 

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16A 3,6 kw pro Steckdose!
Maximal 38 kW Drehstrom bei gleichmäßiger lastt.
Die Leistung errechnet sich aus Volt mal Ampere
 
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Strom kommt an mit Phasen, das sind die gefährlichen, die man nicht anfassen sollte, L1,L2,L3 bei Drehstrom. Diese haben gegeneinander 400V Spannung, sowie gegen N und Erde nur 230V. Die Ph. werden zum Leitungsschutz mit Schmelzsicherungen oder Sich. automaten abgesichert und mit Amperemetern angezeigt.
Z. B. eine Whg.verteilung mit Sicherungsautomaten sollte eine gleichmäßige Belastung der 3 Phasen ermöglichen:
1) L1 Herd
2) L2 Herd
3) L3 Herd
4 L1 Spülmasch.
5)L2 Waschm. und so weiter.
Wenn also bei der Installation jemand murkst und verschiedene Kreise verbindet, macht es bei einem Kreis auf L1gegen L2 oder 3 gewaltig Bumm.
Wer zufällig Kreise brückt, die beide auf L1 liegen, speist mit 2 Sicherungen eine Ringleitung ein, es knallt nicht, sollte aber nicht sein......das nur als kurze Ansicht........
 
Dann löst die Sicherung nicht rechtzeitig aus
 
Ok die 38KW ??? findet man jetzt nirgendwo auf einer Dose oder Stecker….

6x 3.6 KW =21.6 KW zu 38 KW ? Oder wenn man direkt ein 400V Motor anschließen würde dann wären auch bis zu 38 KW machbar oder wie ?
 
Genau.

Verstanden (y)
 
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Ok , prima .

Dann ist auf jeden Fall genug Reserve vorhanden das auf keinen Fall es nicht ausreicht wenn die Steckdosen das ziehen was sie können
 
Jetzt könnte man wieder Querdenken und sagen , warum heißt es 32A Anschluss wenn doch 6x 16A hinten raus kommen :)

Ich würde es gerne verstehen
32* 3 (Phasen) = 96

16*6 = 96

Was bin ich nur für ein Mathe-Genie ;-)
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6x 3.6 KW =21.6 KW zu 38 KW ? Oder wenn man direkt ein 400V Motor anschließen würde dann wären auch bis zu 38 KW machbar oder wie ?
230Volt x 16 Ampere = ca. 3,6kW

400V x 32A = 12,8kW x 3 (Phasen) = 38kW

...ich denk der nächste Mathe-Preis geht an mich...
 
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32A x 3 Phasen :)

Hexerrei
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Dann ist da ja richtig Bums dahinter …

Also auf keinen Fall wie bei der 12 V Starter Batterie wenn die nicht ging und leer war mal mit 2 Kabeln kurz zusammen halten und sehen ob noch Saft drauf ist .

Ich frage für einen Freund …
 
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Die Metall dämpfe sind nicht ohne, schwere Verbrennungen und Brände können dadurch entstehen.
Kabel brutzeln ist mit stromgeregelten Labornetzteil noch ungefährlich, mit 12V Batterie allerdings schon.
Ein kurzer zwischen den Phasen lässt das Kabel hüpfen während es schmilzt.
 
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Ok , dann werde ich das 32A Kabel nicht zusammenhalten wenn kein Ton aus dem Lautsprecher kommt :)
 
16A 3,6 kw pro Steckdose!
Maximal 38 kW Drehstrom bei gleichmäßiger lastt.
Die Leistung errechnet sich aus Volt mal Ampere
Die Leistungsformel für Dreiphasenwechselstrom (vereinfacht auf einen symmetrischen Verbraucher mit Wirkleistungsfaktor = 1) ist P = Wurzel(3) * U * I. Das ergibt bei 400V und 32A eine Leistung von 22,2kW.

Die 38kW wurden mit U * I * 3 berechnet, das ist aber der falsche Verkettungsfaktor.
 
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Jetzt könnte man wieder Querdenken und sagen , warum heißt es 32A Anschluss wenn doch 6x 16A hinten raus kommen
ich hoffe das ist jetzt nicht wirklich ernst gemeint, das ist ja fast so wie wenn du sagst warum heißt eine Gitarre nicht 0,26% Klavier, weil ja ein Klavier rund 230 Saiten hat und eine Gitarre ja nur 6 Saiten ...
Etwas blöd find ich hier , dass 2x Schuko auf eine Anzeige geht
das ist aber das relevante. man versucht eine Symmetrische Last auf allen 3 Phasen zu haben, da ist dann am ende egal ob bei L1 die Steckdose 1 mit 10A belastet wird und auf Steckdose zwei nur 2 A, relevant ist, dass L1, L2 und L3 möglichst die gleiche Last haben und ob halt die 230V wirklich da sind oder nicht.


Aber wo ist mal ein Elektriker genau dieses erklärt .
da müssten erstmal zielgerichtete sinnvolle fragen kommen, denn durch Aussagen wie:

32A 400V auf im Endeffekt einzeln abgesichert 6 Steckdosen 230V ca 3.5 KW
fragt man sich schon was du willst. 400V hast du von Phase zu Phase, 230V von Phase zu Neutralleiter, d.H. eine CEE Steckdose ist sowohl 230V als auch 400V Steckdose
 
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Meine Fragen sind alle schon beantwortet .
Daher ist etwa Eronie am Ende .

Ich sage trotzdem schon mal vielen Dank.

Das Thema Starkstrom wurde etwas beleuchtet und hilft mir ein wenig weiter sicherer zu denken .

Ich habe das Set up was ich benötige und mit 32A komme ich erstmal für die meisten Sachen die ich mache aus …
 
Die Leistungsformel für Dreiphasenwechselstrom (vereinfacht auf einen symmetrischen Verbraucher mit Wirkleistungsfaktor = 1) ist P = Wurzel(3) * U * I. Das ergibt bei 400V und 32A eine Leistung von 22,2kW.

Die 38kW wurden mit U * I * 3 berechnet, das ist aber der falsche Verkettungsfaktor.
Das möchte ich noch mal ausdrücklich unterstreichen!
 
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Die Leistungsformel für Dreiphasenwechselstrom (vereinfacht auf einen symmetrischen Verbraucher mit Wirkleistungsfaktor = 1) ist P = Wurzel(3) * U * I. Das ergibt bei 400V und 32A eine Leistung von 22,2kW.

Die 38kW wurden mit U * I * 3 berechnet, das ist aber der falsche Verkettungsfaktor.
U*I*3 ist bei der Aufteilung von Drehstrom auf 3 einzelne Außenleiter, an denen unabhängige Verbraucher sitzen, ja auch richtig. Nur dann darf man eben nicht mit den 400V rechnen, sondern nur mit den 230V jedes Außenleiters gegen N.

Am Ende ist es immer √3*√3*230V*I - ob ich das jetzt als 3*230V*I denke oder als √3*400V*I kommt aufs selbe raus (es ist ja kein Zufall, dass 230V*√3 = 400V 😉).

Rein pragmatisch tendiere ich dazu, mit den 400V ohnehin nur rechnen zu wollen, wenn es wirklich Drehstrom im engeren Sinne, also auch verbraucherseitig ist, sprich ein oder mehrere jeweils symmetrische Verbraucher, also i.W. Motoren oder Heizungen.
 
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