(A-Git) Wie lange halten Eure Stahlsaiten?

  • Ersteller Ersteller GuitarFranky
  • Erstellt am Erstellt am

Wie lange nutzt Du Deine Stahlsaiten?

  • bis 3 Monate

    Stimmen: 3 10,7%
  • bis 6 Monate

    Stimmen: 12 42,9%
  • locker 1 Jahr

    Stimmen: 7 25,0%
  • länger als 1 Jahr

    Stimmen: 9 32,1%

  • Umfrageteilnehmer
    28
  • #21
Meine Elxir Bronze 012er Sätze halten zwei Gigs, egal in welchem Abstand ich diese spiele. Oft reisst mir schon Ende des zweiten Gigs A,D und/oder G Saite wegen der mechanischen Beanspruchung live.
Dich würde ich auf keiner meiner Gitarren spielen lassen. Man muss ja nicht so gefühllos hineindreschen. Es ist mir ein Rätsel, wie man die umwickelten Saiten zum Reißen bringt. Hat Deine Gitarre irgendwo scharfe Kanten oder Grate?
Meine Bühnengitarren über Verstärker haben 011er Saiten. Ich habe 3 Bühnengitarren, die ich je nach Auftritt und Lust und Laune abwechselnd spiele bei 60 Gigs (3 bis 7 Stunden) im Jahr.
Diese Elixir Saiten wechsle ich nach ca. einem Jahr, nicht weil sie reißen, sondern weil die umwickelten dann doch langsam dumpf klingen.
 
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  • #22
Bei meiner Lakewood Western halten Saiten so ca. 1 Jahr. Spiele die nur zuhause. Elixir 12...53 sind drauf.

Aber bei einer Reisegitarre für 129€ - wie der Gitarre vom TE - hätte ich grundsätzlich keinen allzu hohen Anspruch an den Klang.
 
  • #23
Aber bei einer Reisegitarre für 129€ hätte ich grundsätzlich keinen allzu hohen Anspruch an den Klang.
Ich schreib mal etwas provokativ: "Lieber eine günstige Gitarre mit guten Saiten als eine gute Gitarre mit günstigen Saiten"
 
  • Haha
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  • #24
Aber bei einer Reisegitarre für 129€ - wie der Gitarre vom TE - hätte ich grundsätzlich keinen allzu hohen Anspruch an den Klang.
Auf meiner Reisegitarre Yamaha* JR1 für 159 Euro sind auch Elixir, da ich zu faul bin, Saiten oft zu wechseln. Da sie 3 bis 5 Mal so lang halten, sind sie im Endeffekt auch günstig.
 
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  • #25
Auf meiner "Haupt-Akustik" (eine Lakewood) bin ich bei den auch schon ab Werk aufgezogenen Daddario XSAPB1253 Phosphor-Bronze geblieben. Die halten für mich schon so Richtung 1 Jahr bei ca. 0,5 - 1 St. Spielzeit pro Tag.
Sie sind beschichtet, fühlen sich aber recht "normal" an.
Zumindest anders als die Elixier, da mochte ich die Beschichtung gefühlt überhaupt nicht.
VG, Christian
Beitrag automatisch zusammengefügt:

PS:, auf meiner anderen Akustik, eine Martin Mahagoni sind einfache Ernie-Ball 12/54 Phosphor-Bronze drauf. Diese Gitarre spiele ich z.Zt. etwas weniger, aber trotzdem ist für mich dort nach ca. einem halben Jahr ein Saitenwechsel fällig.
 
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  • #26
Man muss ja nicht so gefühllos hineindreschen.
Oh danke für deine kompetente Einschätzung meines Spiels.😉
IMG_20260823_200638_411.webp

Meine Landola macht das schon 30 Jahre lang mit, hier ein Bild des gefühllos verdroschenen Instruments
Gruß,
Bernie
 
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  • #28
Ist doch harmlos für die vielen Jahre? ;-)

@OldRocker
Nur so aus Neugier, reißen denn die Saiten immer relativ willkürlich an unterschiedlichen Stellen?
Immer "Mitten drin"?
 
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  • #29
Genau danach sieht ja die Decke aus.
Für ein viel gespieltes Instrument sieht die Gitarre nach 30 Jahren noch sehr gut aus.
Nicht jeder fasst seine Gitarre mit Baumwollhandschuhen an und bettet sie Abends in einen üppig gepolsterten Koffer.
Manche geben sogar viel Geld für eine "abgesschrabbte" Optik aus.
 
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  • #30
Manche geben sogar viel Geld für eine "abgesschrabbte" Optik aus.
echt, ich dachte das sei nur ein Phänomen bei E-Gitarren:rolleyes:.
Jetzt ist gut ein halbes Jahr rum, ich glaube ich zieh mal wieder neue auf (Martin 80/20 Original Bronze, 0.10-0.47).
 
  • #31
Danke Mati,
ich denke auch, dass der Gitarre nach 30 Jahren Spielen, sehr vielen Gigs und 2 Neubundierungen anzusehen ist, dass die Energie beim Spielen hauptsächlich in die Saiten gelenkt wird. Auf den Bass-Saiten mache ich gerne abgestoppte "Rolls" mit deftigen Anschlag wodurch diese stark aufschwingen und dann nach beschriebener Zeit dazu neigen am Steg zu brechen, um die Frage von Slow Gin zu beantworten😉.
Das sind dann schlicht die Grenzen des Materials und hat nix mit scharfen Kanten uä zu tun.

Also wieder einigermaßen OT: das ist ein Beispiel für Saiten-Material-ermüdende Spielweise...hatte immer wieder Kunden, die ähnliche Energie umsetzten und glaubten mit ihrer Gitarre stimmt was nicht, dem ist nicht so.
Gruß,
Bernie
 
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  • #32
... hängt sehr von der Benutzung ab: Im Moment spiele ich fast nur Nylon, da wechsele ich eher im Jahres- oder Jahrzehntebereich, als ich fast nur Steel gespielt habe (bis in die 90s), dann waren es als armer Student vielleicht 6 Monate, 2 wären besser gewesen. Aber das war noch vor Erfindung der beschichteten Saiten und damals hatte ich auch feuchtere Flossen als heute.
 
  • #33
@OldRocker Schon ein kerniger Anschlag.
Aber dafür kommt ja auch ordentlich etwas raus. ;-)

Selbst bei einigen Bekannten, die ziemlich Hardcore mäßig Flatpicking/Bluegrass spielen, halten die deutlich länger als bei dir. :D
 
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  • #34
Bluegrasser haben ne andere Anschlagtechnik, die verwenden meist die vordere Spitze des Pick und versuchen nen schönen gleichmäßigen Flow und runden Ton in ihre Lines zu bekommen, ähnlich wie das viele Jazzer machen. Das ist im Endeffekt nicht so sehr stressig für die Saiten.
Ich schlage mit der Seite des Plek an und versuche eher Dynamik und klanglich eher "Knorrigkeit' rauszuholen. Das hohe Aufschwingen der Saiten dehnt die dann stark und schwächt sie recht schnell und lässt sie nach ner Zeit dann am Auflagepunkt (Steg) eher brechen statt reissen, sozusagen durch die ständige Dehnung zusammen mit ner Knickbewegung.

Oberhaupt sind Spielweise zusammen mit der Schweissentwicklung große Faktoren was Haltbarkeit von Saiten angeht....aber zB auch der Stegeinlage.
Trotz Knochen sind da öfter richtige Kuhlen rausvibriert..was allerdings auch durch die recht dicke Beschichtung von Elixirs weniger ist als bei den meisten anderen Saiten...
 
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  • #35
Ich schlage mit der Seite des Plek an und versuche eher Dynamik und klanglich eher "Knorrigkeit' rauszuholen. Das hohe Aufschwingen der Saiten dehnt die dann stark und schwächt sie recht schnell und lässt sie nach ner Zeit dann am Auflagepunkt (Steg) eher brechen statt reissen, sozusagen durch die ständige Dehnung zusammen mit ner Knickbewegung.
Hat hier vielleicht auch was mit der Saitenlage zu tun. Du möchtest ja einen Sound, der so ein bisschen an verzerrte Gitarre erinnert, was du eben durch das Scheppern auf den Bünden bekommst, wozu du eben entsprechend feste anschlagen muss, wenn die Saiten nicht so flach sind. Und auch das Plektrum spielt da eine große Rolle. Auf meiner Gitarre mit meinem Plektrum könntest du vmtl gar nicht so spielen, das wär so laut und brutal.. Ich kann solche Sounds spielen, indem ich einfach das Plektrum flach parallel zu den Saiten nehm und ohne großen Winkel anschlage, auch ohne große Kraft. Da kommt am Ende alles zusammen.
Deine Gitarre ist ja im Vergleich eher zurückhaltend und komprimiert recht viel, was deiner Spielweise entgegen kommt. Da kannst du dich halt ausleben ohne Rücksicht auf Verluste.
Ist aber auch eher eine recht seltene Spielweise was du da machst. Im Grunde spielst du da E-Gitarre* auf der Akustik. Das ist halt recht weit weg von Fingerpicking und Co und auch vom üblichen Akkordschrammler.
 
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  • #36
Perfekt analysiert.👍
Und der Grund dafür dass Stahlsaiten normalerweise (sozusagen bei "sachgemäßer Benutzung"😉) deutlich länger halten.
 
  • #37
@OldRocker Danke für Dein tolles Video. Jetzt verstehe ich Dich.
 
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