Akkordeon abnehmen

  • Ersteller Otzelot
  • Erstellt am
Hallo Wil

Das System ist die externe Version für die Diskantseite. Ich besitze ein Akkordeon mut eingebauten Mics, die interne Version und das neue Akkordeon wird mit dem gleiche System, aber extern verstärkt.

Esterne Mics sind nur für die Diskantseite erhältlich.

Ich hatte nie Probleme mit Rumpelgeräusche. Habe auch schon Profis an Konzerten mit dem externen System gesehen.

Ist vor allem in Italien und Amerika verbreitet.


Gruss Akko
 
Hallo,

früher habe ich bei Auftritten für Bass und Diskant jeweils ein AKG C 1000 verwendet (benutze ich heute noch für Studio-Aufnahmen), aber seit einem Jahr schwöre ich live auf folgende Kombination:

- Als Mikros für Bass und Diskant jeweils ein AKG 416 L
- Mischung/Phantomspeisung mittels AKG B 29 L
- Funkstrecke AKG WMS 40 SO (snap-on) - nicht mehr erhältlich? (Alternativ: Zeck d.a.i.sy oder langes XLR-Kabel)

Gesamtkosten ca. 500,- EUR

Gruß,
Wil Riker

Hallo Wil Riker,

für was steht denn das "L" bei dem AKG 416? Habe eines gefunden, dort steht aber nichts mit der Bezeichnung "L"?!

gruss,

maj7
 
Hallo maj7,

die L-Version besitzt einen Mini-XLR-Stecker zum Anschluß an AKG-Bodypacks bzw. den Batteriespeiseadapter B 29 L. In der anderen Variante ist ein "normaler" XLR-Stecker vorhanden zum direkten Anschluß an Mischpult oder Verstärker.
Übrigens, in der aktuellen Baureihe hat sich die Bezeichnung geändert (C 516 ML), und es gibt meines Wissens nur noch die Ausführung mit Mini-XLR-Stecker, d. h. für andere Einsatzzwecke wird dann ein zusätzlicher Adapter benötigt (https://www.thomann.de/de/the_tbone_ppa100.htm oder https://www.thomann.de/de/akg_mpa_vl_male.htm).
 
Hallo maj7,

die L-Version besitzt einen Mini-XLR-Stecker zum Anschluß an AKG-Bodypacks bzw. den Batteriespeiseadapter B 29 L. In der anderen Variante ist ein "normaler" XLR-Stecker vorhanden zum direkten Anschluß an Mischpult oder Verstärker.

wenn ich jetzt die L-Version mit einem Mini-XLR-Stecker besitze zum Anschluß an AKG-Bodypacks, bzw. den Batteriespeiseadapter, was ist dann der Vorteil darin gegenüber dem normalen "XLR"-Stecker?

gruss, maj7
 
Hallo nochmal,

naja, das kommt auf den Einsatzzweck an.
Willst Du ohnehin ausschließlich kabelgebunden spielen (live oder zu Homerecording-Zwecken), reicht Dir die normale Version mit "großem" XLR-Stecker.
Willst Du ohnehin den Speiseadapter verwenden (z. B. um einen zweiten Schwanenhals zusätzlich anzuschließen), oder das Bodypack zum Funkbetrieb, dann solltest Du die L-Version mit Mini-XLR-Anschluß benutzen und bist mit einem der o. g. optionalen Adaptern flexibler für alle Zwecke gerüstet.
 
wenn ich also bei mir zuhause mit einem Verstärker/ Aktivbox spiele, vorne und hinten den normalen AKG mit "großem" XLR-Stecker an Aktivbox (da zwei Input-Stereo-Kanäle) angeschlossen, ist das o.k. Kann nur nicht rumlaufen, da ich ja per Kabel am Verstärker hänge.

Wenn ich nun auf einer Veranstaltung bin, von einem Tisch zum anderen gehe oder auch mal rumlaufen möchte, brauche ich die L-Versionen mit Mini-XLR-Stecker. Diese Mini-XLR-Stecker kommen nun wieder in den Speiseadapter (der wahrscheinlich auch kabelgebunden ist) oder werden in das Bodypack für den Funkbetrieb gestöpselt. Dann kann ich rumlaufen und bin nicht mehr auf meinen "Stuhl" angewiesen :) Diese sind auch flexibler da ich sie per Adapter auch an einen großen XLR-Anschluß anschließen kann, wobei ich dann wieder bei der Variante eins bin.

Ist das alles so richtig?

gruss,

maj7
 
Hallo nochmal,

ich weiß nicht so ganz was Du mit "vorne und hinten" meinst :confused:? Ansonsten hast Du's im Prinzip richtig erfaßt :great:.

Was ich vergessen hatte zu erwähnen: Du benötigst auch für die Schwanenhälse mit Normal-XLR eine Speisespannung, d. h. Du kannst sie nicht direkt an einer Aktivbox betreiben, sondern nur an einem entsprechenden Mischpult mit Phantomspeisung (oder einer separaten Speisebox).

Und der B 29 L läßt sich auch mit einem passenden Aufstecksender kabellos machen (siehe z. B. https://www.musiker-board.de/vb/akk...-fragen-tonabnehmer-mikrophonabnahme-usw.html).
 
Hallo nochmal,

ich weiß nicht so ganz was Du mit "vorne und hinten" meinst :confused:? Ansonsten hast Du's im Prinzip richtig erfaßt :great:.

Mensch Wil Riker, jetzt wo du es erwähnst und ich es mir bildlich vorstelle, kann ich mir ein Lachen auch nicht mehr verkneifen :). Ich meine natürlich Diskant (vorne) und Bass (hinten) ...

Was ich vergessen hatte zu erwähnen: Du benötigst auch für die Schwanenhälse mit Normal-XLR eine Speisespannung, d. h. Du kannst sie nicht direkt an einer Aktivbox betreiben, sondern nur an einem entsprechenden Mischpult mit Phantomspeisung (oder einer separaten Speisebox).

habe wahrscheinlich die Möglichkeit den Marshall AS100 D bei mir in der Nähe zu testen. Ich weiß, das der Marshall zwei "große" XLR-Eingänge hat. Ob ich da jetzt auch noch eine Speisespannung brauche, kann ich noch nicht sagen. Vielleicht haben die auch eine Aktivbox da zum Testen. Kannst mir auch sagen was eine Phantomspeisung ist?

Und der B 29 L läßt sich auch mit einem passenden Aufstecksender kabellos machen (siehe z. B. https://www.musiker-board.de/vb/akk...-fragen-tonabnehmer-mikrophonabnahme-usw.html).

der B 29 L ist der Speiseadapter in den die beiden AKG mit Mini-XLR Stecker eingestöpselt werden. Für den gibt's dann wieder einen Aufstecksender mit der man die Sache kabellos machen kann.

habe das Gefühl du bist mit dem Thema "Akkordeon abnehmen" restlos durch ;)

Ich habe am Wochende Besorgungen gemacht und bin hier bei uns in der Stadt am Jugendzentrum vorbeigekommen ... es hat eine Band gespielt. E-Gitarre, E-Bass, Schlagzeug natürlich und ein Saxofon. Wenn die E-Gitarre einen Akkord angeschlagen hat der so schön nachhallte, war das schon eine tolle Sache.

Wie würdest du denn dein Akkordeon Spielgefühl mit und ohne Tonabnahme beschreiben?

gruss und danke,

maj7
 
Hallo maj7,

der Marshall AS100 D hat Phantomspeisung, somit würde das ohne B 29 L funktionieren. Eine PA Aktiv-Box mit Phantomspeisung am Eingang ist mir nicht bekannt.
Zum Thema Phantomspeisung siehe: http://de.wikipedia.org/wiki/Phantomspeisung

Das Spielgefühl verändert sich eigentlich nicht im Vergleich zu "unplugged". Im (gemischten) Ensemble verwenden wir Monitorboxen, um uns selbst gut zu hören. Und bei Solo-Auftritten kann ich auch kein wesentlich anderes Klangempfinden feststellen.
 
rein theoretisch:
spricht etwas gegen einen Strat oder Humbucker Pickup im Akkordeon ... ob die Schwingungen jetzt von einer Saite oder von Stimmplatten kommen dürfte doch egal sein ... kann man ja verschrauben im Gehäuse-Inneren. Platz ist ja genug da :D

Vielleicht hat jemand von euch Erfahrungen mit Pickup's ... wenn's bei Gitarren funzt, müsste es ja auch beim Akkordeon gehen. Der Unterschied zur Technik der AKG Mikro's wär auch mal ne Meinung wert.

Das ist, wie schon erwähnt, ein rein theoretischer Gedanke ... nur zum gedanklichen Durchspielen ;)

gruss, maj7
 
Zunächst muss ich gestehen, dass ich kein Akkordeon-Fachmann bin. "Bei Gitarren funzt" es daher, weil das von den Pickups aufbereitete Signal noch "rein zufällig" von einem Gitarrenamp weiterverarbeitet wird, der bekanntlich einen nicht linearen Frequenzgang hat, was völlig in Ordnung ist. Ein Akkordeon setzt ein Fullrange-Wiedergabesystem voraus, daher wären auch Pickups an die Besonderheiten eines Akkordeons anzupassen. Zudem nimmt der Akkordeon-Spieler den Klang ja mit seinen Ohren wahr und diese befinden sich beim Spielen in einem gewissen Abstand zu besagten Stimmplatten, stimmt's? Vorausgesetzt man hätte einen geeigneten Pickup, würde dieser das Klangergebnis _vor Ort_, also bei interner Positionierung also in unmittelbarer Nähe der Stimmplatten aufnehmen. Das klingt dort aber massiv anders, als wir es über unser Gehör wahrnehmen. Daher plädiere ich für eine Mikroabnahme, bei der man über eine Positionierung des Mikros in ähnlicher Distanz nachdenken könnte wie die Entfernung Stimmplatten - Akkordeonspieler.

PS: Welches AKG-Mikro meinst Du? Da gibt es so einige... Und dürften es evtl. Mikros anderer Hersteller sein? Ich habe mal das Akkordeon meines Nachbarn (Musiklehrer) mit 2 Oktava MK-319 (Stereopaar) abgenommen, der mit dem Ergebnis zufrieden war.
 
rein theoretisch:
spricht etwas gegen einen Strat oder Humbucker Pickup im Akkordeon ... ob die Schwingungen jetzt von einer Saite oder von Stimmplatten kommen dürfte doch egal sein ... kann man ja verschrauben im Gehäuse-Inneren. Platz ist ja genug da :D

Vielleicht hat jemand von euch Erfahrungen mit Pickup's ... wenn's bei Gitarren funzt, müsste es ja auch beim Akkordeon gehen. Der Unterschied zur Technik der AKG Mikro's wär auch mal ne Meinung wert.

Das ist, wie schon erwähnt, ein rein theoretischer Gedanke ... nur zum gedanklichen Durchspielen ;)

gruss, maj7


hi,

es geht prinzipiel nicht, ein pickup nimmt keinen Schall auf sondern erfasst magnetisch die Bewegung der schwingenden, metallischen Gitarrensaite.

so funktioniert ein Pickup

.. oder man bräuchte für JEDE Stimmzunge eine Abnahmespule, wird teuer ;)

mfg Balgseele
 
Hallo maj7,

das wird nicht funktionieren - Balgseele hat erklärt warum. Brauchbare Methoden habe wir ja oben schon diskutiert. Quick & Dirty funktioniert's zur Not auch mit billigen Lavalier- (Knopf-) Mikros - ob das natürlich klanglich Deinen Vorlieben gerecht wird...?
 
hi,

es geht prinzipiel nicht, ein pickup nimmt keinen Schall auf sondern erfasst magnetisch die Bewegung der schwingenden, metallischen Gitarrensaite.

mfg Balgseele

Hallo Balgseele,

könnte mann den Satz auch so formulieren:

... ein pickup nimmt keinen Schall auf sondern erfasst magnetisch die Bewegung der schwingenden, metallischen Stimmzunge.

In meinem theoretischen Hirn sage ich mir, das es dem pickup völlig wurscht ist, ob der Schall von einer Saite oder einer Stimmzunge kommt. Problematisch wird's wohl erst dann, wenn zwischen Saite und pickup ein Magnetfeld hängt ... und sich dieses dann je nach Frequenz verändert. Alle Stimmzungen mit einem Magnetfeld zu umgeben wird wohl, untertrieben gesagt, aufwendig :redface:

gruss, maj7
 
Hallo,

Zitat von Balgseele:

.. oder man bräuchte für JEDE Stimmzunge eine Abnahmespule, wird teuer ;)

Das ist nicht richtig. Man kann locker eine ganze Menge Stimmzungen mit einer Spule abnehmen. Auf diesem Gebiet haben sich schon Hunderte von Erfindern versucht. Der berühmteste ist sicherlich Ernst Zacharias von der Fa. Hohner, der auf dem Gebiet der elektrischen Abnahme der Stimmzunge viele Jahre gearbeitet hat. Es wurden ja auch diverse Instrumente nach diesem Prinzip gebaut und verkauft.

Das für mich Interessanteste ist das Guitaret. Bei diesem Instrument werden Stimmzungen mit den Fingern angezupft und die Schwingung von drei Reihen zu je zwölf Zungen jeweils mit einer Spule abgenommen.

Die Probleme liegen woanders: Es klingt nach allem möglichen (je nach Auslegung), bloß nicht nach Akkordeon. Sehr schwierig ist es auch, so eine Abnahme brummfrei zu bekommen, denn solche Riesenspulen sind sehr "einstreufreudig". Man kann dann nur ein elektrisch dichtes Metallgehäuse um das Instrument machen, was beim Akkordeon halt auch nicht so einfach ist.

Weiterhin hat man im Innern des Akkordeons eben keinen Platz für solche Abnahmespulen, denn die müssten dann jeweils zwischen den Stimmstöcken angebracht werden und da würden dann schon die außenliegenden Ventile dagegenknallen.
Weiterhin wäre der Akkordeonstimmer zu bemitleiden, der da mal was nachstimmen müsste.

Daher: Theoretisch möglich, aber praktisch leider nicht.

Gruß Claus
 
guckst du, ist das eine Alternative zu den AKG's?

Das Opus 86 ist ein Kondensatormikrofon, das zur Abnahme von Akkordeons und steirischen Harmonikas entwickelt wurde. Die Mikrofonkapsel verfügt über eine rückkopplungsarme Nierencharakteristik und ist im Frequenzgang für den Liveeinsatz optimiert.
Zur Verhinderung von mechanischen Störgeräuschen ist die Mikrofonkapsel in einer speziell schwingenden Gummiaufhängung am Schwanenhals montiert. Das mitgelieferte Befestigungsmaterial erlaubt eine sichere Befestigung des Mikrofons am Akkordeon. Die Halterung verbleibt am Akkordeon, während das Mikrofon selbst einfach in die Halterung geschoben und jederzeit wieder leicht abgezogen werden kann.

Bei Bedarf können bis zu drei Opus 86 an einem Akkordeon montiert werden. Die einzelnen Signale werden im optional erhältlichen Opus Mix 31 zusammengemischt und als ein Summensignal an einen Taschensender oder einen kabelgebundenen Speisewandler weitergegeben.

Der Minimischer Opus Mix 31 im hochwertigen Magnesium-Gussgehäuse versorgt über eine 9 Volt-Batterie bis zu drei Opus 86 mit der erforderlichen Tonaderspeisung. Mit den Gainreglern kann die Eingangsempfindlichkeit pro Mikrofon eingestellt werden.

Alternativ können an den Opus Mix 31 auch nur zwei Opus 86 und ein Nacken- bügelmikrofon (z.B. Opus 54) für den Gesang angeschlossen werden. Mit einem Drahtlos-System kann auf diese Weise das Akkordeon und der Gesang auf einem Kanal
übertragen werden.

http://cgi.ebay.de/ws/eBayISAPI.dll?ViewItem&item=170282342964&_trksid=p2759.l1259
 
Hallo Wil Riker,

AKG unterscheidet die Mikro's zwischen Akkordeon und Blasinstrumenten (Sax, Trompete). Dabei kann ich doch für ein Akkordeon auch ein 419 nehmen? Ich sehe jedenfalls keinen Grund ein 419 für ein Akkordeon nicht zu verwenden?!

gruss, maj7
 

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