Akkordfolgen bestimmen

  • Ersteller caio.lucas
  • Erstellt am
Ja.
Steht ja so da … :gruebel:

Thomas
 
Du empfindest also im Ernst E-Dur als genauso entspannend wie C-Dur?
Du kannst da keine Unterschiede hören?
 
Na klar kann ich Unterschiede hören.

Aber die Unterschiede sind nicht von der "besser<schlechter" Art, sondern es sind eben verschiedene
Klangeindrücke.

Man muß vor dem Probehören auch unbedingt danach trachten, daß man die vorherige Auflösung aus dem Kopf kriegt und alles wieder auf 0
stellt … sonst gerät man in die Irre.

Aber es hängt auch vom konkreten Voicing ab, wie schlüssig oder unschlüssig die Progression am Ende klingt.

Also … wie zu Beginn beanstandet … zu viele Parameter … :)

LG
Thomas
 
Du hast ja nur vier dur Akkorde angegeben.

Oje, es wird wieder kompliziert … :

Diese waren ja nicht taxativ gemeint, sondern nur beispielsweise.
Ich wollte nur zum Ausdruck bringen, daß C-Dur nur eine von vielen Möglichkeiten ist.

Natürlich geht genauso: Em, Am, Dm, … Ab-Dur, ...

Thomas
 
Also ich wage mal folgende Spekulation:

-) Der TO glaubte wohl, dass es auf seine wesentlich unschärfer als es ihm offenbar klar war formulierte Frage eine simple Antwort gibt.
-) War sein erster Thread und war seit 2T nicht mehr hier
-) Ich glaube nicht, dass er den Kern der "Ist Funktionsharmonik überhaupt die richtige Brille um das zu betrachten"-Diskussion nachvollziehen kann - einfach aufgrund der Worte die er benutzt und vor allem vieler Worte, die er nicht benutzt.

Da sind Sachen wie "heißts dann nicht a-Moll", wenn von einer Mollsubstitution der Tonika die Rede ist. Ich behaupte mal, wer offenbar glaubt, dass wenn man in einem Dur-Stück die Tonika durch ihre Mollparallele ersetzt es dann ein Mollstück ist (oder an der Stelle ein Mollstück ist?), dem wird die gesamte Diskussion hier wenig erhellendes bringen - und da der TO offenbar verschwunden ist würde ich mal mutmaßen, dass ihm genau das gedämmert hat.

Ich würde zusätzlich auch noch folgendes ins Spiel bringen: Sind wir sicher, dass z.B. der F#m des TOs wirklich ein F#m ist? (Es gibt weder was zum hören noch was Notiertes :nix:)
Auf der Gitarre gedacht kann man nämlich die erste Umkehrung von D-Dur (sprich mit F# im Bass und ner kl. Terz darüber) herrlich so als Open Chord spielen:
D-Major-Fsharp-2,0,0,2,3,2 (1).png

Gerne eben auch nur auf den tieferen Saiten (dann fällt der "Open-Chord-D-Dur"-typische Griff weg). Würde zumindest das Ende der Angabe des TO um einiges "funktionsharmonischer" machen wenn er da was falsch gedeutet hat.
Den Gedanken speziell beim F#m hatte ich deswegen, weil das obige Griffdiagramm reduziert auf die 4 tiefen Saiten fast jeder Gitarrist von Highway to Hell kennt - und mir wurde schon öfter als einmal versucht, diesen Akkord als F#- irgendwas zu verkaufen :D

Grüße
 
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Ich hätte die Folge F G d d der Tonart d-dorisch zugeordnet. Da ich nun aber gelernt habe, dass F G a a auch kein a-moll ist, würde ich F G d d analog als C-Dur mit dorisch-Substitution der Tonika benennen mit Bitte um Korrektur.
(Die Folge kommt auch in "100 Years" von FATM vor und bewirkt darin wie ich finde einen für dorisch typischen stärkenden und aufbauenden Charakter.)

 
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Ich glaube du machst es dir zu kompliziert.
G-Dur, F-Dur und D-moll bestehen aus Tönen, die exakt in C-Dur vorkommen.
Bildet man mit reinem C-Dur auf der 4., 5. und 2. Stufe Dreiklänge, kommen diese drei raus.
Logischerweise kannst Du dann mit C-Dur über alle drei spielen. Je nachdem, welchen Schwerpunkt man in der C-Dur Tonleiter setzt, gibt man diesen Schwerpunkt
an wie z.B. hier mit d-dorisch, f-lydisch oder g-mixolydisch, ist aber immer C-Dur Material.

Logischerweise ist natürlich F-Dur, G-Dur und a-moll natürlich a-moll Tonmaterial, oder a aeölisch, also 6.Stufe von was? C-Dur oder c ionisch.
Was gemeint ist, das muss aber nicht die einzige Möglichkeit dere Interpretation sein..kein starres Gerüst sondern je nach Kontext betrachtet.

Ändere z.B. G-Dur in einen Moll, plötzlich bist du exakt in F-Dur / d-moll..
 
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Und, um es noch mal zu wiederholen, man muss sich von der Idee verabschieden, das bei harmonischen Verbindungen immer eine Tonika bzw I. Stufe auftaucht.
 
Das stimmt schon … aber das trifft halt genauso auf die Akkorde F, A, D, E (mit Einschränkungen) … zu.

Diese waren ja nicht taxativ gemeint, sondern nur beispielsweise.
Ich wollte nur zum Ausdruck bringen, daß C-Dur nur eine von vielen Möglichkeiten ist.

Natürlich geht genauso: Em, Am, Dm, … Ab-Dur, ...

Da ja jetzt klar ist, dass der Akkord-Rhythmus immer in dieser Art ist: F G d d,
könntest du deine Interpretation ja vielleicht nochmal konkretisieren.
 
… könntest du deine Interpretation ja vielleicht nochmal konkretisieren.

Ich habe es ja eben meines Wissens nach gar nicht interpretiert. Das ist ja der springende Punkt.

Wenn man diese 4 Takte isoliert betrachtet, dann sage ich: D-moll.
Wenn 2 von 4 Takten ein D-Moll haben, dann fällt es schwer, etwas anderes zu sagen … :)

Aber wir wissen ja (noch immer) nicht, in welchem harmonischen Gesamtgefüge diese 4 Takte auftauchen, und deswegen gilt nach mMn nach wie vor: Das könnte sonstwas sein …

LG
Thomas
 
Ich hätte gern von den folgenden Akkordfolgen, die alle nur etwas voneinander abgewandelt sind, die Tonart gewusst:
F G d, F G a, F g d, F G A, fis G A.
Sind da eventuell Trugschlüsse o. Ä. dabei? Besonders bei F G A würde mich interessieren, um was es sich harmonisch ha
Ich hätte gern von den folgenden Akkordfolgen, die alle nur etwas voneinander abgewandelt sind, die Tonart gewusst:
F G d, F G a, F g d, F G A, fis G A.
Sind da eventuell Trugschlüsse o. Ä. dabei? Besonders bei F G A würde mich interessieren, um was es sich harmonisch handelt.



Hi caio.lucas.

Es wäre schön, wenn du die Akkordfolge mal genauso aufschreiben könntest, wie du sie dir gedacht hast, oder wie du sie bei einem anderen Songs gehört hast. (ist es aus einem Song oder eine eigene Kreation?)

Ich bin nach deinem letzten post davon ausgegangen, dass es so ist:

F G |d |
F G | a |
F g |d |
F G |A |
fis G |A ||

Also eine immer gleichbleibende Struktur.

Und ich gehe davon aus, dass der Song mit den ersten 3 Akkorden auch tatsächlich beginnt?

Ein audiofile oder - link wäre natürlich auch hilfreich.
 
Es wäre schön, wenn du die Akkordfolge mal genauso aufschreiben könntest
Ich habe bereits gesagt, dass das fünf isolierte Akordfolgen sind, die isoliert zu betrachten sind. Sie gehören nicht zusammen zu einem Lied!
Wenn man diese 4 Takte isoliert betrachtet, dann sage ich: D-moll.
d-moll hat doch aber keinen G-Dur-Akkord, welchen es für F G d d bräuchte. Was spricht denn gegen d-dorisch oder C-Dur mit dorisch-Substitution der Tonika?
Aber wir wissen ja (noch immer) nicht, in welchem harmonischen Gesamtgefüge diese 4 Takte auftauchen
Ein audiofile oder - link wäre natürlich auch hilfreich.
Habe bereits "100 Years" von FATM als Bsp. für die Folge F G d d angegeben. Ihr könnt ja mal rein hören.
 
… d-moll hat doch aber keinen G-Dur-Akkord, welchen es für F G d d bräuchte.

Na und ? Es dürfen durchaus auch leiterfremde (diatonische) Akkorde in einem Stück vorkommen.
Und … ein G-Dur bräuchte es demnach nicht (in der Leiter) ...

Was spricht denn gegen d-dorisch …

Daß "dorisch" eigentlich keine richtige Ton-ART ist, sondern lediglich eine Klangfarbe.
Außerdem, wollte man den Eindruck "dorisch" wirklich festigen, müsste man unbedingt noch ein Am (Vm) dazutun.

Was spricht denn gegen … C-Dur mit dorisch-Substitution der Tonika?

Na, daß 2 Takte lang auf dem D-moll herumgeritten wird, und somit D als Grundton quasi festgeschrieben wird.
Damit kann es kein C-Dur mehr sein, wenn des Rest des Werkes - ich reite schon wieder darauf herum - unklar ist.

Habe bereits "100 Years" von FATM als Bsp. für die Folge F G d d angegeben. Ihr könnt ja mal rein hören.

Es ging aber nicht um Beispiele für die 4-taktige Akkordfolge, sondern darum zu erfahren, in welchen gesamten harmonischen Kontext sie eingebunden ist. Denn das kann durchaus einen Unerschied ausmachen, wie wir schon erfahren haben.

Thomas
 
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Ich habe bereits gesagt, dass das fünf isolierte Akordfolgen sind, die isoliert zu betrachten sind. Sie gehören nicht zusammen zu einem Lied!

d-moll hat doch aber keinen G-Dur-Akkord, welchen es für F G d d bräuchte. Was spricht denn gegen d-dorisch oder C-Dur mit dorisch-Substitution der Tonika?


Habe bereits "100 Years" von FATM als Bsp. für die Folge F G d d angegeben. Ihr könnt ja mal rein hören.

Ist mir auch nicht so aufgefallen, dass Du die anfangs hingeworfene Struktur genaur erklärt hattest, auch nicht für das 5 minütige Stück nen kleinen zeitlichen Hinweis
wo man auf dein Anliegen sich dort abbildend achten könnte..

Lies das bereits geschriebene und lerne selbst, natürlich passt ein d-moll zu G und F-dur, nur in diesen Kontext mal gestellt. d-moll als die 2.Stufe von C-dur, also dorisch
wieso sollten plötzlich C, F und G nichtmehr zuneinander passen? Ist 1, 4 und 5 in C-Dur. Dazu noch Am, Dm und Em, sind 6, 2 und 3 im selben Kontext.
Mollparallelen halt.
 
F G Dm Dm

Das ist irgendwie wie das Oye Como Va Phänomen.

Dm7 G7 Dm7 G7 u.s.w., stundenlang (eigentlich Am7 D7)

Ist das jetzt a) ein dorischer Song, weil einem keine andere Möglichkeit bleibt (auch wenn das A oder Am fehlt) Also I IV I IV etc

Oder ist das b) ein ionischer Song also II V II V etc, bei dem einfach nie die erlösende I kommt? Was vermutlich der Grund dafür ist, dass man es spannend findet.

Bei mir ist es so: wenn ich nach 10 min Oye Como Va dann doch die I spielen würde, würde ich sie auch tatsächlich als I empfinden.
 
in welchen gesamten harmonischen Kontext sie eingebunden ist.
Also ich habe leider keine Noten dazu, wenn du das meinst, aber der erste Teil ist geprägt durch das Klavier, das nur die Töne d c h a wiederholt. Ab 2:32 wechselt es vielleicht sogar die Tonart, da der zweite Teil nun geprägt ist durch diese Akkorde F G d d. Würde man dann, zumindest im zweiten Teil, von d-Moll mit Dur-Substitution der Subdominante sprechen aufgrund des G-Dur-Akkords?
 
Also ich habe leider keine Noten dazu, wenn du das meinst, …
Nein, das meine ich nicht.

Im übrigen fürchte ich, daß wir uns hier im Kreise bewegen.
Ich sehe 2 Möglichkeiten, wie man Dir noch helfen könnte:

1) Entweder Du stellst hier ein Chord-Sheet des gesamten Songs zur Ansicht zur Verfügung, oder ...

2) … Du stellst und eine Aufnahme des Songs zur Verfügung. Tonqualität egal.

Ansonsten sehe ich leider keine Möglichkeit, den (Teufels-)Kreis, in dem wir uns bewegen, zu unterbrechen.

Thomas
 
Du stellst und eine Aufnahme des Songs zur Verfügung. Tonqualität egal.
Oje, ich habe mich schon gewundert, dass wir aneinander vorbei reden!
Anscheinend hast du dir das Lied noch nicht angehört? Habe dazu in #27 einen Link mit angegeben. Falls er nicht ersichtlich sein sollte, setze ich ihn hier noch einmal:
https://www.youtube.com/watch?time_continue=152&v=E6GX0Zf4FMI&feature=emb_title
Ansonsten findet man es auch direkt auf youtube.com, wenn man "100 years florence" sucht, dort ist es gratis anzuhören.
Der zweiteTeil entsprechend mit F G d d beginnt bei 2:32. Für chords kann ich leider nur auf die entsprechende ultimate-guitar-Seite verweisen:
https://tabs.ultimate-guitar.com/tab/florence-the-machine/100-years-chords-2418433
Meine Frage besteht weiterhin, ob man dabei von d-Moll mit Dur-Substitution der Subdominante sprechen kann aufgrund des G-Dur-Akkords?
 
Meine Frage besteht weiterhin, ob man dabei von d-Moll mit Dur-Substitution der Subdominante sprechen kann aufgrund des G-Dur-Akkords?

Ich finde, da machst Du viel zuviel Trara um nichts ...
Das ist schlicht und einfach D-moll.

Wenn Du den G-Dur-Akkord unbedingt noch irgendwie theroretisch unterfüttern mußt, dann bietet sich - wie immer in diesen Fällen … :) - das MI-Konzept an (= Modal Interchange), also quasi ein "geborgter" Akkord aus einer anderen Tonart mit gleichem Grundton, in diesem Fall wohl am ehesten dorisch.

Aber verabschiede Dich unbedingt von der Idee, ein leiterfremder Akkord wäre etwas Besonderes, das man irgendwie besonders erklären müßte.

Das Gegenteil ist wohl wahr: Rein diatonische Songs sind wohl die Ausnahme.

Thomas
 
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