Akustik im Keller

von ali123, 04.01.07.

  1. ali123

    ali123 Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 04.01.07   #1
    hallo leute

    ich möchte mir in meinem Keller einen Proberaum einrichten.

    wie der raum aussiht:

    [​IMG]

    - doppelhaushälfte
    - der Raum ist komplett aus beton (auch boden und decke)
    - ca 4,00 m x 3,50 m x 2,20 m groß (Betonrippendecke)
    - ein eingang vom treppenhaus (ohne tür)
    - ein kleines einfachverglastes Kellerfenster
    - eine wand ist wohnungstrennwand


    was rein soll:

    - Schlagzeug
    - 2x Mikrofone
    - 2x Gitarre (über mischpult)
    - 1x Bass (über verstärker)
    - Bassverstärker
    - Mischpult
    - Verstärker
    - Boxen


    was könnt ihr mir empfehlen wie ich ne einigermaßen akkustik hinbekommen (wo sollen lautsprecher hin und wo das schlagzeug, was für dämmung an die wände) und wie schaffe ich es den geräuschpegel bei meinen nachbarn und im treppenhaus relativ gering zu halten und kostenmäßig auf dem boden zu bleiben (kosten dafür will ich so gering wie möglich halten)


    danke ali

    ps. kommt jetzt bitte nicht mit suchfunktion, nämlich die funktioniert momentan nicht...
     
  2. tonfreak

    tonfreak Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 04.01.07   #2
    Am besten spielt ihr möglichst leise und versucht nicht, euch gegenseitig an Lautstärke zu übertreffen (auch wenn das manchem Bandmitglied schwer fällt:) ). Damit könnt ihr den Lautstärkepegel zumindest in Grenzen halten.

    MfG

    Tonfreak
     
  3. Sticks

    Sticks Mod Emeritus Ex-Moderator HFU

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    Erstellt: 04.01.07   #3
  4. ali123

    ali123 Threadersteller Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 04.01.07   #4
    aber es muss doch möglich sein die lautstärke auch ohne größere baumaßnahmen etwas zu dämpfen?

    wie würdet ihr lautsprecher und schlagzeug in den raum stellen?

    wäre ein prodest aus gummi für das schlagzeug sinnvoll?

    bringt eine türe überhaupt etwas oder dämmt die auch keine lautstärke?

    warum steht auf manchen homepages dass schaumstoff in der richtigen dicke auch nach außen dämmt, und warum werden laute räume auch mit schaumstoffen verkeidet?

    danke, ali
     
  5. D-a-N

    D-a-N Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 04.01.07   #5
    Der Schaumstoff an der Wand is nur für die Akkustik im Raum.
    Was das heißt werdet ihr spätestens nach der ersten Probe merken^^
    Und auf den Boden auf jeden Fall nen Tepich und an die Wand Schaumstoff oder ähnliches.
    An dicke Decke am besten auch noch was. (vielleicht Tücher spannen oder so.
    In das Fenster würde ich eine 15-20cm dicke SchaumgummePlatte schneiden lassen, und die in dem Rahmen reinstellen. (Di Platte 1cm gröer an 2 Seiten, und dann etwas reinquetschen. In das Loch in der Wand (auch Tür), bringt einner Feuerschutztür am meisten. Die sind teuer, aber werden gebraucht billig verramscht (50€!?), klappt natürlich nur wenn dasLoch in der Wand normale Maße hat. Die Tür kann man dann auch noch mit Sand füllen hab ich gehört. Ansonsten eine normale Holztür, und dort auch 20cm Schaumgumme, oder Steinwolle drannklben. Aber das wichtigste ist immer, das da kein kleiner Schlitz sein darf. Alles dicht. Für die Wohnungstrennwand weiß ich auch nichts günstiges. Auf jeden Fall die Verstärker nicht in diese Richtung stellen. Und das Drumset vielleicht an die gegenüberliegende Wand. Vielleicht mal den Nachtbar Fragen ob es ihn überhaupt stört. Soviel kommt da nicht durch, das er es oben in der Wohnung hören würde, und wenn da nebenan nur ein Abstellraum ist, dann isses ja nich so schlimm.
     
  6. Sticks

    Sticks Mod Emeritus Ex-Moderator HFU

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    Erstellt: 04.01.07   #6
    Leider nein.

    Das ist unter dem genannten Aspekt ziemlich egal. Die Speakerpappen sollten - wegen der Vermeidung von Feedbacks - nicht gerade dem Mikrofonkorb zugewandt sein.
    Zur Trittschalldämmung (BD-Pedal) kann sowas beitragen, zur Geräuschdämmung ist es aber irrelevant.
    Schon, jedenfalls eine Stahl-FH-Tür, weil sie hineichend Masse besitzt.
    Keine Ahnung. Sowas können nur Leute schreiben, die keine Ahnung haben ;) .

    Oder sie dachten dabei an ihre Heizkosten-Rechnung.
    Das hängt mit der Raumakustik - stehenden Wellen und Reflektionen - zusammen. Mit Noppenschaumstoff lassen sich kritische (große und glatte) Flächen in den Griff bekommen. Das hat aber nichts mit Geräuschdämmung zu tun.
     
  7. Basselch

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    Erstellt: 04.01.07   #7
    Hallo,

    Schalldämmung und Probenraumakustik sind leider zwei Paar Schuhe. Schalldämmung nach außen ist nur mit viel Aufwand zu erreichen. Man muß halt immer darauf achten, daß es keine "Schallbrücken" gibt. Aber wenigstens die Tür und das einfachverglaste Fenster könnt ihr bessern. Auf jeden Fall eine Tür einbauen, besser zwei - wirkt wie eine Schleuse. Das Fenster im Idealfall gegen Doppelverglasung austauschen, das wäre auch besser für die Heizkostenabrechnung. Ideal wäre auch hier eine zweite Scheibe, wenigstens die Fensteröffnung muß noch irgendwie "zugemacht" werden (wir hatten bei uns tiefe Fensternischen, in die Matratzen 'reinpaßten, das hat viel geholfen). Alles andere an Baumaßnahmen sprengt den vernünftigen Rahmen.
    Die Akustik im Probenraum ist was anderes. Flatterechos und Resonanzfrequenzen kann man ganz gut bekämpfen. Bitte keine Eierpappen an die Wände kleistern, die bringen nur irgendwo bei 4 kHz was. Schwere Stoffe, am besten ein Stück weg von den Wänden von der Decke abgehängt, bringen einiges. Wo der Schall arbeiten muß, verliert er Energie... Mein Probenraum ist ein Kellerraum, 2,15 m hoch, im Original glatte Putzwände. Größe ca. 20 m². Rundherum habe ich Bühnenmolton gehängt, in Dreifachfaltung übereinandergeschlagen (hat ein Dekorateur aus der Bekanntschaft gemacht). Die unangenehmen Flatterechos sind weg, allerdings ist der Raum jetzt ziemlich tot, das ist im ersten Moment ungewohnt. Vielleicht erstmal zwei Wände über Eck bedämpfen und probieren, wie es klingt. Noch was zu Noppenschaumstoff: Auch der ist mehr für die Akustik im Raum gedacht. Je nach Höhe der Noppen werden unterschiedliche Frequenzen bedämpft, das geht für schalltote Meßräume in der Industrie bis zu "Noppen"höhen (eher schon Pyramiden) von über 50 cm. Der Preis für solche Extreme ist astronomisch.
    Baßwummern ist ein viel größeres Problem, da die Schallwellen viel länger sind. Sogenannte Helmholtz-Resonatoren oder Bass-Traps kommen sehr teuer. Da wäre eher ratsam, auf keinen Fall Boxen oder Verstärker in die Raumecken zu platzieren, die wirken dann nämlich wie ein Horn. Auch sollte keine Schallquelle gerade auf eine reflektierende Wand strahlen (Echos). Ansonsten hilft am ehesten (und preiswertesten): Hört aufeinander und schaukelt euch lautstärkemäßig nicht aneinander hoch.

    Viel Spaß noch, viele Grüße
    Klaus
     
  8. Ghoulscout

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    Erstellt: 04.01.07   #8
    Ich spiele auch im Keller und ich habe einen Teppich auf den Boden gelegt (also, damit kaum/kein Steinboden vorhandend ist), das Schlagzeug auf ein Schaumstoffpodest gestellt, den Basscerstärker auf Schaumstoff gestellt und Vorhänge vor die Wände gemacht, der Klang ist jetzt ziemlich ordentlich und man hörts auch ncihtmehr bis auf die Straße ;)
     
  9. ali123

    ali123 Threadersteller Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 05.01.07   #9
    danke, das sind jetzt wohl erstmal genug infos für mich.

    werd jetzt erstmal schauen dass ich denk keller leer bekomme und dann kann ich mal anfangen...

    ali
     
  10. ali123

    ali123 Threadersteller Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 23.01.07   #10
    projekt gestorben, bekomm den keller doch nicht... :-(
     
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