Aller Anfang ist schwer

von kla4, 16.12.07.

  1. kla4

    kla4 Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 16.12.07   #1
    ich spiele seit nun insgesamt sei fast 9 jahren klavier, dennoch tu ich mir richtig schwer, mit noten lesen und hab null plan von harmonielehre, obwohl ich sogar den bösesten musiklehrer in der schule meiner generation hatte (behaupte ich jetzt einfach mal) der einen mit strafarbeiten vollpumpte, wenn man nicht innerhalb von 2 ms ihm die noten auf einem notenblatt vorlas. ich konnte auch mal den quintenzirkel und solche spirenzchen, aber irgendwie ist dies über die jahre in vergessenheit geraten und jetzt frag ich mich, wofür der überhaupt gut war^^. ich habe regelmäßig klavierunterricht und sitze vor einem blatt papier und versuche die noten zu entschlüsseln, bis mir mein klavierlehrer schließlich das stück vorspielt und ich mir so gut wie es geht, merke, was er da gespielt hat. vlt. war es keine so gute idee ihm zu sagen, dass ich gern jazz spielen würde und er sofort mit d7\9ern ankommt, obwohl ich erstmal nach dem gehör gehen muss, um zu wissen, wie ich d-dur überhaupt spiele ;).
    wie fange ich am besten an, in die welt der harmonielehre einzutauchen, und wie kann ich am besten lernen, diese punkte auf den notenblättern zu entziffern. ich habe häufig das problem, dass einfache dinge ziemlich schwierig für mich sind, bis ich irgendein system für mich entwickelt hab und ich dann plötzlich merk, dass es doch gar nicht schwer ist:screwy:
    nun gut, um alles nochmal zusammenzufassen:
    1) noten lesen, wie?
    2) anfang mit harmonielehre, so dass ich nicht mehr ewig brauch um einen d7 zu greifen

    ich hoffe ihr habt tipps für mich
    hochachtungsvoll
    kla4
     
  2. MaBa

    MaBa HCA Musiktheorie HCA

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    Erstellt: 16.12.07   #2
    Ich frage mich, wie du in den 9 Jahren Klavier spielst, wenn du nicht nach Noten oder Akkordsymbolen spielen kannst...

    Ich denke, jeder Klavierspieler hat am Anfang Schwierigkeiten beim Notenlesen. Zum einen muß man zwei Notensysteme gleichzeitig im Blick haben, zum anderen spielt man mehr als nur eine Melodie.

    Das einzige, was hilft, Noten lesen zu lernen, ist, Noten zu lesen. Und gerade Leute, die ein gutes musikalisches Gedächtnis haben, haben es schwerer. Wenn sie die Noten einmal im Ohr haben, spielen sie nur noch nach Gehör. Die Chance eingeschlichene Fehler selber zu entdecken, ist sehr gering. Hier hilft dann wirklich nur, immer wieder neue unbekannte, aber leichte Stücke zu spielen, so daß man auch immer lesen muß.

    Ging mir damals genauso und geht mir heute bei schwierigen Stücken immer noch so.

    Gruß
     
  3. kla4

    kla4 Threadersteller Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 16.12.07   #3
    war vielleicht etwas übertrieben dargestellt, ich brauch nur immer verdammt lange und wie gesagt, ich schau halt, wie mein klavierlehrer das spielt, oder spiel halt nach gehör. die meiste zeit improvisier ich vor mich hin, aber irgendwie bringt mich das nicht wirklich weiter. mein früherer e-gitarren lehrer hat mal gesagt: das ist wie wichsen :rolleyes:
     
  4. Fastel

    Fastel Helpful & Friendly User HFU

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    Erstellt: 18.12.07   #4
    für noten lesen und allgemeine musiktheorie:
    ABC Musik

    zum spielen nach noten kann ich bartoks Mikrokosmos Band 1 empfehlen. die melodien ergeben wenig gehörten sinn so dass man gezwungen ist wirklich das zu spielen was da steht...
     
  5. scarlatti61

    scarlatti61 Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 18.12.07   #5
    Hallo,

    die bereits genannten Tipps zum Notenlesen sind schon gut.
    Zusätzlich kannst du versuchen, leichte Kinderlieder einfach mal selbst aufzuschreiben, zunächst einstimmig, mal im Violin- und mal im Bassschlüssel.
    Mit verschiedenen Anfangstönen (und damit Tonarten) experimentieren.
    (Wieviele schwarze Tasten brauche ich, wenn ich Hänschen Klein mit einem b beginne?)

    Später versuchen, einzelne Begleittöne, dann Begleitakkorde oder eine zweite Stimme zu finden, das geht dann schon in Richtung Harmonielehre.

    Wenn du diese Dinge mit einem einfachen Notensatzprogramm wie z.B. Finale Notepad aufschreibst, kannst du auch gleich per Abspielen überprüfen, ob es richtig ist bzw. gut klingt.

    Durch das Selbermachen erschließen sich die Zusammenhänge viel leichter als durch abstraktes Lernen!

    Viel Erfolg!
     
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