Analog vs. Digital Clone

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Martman
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Da ist überhaupt nix Kacke. Der Jupiter X klingt (für meine Ohren zumindest) sehr gut.
Ist Ansichtssache.

Es gibt genügend Leute – durch die Bank knallharte Synthesizer-Übergeeks übrigens –, die sagen, daß schon das System-8 mit dem Jupiter-8-ACB-Plugout kein bißchen wie ein leibhaftiger Roland Jupiter-8 klingt. Und ZEN Core ist klanglich noch weiter von den Originalen entfernt, mal ganz davon abgesehen, daß die ZEN-Core-Modelle die Originale nicht mal funktional zu 100% abbilden. Gerade beim Jupiter-8-Modell schließen sich im Gegensatz zum Original Ringmodulation, Sync und Crossmodulation teilweise gegenseitig aus.

Ein Jupiter-X kann also nie ein vollwertiger 100%-Drop-In-Ersatz für einen Jupiter-8 sein – funktional ebensowenig wie klanglich. Wer wirklich nah an den Jupiter-8 kommen will, braucht einen leistungsfähigen Rechner und TAL J-8. (Nein, auch Arturia überzeugt hier nicht, auch wenn deren Jupiter-8V angeblich sehr nah an dem Jupiter-8-Exemplar sein soll, das Arturia als Vorlage genommen hat.)

Bei den anderen Modellen dürfte es kaum besser aussehen, nur daß da die Originale teilweise noch so bezahlbar sind, daß es sich schon eher lohnt, sich das Original hinzustellen.


Martman
 
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Ist Ansichtssache.
Es gibt genügend Leute – durch die Bank knallharte Synthesizer-Übergeeks übrigens –, die sagen, daß schon das System-8 mit dem Jupiter-8-ACB-Plugout kein bißchen wie ein leibhaftiger Roland Jupiter-8 klingt
@M_G schrieb ja auch
Da ist überhaupt nix Kacke. Der Jupiter X klingt (für meine Ohren zumindest) sehr gut.
und nicht etwa "im Jupiter X klingen alle Emulationen zu 100% wie die Originale".
Das ist ein sehr großer Unterschied.
 
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Ist Ansichtssache.

Es gibt genügend Leute – durch die Bank knallharte Synthesizer-Übergeeks übrigens –, die sagen, daß schon das System-8 mit dem Jupiter-8-ACB-Plugout kein bißchen wie ein leibhaftiger Roland Jupiter-8 klingt. Und ZEN Core ist klanglich noch weiter von den Originalen entfernt, mal ganz davon abgesehen, daß die ZEN-Core-Modelle die Originale nicht mal funktional zu 100% abbilden.
Martman

Guten Morgen, ich bin einer davon.
Ich hoffe "Roland" besinnt sich und denkt parallel auch über das ein oder andere Reissue nach.

Gruß
SlapBummPop
 
Ein Jupiter-X kann also nie ein vollwertiger 100%-Drop-In-Ersatz für einen Jupiter-8 sein

Hab ich auch nicht behauptet..... Ich habe nur geschrieben, dass ich den Jupiter X für einen sehr gut klingenden Synthesizer halte.
Der kann auch mehr als ein Jupiter 8, zB USB Schnittstelle. Kommt immer auch drauf an was man von einem Instrument haben will und erwartet.
Wer das Original will soll sichs halt kaufen, fertig.

Beim Prophet 5 hab ich das neue Rev4 Original, aber auch da rümpfen irgendwelche "knallharte Synthesizer-Übergeeks" die Nase,
weil der ja nicht original original ist.....
Ich finde solche Diskussionen im Grunde lächerlich, wieso mach ich da gerade mit ? (frag ich mich eben selbst...).
 
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Witzig - genau dasselbe habe ich mir auch gedacht... :)

Anstatt es als Fortschritt zu feiern, dass es heute Kisten gibt, die eine unglaubliche Vielfalt von Klangcharakteristiken inkl. einiger alter Originale ganz hervorragend abdecken können, wird daran herumgemäkelt, dass diese Models nicht haargenau gleich klingen wie die Originale von vor 40 Jahren - das verstehe, wer will...

Selbst die Heroen der damaligen Zeit nutzen heute die moderne Technik - gute (oder schlechte) Musik kann man damit allemal auch machen.
Wenn Beethoven noch aktiv wäre, würde er auch einen modernen Flügel einem alten Hammerclavier vorziehen, denke ich - selbst, wenn er aufgrund seines hohen Alters schon ertwas tatterig wäre...:D
 
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Hallo zusammen,

also für mich macht ein "Fantom" weitaus mehr Sinn als ein X/XM.
Aktuell ist das Roland-Portfolio für mich auch ziemlich uninteressant, ich mag auch diese "Cloud-Knebel-Geschichten" überhaupt nicht.

Gruß
SlapBummPop
 
Ich hoffe "Roland" besinnt sich und denkt parallel auch über das ein oder andere Reissue nach.

Reissue... was willste damit? Das stellen sich Leute mit zuviel Geld hin, hobeln sich einen auf vergangene Zeiten und prahlen damit im Internet, während die anderen sagen "klingt aber nicht wie 19schiessmichtot". Ich für meinen Teil ziehe eine kluge Neuentwicklung jeder Nostalgiekeule vor.
 
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Hallo "ribboncontrol".

Mag sein, dass du mit einem Reissue eines Jupiter 8 nix anfangen kannst und das ist auch völlig ok!
Ich wüsste halt nicht, wozu ich mir einen X oder XM ins Studio stellen sollte.
Und diese "Cloud-Abo-Knebel-Geschichten" kommen mir definitiv nicht ins Haus aber auch das mag jeder gern anders bertrachten. Jedem seine Meinung.

Gruß
SlapBummPop
 
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Anstatt es als Fortschritt zu feiern, dass es heute Kisten gibt, die eine unglaubliche Vielfalt von Klangcharakteristiken inkl. einiger alter Originale ganz hervorragend abdecken können, wird daran herumgemäkelt, dass diese Models nicht haargenau gleich klingen wie die Originale von vor 40 Jahren - das verstehe, wer will...

Selbst die Heroen der damaligen Zeit nutzen heute die moderne Technik - gute (oder schlechte) Musik kann man damit allemal auch machen.
Wenn Beethoven noch aktiv wäre, würde er auch einen modernen Flügel einem alten Hammerclavier vorziehen, denke ich - selbst, wenn er aufgrund seines hohen Alters schon ertwas tatterig wäre...:D
Nur gab es in der damaligen Zeit
  • keine historische Aufführungspraxis
  • keine Tributebands (schon gar keine Tributebands mit Originalen, die Synthesizer am Start hatten)
  • keinen Anspruch an Tributebands, bis ins kleinste Detail wie das Original zu klingen
  • keine The Musical Box, die himmelhohe Standards setzen
  • keine Top40-Bands, von denen auch erwartet wird, daß sie genau wie auf CD klingen
  • keine Replica-Covers vollelektronischer Musik
Es hat sich seit damals viel geändert. Und diese Veränderungen verlangen nach entsprechendem Werkzeug.

Das muß man einfach akzeptieren. Es gibt Leute, die wollen eigene Musik machen, die genau wie 1981 klingt. Und es gibt Leute, die wollen synthesizerlastige oder vollelektronische Musik von 1981 so covern, daß auch wirklich noch das letzte Detail genau wie 1981 klingt.


Martman
 
Bitte nicht schon wieder diese Diskussion...

klar gibt es diese Leute, die 100% Originalität fordern, dürfen sie ja auch, ist völlig ok...
Aber diese Leute sind doch sehr, sehr deutlich in der Minderheit.
Und selbst von den Leuten, die 100% Originalität fordern, dürfte dem Großteil gerade in einer Livesituation der Unterschied zwischen dem Original und der Roland-Emulation nicht auffallen (außer er SIEHT, dass da eine giftgrün leuchtende PLASTIKKISTE wie der System-8 auf der Bühne steht... dann kann das ja nicht gut klingen...)
 
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Duplobaustein
  • Gelöscht von Duplobaustein
  • Grund: Irrelevant
Und selbst von den Leuten, die 100% Originalität fordern, dürfte dem Großteil gerade in einer Livesituation der Unterschied zwischen dem Original und der Roland-Emulation nicht auffallen (außer er SIEHT, dass da eine giftgrün leuchtende PLASTIKKISTE wie der System-8 auf der Bühne steht... dann kann das ja nicht gut klingen...)

Also bei Jarre hat das Ding ganz gut geklungen auf der Electronica-Tour. Das PA600 Arrangerkeyboard eine Ebene darunter eigentlich auch.

(sorry Duplo, aber den musste ich einfach noch anbringen).
 
...Und diese Veränderungen verlangen nach entsprechendem Werkzeug.
Das muß man einfach akzeptieren...
Martman

Akzeptiere ich ja auch. Und das Werkzeug dafür gibt es ja schon lange - die Originale! Wer so klingen will, der holt sich schlicht und einfach so eins - mit allen Vor- und Nachteilen, die damit verbunden sind.

Ein Hersteller wie Roland, der auf Stückzahlen achten muss, kann sich nicht auf eine so kleine Zielgruppe beschränken - zumal diese Zielgruppe ja selbst bei entsprechenden Nachbauten wie dem neuen Prophet 5 mäkeln, dass er nicht wie ein Original klingt. Ist ja auch logisch - die Toleranzen von damals werden heute bei Komponenten und Bauteilen nicht mehr akzeptiert.

Für meine Wenigkeit ist - vor allem im Livebetrieb - eine Simulation auf dem Niveau eines Rolands so gut, dass es mir als Ergänzung für "alten" Sound vollkommen ausreicht. Wenn man mit einer großen PA spielt, fallen solche Feinheiten 1000%ig niemandem mehr auf - die werden einfach weggebügelt.

Und ich bin mir absolut sicher, dass unter Livebedingungen bei einem Blindtest keiner auch nur annähernd sagen kann, ob das jetzt das echte Original oder die echte Simulation ist, die gerade spielt - zumal im Kontext einer kompletten Band mit Drums, Gitarren usw. :)

PS: Sehe gerade, dass Archivicious alles Wesentliche hierzu auch schon gesagt hat :rolleyes:
 
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Hab mich schon gewundert wo die Beiträge hin sind....

Ich kann dem ganzen "Tribute-Band-1:1-Copy-Gedöhns" überhaupt nix abgewinnen und auch bei "Coverbands" höre ich immer gerne wie die Songs denn interpretiert werden..... die Platten oder CDs hab ich ja daheim im Schrank.

Aber nun:
Jupiter X angeschaltet und losgespielt....
;-)
 
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Moin,

hier mal was zum Thema "Roland-Cloud", Emulationen "ACB, ABM" usw. von Roland selbst, Quelle "matrixsynth"!

Gruß
SlapBummPop
 
Ich finde das immer wieder bemerkenswert hier: Wenn's um Hammond-Sounds geht, muß es aber auch ganz genau exakt so röhren, gurgeln und kreischen wie eine echte Hammond B3 durch ein echtes Leslie 122. Auch Rhodes-Sounds müssen ganu klingen wie ein echtes Rhodes Suitcase.

Bei Synthesizern dagegen müssen nur Minimoog-Sounds wie ein Minimoog klingen und auch das nur ungefähr. Bei allen, aber auch wirklich allen anderen Synthsounds ist es komplett scheißegal, wie originalgetreu die klingen.

Also bei Jarre hat das Ding ganz gut geklungen auf der Electronica-Tour. Das PA600 Arrangerkeyboard eine Ebene darunter eigentlich auch.
Nur daß Jarre im Studio in den 80ern nicht gerade viel mit analogen Roländern gearbeitet hat. Richtig mit Roland losgelegt hat er eigentlich erst 1988 mit D-50 und D-550.

Akzeptiere ich ja auch. Und das Werkzeug dafür gibt es ja schon lange - die Originale! Wer so klingen will, der holt sich schlicht und einfach so eins - mit allen Vor- und Nachteilen, die damit verbunden sind.
Beim Jupiter-8 hieße das:
  • ewig drauf warten, bis ein funktionsfähiges Exemplar verkauft wird, oder auf Ersatzteile aus Schlachtgeräten
  • ca. 15.000 € für ein funktionsfähiges Gerät hinlegen
  • einen guten Techniker mit mindestens einem Schlachtgerät kennen, der einem das Ding in Schuß hält
Oder man sucht sich einen besseren Klon als die Roland-ZEN-Core-Geräte. Und den findet man schon bei Roland selber. Noch näher dran kommt nur noch Software.

Ein Hersteller wie Roland, der auf Stückzahlen achten muss, kann sich nicht auf eine so kleine Zielgruppe beschränken -
...derweil Behringer einen Fast-1:1-Klon nach dem anderen raushaut und die Dinger auch nicht gerade in Kleinserien-Boutique-Stückzahlen produziert. Übrigens ist der Ulissey näher am Original als der Korgyssey.

zumal diese Zielgruppe ja selbst bei entsprechenden Nachbauten wie dem neuen Prophet 5 mäkeln, dass er nicht wie ein Original klingt. Ist ja auch logisch - die Toleranzen von damals werden heute bei Komponenten und Bauteilen nicht mehr akzeptiert.
Nein, beim Prophet-5 Rev. 4 weicht ganz einfach der Signalweg von allen vorherigen Revisions zu stark ab.

Und ich bin mir absolut sicher, dass unter Livebedingungen bei einem Blindtest keiner auch nur annähernd sagen kann, ob das jetzt das echte Original oder die echte Simulation ist, die gerade spielt - zumal im Kontext einer kompletten Band mit Drums, Gitarren usw. :)
Blindtests nach dem Motto "Was davon ist das Original?" werden immer gern aufgeführt von eisernen Verfechtern minderwertiger Klone. Die haben aber keinerlei Relevanz.

Bei einem guten Klon ist das Ergebnis des Blindtests nicht "Ich hör einen Unterschied, aber ich kann nicht sagen, was das Original ist" – denn dann hört man ja immer noch einen Unterschied, also ist da ein Unterschied –, sondern das Ergebnis ist "Ich hör keinen Unterschied".

Außerdem ist das Haupteinsatzgebiet hochrealistischer Klone nicht die Top40- oder Rock-Coverband mit Schlagzeug, Baß, zwei Gitarren und einem Keyboarder mit maximal zwei Keyboards. Nein, das Haupteinsatzgebiet solcher Geräte sind vollelektronische Acts – deren Existenz im MuBo ja gern komplett ausgeblendet wird.

Wenn Behringer endlich den DS-80 bringt, wird dessen Hauptzielgruppe ja auch nicht der Keyboarder in der Rockband (höchstens noch in einer Toto-Tributeband). Nein, den kaufen sich diejenigen Alt-Elektronik-Freaks, die jetzt endlich wie Vangelis klingen wollen. Und für die wurde der auch entworfen.


Martman
 
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Wer will denn einen Jupiter 8?
Der Sound von diesem Teil war doch nie besonders prickelnd, ich fand den Jupi 4 immer schon wesentlich besser.
Mein Jupiter 8 ist nach 6 Monaten wieder aus dem Studio geflogen, hab keine Ahnung, was die Leute daran so mögen.
Viel Mythos und das wars dann schon.
Beitrag automatisch zusammengefügt:

Bitte nicht schon wieder diese Diskussion...

klar gibt es diese Leute, die 100% Originalität fordern, dürfen sie ja auch, ist völlig ok...
Aber diese Leute sind doch sehr, sehr deutlich in der Minderheit.
Und selbst von den Leuten, die 100% Originalität fordern, dürfte dem Großteil gerade in einer Livesituation der Unterschied zwischen dem Original und der Roland-Emulation nicht auffallen (außer er SIEHT, dass da eine giftgrün leuchtende PLASTIKKISTE wie der System-8 auf der Bühne steht... dann kann das ja nicht gut klingen...)
Das Design des System 8 ist echt voll daneben, das hielt mich damals auch vom Kauf ab. Bei den heutigen Gebrauchtpreisen, denke ich wieder drüber nach.
 
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Ich seh das recht pragmatisch (auch bei Rhodes, B3 und Co.):
Manchmal lieber die zweitbeste Lösung jetzt als die beste Lösung nie....

Die Oldtimer haben doch immer irgendwelche Macken. Entweder man will fahren oder in der Garage schrauben...
;-)
 
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Ich seh das recht pragmatisch (auch bei Rhodes, B3 und Co.):
Manchmal lieber die zweitbeste Lösung jetzt als die beste Lösung nie....

Die Oldtimer haben doch immer irgendwelche Macken. Entweder man will fahren oder in der Garage schrauben...
;-)
Bei guter Pflege gehts mit den Macken. Aber live möchte ja Niemand mehr das schwere Zeugs rumschleppen.
 
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Guten Morgen zusammen.

Ein Original 80er Jahre Synth wäre mir auch zu gewagt. (wer weiß, was da schon alles so "verbastelt" wurde / entspricht das Gerät überhaupt noch dem Original?)
Ein Reissue (Beispiel Minimoog Reissue) oder eine Neue Version eines Jupiter 4/8 (analog Prophet 5/10 Rev 4) würde ich aber durchaus begrüßen.
Ich bevorzuge Synthesizer mit direkten Zugriff. Ich will mich nicht permanent durch Untermenüs klicken oder Handbücher kämpfen.
(meine Akai MPC X und Live II genügen mir diesbezüglich vollauf!)

Gruß
SlapBummPop
 

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