attack!

von milf hunter, 19.07.07.

  1. milf hunter

    milf hunter Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 19.07.07   #1
    Hi, wie krieg ich besseres attack, also schnellere Ansprechphase von Anschlag zu Sound?
    Was sollte meine Gitarre haben, bzw. was nicht, und was für Geräte und Einstellungen helfen.

    thx
     
  2. Hans_3

    Hans_3 High Competence Award HCA

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    Erstellt: 20.07.07   #2
    Wenn Du gütiger Weise erstmal verrätst, welche Gitarre etc. Du benutzt, kann Dir viellicht jemand antworten ;)
     
  3. _xxx_

    _xxx_ Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 20.07.07   #3
    Im Idealfall ein Fender vintage Trem, einen Korpus aus Linde mit Ahorndecke und einen einteiligen Ahornhals. So weit die reine Theorie, gibt natürlich andere Faktoren aber das sind die mit dem größten Einfluß. Vorausgesetzt das Holz ist guter Qualität.

    Aber das hilft Dir nicht weiter. Das ausschlaggebende sind Holz und Steg/Sattel Kombo, das Holz kannst leider schlecht wechseln.
     
  4. Koebes

    Koebes Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 20.07.07   #4
    Oder mit dem guten alten elektronischen Helferlein: Kompressor. Dünnere Saiten sollten auch helfen, denn wenn ich die Saite anrege dauert es bei einer dickeren Saite aufgrund der Trägheit der Masse etwas länger, bis diese vollständig schwingt als bei einer dünneren. Und in den Millisekundenbereichen, in denen die Attack einer Gitarre lebt, kann das einen Unterschied bewirken. Ich meine auch, dass der Attack besser kling, wenn man dickere Plektren nimmt, z.B. Jim Dunlop Jazz III.

    Ein guter Attack gehört aber zur Intonation und damit bin ich beim Grundratschlag: Üben. Denn die ADSR-Kurve einer Gitarre wird wesentlich vom Spieler mitbestimmt, vorallem das A und das D.
     
  5. _xxx_

    _xxx_ Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 20.07.07   #5
    Yup, üben wie man das Plektrum richtig hält vor allem.
     
  6. x-Riff

    x-Riff Helpful & Friendly User HFU

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    Erstellt: 20.07.07   #6
    Unabhängig von der Gitarre und deren Klangeigenschaften, denke ich dass es folgende Faktoren gibt (die auch Koebes schon angesprochen hat):
    - dickes Plek (denn ein weicheres Plek gibt ja nach)
    - dünnere Saiten (denn sie geraten leichter in Schwingung)

    Nicht so sicher bin ich mir bei folgendem:
    - Humbucker statt single-coils
    - aktive Pickups statt passiven Pickups

    Ich weiß nicht, ob da jeweils nur das Signal stärker (Humbucker, aktiv) ist oder auch sozusagen schneller transportiert wird.

    Wäre dankbar, wenn jemand was dazu sagen könnte.

    Die Spielweise wäre noch mal ein ganz anderes Feld.

    x-Riff
     
  7. Pablo El Grande

    Pablo El Grande Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 20.07.07   #7
    Die Pick-Ups sind ein entscheidender Faktor.
    Humbucker machen das Signal nicht nur lauter, sondern schlucken auch die Höhen.
    Der Name Humbucker bedeutet ja sinngemäß Brummunterdrücker, das wird dadurch erreicht, dass zwei Spulen arbeiten statt eine.
    Nun wird bei einer Spule Plus und Minuspol vertauscht, dadurch laufen die Wellenformen konträr zueinander und löschen sich an bestimmten Punkten aus.
    Deswegen gibts mit einer Humbuckergitarre nie den Sound, den eine Singlecoilgitarre produziert.

    Zu allererst, was machst Du für Musik?
    Metal Attack oder Nile Rodgers Attack?


    Edit:

    @X-Riff:

    Das Gegenteil ist der Fall, Humbucker sind langsamer und haben weniger Attack.
     
  8. _xxx_

    _xxx_ Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 20.07.07   #8
    Single coils geben einer Klampfe in der Regel viel mehr Attack als Humbucker. Wahrscheinlich weil weniger Dämpfung.
     
  9. Lance85

    Lance85 Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 20.07.07   #9
    Sorry für OT:
    ...und das ist verdammt gut so! :great:
     
  10. x-Riff

    x-Riff Helpful & Friendly User HFU

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    Erstellt: 20.07.07   #10
    Vielen Dank für die Antworten, die sich auf die Tonabnehmer bezogen!

    Das war etwas, wo ich einen Unterschied vermutet hatte, es aber nicht genau wußte.

    Hier bin ich durch die Antworten schlauer geworden.

    Also: verbesserter Attack durch Nutzung von single coils statt Humbucker.

    x-Riff
     
  11. _xxx_

    _xxx_ Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 20.07.07   #11
    Darf man so zwar nicht pauschal sagen, aber in der Regel schon. Dafür aber dünnerer Klang und mehr Nebengeräusche.
     
  12. AndyP

    AndyP Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 20.07.07   #12
    Also ein Gitarrenbauer sagte mir, dass es vor allem von der Bauweise der Gitarre abhängt.
    Bei Bolt-On hat man mehr Attack und weniger Sustain . . . . vice versa bei Neck-Thru Konstruktionen.
    Es ist meistens eine gewisse Kompromissangelegenheit.
    Wenn man einen definierteren Sound haben will, vor allem bei 7 Saitern und Leuten die gerne ihre 6 Saitige runterstimmen bietet sich z.B. eine längere Mensur an.

    Die Soundunterschiede zwischen den Pickups werden meiner Ansicht nach überschätzt.

    Das Ahornholz würde ich eher auf Soundeigenschaften beziehen als auf mehr oder weniger Attack. Der Klang des Ahorns ist eher ein knackiger, poppiger, und ob das zu mehr Attack führt kann ich nicht sagen.
     
  13. Twiety

    Twiety Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 20.07.07   #13
    es wurde auch schon einmal genannt.

    Benutze dickere Pleks.
    Ich habe auch immer mit einem Sound mit zu wenig attack zu kämpfen gehabt, und zwar unabhängig davon, ob ich nun mit Singlecoils oder Humbucker oder was auch immer für Gitarren gespielt habe.
    Mit der Saitenstärke hatte das auch nicht zu tun, habe von .009-Sätzen bis hin zu 011.-Sätzen alles mögliche probiert.
    Irgendwann sagte ein Studiotechniker zu mir..."nimm mal das dicke Plek da..." das war eine Offenbahrung...super attack!

    Günstiger als mit nem vernünftigen Plek kannst Du nicht zu mehr attack kommen!
     
  14. Roulette

    Roulette Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 21.07.07   #14
    Sry die frage, aber was bringt einem mehr attack?
     
  15. Hans_3

    Hans_3 High Competence Award HCA

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    Erstellt: 21.07.07   #15
    Man kann nicht pauschal sagen, was einem das bringt, ohne zu wissen, wie Klang überhaupt entsteht. Es gibt für viel Attack genauso Einsatzmöglichkeiten wie für wenig oder gar keines.

    Jeder Ton ist in seinem Verlauf definiert durch den Erstimpuls (Anschlag oder erster betonter Buchstabe eine Wortes) und sein anschließendes (Auskling)Verhalten.

    Mehr Attack bringt einen Ton im Moment des Anschlags präsenter und direkter ins Ohr. Das dann nachfolgende Sustain wirkt im Vergleich dann etwas schwächer, weil ein besonders schneller und starker Tonerstimpuls sich ja nicht endlos fortsetzt. Denk dabei mal an das Wort "Knabe" oder an Trompeten und andere Bläser, wo der Ton im ersten Moment immer besonders knackig und konkret kommt.

    Bei weniger Attack ist der UNterschied zwischen Anschlag und Ausklang geringer. Es klingt weicher (in schlimmen Fällen z.B. zu viel schlechte Zerre mit schlechter Gitarre aber auch nach Matsch und Wischiwaschi. Weshalb ja der Versuch mehr Druck mit mehr Zerre/Gain zu erzeugen, so oft nach hinten losgeht. Was schon im Ansatz matscht, kann durch noch mehr Matsch ja nicht präsenter werden).

    Denk bei "wenig Attack" tendenziell mal an Streicher und andere weiche Flächensounds von Synthies, die ja absichtlich nicht sofort und schnell knallen sollen, sondern weich anfangen und weich lange weiterklingen sollen (ein Erstimpuls/Attack ist oft gar nicht zu hören, sondern ein Anschwellen aus dem Nichts).
     
  16. Roulette

    Roulette Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 21.07.07   #16
    Ahhh danke jetzt versteh ich =)
     
  17. _xxx_

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    Erstellt: 21.07.07   #17
    Es geht nicht um mehr, sondern um breiteres Spektrum. Also mehr Dynamik im Anschlag. Da die meisten etwas kräftiger reinhauen und nicht so sehr in richtung "leise" spielen können, müssen sie das nach oben ausgleichen um eine ausreichende Dynamik zu haben. Klappt aber anders rum genauso.
     
  18. Tomcat

    Tomcat Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 22.07.07   #18
    Gitarre mit viel Attack? Für mich eine 70s Stratocaster... Esche-Korpus, Ahornhals, geschraubt, Singlecoils, Trem...funky...
     
  19. AgentOrange

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    Erstellt: 22.07.07   #19
    Mit schmackes anschlagen und ein festes Plek benutzen machen da 90% aus. Ansonsten sollte der amp halt entsprechenden sound unterstützen und man darf nicht zu viel verzerrung haben.

    Ob singlecoils oder humbucker ist reine geschmacks/stilfrage. Für nen geilen heavy rhythm sound ohne allzuviel gain sind humbucker imho unverzichtbar, sonst hat man nen sound wie yjm oder (noch schlimmer) ARP.

    Aber für hardrock ohne allzuviel abgedämpftes gehen auch singlecoils voll in ordnung.



    Achja, wenn man doch viel Verzerrung, aber trotzdem geilen punch und attack haben will: Boostet eure amps mit nem overdrivepedal. Und die oben beschriebenen sachen befolgen :D
     
  20. milf hunter

    milf hunter Threadersteller Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 24.07.07   #20
    thx für eure antworten

    also meine gitarre is zufälligerweise sogar aus Linde mit Ahorndecke und -Hals (geschraubt), Plecks spiel ich: die grünen dunlop mit dem Aligator, BridgeHumbucker, Floydrose, aber immer etwas dickere Saiten, damit die Spannung größer ist. Je straffer, desto mehr Kontrolle hab ich. Es geht mir bei der Sache hauptsächlich um die palm-mutes, mein ganzes Spiel ist von gutem palm-muted -Sound abhängig (ich mach Thrash/Death). Der ist beim Spielen über den Amp auch geil "zugreifend", aber beim Aufnehmen (direkt über Zerrer ins Pult) verzögert die Zerre irgendwie und das regt mich auf (so als ob die Verzerrung erst etwas später kommt nach dem Anschlag).

    ich muss also irgendnen Gerät zwischenschalten oder mit nem Mikro aufnehmen...aber welche Geräte helfen da?
     
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