Auswahl des richtigen Pickups

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Tobi18

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Moin zsm,

nach langer Zeit mal wieder eine Frage in die Runde: Wie wählt ihr eure Pickups aus?

Hintergrund: Ich habe einen Bass bei dem ich mit dem Sound sehr unzufrieden war. Ein Wechsel der Pickups hat zwar beim Sound selbst geholfen, zog aber massive Lautstärkeeinbusen nach sich.
Sind PUs wirklich Try and Error verbunden mit monatelangem Ebay-Wiederverkauf der nicht passenden PUs?
Oder gibt es vll irgendwo PUs zu Leihe die man für einen Obulus ausprobieren kann?
Das wäre super, da Hersteller keine PUs zurücknehmen wenn sie mal verlötet waren.

Eine gute Beratung zu diesem Thema habe ich tatsächliche auch nach Jahren noch keine erfahren. Da heist es entweder "Tonabnehmer sind dem Sound egal" oder es wird einem teure Ware verkauft, die nich tzum Ziel führt auf der man dann sitzen bleibt...

ich bin gespannt auf eure Erfahrungen!

VG Tobi
 

:hat: Als Bassist ist der Erwerb eines guten und vielleicht programmierbaren EQs wohl die bessere Alternative zum PU Wechsel.
Nur so ein Gedanke...
 
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Ein PU macht ohne Saiten keinen Ton... die beiden sind 1 Team.
Um das entsprechend hörbar zu machen, sollte die Vorstufe des Interfaces/Verstärkers eine adaequate Qualität besitzen.
Im live-Fall ist die Box nicht zu unterschätzen.
 

Bass- und Gitarrenpickups sind in erster Näherung Tonabnehmer mit einem LoCut irgendwo tief unten und einer Resonanzspitze in den Höhenoder oberen Mitten. Durch geschickte Anordnung dieser Elemente im Frequenzspektrum (und etwas Marketing und Voodoo) kriegt man gut klingende Pickups zusammengebaut. Mit anderen Worten: Mit einem drei- oder vierbändigen parametrischer EQ kannst Du quasi jeden Tonabnehmer emulieren. Und sparst damit eine ganze Menge Geld.


Mit dem BOSS GEB-7 kommst Du schon ziemlich weit, ausserdem hat der eine gute Audioqualität, daher wäre dies meine erste Empfehlung. Ich habe den auch. Mit dem Empress dann sollte so ziemlich alles möglich sein.
 
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Wie wählt ihr eure Pickups aus?
Meine Antwort wird Dich vermutlich enttäuschen:

Ich muss mit den werksseitig eingesetzten Pickups erstmal unzufrieden sein. Das kommt so gut wie nie vor, denn wenn ich den Sound schon beim Antesten nicht gut fände, würde ich mir den Bass ja nicht kaufen.
Einmal war's dann doch der Fall, weil ich den Bass in einem Preisausschreiben gewonnen habe :embarrassed:Die dort verbauten passiven Pickups (Singlecoils - JazzBass eben) waren mikrofonisch und fingen wirklich jedes Störgeräusch ein. Beim Einschalten der vorhandenen Elektronik (eigentlich nur ein kleiner Preamp) gab es jedes Mal einen Rumms in der Box, dass man meinte, einem fliegt gleich der Lautsprecher um die Ohren.
Ich habe mir ein Budget gesetzt, was ich für die Pickups ausgeben möchte, und habe dann ein JJ-Set der damals neuen aktiven Seymour Duncans (AJJ-1, die mit den DIP-Schaltern drin) gekauft - weil die "im Angebot" deutlich preisreduziert zu haben waren. Die sind heute noch im Bass ...
Washburn.webp
 
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Ich hab' für den Recording Sound nach besserklingenden PUs gesucht. Dabei einiges gelernt. Vorbei ist das ganze erst seit ich das richtige Instrument habe. In meinem Fall habe ich also PUs gesucht, um den Klang, den das Instrument selbst nicht liefern konnte, zu erreichen. Das konnte natürlich nicht klappen, war immer bloß ein Kompromiss.

Mal als übertriebenes und wie immer subjektives Beispiel: Mit einem Headless 6-Saiter Graphithals Bass kann man auch Blues spielen, aber wenn man eigentlich den "alten" Bluessound wollte, würden andere Pickups vielleicht nicht weiterhelfen können.
 
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  • #7
Puh, da merkt man erst wie ungenau man doch geschrieben hat :D
Erstmal vielen Dank der vielen Worte.

Einen EQ als Problemlöser halte ich für Quatsch. Der kann nichts hervorheben, was nicht da ist. Den Versuch habe ich gemacht und die Lektion gelernt ;) Insbesondere in Verbindung mit einem Pedalboard funktioniert das meiner Erfarhung nach nicht wirklich.

Eigentlich habe ich mir nicht einfach random einen Bass gekauft, aber irgendwie wohl schon. Tatsächlich geht es konkret um einen Custombass, den ich mir bauen lassen habe. Den konnte ich eben nicht vorher probespielen, sondern habe mich auf die Empfehlung des Bassbauers verlassen. Klassische Fehlberatung also. Holzwahl, PU Position, Saiten, etc. sind sogar identisch mit meinem Workhorse Bass. Einziger Unterschied ist MuMa PU im Workhorse, Soapbar im Custom. An sich also eine ideale Testplattform und mal wirklich den PU Unterschied zu hören.
Ich habe schon einen Wechsel von PU und Elektronik hinter mir. Vom Sound war das wie Tag und Nacht. Klingen tut der Bass jetzt so wie ich damit leben könnte, aber leider ist er viel zu leise. Ihm fehlen im Vgl. mit anderen Bässen messbar rund 5db.
Ein zusätzlicher EQ geht wohl im Clean-Bereich halbwegs, aber in Verbindung mit meinem doch recht großen Pedalboard ist die Dynamik so verschieden, dass ich live nicht wechseln mag. Ich denke hier ist die Ausgangsimpedanz des Bassignals einfach zu unterschieldlich.
Ich bin bereit nochmal in einen neuen Satz PUs zu investieren, möchte aber nicht, dass es klingt wie mit den Ersten (Aguilar DCB), aber auch nicht, dass es so leise ist wie mit den Zweiten (MEC SB). Gemäß Try and Error nach irgendwelchen YoutubeVideos PUs für mehrere Hundert Euro zu bestellen ist aber irgendwie auch nicht so richtig befriedigend. Ebenso wie einen teuren CustomBass in der Ecke verstauben zu lassen.
Ich suche also entweder nach Wegen das a priori abschätzen zu können, oder eben Möglichkeiten es ausprobieren zu können, ohne eine Niere verkaufen zu müssen :sneaky:

Oder anders gefragt: Sagen wir ihr habt euch für einen Hersteller entschieden, z.B. Delano. Wie kommt ihr zur Entscheidung ob ihr die SBC, SBC Driver oder doch die Timesquare Soapbar PUs nehmt?
 
Zuletzt bearbeitet:
Hi,

wenn der Bass mit den neuen PUs passend klingt und nur 5 dB fehlen, wäre doch ein Booster die Lösung.
Hast Du eine aktive Elektronik im Bass? Lässt sich die Verstärkung nicht schon dort erhöhen?

Gruß Ulrich
 
Vielleicht kann derjenige der den Bass angefertigt hat, helfen..
Beitrag automatisch zusammengefügt:

Der hatte sich doch sicher auch Gedanken gemacht welche PUs am besten klingen und Deinen Vorstellungen entsprechen würden
 
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  • #10
... schon einen Wechsel von PU und Elektronik ... leider ist er viel zu leise ... messbar rund 5db ... in Verbindung mit meinem doch recht großen Pedalboard ist die Dynamik so verschieden ... Ausgangsimpedanz des Bassignals einfach zu unterschieldlich.

Immer schwierig so aus der Ferne und nur per Worten das tatsächliche Problem zu erahnen. Ich schreib einfach mal meine Gedanken dazu:

Pedalboard - Ich würde versuchen, mit einer ganz einfachen Signalkette, also Bass - Kabel - Amp herauszufinden, ob der Bass für sich selbst nicht bereits okay ist im Vergleich mit den anderen Bässen. Wenn es dann wieder *mit* Pedalboard nicht stimmt, würde ich erstmal beim Pedalboard schauen. Vielleicht ist es ja eher ein bestimmtes Pedal oder die Reihenfolge der Pedale? Oder anders ausgedrückt: Vielleicht findest Du die perfekten PUs für Dein jetziges Setup, aber was wenn es nach der nächsten Änderung des Setups nicht mehr stimmen sollte?

Lautstärke - Die Frage ist, was damit gemeint ist, weil ein weniger dynamisches Signal bei gleichen (gemessenen) Spitzenpegeln lauter sein kann, aber bei gleichem Lautheitseindruck sich weniger dynamisch anhören kann als ein dynamischeres Signal (das dann aber i.d. Regel höhere Spitzenpegel hätte). Grundsätzlich stimmt es, dass die Ausgangslautstärke eigentlich in der Elektronik angepasst werden können sollte. Und falls es doch wirklich nur um die Lautheit geht, könntest Du auch einfach alle anderen Bässe um entsprechende ca. 5dB absenken, dann sind wieder alle gleichlaut (das ginge z.B. direkt an den Instrumenten oder als einfacher passiver -5dB Spannungsteiler mit Fußschalter?).
 
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  • #11
Klingen tut der Bass jetzt so wie ich damit leben könnte,
"Damit leben können" wäre mir zu wenig. Wenn schon Custom, dann müsste das (für mich) klanglich sehr gut rüberkommen.
aber leider ist er viel zu leise. Ihm fehlen im Vgl. mit anderen Bässen messbar rund 5db
Ginge es nur um die Lautstärke, wäre mein erster Gedanke: Nach dem Wechsel vom Workhorse (scheint ja der Maßstab zu sein) auf den "Leisen" einfach den Gain- (oder Master-)Regler am Amp / Interface etwas hochdrehen. Ich habe auch einen "Flüsterer" (ESP* LTD 205) und einen "Brüller" (Sandberg Elektra 5), da klappt das problemlos. Vorteil: keine Zusatzkosten, das kann man einfach ausprobieren.
Alternativ gibt es (ohne PU-Tausch) auch Elektroniken, deren Output man (hoch-)regeln kann. Eventuell ist das die Lösung.

Alternativ würde ich mal mit den "PU-Gurus" (z.B. Kloppmann, Häussel) oder den einschlägigen PU-Vertrieben Kontakt aufnehmen und mich beraten lassen. Die kennen ihre Produkte und können Deine Wünsche vermutlich umsetzen.
 
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  • #12
@Tobi18 Hast Du Beispiele für deinen "Lieblings-Klang"?
Die Beschreibung "Fehlberatung" liest sich für mich nach mehr Enttäuschung als alleine die durch einen zu leisen Pickup. Rein spekulativ kann ich mr vorstellen, dass der Abstand zum vorhandenen Instrument vielleicht kleiner ausgefallen ist als beabsichtigt bzw. die Unterschiede zu subtil sind für das viele Geld.
Das ließe sich aber schlecht einer Werkstatt vorwerfen, wenn sie deinen Vorgaben oder gar deinem "Muster-Exemplar" gefolgt ist. :gruebel:

Wenn ich das recht sehe, wären deine Möglichkeiten jetzt eine der vorgeschlagenen Verbesserungen durch Booster oder EQ.
Alternativ könntest Du Bässe im Laden anspielen und den kaufen, der für dich wirklich überzeugend klingt, sich natürlich gut spielen lässt und überhaupt genug "Verbesserung" zum vorhandenen Instrument bietet.

Anekdotischer Anhang: ich war kein "Custom Typ", weil ich schon beim irgendwann unvermeidlichen Gedanken daran an eine lange Liste aller möglichen Specs dachte, zu denen ich mir dann hätte klar werden müssen. Deshalb habe ich mir meine Gitarren, Bässe und Blechblasinstrumente lieber nur ausgesucht, gekauft und manchmal gesammelt, manchmal verkauft. Sie waren jedenfalls schon fix und fertig, mit der Zeit kamen bisweilen dann aber doch noch kleine Anpassungen vor.

So kam ich letztlich recht einfach zum "Traumbass". Erste Liebe war ein Fender* Jazz Bass, aber seinerzeit für mich als Schüler noch unbezahlbar. Also habe ich Jahre mit einem billigen "precision-ähnlich" Ibanez* zugebracht, der irgendwann einen aktiven MEC-Pickup bekam. Noch während des Studiums begann ich mit dem Kontra-Bass samt Unterricht und blieb dann gut 10 Jahre dabei. Schließlich wurde der Bedarf an einem "besseren" E-Bass wieder aktuell, nur ein Fender* Jazz Bass war beim Anspielen nicht ganz mein Ding und ein Precision Bass auch nicht. Dafür war mir über längere Zeit bei verschiedenen Aufnahmen und Konzerten immer wieder mal der Music Man StingRay aufgefallen und damit landete ich dann doch wieder bei einem Bass von Leo Fender*.
Was die Specs betraf: der Grundklang und gutes Spielgefühl waren entscheidend für den Kauf. Ich spielte aber nie Musik mit Bedarf an einer fünften Saite oder gar einer sechsten und Kontrabass Spielen hatte mir mit den Jahren Toleranz bezüglich Hals und Korpus beigebracht. :D
MM StingRay.webp


Gruß Claus
 
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  • #13
Vielen Dank für die ganzen Anworten, ihr seid super!

Eine aktive 3-Band MEC Elektronik ist an Bord.
Die alte Aguilar OBP3 wurde bereits ersetz (40 Hz Center beim Bassregler macht für mich keinen Sinn). Die Elektronik allein reicht aber nicht aus um den Bass ausreichend zu pushen. Selbst wenn man den 3-Band EQ zweckentfremdet und voll aufreist, fehlt noch ordentlich Signal. Beim Aufnehmen sieht man das immer ganz gut.
Aktuell habe ich das Problem mit einem Pedal-EQ 'gelöst', aber irgendwie spielt es sich damit anders. Schwer zu beschreiben. Subjektiv würde ich sagen, dass wenn der Pegel ähnlich hoch ist wie bei meinem Workhorse (Corvette $$), ist alles irgendwie stark komprimiert und gleichzeitig drucklos. Hohe Melodieparts gehen so noch halbwegs, aber alles auf B und E Saite hat keine Power. Selbst ganz ohne Pedalboard ist das Problem merklich.
Schiebe ich das Signal durch mein Pedalboard, ist das Ansprechverhalten, insbesondere digitaler Pedale, so verschieden, dass es keinen Spaß macht zu spielen. Ein Darkglass X-Ultra bleibt damit, sogar auf extremen Einstellungen bei denen mir sonst der Hut wegfliegt, fast clean. Im Gegenteil dazu muss man mit analogen Zerren (ODB3) aufpassen ja nicht zu stark anzuschlagen, da es sonst alles wegdröhnt und im Clean Bereich sauft man dann wieder gnadenlos ab.

Kurzum, man müsste das gesammte Setup in Einzelteilen nachregeln um den Bass mit den aktuellen PUs einsetzen zu können. Das ist mir aber schlicht zu blöd und war auch nicht Sinn der Aufgabe. Abgesehen davon, dass dann die gute alte Corvette zum Staubfänger werden würde.

Andere Bässe aus meiner Sammlung (Ibanez K5, Ibanez BTB606, Ibanez EHB1006, Yamaha RBX375, Fender JV, Musicman Stingray 5) haben das Problem übrigens nicht. Sie sind durchweg ihrem eigenen Charakter entsprechend mit der Corvette vergleich-/nutzbar.

Den Bassbauer habe ich inzwischen auch mal befragt. Der hatte aber keinen wirklich brauchbaren Tipp außer 'blind druchprobieren'. Für mein ausführliches Feedback zur Aguilar DCB+OBP3 Kombination in dem Bass war er aber sehr dankbar :ROFLMAO:

Ich habe heute eine sehr nette Antwort von Delano bekommen und schaue mal was sich aus dem Kontakt ergibt. An sich glaube ich, dass ich vll zweimal Pech hatte und es sicherlich ein passendes Paar PUs gibt, die den Bass dahin bringen wo ich ihn gerne hätte. Fragt sich nur wann und wie ich diese finde :ROFLMAO:
 
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  • #14
Probier doch mal den EQ2 von Source Audio. Der hat 2x 10 Bänder, die parametrisch regelbar sind plus einem guten Limiter.
Der ist rauscharm, pegelfest und programmmierbar.
 
  • #15
Ich würde vielleicht auch einmal MEC anschreiben und denen das Verhalten schildern. Nur so'ne Ahnung:

... aktive 3-Band MEC Elektronik ... ist alles irgendwie stark komprimiert und gleichzeitig drucklos. Hohe Melodieparts gehen so noch halbwegs, aber alles auf B und E Saite hat keine Power.

Könnte, aber leider nur vielleicht, auf ein Impedanzproblem hinweisen. Vielleicht sind der MEC Elektronik die Eingangsimpedanzen der Pedale etc. zu gering, deswegen zu geringer Pegel. Falls, wie gesagt nur vielleicht, das so wäre, so würde ich mich fragen, ob - nochmals vielleicht - ein Fehler in der MEC Elektronik vorliegt? (Dem Bild nach, das ich im Netz gefunden habe, bietet die Elektronik keine Einstellmöglichkeiten durch Trimpots oder Jumper, richtig?)

Ein anderer Versuch könnte sein, ob die Pickups passiv denn auch so sehr viel leiser sind, als andere passiv genutzte Pickups (z.B. die vorherigen Aguilar PUs, falls Du die noch hast). Daraus könnte dann ein Hinweis resultieren, ob das Problem die PUs sind oder die Elektronik.
 
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  • #16
Sind PUs wirklich Try and Error verbunden mit monatelangem Ebay-Wiederverkauf der nicht passenden PUs?
Hier spielen i.W. zwei Dinge die Hauptrolle:
  • elektrische Netzwerke (Klein (!) - Signale, lineare Idealisierungen)
  • Hörempfinden
Netzwerke: Wer das nachrichtentechnische Handwerkszeug dazu hat, kann sich da prinzipiell alles verständlich machen, etwa, warum Dein PU leiser wird. Die praktische Crux ist:
  • das theoretische Netzwerk der verbauten Teile reicht fast nie aus, denn parasitäre Komponenten können wichtig werden - aber es wäre ein guter Startpunkt
  • die erforderlichen Ersatzschaltbilder und viele Komponentenwerte sind mitunter auch messtechnisch schwer zu ermitteln - das gilt insbesonder für Bodentreter usw. im Singalweg
  • (man denke etwa an die notwendige Modellierung per Ersatzschaltbild jeder Saite auf das erzeugte Eingangssignal ...)
D.h. man kann schon "die globale Klang-Wetterlage" auf diese Weise ermitteln oder plausibilisieren ... man stößt aber oft auf praktische Grenzen.

Hörempfinden: Dasselbe Signalgemenge, identisch im Spektrum, Phasengängen usw., muss ja noch durch unseren Hörprozess ... und der ist individuell. Ein trainiertes Ohr (mit allem was da dranhängt) hört anders als ein gealtertes usw.


Als Einzelanwender, nicht als Hersteller, wird man da kaum eine Alternative zum Trial-and-Error mit Weiterverkäufen haben. Oder man ist halt zufrieden ... (Ok, nicht hauen bitte)

Hersteller könnten prinzipiell ihre Produkte, hier E-Bässe, robust machen in dem Sinne, dass Komponentenstreuungen sich möglichst wenig auf das Hörerleben auswirken. Sowie bestimmte Hörerlebnisse per Design robust, also reproduzierbar, gestalten. Und nein, das ist nicht zwangsläufig ein Kostentreiber ... wenn man denn die dazu nötigen Vorgehensweisen kennt und nutzt. Sonst: Ja.
 
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  • #17
Um festzustellen wo das Problem tatsächlich liegt, Pickups oder Preamp, würde ich die Pickups mal direkt an den Ausgang löten und testen, was dann ankommt. Stark komprimiert und zu leise klingt mir nach einem Defekt.
 
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  • #18
Einen EQ als Problemlöser halte ich für Quatsch. Der kann nichts hervorheben, was nicht da ist. Den Versuch habe ich gemacht und die Lektion gelernt ;)

Das die gewünschten Frequenzen überhaupt nicht da sind, halte ich für ausgeschlossen.

Dazu muss man sich schlicht die Wirkungsweise eines magnetischen Pickups vergegenwärtigen. Der setzt Saitenschwingungen durch Induktion in elektrische Impulse um. Der hat Resonanzspitzen, aber keine Frequenzlöcher innerhalb des Frequenzbereiches, wo er noch verwertbare Impule liefert.

Dass die gewünschte Frequenz fast nicht da ist, kann ich mir nur bei extrem tiefen Tönen oder extrem hohen Frequenzen vorstellen. Du schreibt nun aber nicht, dass es dir konkret um die Brillianz oder um den 6 Saiter geht ;)
 
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  • #19
Vielleicht liegt es am Lautsprecher?
Diese können auch Frequenz Löcher aufweisen.
Je nach Abstimmung und Aufstellung.
 
  • #20
nutzbar.

Den Bassbauer habe ich inzwischen auch mal befragt. Der hatte aber keinen wirklich brauchbaren Tipp außer 'blind druchprobieren'. Für mein ausführliches Feedback zur Aguilar DCB+OBP3 Kombination in dem Bass war er aber sehr dankbar :ROFLMAO:
Da hätte ich mir schon mehr davon erwartet…
Beitrag automatisch zusammengefügt:

Ich bin sehr zufrieden mit dem Sound von meinem Cort Bass. Der hat auch aktiv schaltbare MECs.
Bei meiner einen 68er Framus die viel zu dumpf war, habe ich die Höhen mit dem EQ Pedal angehoben und bin jetzt zufrieden mit dem Sound. Bei meiner Squier 93 Japan es mir der Sound zu dünn und zu kratzig. Sie hat Fat 60‘s von Fender - und ein neues Tremolo, CTS Potis erhalten und klingt jetzt um vieles besser.
So macht jeder seine eigenen Erfahrungen
 
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