Auswahl des richtigen Pickups

  • Ersteller Ersteller Tobi18
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  • #22
Tja, wenn man die einzig zielführende Lösung ablehnt, bleibt eben nur wildes rumprobieren übrig.

Grüße

+1

Mit einem EQ könnte man sehr exakt nachvollziehen, was einem an den vorhanden Pickups konkret nicht gefällt. Man kann es in aller Regel sogar bereits regeln.

Wobei das eh so eine Sache ist. Ich kann den Klang eines Pickups ja überhaupt nicht losgelöst von der restlichen Signalkette "qualitativ" bewerten. Ein eher mittenarmer Pickup kann an einer Mittenhupe vom Amp zu einem ausgewogenen Gesamtbild führen und bei einem eher auf Hifi-Klang ausgegten Amp und Speaker dazu führen, dass der Klang spätestens in der Band unter geht.

Ist der mittenarme Pickup jetzt gut oder schlecht? Oder hängt es nicht vielmehr davon ab, mit welcher Erwartung man den Bass in welchem Gesamtsetup betreibt?

Oder einfacher gesagt: Ein Pickup erzeugt Resonanzspitzen im generierten Frequenzbereich, er klingt aber nicht. Klingen tut am Ende des Speaker und der Pickup ist nur ein Teil der Signalkette.

Wer also glaubt, irgendwer könnte einem unabhängig von den verwendeten Saiten, dem verwendeten Pick, der Spielweise, des Kabels, der Effekte, des Amps und der Box einen Pickup sinnvoll empfehlen, hat falsche Vorstellungen.

Genauso gut könnte man auch fragen, welches Gewürz denn "gut" ist. Zu was? Für die Paella oder den Schokopudding?

Wer einen guten Rat haben will, muss leider erst einmal sehr genau wissen, was er von dem Pickup konkret erwartet.

Der Einsatz eines EQ ist ein hervorragender Weg, um sich diesem Wissen sehr weit anzunähern.
Beitrag automatisch zusammengefügt:

Klingen tut der Bass jetzt so wie ich damit leben könnte, aber leider ist er viel zu leise. Ihm fehlen im Vgl. mit anderen Bässen messbar rund 5db.

Ich verstehe das Problem nicht. Wir reden von einem elektrischen Bass. 5 db Verstärkung zu bekommen, ist das geringste Problem. Ein 30 € Booster auf dem Board, ein dreh am Regler des Amps, eine kleine aktive Schaltung im Bass selber...

Du suchst nach komplizierten Lösungen für einfachste Sachverhalte und beschwerst dich, dass dich dabei niemand adäquat beraten kann.
 
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  • #23
Ich hab 2 Bässe, der eine,(Ibanez*) hat ordentlich gain.
Der andere (MSA) hat etwas weniger Ausgangssignal.
An einem Verstärker der nicht ausreichend Gainregelung hat ist das schon ein Nachteil.
Klanglich ist es eher der Lautsprecher und dessen Aufstellung der dem Sound eventuell Unzulänglichkeiten wie Löcher oder Resonanzen hinzufügen kann.
Zu tief abgestimmt oder Gehäuse zu klein oder groß.
Ich hab mir noch aus Gitarrenresten einen shorty gebastelt und mit einem 10€ hummbucker versehen, am optimalen Platz klingt das Ding genial.


Das mit dem PU Jonglagen ist eher ein Gitarristen Voodoo (nur nicht widersprechen)

Bassisten kaufen sich eher Mal n anderen Bass
 

  • #24
Das mit dem PU Jonglagen ist eher ein Gitarristen Voodoo (nur nicht widersprechen)

Bassisten kaufen sich eher Mal n anderen Bass

Stimmt. Gitarristen kämen nie auf den Gedanken, eine weitere Gitarre zu kaufen
 
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  • #25
Doch, nachdem die erste Gitarre verbastelt ist.

Bei meinem Ibanez* Bass ist etwas zu viel der Regelmöglichkeiten, damit kann man sich den Sound auch verderben.
Besonders wenn man die Funktion nicht rafft.
Wie ist das eigentlich mit der 30 Tage Rückgabe Garantie bei T
?
Gibt's das auch für Tonabnehmer?
 
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  • #26
Als Gitarrist mit mehreren sehr ähnlichen Gitarren mit aber teils recht unterschiedlichen Pickups, passe ich wahrscheinlich nicht ganz in die Vorstellung von Bassisten (Kopf eiziehe und wegducke) :ROFLMAO: :ROFLMAO: aber......

Ich hatte so eine typische chinesische Fender* Bass Kopie mit PJ Bestückung (50,-€ bei Kleinanzeigen).
Bespielen ließ der sich hervorragend, aber der Klang war bescheiden und die Saiten korrodiert.

Erstmal neue Flatwounds drauf, was klanglich schon sehr viel gebracht hat.
Dann bin ich auf die grandiose Idee gekommen aus der Bucht so einen chinesischen Einbau-Preamp für etwa 8 €, mit aktiver 3-Band Klangregelung einzubauen.
Das Ergebnis war echt geil. Den Bass spielt heute meine Tochter in ihrer Band
 
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  • #27
Mit einem EQ könnte man sehr exakt nachvollziehen, was einem an den vorhanden Pickups konkret nicht gefällt. Man kann es in aller Regel sogar bereits regeln.
Ich sehe es so:
Mit einem EQ kann man einfach durch "wildes rumdrehen" (parametr. EQ) oder "rumschieben" (Graphic-EQ) eine Wunschsound herbei zaubern.
Etwa, wenn der Bass wenig "offen" klingt, kann man am EQ "wild" rumregeln, bis der Sound "offen" klingt.
Und dann reicht ein Blick auf den Graphic-EQ oder mit etwas mehr technischem Verständnis auf den parametr. EQ, um zu erkennen, was man gemacht hat; welche Frequenzen man wie stark angehoben, welche Frequenzen man mit welchem Q-Faktor man abgesenkt hat, usw.

Damit kann man die Sache bewenden lassen, und diese EQ-Einstellungen aufschreiben und nutzen.
Oder, mit technischem Verständnis danach Tonabnehmer (technische Daten: Induktivität, Widerstand), Potis oder Tone-Kondensatoren auswählen und um-ändern, um den Sound des Basses in die richtige Richtung (für den Wunschsound) zu schieben.

Jedenfalls kann damit lernen, was einen Sound etwa "offen" oder "fett" macht.

Grüße
 
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  • #28
Was ich bisher noch nicht gelesen habe:

Der Abstand der Saiten zum Tonabnehmer kann die Lautstärke beeinflussen. Wenn hier z.b. ein pickup eingesunken oder ein saitenreiter erhöht ist, hat das Konsequenzen.

Und natürlich immer mit frischen Saiten vergleichen. Ich werde nie vergessen, wie es klang, als ich das erste mal frische Stahlsaiten aufgezogen habe.

BTw: ich mag meine big Blades von Nordstrand sehr gerne. Sie haben die Höhen, welche den dumpfen stock-pickups gefehlt haben.

Aber die Leute, welche sich Pickups sparen und einfach nur eq benutzen, haben auch nicht unrecht. Ich ersetze sie, wenn der stock unzumutbarer Müll ist. Aber wenn sie Mindestanforderungen erfüllen, gibts auch andere Optionen.
 
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  • #29
Die Lösung ist einfach (😉):
Einen soliden Precision Bass kaufen und es gibt nie wieder Soundprobleme.

Ggf. entsteht noch der Bedarf einen zweiten Precision Bass kaufen, falls der erste P-Bass ausfällt. 😉

Grundsätzlich finde ich den Vorschlag den Sound über einen zusätzlichen EQ zu suchen und so zu sehen was dem Bass für Deinen Sound fehlt durchaus sinnvoll. Hat aber sicherlich auch seine Grenzen.

Am Ende musst Du probieren, ich spiele in meinen P-Bässen die SD Quarterpounds und habe die beim zweiten Bass damals direkt nach Testspielen des Basses eingebaut, da die Erfahrungswerte vom anderen Bass waren da.

Grundsätzlich fand ich den Stock-PU (Fender* Hwy1, leicht hotter als normal) ziemlich geil, aber im Bandmix kam der Quarterpound besser durch (was sicherlich auch eine Problematik der Musikrichtung ist). D.h. das hätte theoretisch auch ein EQ lösen können - will ich aber nicht, da ich gerne ein minimalistisches Setup habe und der Bass so "wie er ist" am Amp klingen soll.

Aber - ohne Witz - ohne Band finde ich z.B. den Seymour Duncan Hot geiler als den Quarterpound. Hatte mal einen Danelectro Bass mit einem P-PU, der ähnlich dem SD Hot (den hatte ich auch mal im Fender* Mex P-Bass getestet) war und der Bass war ohne Band super, im Bandmix ist er dann untergegangen...

Wenn ich in einer Top40 Partyband spielen würde, dann würde ich wahrscheinlich keinen Quarterpound spielen, sondern "nur" den Hot von Seymour Duncan, aber ich könnte auch mit dem Quarterpound Top40 spielen - also wenn ich das handwerklich könnte 🤣

Fazit:
Es hängt von so vielen Faktoren ab und Du kannst Dich informieren und z.B. per EQ testen, aber am Ende ist der Pickuptausch immer der Start einer Versuchsreihe und oft nicht die einzige Lösung. Ich finde, dass ein Pickuptausch eine Offenbarung, eine Lösung und ein Kompromiss gleichzeitig sein kann.
Z.B. bin ich durch den PU-Tausch im ersten Bass dann von Nickelplated auf Pure-Nickel Saiten umgestiegen, hat für mich besser gematcht. Das war eine Reise und kein PU-Wechsel.😀
 
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