Autobiographie Keith Richards

von Luckie, 10.10.18.

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  1. Luckie

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    Erstellt: 10.10.18   #1
    Hallo,
    liest hier oder hat die Autobiographie von Keith Richards gelesen? Ich lese sie gerade und bin mitten drin. Mal ein paar Gedanken dazu.

    Vorweg: Sehr lesenswert.

    Aber seine Drogengeschichten nerven etwas. Der Kerl war ja dauer zu gedröhnt. Wie kann man da noch gescheit Musik machen? Nach einem Bier ist es bei mir vorbei. da brauch eich noch nicht mal ans Spielen zu denken, da ist mein (nicht vorhandenes) Timing total für den Popo. Die Absätze/Seiten lese ich meist nur quer bis er dann wieder zur Sache kommt. Und zwar auf die Stones, Gitarre spielen, Platten aufnehmen. Also das, was mich eigentlich interessiert. Ich finde es interessant, wie er so die Aufnahmesessions beschreibt. Er hat irgendwie zu jeder Platte was interessantes zu erzählen.

    Aber was ich auch sehr interessant finde, ich habe ja auch die Autobiographie von Springsteen gelesen. Erst mal springt die Erzählweise ins Auge. Springsteens Erzählweise ist eher humoristisch, während Richards Erzählweise eher nüchtern ist. Springsteen geht eigentlich weniger auf den musikalischen Aspekt seines Lebens ein, während Richards dies tut. Wie er zum Beispiel auf offene Stimmungen mit 5 Saiten gekommen ist und wie gelernt hat damit umzugehen. (Da hätte ich dann noch mal eine Frage.)

    Und auch die unterschiedliche Bandgeschichte. Springsteen eben Jersey Shore mit Musikern, die er schon ewig kannte und ist mit seinen eigenen Songs zu einen Plattenvertrag gekommen. Während die Stones eigentlich über Coverversionen groß wurden.

    Jetzt habe ich den Faden verloren.
     
  2. InTune

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    Erstellt: 10.10.18   #2
    So sehr ich Keef als Musiker und Rockrebell auch verehre, sein Verhältnis zu den Drogen fand ich schon arg selbstgefällig... Drogen sind total blöd, aber ich hab immer die besten Song geschrieben, wenn ich zu war...
    Da ist die Haltung von Eric Clapton mir sympathischer, obwohl ich den hätte auch schütteln können, ob des Kummers, den er sich zu großen Teil nur selber eingebrockt hat...
    Letztlich bezweifle ich aber, das die Jungs sich tatsächlich selber hingesetzt haben und das (alles) auch selber zu Papier gebracht haben.
     
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  3. Luckie

    Luckie Threadersteller Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 10.10.18   #3
    Springsteen hat es. Und das nehme ich ihn auch ab. Man merkt es, wenn man sein Buch liest und seine Songs kennt. Es ist der selbe Stil. Bei Keith bin ich mir nicht so sicher. Ich kann mir nicht vorstellen, dass er sich an die tausend Namen erinnert, die im Buch auftauchen. Dazu ist es zu detailliert. Da hat noch jemand ordentlich nach recherchiert.
     
  4. stoffl.s

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    Erstellt: 10.10.18   #4
    Springsteen hat sicher selbst geschrieben - hab seine Autobiographie auf Englisch gelesen da erkennt man die Sprache. Bei Keith bin ich mir nicht so sicher, weil ich sonst keine Texte von ihm kenne und sie auch nicht auf englisch gelesen hab.

    Die Drogengeschichten im Buch stören mich nicht weiter, sind halt etwas, das ihn sehr geprägt hat. Und es geht ja auch mehr um die Auseinandersetzung mit diversen Behörden als um die Drogen selbst. Da geh ich davon aus, ist das Buch authentisch - es hat ihn von den späten 60ern an einfach nur genervt.
    Im übrigen ist er mir durch das Buch deutlich sympathischer geworden, ich denke schon, dass wie hier sehr stark in seine Gedankenwelt eindringen dürfen.
     
  5. Luckie

    Luckie Threadersteller Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 10.10.18   #5
    Na ja, die Texte zu den Stones Songs stammen ja meist von Jagger. Keiths Stil kennt man ja kaum. Er war ja nur der Ideengeber: "I met a xxx bar room queen in yyyy." Jagger: "Warte. 'I met a gin soak bar room queen in Memphis'." "Passt, nehmen wir."

    Ja, die Behörden. Fand ich auch lustig. Nach England können wir nicht wegen der Steuer. Nach Frankreich nicht wegen der Drogen. Öhm Jamaika? Auch doof, weil seine Freundin, Anita Pallenberg, ausgewiesen wurde. :ugly: Da hatte ich ehrlich gesagt etwas Angst um seine Kinder. Wie unverantwortlich ist es mit Drogen weiter zu machen, wenn man Kinder hat? :mad:
     
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  6. Der gute Fee

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    Erstellt: 10.10.18   #6
    Naja, obwohl es in dem Buch meist so klingt, als sei alles cool gewesen, war er halt einfach ein Junkie. Und in seiner Rockstarseifenblase kann das ja auch funktioniert haben. Es gibt Leute, die können völlig verballert Musik machen. Ändert nix daran, dass Du Recht hast was Verantwortung betrifft. Aber Heroin und Koks lässt man auch nicht einfach so bleiben. Und mit dem Brei im Schädel denkt man wenig bis gar nicht.
     
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  7. Luckie

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    Erstellt: 10.10.18   #7
    Ja das ist mir auch aufgefallen. "Drogen sind doch gar nicht so schlimm, aber lasst eure Finger davon." Also das ist irgendwie der Tenor.
     
  8. CampFire Hero

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    Erstellt: 10.10.18   #8
    Frag mal nach bei : Curt Cobain & Courtney Love. Da hat sich in den Jahrzehnten nix geändert. Im Gegenteil! Die waren beide 24/7 zu, bis man ihnen endlich das Sorgerecht entzogen hat.
     
  9. shadok

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    Erstellt: 10.10.18   #9
    Hatte das Werk des Herrn Richards auch in die engere Wahl einbezogen. Für die langen Abende des Herbstes.
    Bin dann aber doch in heimischen Gefilden geblieben und lese z.Zt. die Biographie von Otto Waalkes.
    Informativ & erheiternd, wie zu erwarten. Hat auch mit Musik zu tun, zum Teil...:D
     
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  10. Captain Knaggs

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    Erstellt: 10.10.18   #10
    Keith Richards Biographie wurde von einem Ghostwriter geschrieben, James Fox, der ist auch überall als Autor benannt. Oder redet ihr von einem anderen Buch?

    Wenn es genauso ein Drogenmüll wie Slashs Autobiographie ist, dann spare ich mir wohl das Lesen.
     
  11. stoffl.s

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    Erstellt: 10.10.18   #11
    Es geht nicht nur um Drogen - aber die haben nun mal für gut 20/30 Jahre eine wesentliche Rolle in seinem Leben gespielt. Es geht aber auch sehr stark um seine Beziehungen zu Mick Jagger, Brian Jones, Anita Pallenberg nimmt einen großen Teil ein und die vielen Mitmusiker, die mit den Stones aufgenommen und getourt haben, ohne jemals Bandmitglied zu werden.

    Und es geht um Grenzgänge, dass Keith nie Berührungsängste mit anderen Musikern hatte und, wie er es selbst schreibt, auf die andere Seite der Gleise gegangen ist, wo der schwarze Blues zuhause war. Und Jamaika hat er ja verlassen, als es für seine Familie zu gefährlich wurde.
     
  12. Captain Knaggs

    Captain Knaggs Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 10.10.18   #12
    Naja, ist vielleicht doch interessanter als Slashs Softporno mit Drogenuntermalung:rolleyes:
     
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  13. traders-banquet

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    Erstellt: 10.10.18   #13
    Ich habe das Buch bereits vor einigen Jahren gelesen und ich schließe mich an das mir Keith dadurch deutlich sympathischer wurde als er bisher schon war.
    Seine Musik spiegelt sicherlich die Zeit und seinen Drogenkonsum wieder. Über Keith Schreibstil kann man nur aus seinen Soloalben schließen, doch auch diese sind bereits schon älter.
    Ich habe das Buch sehr genossen, doch ob die Musik wirklich im Drogenrausch besser wurde oder in den kurzen Momenten der Klarheit dazwischen entstanden war ist auch nicht erkennbar.
    Slash jedenfalls hat in vielen Interviews betont das er wirklich gute Musik nur machen konnte wenn er klar war und seine Zeit jetzt als die produktivste und intensivste Zeit empfindet, daher denke ich das es Keith nicht anders geht.
     
  14. KickstartMyHeart

    KickstartMyHeart Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 10.10.18   #14
    Ich habe viele Biografien gelesen und fand die meisten wirklich unterhaltsam. M.E. funktionieren die aber meist am besten, wenn man die Originalfassung liest und nicht die Deutsche Übersetzung. Da geht viel verloren. Das Ding von Keef habe ich mir, als es rauskam, zu Weihnachten schenken lassen. So sehr ich Musikerbiografien liebe, das Buch ist so sterbenslangweilig gewesen, dass ich ich es nach der Hälfte endgültig zugemacht habe. So steht es noch immer in meinem Schrank.
     
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  15. stoffl.s

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    Erstellt: 10.10.18   #15
    Absolute Zustimmung zur Originalfassung. Leider hab ich die Autobiographie von Keith auf Deutsch geschenkt bekommen. Fand ich aber trotzdem interessant zu lesen, langweilig war's nicht.
     
  16. SurfinTom

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    Erstellt: 10.10.18   #16
    Richtig. Ich vermute Keith hat Geschichten erzählt und Fox hat sie aufgeschrieben, Zusatzinformationen zusammengesucht und das ganze in eine Form gebracht.
    Ich habe das Buch vor einigen Jahren gelesen. Als Keith-Fan fand ich es recht unterhaltsam.

    Noch besser haben mir (kürzlich gelesen) die Autobiographien von Neil Young "Waging Heavy Peace" und Dylans "Chronicles" gefallen. Hier merkt man, denke ich, dass sie selbst geschrieben haben. Gerade Neil Young springt oft vom hundertsten ins tausendste, wie es ihm wohl gerade in den Kopf gekommen ist. Liest sich aber sehr sympathisch.
     
  17. crazy-iwan

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    Erstellt: 10.10.18   #17
    Ich weiß nicht, es gibt immer solche und solche Biografien.
    Die von Keith Richards kenne ich nicht, aber die von Ozzy und Toni Iommi. Die sind witzig zu lesen, auch sehr bodenständig trotz mehrerer Drogenexzesse, aber es bleibt reine Unterhaltung.

    Was mir richtig "Nähe zum Künstler" gebracht hat, war der Film "Walk the Line" über Johnny Cash, danach (und nach ner Nacht in verschiedenen Wikipediaartikeln) hatte ich n ganz anderen Bezug zu seiner Musik.
    Das haben die Ghostwriter-Autobiografien für mich nicht geschafft.

    Wäre mal interessant, ob die von Keith es schaffen würde - bislang finde ich die Stones ziemlich langweilig ;)
     
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  18. Plektomanic

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    Erstellt: 10.10.18   #18
    Noch nicht ...aber da ich sowieso mal wieder ein Buch , so richtig mit Papierseiten und gedruckten Buchstaben , in die Hand nehmen wollte .. Hab die Biografie von Jim Morrisson hier (Keiner kommt hier lebend raus, sehr zu empfehlen !) und von Clapton ..
    Keith Richards ist eben ein RIchtig Intressanter Protagonist der "Rock Ära" (Zitat : Bei Wichtigen Deals ging ich nie ohne meine 38er aus dem Haus )

    Mein Lieblings Stones Song (und Album ..)
    Darauf hört man Mick Taylor , den Jungen sehr Talentierten Lead Gitarristen , der dann leider auch früh verstorben ist (Nein , stimmt natürlich nicht , er lebt ja noch , verwechselt mit Brian Jones) und als Gast Gitarrist Ry Cooder (Slide Master ..)

    Sehr gutes Interview :great:
     
  19. SurfinTom

    SurfinTom Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 10.10.18   #19
    Ups:eek:, der lebt aber noch!
     
  20. Plektomanic

    Plektomanic Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 10.10.18   #20
    Zumindest muss man auch sagen , dass er genauso Schrullig wie er schreibt Gitarre spielt und dann auch noch die 100% Passende Gitarre dazu
    Nämlich eine 53 er Les Paul Goldtop (Wurde dann schwarz umlackiert) ...Sehr Authentisch und ich finde den Soundtrack zu "Dead Man" Grandios ,btw. paar seiner Songs (Keep on Rocking in the free world)

    Hab ich etwa Alzheimer ?:D
    Mehrmals in der letzten Zeit verbreite ich solche komischen "Fake news"
    Brian Jones war der Verstorbene Stones Gitarrist :rolleyes:
     
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