Basstrommel-Bauanleitung

von Congiero, 27.06.07.

  1. Congiero

    Congiero Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 27.06.07   #1
    Hi Folks,

    hat jemand von euch schon mal eine Sangban, Dundun oder Kenkeni selbst gebaut?
    Gibt es irgendwo eine Bauanleitung - ich dachte da an Holzleisten im Winkel aneinanderfügen?

    Falls jemand aus MUC oder Oberbayern da ist, gerne Tipps auch unter http://de.groups.yahoo.com/group/LaPercussionMUC austauschen.
     
  2. borisj

    borisj Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 27.06.07   #2
    Hallo Congiero,

    Christoph Studer (www.studer-klang.de) bietet Bausätze für Basstrommeln auf seiner Homepage an. Sie werden genauso, wie du das vorhast, aus vorgefertigten Holzzargen gefertigt.

    Übrigens er bietet dort auch seine Eigenentwicklung, die sog. „Konik-Drums“ an. Preisgünstig und sehr interessant im Klang. Ich habe gleich zwei davon gebaut! Klingen etwa so wie Kpanlogos oder Congas.

    Kosten:
    Basstrommel-Bausatz, klein (Durchmesser 25 cm, 56 cm hoch) 75,- €
    Basstrommel-Bausatz, mittel (Durchmesser 30 cm, 56 cm hoch) 80,- €
    Basstrommel-Bausatz, groß (Durchmesser 37 cm, 56 cm hoch) 90,- €

    Ich habe gerade die große Basstrommel fertig gestellt. Entsprechend der Bauanleitung geht das recht einfach. Man muss kein Schreiner sein. Die Trommeln können entsprechend deiner Vorstellungen dunkel gebeizt werden. Dann siehst du hinterher kaum einen Unterschied zu einer „echten“ afrikanischen Basstrommel. Die Trommeln werden beidseitig mit Kuhfellen bespannt und können gestimmt werden. Zieh die Seile am Anfang nicht zu sehr an, dann bekommst du einen wunderbar tiefen Bass. Höher stimmen kannst du sie über das Seil immer noch. Schau auf der Site nach. Wenn du noch Fragen hast, melde dich!

    Viel Erfolg!
    Klaus
     
  3. Simon

    Simon Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 27.06.07   #3
    Naja aber die Basstrommeln sehen mir nicht so original aus. Hat der Studer sie ein bisschen modifiziert?

    Wie wird denn das Fell befestigt?
     
  4. WilliamBasie

    WilliamBasie Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 27.06.07   #4
    Sieht doch aus wie "normal"...!

    pro Seite hast du zwei Metallreifen, den einen als Druckreifen, den anderen als Spannreifen, genauso wie bei der afrik. Djembe - nur halt doppelseitig.

    Der Druckreifen wird von Fell umschlungen (ist quasi "im" Fell), am Spannreifen sitzen die Schlaufen für die Schnürung. Dann nur noch die Schnürung abwechselnd durch die Schlaufen der beiden Spannringe ziehen. Gespannt wird trad. wie bei der Djembe durch das Durchschlaufen.
     
  5. Congiero

    Congiero Threadersteller Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 28.06.07   #5
    Hallo Klaus,

    das zusammenfügen /leimen der Holzteile mag ja noch gehen - ist die Schnürung und Fellbespannung auch so einfach? Ich kann zwar ein Djembe nachspannen, habe aber noch nie eine von Grund auf neu bezogen. Ist das in der Bauanleitung auch beschrieben?
    Wieviel Zeit hast du gebraucht um die Trommel fertig zu stellen?
     
  6. borisj

    borisj Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 28.06.07   #6
    @ Simon: ich habe auch zwei kleine original-afrikansiche Basstrommeln von Afroton. Natürlich ist die Studertrommel nicht original, da nicht aus einem Stamm, sondern aus
    (12?) im Winkel vorgesägten Teilen zusammengefügt. Wenn sie fertig ist, dunkel gebeizt und mit Schüren bespannt, ist sie meiner Ansicht nach auf den ersten Blick kaum zu unterscheiden.

    Das Spannen mit Reifen geht hier nicht, da eben nicht rund!

    Die beiden Kuhfelle werden über Nacht in Wasser eingeweicht. Am nächsten Tag werden mit einem Locheisen an den im Plan vorgegebenen Stellen Löcher gestanzt. Dabei wird das Fell an den Rändern umgeschlagen und doppelt genommen. So können die Schnüre das Fell nicht ausreissen. Statt dem Locheisen habe ich eine Lochzange (für die Lederbearbeitung) genommen. Das funktionierte bestens. Ein Fell wird auf die Arbeitsplatte (Tisch) gelegt, den Trommelkörper draufstellen, obendrauf das zweite Fell. Kreuzweise gegenüberliegend werden die Felle nun mit 4 Hilfsschnüren gegen Verrutschen gesichert. Nun wird das Seil entsprechend der Anleitung duch die beiden Felle Stück für Stück durchgefädelt.
    Das hört sich vielleicht kompliziert an, ist es aber nicht. Die Anleitung ist sehr gut und auch mit Zeichnungen versehen. Also, wenn ich das hinkriege, dann kann das (fast) jeder normal handwerklich Begabte.
    Zwei Tage Zeit muss man schon rechnen. Holzteile zusammenfügen-trocknen lassen-Trommelkörper beizen-2x-trocknen lassen-über Nacht einweichen-Lochen, geht relativ schnell-2 Std. Schnüre ziehen.
    Also mir hat das Spaß gemacht, zu erfahren, wie das geht und mein Respekt vor den Trommelbauern ist gestiegen!

    Ich versuche Fotos zu machen und mit Details hochzuladen. Falls es einer probiert und nicht weiter kommt, helfe ich gerne-auch per Hotline:great:

    Grüße
    Klaus
     
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  7. Simon

    Simon Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 28.06.07   #7
    Ja, danke!
    Genau das meinte ich mit "nicht normal"!;)

    Wie siehts denn mit der Stabilität der Stimmung aus? Und ist die Spannung denn auch gleichmäßig? Wieviele Löcher macht man denn so pro Seite?
     
  8. WilliamBasie

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    Erstellt: 28.06.07   #8
    ich kauf mir jetzt wirklich einen größeren Monitor - versprochen!

    ich hatte die ersten Seildreieicke für die Spannschlaufen gehalten - sorry, sorry, sorry!

    ...trotzdem funktioniert das System mit den runden Reifen auch bei vieleckigen Trommelkörpern, eventuell müssen die halt etwas angepaßt werden in der Größe, dem nassen Fell ist es egal, ob es von 20-eck auf rund gespannt wird
     
  9. Simon

    Simon Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 28.06.07   #9
    :D:D:D
    Vielleicht hilft ja ne Brille!:p

    Ich habe von dieser Art noch nie gehört.:confused:
    Hört sich interessant an!
     
  10. WilliamBasie

    WilliamBasie Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 28.06.07   #10
    das dürfte der "ursprünglichen" Art der Fellspannung nahe kommen - schließlich gab es Trommel, lange bevor es dort auch Stahlringe gab.

    Die Indianer (Nordamerikas) waren ja auch Künstler, was die Verbindungen mit Lederriemen betrifft, die brauchen sich statisch nicht zu verstecken vor modernen Verbindungen mit Seil-Elementen.
    Zumal die Lederriemen beim Trocken selber in Spannung kamen, wo heute Spannsysteme notwendig sind...
     
  11. borisj

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    Erstellt: 29.06.07   #11
    Hallo nochmals,

    die Trommel hält die Stimmung wunderbar. Wenn die Löcher entsprechend der Anleitung gesetzt werden, nicht zu nahe am Rand, gibt es keine Probleme.

    Ein Bild sagt aber mehr als 1000 Worte. Ich komme frühestens heute Abend dazu, die Details zu fotografieren. Das erklärt dann vieles. Ich muss nachschauen, ob ich die Anleitung noch finde, oder ob ich sie in den Müll befördert habe. Dann würde ich einige Skizzen mit hochladen.

    Grüße
    Klaus
     
  12. Simon

    Simon Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 29.06.07   #12
    Das wäre echt klasse, wenn du Beides mal reinstellen könntest.:great:
     
  13. Congiero

    Congiero Threadersteller Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 29.06.07   #13
    schau schau, wieviele Interesse an einer gescheiten Sangban, Dudun oder Kenkeni hier haben. Schön:great:
     
  14. borisj

    borisj Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 02.07.07   #14
    Hallo,
    jetzt hatte es mit den Fotos über das WE doch länger gedauert. Im Anhang sollten drei Fotos die Details vor allem der Löcher/Schnürung zeigen.
    Den Bauplan habe ich nicht mehr gefunden. Den habe ich wohl leider weggeworfen. Aber, wie gesagt, es ist dort alles so gut erklärt/mit Skizzen dargestellt, das sogar ich das verstanden habe...

    Grüße
    Klaus
     

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  15. Simon

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    Erstellt: 04.07.07   #15
    Wow das ist ja mal echt interessant anzusehen.:great:

    Danke für die Mühe!:D
     
  16. raimic

    raimic Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 18.02.11   #16
    Guten Morgen Klaus und alle anderen,

    ich möchte dieses Thema noch einmal hervorholen.
    Gibt es mittlerweile noch mehr, die diese Studer-Bausätze spielen.
    Gibt es "Langzeiterfahrung"?

    Danke schon mal für Info.

    Gruß Rainer
     
  17. WilliamBasie

    WilliamBasie Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 18.02.11   #17
    hallo Rainer, frag die beiden am besten per Mail - ich habe die schon lange nicht mehr hier im Perc-Unterforum gesehen.

    Am besten verlinkst Du den Thead, dann wissen die auch schnell wieder um was es geht, er ist ja schon ein paar Tage alt...
     
  18. borisj

    borisj Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 19.02.11   #18
    Hallo,
    da bin ich wieder! Die Mail hat mich geweckt! Was ich Rainer per Mail geantwortet habe, kann ich ja hier auch nochmal reinstellen:

    Hallo Rainer,

    das Wichtigste zu den Preisen, Bauweise, etc. kannst du ja dem Thread entnehmen.

    Ja, meine beiden Konik-Trommeln und die Basstrommel sind nach wie vor bei mir im Einsatz, d.h.: Ich bin Lehrer an einer Grundschule. Meine Erst- bis Viertklässler spielen auf den Trommeln (z.T. auch schon recht anspruchsvolle Rhythmen). Ebenso die Basstrommel. Die Instrumente dienen also überwiegend bei mir der Liedbegleitung. Oft werden Sie bei uns auch in Schülergottesdiensten und Familiengottesdiensten eingesetzt.

    Mir gefallen sie nach wie vor. Sie sind immer noch ohne Macken oder Fehler. Nichts ist eingerissen oder beschädigt.

    Ich denke, es hängt davon ab, was man sucht, welchen Klang man haben will. Das kann ich natürlich übers Internet nicht vermitteln. Besonders die große Konik-Drumm hat bsp. eine schönen tiefen Bass.

    Aber ich denke, es macht 1.) Spaß die Trommeln zu bauen, 2) hast du nicht so viel Geld in Sand gesetzt, wenn sie dir nachher nicht gefällt.

    Falls du noch weitere Fragen hast, nur zu!

    Freundliche Grüße

    Klaus
     
  19. docki

    docki Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 09.07.13   #19
    Moin,
    tut mir leid wenn ich dieses Thema nochmal ausbuddel, wollte keinen neuen Thread dafür aufmachen. Ich spiele auch mit dem gedanken mir eine Basstrommel selbst zu bauen, oder als Bausatz.
    Wie heißt so eine Trommel die der alte dürre bärtige Typ von Clanadonia spielt? Hat die einen bestimmten Namen?
    http://www.youtube.com/watch?v=UII8CPnJuro Hört sich mächtig tief an.
     
  20. Klangone

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    Erstellt: 10.07.13   #20
    Sieht für mich wie eine Bass Drum aus....
    Von Sonor gab es früher (und ich meine früher:))
    sehr leichte Basstrommeln dieser Art, die mit feinen
    Ziegenfellen bestückt waren und je nach Fellspannung
    einen mordsmäßig tiefen und (Achtung, flaches Wortspiel) sonoren Sound hatten.
     
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