Benutzt ihr einen Kompressor und macht das sinn?

  • Ersteller Frank_Castle
  • Erstellt am
Shavo schrieb:
macht ein compressor bei nachträglicher frequenzverstärkung über haupt noch sinn???
Klar macht das noch Sinn. Der Kompressor beeinflusst ja nur die Dynamik ("Lautstärke") des Signals, der EQ verändert den Frequenzgang. Und es ist durchaus sinnvoll, erst mal die Dynamik einzugrenzen, bevor man dann an den einzelnen Frequenzen rumschraubt. Sonst gibt es u.U. noch Anpassungsprobleme mit dem EQ...

bassplayer30 hat ja schon ne ganze Menge zur EQ-Einstellung geschrieben. Ich hätte nach der Beschreibung (mulmige Tiefen, dünne Höhen) auch auf die typische "Badewanneneinstellung" getippt.

Ich hoffe, du erwartest jetzt keine detaillierte Beschreibung, wie du deine EQ-Regler einstellen sollst. Das hängt nämlich ganz banal davon ab, was du als guten Sound empfindest. Und natürlich von deinem Instrument, deinem Amp, deiner Band, deiner Spielweise... :D

Wenn du findest, dass deine Bäss mulmen, dann nimm mal welche raus und guck, was passiert. Überhaupt: Spiel ruhig mal einen fröhlichen Nachmittag mit den Reglern rum, damit du ein Gefühl dafür bekommst, was welche Frequenz bewirkt. Spiel ruhig mal extrem mit einem Regler, während du die anderen lässt, wie sie sind. So erkennst du sehr schnell, welcher Regler für welche Soundanteile zuständig ist.

Generell würde ich jedem dringend empfehlen, mal ein bisschen damit rumzuspielen. Einstellungen von anderen zu übernehmen hat folgende Probleme:

  • Der Sound eines anderen muss ja nicht für mich passen
  • Der Sound eines anderen muss nicht unbedingt in meinem Proberaum gut klingen
  • Der tolle Sound aus dem Proberaum kann auf der Bühne ganz fürchterlich klingen...

Das Problem mit Sounds ist generell, dass er vom Raum abhängig ist, in dem man sich gerade befindet. Was im Proberaum noch mördermäßig klang, kann auf der Bühne einfach nur nerven. Daher sollte man selbst in der Lage sein, sich seinen Sound möglichst schnell selbst einzustellen. Es sei denn, man hat einen Backline-Roadie :D

Also ran an den Amp/den Bodentreter/das Rackgerät und fleißig an den Frequenzen geschraubt. Versuch macht kluch! Man bekommt ziemlich schnell ein Gefühl für den Sound, also keine Angst! :great:

Sorry, wenn das nicht ganz die Antwort war, die du/ihr hören wolltet...

LeGato
 
Shavo schrieb:
hi,
leider habe ich nur den trace elliot compressor und nicht den ganzen amp ... ich habe lediglich 4 potis :
bass , low mid , high mid , treble

könntest du das mal auf die regler übertragen ???
wie haste deinen compressor am amp eingestellt ???

danke

Den Bass neutral einstellen. Ich kenne den Bass zwar nicht, aber es gibt sicher so etwas wie eine "Mittelstellung" für jedes Poti, oder? Das Volume-Poti natürlich offen. Also einfach das Signal ohne Veränderungen bis zum Wamp. Am besten den Compressor erstmal weglassen.

Am Wamp dann die Regler bass, low mid, high mid, treble einstellen, ich kann Dir da nur Vorschläge machen, einfach gesagt:

bass ~10 Uhr (also den tiefen bereich absenken)
low mid ~12-13 Uhr, evtl. mehr (unteren mittenbereich etwas anheben)
high mid ~12-13 Uhr, evtl. mehr (mittenbereich etwas anheben)
treble ~9 Uhr

Sind (wie gesagt) nur Vorschläge, ich hab das Wamp-Teil noch nie gespielt....also testen.
Fehlt Dir was im Bassbereich? Dann überlegen ob Du den bass-regler etwas anhebst oder u.U. am Bass selbst mehr nachlegst. Die Höhen am Bass würde ich immer neutral lassen, selbst dann kommt noch genug, aber das ist nur meine Meinung.

Den Compressor dazwischenschalten, mit einer neutralen Einstellung des Compressors hinhören und durch leichtes Verändern (anheben oder absenken des Bassanteils oder anheben oder absenken des Höhenanteils) versuchen z.B. etwas "knurr" oder "punch" hinzuzuregeln.

Das ganze ist ziemlich fummelig und schwer in Worte zu fassen, es hilft aber wenn man sich eine neutrale Einstellung schafft und sich diese als einer Art Ausgangspunkt vorstellt und von dort aus sein Signal in unterschiedliche Bereiche regelt, je nach Musikgeschmack und der Musik die man selber macht.
 
Das ist ja aber eigentlich nur boosten von Frequenzen, oder ?
 
bassplayer30 schrieb:
Den Bass neutral einstellen. Ich kenne den Bass zwar nicht, aber es gibt sicher so etwas wie eine "Mittelstellung" für jedes Poti, oder? Das Volume-Poti natürlich offen. Also einfach das Signal ohne Veränderungen bis zum Wamp. Am besten den Compressor erstmal weglassen.

Am Wamp dann die Regler bass, low mid, high mid, treble einstellen, ich kann Dir da nur Vorschläge machen, einfach gesagt:

bass ~10 Uhr (also den tiefen bereich absenken)
low mid ~12-13 Uhr, evtl. mehr (unteren mittenbereich etwas anheben)
high mid ~12-13 Uhr, evtl. mehr (mittenbereich etwas anheben)
treble ~9 Uhr

Sind (wie gesagt) nur Vorschläge, ich hab das Wamp-Teil noch nie gespielt....also testen.
Fehlt Dir was im Bassbereich? Dann überlegen ob Du den bass-regler etwas anhebst oder u.U. am Bass selbst mehr nachlegst. Die Höhen am Bass würde ich immer neutral lassen, selbst dann kommt noch genug, aber das ist nur meine Meinung.

Den Compressor dazwischenschalten, mit einer neutralen Einstellung des Compressors hinhören und durch leichtes Verändern (anheben oder absenken des Bassanteils oder anheben oder absenken des Höhenanteils) versuchen z.B. etwas "knurr" oder "punch" hinzuzuregeln.

Das ganze ist ziemlich fummelig und schwer in Worte zu fassen, es hilft aber wenn man sich eine neutrale Einstellung schafft und sich diese als einer Art Ausgangspunkt vorstellt und von dort aus sein Signal in unterschiedliche Bereiche regelt, je nach Musikgeschmack und der Musik die man selber macht.

hi,
danke für die beschreibung ... ich werds im proberaum mal testen ...
 
hi,

Also Kompressor is schon sehr geil weil dein Sound einfach noch ne Ecke Kraftvoller ist. Und die Anschläge definierter kommen. Ich empfehl dir auf jeden Fall mal einen Auszuprobieren. Und damit rumzuspielen...
 
Dark Wire schrieb:
Ich bin grad auf de rsuche nach dem Dynacom von MXR, den Boss find eich persönlich eine Griff ins Klo, der rauscht, das ist nicht mehr feierlich
Das kann ich mit leichten Einschränkungen unterschreiben. Habe den EBS MultiComp und das ist imho einer der bestklingenden Comps, die ich kenne. Der läuft entweder im Multiband Modus, also wie beim Digitech, oder mit einer Röhrensimu, die - anders als z.B. beim Sansamp BD D.I. - nur ein paar Obertöne dazu bastelt.
Ich hab den im Vergleich zum Digitech und Basscompactor getestet und ich fand - sorry Leute - die beiden Geräte klingen einfach nur billig gegen das Teil. ZWei Regler, sinnvoll eingestellt und der Compressor klingt sogar ohne Bass toll ;-)
 
hi, mein anliegen steht zwar schon in dem andern kompressor thread, aber da hier mehr los ist nochmal....
ich hätte mal ein frage (wollte schon nen extra theard aufmachen, aber 3 kompressor threads wäre dann schon komisch).

ich hab gestern einen (älteren) 2-Kanal Behringer Professional Compressor / Limiter gekauft.
Einstellmöglichkeiten je kanal:
Threshold -40dbm bis +20 dbm
Ratio 1:1 bis Lim
Output -20 bdm bis +20 dbm
Schalter: IN/OUT
und: Easy Control (AN/AUS)

Meine Frage ist nun, was ist sinnvoller Klingt besser:

Option A: Das Signal zu erst im ersten Kanal durch den Kompressor laufen zu lassen, und danach durch Kanal 2 als Limiter oder andersrum oder ganz anders, z.B. 2 verschiedene kompressionen......

Option B: eine passive frequenzweiche kaufen (weiß eine ne günstige?) damit man die Kompression von Höhen und Tiefen getrennt regeln kann und das signal dann wieder zusammen mischen (wie macht man das am besten?)

Option C: nur einen kanal verwenden :D

bitte schreibt mal eure erfahrungen, meinungen, was am besten klingen könnte!
danke
antwort wäre nett, momentan hab ich zu erst kompressor, dann noch n leichter limiter. iss nich schlecht, konnte es aber leider noch nicht im bandkontext probiern
 
Kennt zufällig jemand den DBX 1086? Ich weiss, dass es eigentlich ein Mikrofonvorverstärker ist, aber er verfügt über eine ausführliche Kompressoreinheit (auch Over-Easy schaltbar). Zusätzlicher Limiter, De-Esser und Expander Gate sind auch mit an Board. Wäre das Gerät für E-Bass verwendbar?

Schon mal vorneweg. NEIN, ich habe keinen Goldesel. Dieser DBX steht nämlich die meiste Zeit bei uns ungenutzt im Proberaum rum (benutzen wir eigentlich nur, wenn wir Vocals aufnehmen) und ich werde ihn in den nächsten Tagen vielleicht mal mit E-Bass testen. Oder glaubt ihr, dass er nicht dafür geeignet ist?
 
Hallo,
ich habe heute gerade nochmal mit verschiedenen Kompressoren rumprobiert. Manchmal frage ich mich, ob ich mir den Effekt nicht nur einbilde und ich das Teil auch weglassen könnte. Aber mein Eindruck ist, dass der Kompressor den Anschlag betont, aber auf angenehme Weise, nicht klirrend oder metallisch, sondern eher wie ein weicher zusätzlicher "Punch". Beim Slappen ist ein solcher Effekt eh wünschenswert, aber das ist nicht so mein Ding.
P.S. Wirklich guter Spruch: Bass - a second to learn, a lifetime to master. - Genau meine Meinung.
 
Hallo!
Ich hab irgendwie bei meinem Fender Bass das Problem, dass die tiefen Töne zwar super und druckvoll rüberkommen, wenn ich dann aber höhere (D G Saite) spiele, gehen die irgendwie unter, ich denke ich brauch da einen Kompressor. Hat jemand eine Empfehlung? Ich würde dann aber eine Tretmine oder so suchen, kein Rack Dingen. Preis kann ich schwer sagen, weil ich mich nicht in den Preisen auskenne. Vor allem, worauf sollte ich unbedingt achten?
 
Hast du einen Precision? Dann könntest du eventuell die Höhen der Pickuphälften angleichen, dein Problem wäre um einiges kostengünstiger gelöst!
 
Jo ich hab einen Precision, aber der hat keinen normalen Fender Pick up sondern einen von Bartolini (ist irgendwie eine Limitierte Edition von Fender Japan, hab da grad keine Ahnung). Ich habs mit dem Tone Regler probiert, ich höre dann die höhen eigentlich relativ gut, aber da geht leider der weiche Sound den ich mag verloren und hab stattdesse neinen etwas perkussiveren Klang, also man hört Saitenschnarren eher, etc.

Vielleicht liegt das mit der Lautstärke am Pick Up? Sollte ich mir vielleicht einen normalen Fender Pick Up kaufen? Kostet ja "nur" 82?
 
ich glaub, er meinte, du sollst den Pickup tiefer schrauben, so dass ein größerer Abstand zu den Saiten entsteht
 
Ich benutze einen alten 19" Rocktron Kompressor/Expander. Wenn man das Teil sinnig einstellt macht es den Sound etwas "fetter".
 
Ich benutze nie Kompressoren oder Effekte. Ich möchte meinen Sound so natürlich und echt wie möglich haben.
 
Ich wollte mal die Leute fragen die einen BOSS LMB 3 benutzen... rauscht der von Natur aus, oder lässt sich das eventuell durch ein besseres Netzteil beseitigen? Hab nämlich so ein Netzteil zum Umschalten. Hatte hier kürzlich etwas über Netzteile gelesen aber nun finde ich es nicht mehr.
 
Also meiner rauscht von Natur aus nur sehr sehr wenig!

Sowohl bie Bateriebetrieb als auch mit Netztiel (ist allerdings das von Boss...)

wenn man den Enhanceregler aufdreht verstärkt er halt vorhandenes rauschen sehr stark aber sonst rauscht er eigentlich nahezu garnicht würd ich mal sagen...
 
hörbieschnörbie schrieb:
Ich wollte mal die Leute fragen die einen BOSS LMB 3 benutzen... rauscht der von Natur aus, oder lässt sich das eventuell durch ein besseres Netzteil beseitigen? Hab nämlich so ein Netzteil zum Umschalten. Hatte hier kürzlich etwas über Netzteile gelesen aber nun finde ich es nicht mehr.
Wenn es ein Schaltnetzteil ist, das nicht spezielle Filter für die Ausgangsspannung hat, kann das Rauschen daher stammen.
Konventionelle, stabilisierte Netzteile verursachen normalerweise weniger Störgeräusche (allerdings scheint es die immer seltener zu geben, weil von der Technik her aufwändiger).

@emo: *zustimm*
 
also ich hatte schon ca. 5 handelsübliche stabilisierte netzteile und alle haben stress gemacht....mit dem von digitech geht nun alles problemlos
 
Okay dann sollte ich mir mal eins von einem Hersteller anschaffen, der auch Effektgeräte baut... 9V kann man immer gebrauchen.
Hab grad ein anderes Schaltnetzteil probiert. Es rauscht immerhin etwas weniger. Muss reichen fürn Gig morgen...
 

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