Bilder beim Gesangsunterricht - eine Notwendigkeit? Wie wirken sie?

  • Ersteller Ersteller Kenshi
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  • #101
Mit Ausbildung meinte ich ĂŒbrigens tatsĂ€chlich eine Ausbildung mit PrĂŒfung und Abschluss. Ich denke, dass Empathie, Sympathie und speziell beim Gesang StimmaufwĂ€rmĂŒbungen reichen, um im Unterricht Blockaden zu lösen. Ich denke nicht, dass man als Gesangslehrer am besten noch eine Ausbildung zum was-auch-immer-Therapeuten machen sollte. Ich glaube zwar nicht, dass Kenshi einen auf Therapeuten machen wollte, aber ich frage mich, ob es nicht reicht eine angenehme AtmosphĂ€re im Unterricht aufzubauen und bei den Techniken (wie z.B. das Verwenden von Bildern) bleibt, die man als Gesangslehrer klassischer Weise gelernt hat.

Ich wĂŒrde von einer GL nicht verlangen, eine Ausbildung zu einem Therapeuten zu machen. Wenn aber einE GL eine passende Ausbildung, wie z.B. Hypnose hat und ich ihm oder ihr vertraue, warum sollte ich es nicht ausprobieren?

HĂ€tte Einstein oder Heisenberg die Einstellung gehabt, das was in der Physik bekannt war zu ihrer Zeit, reichte schon, hĂ€tten wir wohl heute noch keine RelativitĂ€tstheorie oder UnschĂ€rferelation. Kerzen reichen doch auch aus, um einen Raum zu beleuchten - wozu hat Edison die GlĂŒhlampe erfunden (oder erfinden lassen)?

Manchmal hat eine (als esoterisch verschriene und ggf. sogar vorverurteilte) Kleinigkeit eine erstaunliche Wirkung. Ich sehe nicht, warum irgend jemand darauf verzichten sollte, weil es im Vorfeld nicht verwissenschaftlicht wurde (was ĂŒbrigens meines Wissens bei Belcanto auch nicht wirklich der Fall ist). Das natĂŒrlich bleibt auch wieder jeder Person selber ĂŒberlassen, wie weit sie sich auf was einlassen will 🙂
 

  • #102
Als wissenschaftsglĂ€ubiger Betonkopf, der nur evidenzbasierte/validierte Ergebnisse ernst nehmen kann und es einfach nicht schafft, an eine wie auch immer geartete Existenz nach dem Tod zu glauben (was von vornherein schon viel Hokuspokus ausschließt), sind meine Grenzen zugegebenermaßen recht eng.
Das ist jetzt eher eine Aussage zur Wirksamkeit von irgendwelchen Methoden (zB das erwÀhnte Geistertrommeln) als dazu, ob sie auch erlaubt sind. Retalin ist ja mit Sicherheit wirksam, aber meines Erachtens nicht zu rechtfertigen, wenn es sich nicht grade um wirklich kranke Leute handelt.

Trotzdem stelle ich mir die Frage, warum Menschen immer mehr Hilfe benötigen und jede erdenkliche Form annehmen. Das ist keine Kritik - nur eine Frage.
Ich weiß nicht, ob sie die wirklich benötigen. Viele Leute die es sich leisten können, suchen sich irgendwelche Wundermittel auf der Suche nach einer AbkĂŒrzung. Als Ersatz fĂŒr die normalen Methoden, die eigentlich jeder kennt (konsequenter ĂŒben, weniger Essen, Sport reiben, nicht rauchen ...). Da kann man dann auch als Scharlatan gut Kasse machen.

Dann gibt es natĂŒrlich kranke Leute, die Hilfe brauchen. Ob das jetzt mehr sind als frĂŒher oder ob nur die Mediziner neue GeschĂ€ftsfelder suchen, kann ich natĂŒrlich nicht sagen.

Im oberen Bereich, meinetwegen bei der Bewerbung auf eine Solistenstelle im Sinfonieorchester, wird aber auf jeden Fall die Luft immer dĂŒnner. Und da macht es sicher auch was aus, ob de Lehrer sich mit solchen mentalen Methoden auskennt oder nicht.
 
  • #103
wozu hat Edison die GlĂŒhlampe erfunden (oder erfinden lassen)?

Weder noch. Er hatte nur das nötige Moos fĂŒr das Patent - war eh ein schlimmer Finger 😉

http://de.wikipedia.org/wiki/Heinrich_Göbel

EDIT: Upps - oder auch nicht. Egal.

Den thematischen Teil deines Beitrags verstehe ich immer weniger. Vali fragt sich doch nur, ob ein normaler entspannter Umgang nicht ausreicht und einen Àhnlichen Effekt hat. Ist das jetzt auch schon ein "Vorurteil"? Sie verbietet dir doch gar nicht, unter Hypnose GU zu nehmen :nix:

Es muss doch auch dir irgendwie möglich sein, dir vorzustellen, dass Einzelne das eben nicht wollen und nicht glauben, dass das was bringt. Was ist daran so schlimm? Vor allem, wenn man damit guter Erfolge erzielt hat.
 
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  • #104
Liebe moniaqua, du musst den darauffolgenden Teil schon mit einbeziehen. Es geht hier nicht nur um "reicht schon", sondern auch um das Risiko-Nutzen-VerhĂ€ltnis. Das kannst du doch im Ernst nicht mit GlĂŒhbirnen vergleichen. Ich sehe in der Anwendung der Hypnose im Gesangsunterricht keinen zusĂ€tzlichen Nutzen, der die dafĂŒr eingegangenen Risiken rechtfertigt. NatĂŒrlich ist eine richtig durchgefĂŒhrte Hypnose relativ risikoarm, aber darauf kann man sich nicht immer verlassen. Es gibt nicht umsonst Indikationen und Kontraindikationen fĂŒr die Anwendung der Hypnose und sowas wie z.B. Hemmungen im Gesangsunterricht laut zu belten gehört meines Wissens nach nicht zu den rechtfertigenden Indikationen. Ich finde es nicht rĂŒckwĂ€rts gewandt bei gleichem Nutzen risikoĂ€rmere Methoden anzuwenden, insbesondere bei solch (absolut gesehen) Pillepalle wie Gesangsprobleme. Man muss nicht immer mit Kanonen auf Spatzen schießen, aber wenn du das willst - bitte - aber das ist nicht mit einer allgemeinen Empfehlung zu verwechseln.
 
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  • #105
Im oberen reich, meinetwegen bei der Bewerbung auf eine Solistenstelle im Sinfonieorchester, wird aber auf jeden Fall die Luft immer dĂŒnner. Und da macht es sicher auch was aus, ob de Lehrer sich mit solchen mentalen Methoden auskennt oder nicht.
Gerade in diesem Bereich ist der Einsatz von Dopingmitteln und Medikamenten zur Leistungssteigerung ĂŒbrigens bereits verbreitet. Und genau das zeigt, wie fließend die ÜbergĂ€nge in der Wahl der Hilfsmittel sind. Seine persönliche Grenze muss dabei jeder selbst ziehen. Wir können hier nur Ansichten austauschen.

Wobei mir unbegreiflich ist, warum man, wenn man sich nachdenklich oder kritisch Ă€ußert immer gleich auf einen Wadenbeißerreflex stĂ¶ĂŸt und einem RĂŒckwĂ€rtsgewandheit, Verstocktheit oder mangelnde Offenheit unterstellt wird (nicht zwangslĂ€ufig von dir, ist mehr eine allgemeine Beobachtung). Vor allem das immer wieder kehrende Mantra, man solle doch jeden nach seiner Façon machen lassen, obwohl hier nie irgendein "Bekehrungsversuch" in die Richtung unternommen wurde, ist irgendwo zwischen amĂŒsant und nervig einzusortieren.
 
  • #106
Ja genau. Um diese persönliche Grenze ging es mir.
Und um den wie auch immer gearteten Druck, der einen dann dazu bringt, diese Grenze zu ĂŒberschreiten.
 
  • #107
Ich sehe in der Anwendung der Hypnose im Gesangsunterricht keinen zusĂ€tzlichen Nutzen, der die dafĂŒr eingegangenen Risiken rechtfertigt.

Ich sehe es Àhnlich.

Ich wĂŒrde da eher umgekehrt rangehen, wie vorher schonmal angedeutet: Freies singen (ohne Leistungsdruck) in einer Hypnose anzuregen könnte ich mir als hilfreich vorstellen - WENN der Hypnotisierende ein fĂ€higer Therapeut oder Therapeutin ist, die auch auffangen und bearbeiten kann, was evtl an GefĂŒhlen auftaucht.

DarĂŒber hinaus kam mir beim nachdenken noch ein ganz anderer Aspekt in den Sinn:
Welches Klientiel zieht ein Gesangslehrer an, der damit werben wĂŒrde, mit Hypnose und TrancezustĂ€nden zu arbeiten?

Diese Frage erscheint mir durchaus wichtig, denn wenn ich mit meinem Angebot Menschen anziehe, die evtl weitreichendere psychische Probleme haben als nicht gut singen zu können - und ich diese psychischen Tiefen auch noch ansteuere - dann muss ich damit auch wirklich umgehen und die Menschen mit ihren Problemen begleiten können.

Ich selber habe in meinem Leben auch schon zweimal GesprĂ€chspsychotherapie bekommen. Einer der beiden Therapeuten hat dabei auch Methoden verwendet, die starke innere Bilder verwenden, Phantasiereisen und TrĂ€ume. Einmal sogar eine Methode die mit dem Atem zu tun hatte und eine Teance hĂ€tte erzeugen können (wofĂŒr ich leider unbegabt bin). Ich habe ihm vertraut und wusste, daß er dafĂŒr da ist, mich mit meinen Problemen zu verstehen und zu begleiten.

Ich habe auch mal eine Zeitlang Jahreskreisrituale in einem spirituellen Rahmen mitgemacht. Und ich kann nur sagen: Oh meine Göttin, was es fĂŒr seltsame Leute gibt... Das war fĂŒr manche ganz sicher grenzwertig, wenn es da um Traumreisen und Trance ging.

Im Gesangsunterricht geht es meines Erachtens darum, anderen das singen beizubringen oder zumindest einen alltagstauglichen Umgang mit der (Sing)stimme. Da gibt es Grenzbereiche zur LogopĂ€die (kranke Stimme) und ganz sicher auch Grenzbereiche zur Psychotherapie. Soll heissen: SelbstverstĂ€ndlich rede ich auch mal mit meinen SchĂŒlerInnen, wenn sie mit ihren Problemen ringen und es bricht auch mal eine in TrĂ€nen aus oder es mĂŒssen Hemmungen ĂŒberwunden werden. Aber wenn ich merke, daß jemand die Grenze ĂŒberschreitet und mich mit seiner Therapeutin verwechselt, dann ziehe ich genau da meine Grenze.
 
  • #108
@rbur: Dieser Druck entsteht aber meines Erachtens auch durch die "Du kannst alles schaffen, du musst nur hart genug und mit ausreichend Willen daran arbeiten!"-MentalitĂ€t heutzutage. Und wenn davon die Rede ist, dass man sein Potential erst ausschöpfen kann, wenn man seine Blockaden ĂŒberwindet, dann ist das fĂŒr mich ein neue Art von BlĂŒte dieses Dogmas - und nicht etwa der Gegenentwurf! Dahinter steckt ja letztendlich auch die gleiche Aussage.

Ich finde es vollkommen OK, dass es auch Dinge gibt, von denen man erkennt: Das kann ich nicht. Das ist ja nicht gleichbedeutend damit den Ist-Zustand als gegeben hinzunehmen, sondern einfach seine Möglichkeiten, auch die zukĂŒnftigen, gesund einzuschĂ€tzen. Ich habe beispielsweise letzten Sommer den ersten Surfkurs meines Lebens gemacht. Ich hatte großen Spaß, was fĂŒr mich bei sowas das wichtigste ist, aber sicherlich keine Ambitionen, dass jetzt noch ein großer Surfer aus mir wird. DafĂŒr kenne ich mich und meine FĂ€higkeiten zu gut. 😉

Wobei es natĂŒrlich einen Riesenunterschied macht, ob wir von Leuten reden, die bereits können, was sie tun, auf dem Weg nach oben aber zunehmender Konkurrenz ausgesetzt sind, oder aber um 14jĂ€hrige Töchter von Eislaufmamis, die wider aller Anzeichen vom Ausnahmetalent ihrer Kleinen ĂŒberzeugt sind. 😉
 
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  • #109
Den thematischen Teil deines Beitrags verstehe ich immer weniger. Vali fragt sich doch nur, ob ein normaler entspannter Umgang nicht ausreicht und einen Àhnlichen Effekt hat. Ist das jetzt auch schon ein "Vorurteil"? Sie verbietet dir doch gar nicht, unter Hypnose GU zu nehmen :nix:

Der Absatz mit dem Vorurteil bezog sich nicht auf Vali, sondern allgemein auf den Threadverlauf. Und da finde ich ist teilweise eine sehr große und schon reflexhaft wirkende Ablehnung zu sehen.

Es muss doch auch dir irgendwie möglich sein, dir vorzustellen, dass Einzelne das eben nicht wollen und nicht glauben, dass das was bringt. Was ist daran so schlimm? Vor allem, wenn man damit guter Erfolge erzielt hat.

Pardon - warum unterstellst Du mir hier, es sei mir nicht möglich, zu sehen, dass einzelne Personen fĂŒr sich das nicht wollen?! Das ist fĂŒr mich voll ok und akzeptabel. Nicht akzeptabel hingegen ist fĂŒr mich, dass der Eindruck, und offensichtlich nicht nur bei mir, entsteht, dass hier von einigen ziemlich ĂŒber Kenshi hergefallen wurde.

Liebe moniaqua, du musst den darauffolgenden Teil schon mit einbeziehen. Es geht hier nicht nur um "reicht schon", sondern auch um das Risiko-Nutzen-VerhĂ€ltnis. Das kannst du doch im Ernst nicht mit GlĂŒhbirnen vergleichen. Ich sehe in der Anwendung der Hypnose im Gesangsunterricht keinen zusĂ€tzlichen Nutzen, der die dafĂŒr eingegangenen Risiken rechtfertigt. NatĂŒrlich ist eine richtig durchgefĂŒhrte Hypnose relativ risikoarm, aber darauf kann man sich nicht immer verlassen. Es gibt nicht umsonst Indikationen und Kontraindikationen fĂŒr die Anwendung der Hypnose und sowas wie z.B. Hemmungen im Gesangsunterricht laut zu belten gehört meines Wissens nach nicht zu den rechtfertigenden Indikationen. Ich finde es nicht rĂŒckwĂ€rts gewandt bei gleichem Nutzen risikoĂ€rmere Methoden anzuwenden, insbesondere bei solch (absolut gesehen) Pillepalle wie Gesangsprobleme. Man muss nicht immer mit Kanonen auf Spatzen schießen, aber wenn du das willst - bitte - aber das ist nicht mit einer allgemeinen Empfehlung zu verwechseln.

Du wirkst gereizt auf mich, Vali, kann das? Ich kann auch mit dem Satz "Das kannst du doch im Ernst nicht mit GlĂŒhbirnen vergleichen" nicht all zu viel Anfangen im Moment. Die GlĂŒhbirnen waren ein Beispiel, und nicht das einzige. Vielleicht unterschĂ€tze ich Hypnose, oder die dadurch induzierte Trance, das könnte eine ErklĂ€rung sein. Vielleicht ĂŒberschĂ€tze ich auch den Nutzen. Ich bin bisher ohne Hypnose im Unterricht ausgekommen; ich sehe sie aber auch nicht als mit Kanonen auf Spatzen schießen an. Möglich, dass ich fehlinformiert bin an dieser Stelle :nix:

Ich stelle hier in diesem Thread, und auch dieses bezieht sich wieder nicht auf Valis Post, jedenfalls durchaus wie Foxx auch eine WadenbeißermentalitĂ€t fest - nur bei anderen Leuten als Foxx. Btw, Foxx, das Mantra mit der Façon habe ich hier hauptsĂ€chlich von antipasti gelesen. Allerdings muss ich ihm da schon recht geben :D Wenn Du noch nie etwas nicht erreicht hast, was Du eigentlich könntest, weil Du blockiert gewesen wĂ€rst, sei glĂŒcklich. Aber sei gewahr, es gibt Leute, denen geht es so. Das ist keine absurde BlĂŒte oder kein Dogma von "Du kannst alles erreichen, wenn Du nur hart genug daran arbeitest"! Und nein, es steckt nicht die gleiche Aussage dahinter. Ich persönlich wĂŒrde mir z.B. niemals anmaßen, ein brillianter Jurist werden zu wollen 🙄
 
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  • #110
Manchmal hat eine (als esoterisch verschriene und ggf. sogar vorverurteilte) Kleinigkeit eine erstaunliche Wirkung.

Der Absatz mit dem Vorurteil bezog sich nicht auf Vali, sondern allgemein auf den Threadverlauf. Und da finde ich ist teilweise eine sehr große und schon reflexhaft wirkende Ablehnung zu sehen.

Ich finde es halt Ă€ußerst bedauerlich und unnötig, dass du hier (wieder) die ausgefranste "Eso-Voruteilsfahne" herausholst.

Denn im Gegensatz zu anderen Diskussion (zB der Atemtypen), haben wir zumindest eine Schnittmenge. Soweit ich dieses Thema auf dem Schirm habe, hat bisher wirklich niemand eine mögliche positive Wirkung von Hypnose an sich in Zweifel gesetzt. Über Anwendung, Risiken und Nutzen auf bestimmten Gebieten kann und darf man doch wohl spekulieren, oder nicht? Sonst könnte man jedes Thema dieser Art mit dem Hinweis "wenn's dir hilft" schließen.

Du selbst schaffst hier GrÀben mit solchen Aussagen.

Nicht akzeptabel hingegen ist fĂŒr mich, dass der Eindruck, und offensichtlich nicht nur bei mir, entsteht, dass hier von einigen ziemlich ĂŒber Kenshi hergefallen wurde.

Damit meinst du namentlich rbur und das Thema ist bereits ausreichend geklÀrt.

Wenn Du noch nie etwas nicht erreicht hast, was Du eigentlich könntest, weil Du blockiert gewesen wĂ€rst, sei glĂŒcklich.

Persönlich werden könnte ich jetzt auch und hÀtte bessere Mittel dazu in der Hand als du. Aber ich lass es. Vielleicht kann ich dem stark konditionalen Satzbau auch nicht folgen.
 
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  • #111
Sorry moniaqua, aber irgendwie habe ich bei solchen Diskussionen immer das GefĂŒhl, dass du mit dem Begriff Vorverurteilung regelrecht um Dich wirfst, wĂ€hrend du gleichzeitig nicht wirklich zu lesen scheinst, was andere tatsĂ€chlich geschrieben haben und somit genau deinen eigenen Vorwurf auslebst. Jedenfalls schließe ich mich antipasti vollkommen an, dass du jetzt schon mehrfach versucht hast, eine Paralleldiskussion ĂŒber "Esoterik vs. Naturwissenschaft" anzuzetteln, die völlig an den hier geschilderten Standpunkten vorbeizielt. Da ist es wenig verwunderlich, wenn der ein oder andere User angesichts verfehlter Vergleiche oder impliziter Spitzen, auf die Du Dich ja durchaus verstehst, gereizt reagiert und das weniger verpackt, als Du es tust. 😉
 
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  • #112
Jedenfalls schließe ich mich antipasti vollkommen an, dass du jetzt schon mehrfach versucht hast, eine Paralleldiskussion ĂŒber "Esoterik vs. Naturwissenschaft" anzuzetteln, die völlig an den hier geschilderten Standpunkten vorbeizielt.

Dass Esoterik hier mit hineingeraten ist, sehe ich auch so. Aber ich weise den Vorwurf von mir, ich hÀtte das angezettelt. Den Rest seht wie Ihr wollt :nix:
 
  • #113
Tja - ich habe mir jetzt nochmal die ersten 35 Posts durchgelsen und kann kein frĂŒhere Eso / Wissenschafts-Debatte entdecken.

Klar gab es ganz am Anfang Bells ErzĂ€hlung ĂŒber die Schamanen-TĂ€nzer und es fiel auch mal scherzhaftes "Ohm". Aber beides nicht direkt bezogen auf ernsthafte Hypnose oder auf kenshis Versuche. Nichts wirklich Schlimmes. :nix:
 
  • #114
Ich bin ganz entspannt, es scheint wohl eher dein Reizthema zu sein. Jedenfalls trittst du das Esoterik Thema wieder breit, obwohl es hier noch nicht mal um Esoterik geht, nachdem sich das nach Seite 2 geklĂ€rt hat, um nur mal wieder daran zu erinnern. Das ist offtopic, polemisch und stört nur die durchaus interessante Diskussion ĂŒber Anwendung, Risiken und Nutzen von Hypnose im seriösen Sinn im Gesangsunterricht. Wenn du zu dem eigentlichen Thema nichts weiter beizutragen hast und lieber ĂŒber Eso vs. Wissenschaft reden willst, dann tu das bitte in einem anderen Thread. Ansonsten, wie wĂŒrdest du Nutzen und Risiko einschĂ€tzen und das im Vergleich mit anderen Herangehensweisen?
 
  • #115
Nun taucht hier diese Fragestellung von Risiken einer Hypnose auf. Meiner Ansicht nach wird da nicht maßgehalten.
Eine Hypnose im Gesangsunterricht ist nicht zu vergleichen mit einer im Zusammenhang einer psychotherapeutischen Behandlung.
Auch wenn der Begriff Blockaden verwendet wird handelt es sich bei den in solchem Zusammenhang angesprochenen Blockaden nicht um traumatische Erlebnisse, deren Bewusstmachung voraussichtlich ein therapeutisches Setting voraussetzt.

Man sollte also trotz der Begrifflichkeiten die Kirche im Dorf lassen. Es geht ja nun ausdrĂŒcklich nicht um Psychotherapie in Folge eines psychischen Defekts.
Da ist das Risiko einer unbeabsichtigten Aufdeckung tiefer Traumata etwa so groß wie beim Spazierengehen im Stadtpark. Da wird niemand auf die Idee kommen es als risikobehaftet zu vermeiden.

In ca 25 Jahren der BeschÀftigung mit dem Themenfeld Hypnose sind mir keine Risiken bekannt geworden, die nicht auch ohne Hypnose bestanden hÀtten.
Unspezifisch davor gewarnt wurde allerdings mindestens so hĂ€ufig, wie Trance mit Drogenmißbrauch und pathologisch erscheinenden BewusstseinszustĂ€nden verwechselt wurden.
Ich selbst hypnotisiere nicht. Hab ich irgendwann mal getan, einfach um mir sicher zu sein, dass ich weiss wovon ich rede. Aber viel lieber erlaube ich jemandem mich zu hypnotisieren. Andererseits erlaube ich mir durchaus Menschen in meiner Umgebung emotional zu beeinflussen, auch ohne zu kontrollieren, was ich da nun auslöse. WĂ€re auch etwas schwierig fĂŒr einen Musiker mit jedem Zuhörer zu besprechen ob auch bloß keine Traumata freigelegt wurden...
(Allerdings ist die Musik, die ich anbiete auch kaum zu sowas geeignet. Ich produziere eher locker, flockig... angenehme Emotionen eben.)

Übrigens, diese Typen bei Voice of Germany, die am laufenden Band berĂŒhrt werden und GĂ€nsehaut bekommen, die finde ich "gefĂ€hrlich"... 🙂 (Verblödungsgefahr)
 
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  • #116
Ich finde es vollkommen OK, dass es auch Dinge gibt, von denen man erkennt: Das kann ich nicht.
Ich finde das auch ok, aber ich bin ja in einer sehr komfortablen Situation: meine Existenz hÀngt nicht dran.
Aber wenn man 20 Jahre lang nichts anderes gemacht hat als Musik und nun mit hundert Konkurrenten zum Vorspiel auf eine Solistenstelle antritt, dann ist Hypnose eventuell noch eine der harmloseren Möglichkeiten, zu denen gegriffen wird.


Aber es muss ja nicht gleich Hypnose sein, es gibt ja noch so Sachen wie NLP oder Alexandertechnik. Ich kenne einige Musiker, die auch Alexandertechniklehrer sind. Macht ihr zu sowas? Oder habt ihr sowas gelernt, macht es aber nicht aktiv mit euren SchĂŒlern?
 
  • #117
Ansonsten, wie wĂŒrdest du Nutzen und Risiko einschĂ€tzen und das im Vergleich mit anderen Herangehensweisen?

Hypnose ist mir bisher als relativ ungefĂ€hrlich bekannt. Wenn etwas passiert, hat das meines Wissens genauso wie bei anderen, sagen wir mal psychologischen Techniken, tiefere GrĂŒnde im Klienten. Der vielleicht eine wichtige Information warum auch immer hinterm Berg gehalten hat. Das kann bei erfahrenen Therapeuten dann aber genauso passieren wie bei frisch geschulten AnfĂ€ngern, vorausgesetzt, beide haben sich an eine passende Verfahrensweise und Anamnese gehalten. Abgesehen davon gibt es wohl einige Arten von Hypnose und ich hatte Kenshi so verstanden, dass die von ihm durchgefĂŒhrte in etwa einer Fantasiereise oder autogenem Training entsprechen dĂŒrfte. Nichts tragisches also. Aber durchaus sehr nĂŒtzlich bei Leuten, die etwas entspannter vielleicht besser singen könnten. Manche trinken Alkohol, andere verwenden Entspannungsverfahren. Ich finde letztere ungefĂ€hrlicher.

Auch das im Thread angesprochene Ritalin, von dem ich schon öfter gehört habe, dass es von SchĂŒlern/Studenten und offenbar auch von Musikern konsumiert wird, finde ich persönlich weit gefĂ€hrlicher als Hypnose.
 
  • #118
Ach.... Musiker bzw. KĂŒnstler haben schon von jeher so einiges konsumiert 😉 Doping ist so alt wie die Kunst - erst halluzinogene Pflanzen, spĂ€ter Opium, Absinth und Laudanum, heute Designerdrogen. Und nicht nur zur Leistungssteigerung, sondern weil rauschhafte ZustĂ€nde bei vielen KĂŒnstlern eine rauschhafte KreativitĂ€t zur Folge hatten.

- - - Aktualisiert - - -

Aber es muss ja nicht gleich Hypnose sein, es gibt ja noch so Sachen wie NLP oder Alexandertechnik. Ich kenne einige Musiker, die auch Alexandertechniklehrer sind. Macht ihr zu sowas? Oder habt ihr sowas gelernt, macht es aber nicht aktiv mit euren SchĂŒlern?

NLP ist - sorry - Humbug.
Über Alexandertechnik habe ich einiges gelesen, ein Drummer, mit dem ich frĂŒher in einer Band war, hat das wohl erfolgreich gegen seine RĂŒcken- und Muskelprobleme angewandt. Ich habe auch eine Kollegin, die damit arbeitet. Ich selbst brauche das nicht, deshalb habe ich mich nicht weiter damit beschĂ€ftigt, aber wen es interessiert, den schicke ich zu besagter Kollegin weiter.
 
  • #119
Okay, bis meine Antwort kommt, sind vermutlich schon ein paar andere da ^^

Am Anfang dieses sehr umfangreichen Threads ging es um Bilder. Bilder erzeugen eine Vorstellung, die dem GesangsschĂŒler hilft, etwas besser zu verstehen und umzusetzen. Ganz wertfrei ist das also eine Suggestion. Ob das jetzt durch Bilder oder andere Metaphern stattfindet ... egal, es ist eine Möglichkeit dem SchĂŒler etwas effektiv zu vermitteln. Der SchĂŒler muss es dann noch umsetzen lernen oder können.

Eine wie auch immer geartete Hypnosetechnik setzt wohl an einem anderen Punkt an. Die bereits gefallenen (teilweise vorbelasteten) Begriffe wie "Trance", "Flow", "Alphawellen" bezeichnen BewußtseinszustĂ€nde, die im Allgemeinen durch sehr hohe Konzentration oder durch sehr große Entspannung entstehen (was sich ĂŒbrigens nicht ausschließen muss).

Kenshii hat bereits treffend beschrieben, dass seine SchĂŒler nicht in der Lage war(en) mehr aus sich herauszuholen als in ihnen drinsteckte. Hypnose ist also keine "Lehrmethode" im strengen Sinn. Niemand wird durch eine solche Suggestionstechnik zum Caruso. Die SchĂŒler haben sich "nur" ihrem derzeitigen persönlichen Optimum genĂ€hert oder dieses erreicht. Ob jetzt persönliche Barrieren abgebaut wurden (Entspannung) oder die Möglichkeit geschaffen wurde sich besonders gut zu konzentrieren (Fokussierung) - das kommt wohl auf den SchĂŒler an. Es ist immerhin ein Mittel, sofern das mitgeschnitten wird, dem SchĂŒler zu zeigen was er bereits zu singen in der Lage ist. Darin könnte der Wert einer Hypnose fĂŒr den GU liegen.

Ich kann verstehen, dass der damit einhergehende befĂŒrchtete oder tatsĂ€chliche Kontrollverlust beim Probanden auf Mißtrauen und Ablehnung stĂ¶ĂŸt. Geht mir auch so. Andererseits ist es nicht falsch neue Wege zu gehen die hilfreich sein können, sofern der GL damit verantwortungsvoll umgeht und EinverstĂ€ndnis zwischen GU und GS besteht wie es hier wohl der Fall ist/war.
 
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  • #120
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