Tony Iommi gehört, was Riffs angeht, zu meinen Lieblingsgitarristen. Sein Sound und Geriffe auf den meisten BS- Scheiben ist hammerhaft, aber mit dem Bandimage und dem Gros der Texte kann ich absolut nix anfangen (mal von einer Kuriosität wie "After Forever" abgesehen). Ozzy ist kultig hoch zehn, hatte aber damals eindeutig ein Rad ab - ob sich das heute gebessert hat, sei dahingestellt. Dio ist definitiv ein großartiger Sänger, aber mir persönlich einfach extrem unsympathisch - was mir den Hörgenuss seiner Scheiben verleidet. Die Gillan- Platte hat ein paar gute Ansätze, ist aber insgesamt ein klanglicher und konzeptioneller Rohrkrepierer - und über die anschließende Tour deckt man besser den Mantel des Schweigens. Seventh Star mit Koksnase Glenn Hughes am Mikro ist'n Kind der Achtziger und IMHO bis auf "In for the Kill" nicht hörenswert. Auch Tony Martin war'n guter Sänger (und sogar mal'n sympathischer), aber seine Bandphase brachte IMHO auch nur eine Handvoll überzeugende Songs. Außerdem war da das Bandimage schon ziemlich ausgelutscht.
Als Komplettwerk ist "Fused" mit dem inzwischen cleanen Glenn Hughes musikalisch, konzeptionell, textlich, klanglich und persönlich das einzige Werk von Iommi, was mir uneingeschränkt gefällt.
Alex